zurück
Rudolf Wachter, „Tisch für ein Kunstgespräch – oder die Kunst aneinander vorbeizureden“, 1995, Foto: Studio Drave, München

VER_SETZT
Sechs Orte – sechs Themen – ein Tisch
VER_SETZT

Die Veranstaltungsreihe wird 2021 mit neuen Terminen stattfinden!

„Die Kunst, aneinander vorbeizureden“ versinnbildlicht die Tisch-Skulptur des Holzbildhauers Rudolf Wachter (1923-2011), die 1995 für eine Gesprächsreihe zu Fragen der Kunst entstanden war. An diesem Tisch können sich sechs Menschen nur versetzt

gegenübersitzen. In Zeiten, in denen ein „zuhörender Dialog“ schwieriger wird, bringen wir diesen

Tisch an sechs Orte, die für grundlegende gesellschaftliche Fragen und Themen heute stehen. Wir laden dazu Experten ein, um die Kunst zu stärken, nicht aneinander vorbeizureden. Ein Platz bleibt jeweils frei für das Publikum.

Digitaler Flyer VER_SETZT

 ursprüngliche Termine:

(1) Meinung machen – Wie emotional müssen Medien sein?

Mi. 29.4.2020, 19 Uhr
BR Veranstaltungssaal im Foyer Hochhaus, Arnulfstraße 42, 80335 München
Anmeldung erbeten: info@evstadtakademie.de oder Tel. 089 5490270
Am Tisch:
Sylvia Griss, Redaktionsleiterin Kultur (Bayerischer Rundfunk, München)
Prof. Dr. Henrik Müller, Autor von „Kurzschlusspolitik“ (Lehrstuhl Wirtschaftspolitischer Journalismus, TU Dortmund)
Ruprecht Polenz, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde (ehem. CDU-Generalsekretär, Münster)
Betül Ulusoy, Juristin, Referentin & Bloggerin (Berlin)
Ein Platz bleibt frei für das Publikum.

Moderation: Wolfgang Küpper, Redaktionsleiter Religion und Orientierung (Bayerischer Rundfunk, München)

Die gesellschaftlichen Debatten sind zunehmend emotional aufgeladen und von je eigenen Absolutheitsansprüchen befeuert. In den sozialen Medien können heute alle publizistisch tätig sein und sich in Blasen Gleichgesinnter bestärken. Gleichzeitig wecken auch „Qualitätsmedien“ zunehmend Interesse durch Emotionalisierung ihrer Inhalte. Inwieweit tragen sie selbst damit zur Spaltung in Lager bei? Wie können wir sachlich und verständnisvoll miteinander kommunizieren?

Partner: Bayerischer Rundfunk

(2) #EXIST – Raum für Kunst in München

Mi. 13.5.2020, 19 Uhr
Kreativquartier, Atelier EMPFANGSHALLE, Schwere-Reiter-Straße 2s, 80637 München
Anmeldung erbeten: info@evstadtakademie.de oder Tel. 089 5490270

Am Tisch:
Anton Biebl, Kulturreferent (Landeshauptstadt München)
Corbinian Böhm, Künstler EMPFANGSHALLE (Vorsitzender BBK München und Oberbayern, München)
Dr. Janet Merkel, Sozialwissenschaftlerin (Institut für Stadt- und Regionalplanung, TU, Berlin)
Karsten Schmitz (Vorstand Stiftung Federkiel, München)
Ein Platz bleibt frei für das Publikum.

Moderation: Benita Meißner, Kuratorin (Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst, München)

Der Wert der sogenannten Kreativwirtschaft für das Image einer Stadt wie München ist unbestritten. Aber Zuzug, Nachverdichtung und Gentrifizierung stellen nichtkommerzielle Räume zunehmend vor Existenzsorgen. Wie wird die Politik ihrer Verantwortung gerecht, Räume für Künstler*innen und ihre Ateliers in attraktiver Lage bereitzustellen? Und wer sonst vertritt bei der Planung neuer Quartiere die Interessen von Künstler*innen gegenüber rein wirtschaftlichen Interessen?

Partner: Berufsverband Bildender Künstler München und Oberbayern und EMPFANGSHALLE

(3) Affekt und Effekt – Ändern wir ökologisch die richtigen Dinge?

Mi. 27.5.2020, 19 Uhr
Markuskirche, Gabelsbergerstraße 6, 80333 München
Anmeldung erbeten: info@evstadtakademie.de oder Tel. 089 5490270

Am Tisch:
Prof. Dr. Reiner Anselm, Theologe (Lehrstuhl für Systematische Theologie und Ethik, LMU, München)
Dr. Andreas Geist (KIT. Karlsruher Institut für Technologie, Karlsruhe)
Markus Ostermeier, Unternehmer Innovationstechnik (München)
Tammy Schmidt (Green City, München)
Ein Platz bleibt frei für das Publikum.

Moderation: Jutta Höcht-Stöhr (Leiterin Evangelische Stadtakademie, München)

Im Blick auf die Zukunft unseres Ökosystems besteht Handlungsbedarf. Das „Dass“ ist klar, doch das „Wie“ ist umstritten: Geht es um Verzicht im Lebensstil oder um intelligente technische Innovationen? Setzen wir auf die Verantwortung des Einzelnen oder auf politische Vorgaben? Treffen wir im Affekt Entscheidungen, die uns moralisch entlasten, aber aufs Ganze gesehen, nicht den nötigen Effekt haben?

Partner: Markuskirche

(4) Social Design – Lösungen für eine bessere Welt?

Mi. 17.6.2020, 19 Uhr
Hochschule München Fakultät für Design, Lothstraße 17, 80335 München
Anmeldung erbeten: info@evstadtakademie.de oder Tel. 089 5490270

Am Tisch:
Dr. Andreas Belwe, Philosoph (Fakultät für Design, Hochschule München)
Prof. Matthias Edler-Golla, Designer (Human Centered Design, Hochschule München)/
Jenny Gallen, Social Designerin (Hans Sauer Stiftung, München)
Tobias Lugmeier, Industrial Designer (Studio Stefan Diez, München)
Franziska Wirtensohn, Künstlerin (Team Habibi.Works, Kempten)
Ein Platz bleibt frei für das Publikum.

Moderation: Prof. Ben Santo, Designer (Dekan der Fakultät für Design Hochschule München)

In der öffentlichen Wahrnehmung wird Design meist mit Luxus verbunden. Dabei befasst sich Design seit jeher mit Fragen des gesellschaftlichen Wandels und der Gestaltung der Zukunft. Der Begriff „Social Design“ bezeichnet heute sowohl Prozesse partizipatorischen Entwerfens als auch Design, das soziales Zusammenleben gestalten will. Kann Design ein Katalysator für soziale Veränderung sein? Was unterscheidet Social Design von Autorendesign und kann es unabhängig gegenüber kommerziellen Nutzungsinteressen bleiben?

Partner: Hochschule München, Fakultät für Design

(5) Gespaltene Gesellschaft – Wer muss wie mit wem worüber reden?

Mi. 1.7.2020, 19 Uhr
Jüdisches Museum München, Sankt-Jakobs-Platz 16, 80331 München
Anmeldung erbeten: veranstaltungen.jmm@muenchen.de oder Tel. 089 23329402

Am Tisch:
Per Leo, Historiker (Autor von „Mit Rechten reden“, Berlin)
Boaz Levin, Künstler und Kurator (Berlin)
Verena Weidenbach, Historikerin (freie Autorin für „DIE ZEIT“ und den Blog „Starke Meinungen“, München)
Prof. Dr. Mirjam Zadoff, Historikerin (Direktorin des NS-Dokumentationszentrums, München)
Ein Platz bleibt frei für das Publikum.

Moderation: Matthias Drobinski, Journalist (Redakteur, Süddeutsche Zeitung, Frankfurt)

In den letzten Jahren hat sich der gesellschaftliche Diskurs polarisiert – nicht nur in Deutschland, sondern in vielen Ländern. Rechte Parteien finden Zustimmung in einem Ausmaß, das nach 1945 nicht mehr vorstellbar war. Ist es ein Rechtsruck oder zeigt sich nur, was unter der Decke immer da war? Und was hilft dagegen? Welche Kommunikation muss geführt werden zwischen Empathie, politischer Aufklärung und klarer Grenzziehung?

Partner: Jüdisches Museum München und NS Dokumentationszentrum

(6) Freiheit der Kunst – Kunst als Freiraum

Mo. 20.7.2020, 19 Uhr
Karmeliterkirche, Karmeliterstraße 1, 80333 München
im Kontext der Ausstellung „Verdammte Lust“/ „Paradise Lost #gender shift“
Anmeldung erbeten: info@evstadtakademie.de oder Tel. 089 5490270

Am Tisch:
Sebastian Frenzel, Journalist (Stellvertretender Chefredakteur Monopol, Berlin)
Nora Gomringer, Autorin, Produzentin, Herausgeberin (Internationales Künstlerhaus Villa Concordia, Bamberg)
Pola Sieverding, Künstlerin (Akademie der Bildenden Künste, München)
Dr. Wunibald Müller, Theologe (Autor und psychologischer Psychotherapeut, Würzburg)
Ein Platz bleibt frei für das Publikum.

Moderation: Rainer Hepler, Priester (Fachbereich Kunstpastoral, Erzdiözese München und Freising)

Die Freiheit der Kunst wird heute neu in Frage gestellt durch veränderte gesellschaftliche Grenzziehungen. Lässt sich aber nicht auch umgekehrt fragen: Wo eröffnet die Kunst immer noch Freiräume, die sonst nicht existieren würden? Das Gespräch steht im Kontext der gemeinsamen Ausstellung des Diözesanmuseums Freising und des DG Kunstraums über die Beziehung von Körperlichkeit, Sexualität und Religion.

Partner: Diözesanmuseum Freising, Erzdiözese München und Freising

Die Tisch-Skulptur „Tisch für ein Kunstgespräch – oder die Kunst aneinander vorbeizureden“ von Rudolf Wachter wird vom 18.6.2020 bis 1.7.2020 in der Münchner Paulskirche gezeigt. Dort befinden sich in der Apsis auch die fünf Holzreliefs „STATIONEN“ des Künstlers. Näheres zum Begleitprogramm vor Ort erfahren Sie auf www.erzbistum-muenchen.de/kunstpastoral.

Förderer:
Kulturreferat der Landeshauptstadt München
Technische Hochschule Aschaffenburg
Prodekanatsbezirk München-Mitte.

Informationen und Anmeldung
Evangelische Stadtakademie München
Tel. 089 5490270
info@evstadtakademie.de
www.evstadtakademie.de

Eine Kooperation von
artheon
Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst e. V.
Evangelische Stadtakademie München
Fachbereich Kunstpastoral der Erzdiözese München und Freising
Kunstbeauftragter des Kirchenkreises München und Oberbayern, Ev.-Luth. Kirche in Bayern