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Publikation zur Ausstellung
’Der letzte Garten – Bauwerke des Abschieds‘

Begleitend zur Ausstellung in der Galerie der DG

Idee und Konzeption: Benita Meißner
Gestaltung: Atelier Bernd Kuchenbeiser mit Michaele Wonhöfer
Texte: Madeleine Dietz, Stefanie Seeholzer, Benita Meißner

Schutzgebühr: 7,50 Euro

 

Ausstellungsansicht Ausstellungsansicht Ausstellungsansicht

Der Umgang mit dem Tod unterliegt im 21. Jahrhundert einem allgemeinen gesellschaftlichen – und kulturellen – Wandlungsprozess. Eine Gedenkstätte kann für jedermann zugänglich im Internet eingerichtet werden oder sich in Form eines Friedjuwels (1) nur einem kleinen Kreis erschließen. Den Menschen ist es ein tiefes Bedürfnis, einen konkreten Ort und eine bestimmte Form des Totengedenkens zu haben, und immer wieder sind Künstler und Architekten gefragt, diese Orte des Abschieds neu zu gestalten, damit sich Trauer und Trost annähern können.

Die Ausstellung „Der letzte Garten“ gibt, mittels Fotografien und Modellen, Einblicke in die Umgestaltung christlicher Friedhofsanlagen und deren Erweiterung durch Krematorien und Urnenwände, die die Bedürfnisse der gegenwärtigen Bestattungskultur widerspiegeln. Die unterschiedlichen Friedhofskulturen legen Zeugnis von der Gesellschaft und der jeweiligen Religionszugehörigkeit ab. Als Antwort auf die kulturelle Vielfalt in Europa und die Begegnung mit anderen Religionen in der Diaspora werden zudem die muslimische und die jüdische Friedhofskultur exemplarisch vorgestellt.

Symposium: Im Auftrag – Kunst und Kirche.
Oder: Wie frei ist die Kunst?
23. bis 25.10.2015
Frankfurt am Main

 

Symposium der Gesellschaft für Gegenwartskunst und Kirche „Artheon“ in Kooperation mit der Evangelischen Akademie Frankfurt am Main, der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst, dem Katholischen Akademie Rabanus Maurus und dem Zentrum Verkündigung der EKHN.

Kirche als Auftraggeberin? – Das war einmal, könnte man angesichts einer Jahrhunderte währenden Emanzipationsgeschichte der Künste gegenüber ihren kirchlichen Auftraggebern meinen.

Doch in Wirklichkeit ist die Geschichte kirchlicher Auftraggeberschaft nie abgebrochen. Im Gegenteil: Sie hat in den vergangenen Jahren durch eine Reihe von prominenten kirchlichen Auftragswerken (u.a. Gerhard Richter, Neo Rauch, Sigmar Polke, Imi Knöbel, Markus Lüpertz) einen Aufschwung erlebt – mit Folgen für das Verhältnis von Kunst und Kirche, die Fragen aufwerfen:

Brauchen wir eine neue Kultur kirchlicher Auftraggeberschaft? Und wenn ja, wie sähe sie aus? Wie verhalten sich Freiheit und Auftrag zueinander? Und könnte es sein, dass gerade Auftragsverhältnisse eine ganz eigene Art künstlerischer Freiheit ermöglichen?

Veranstaltungsort: Frankfurt am Main

 

Programm


Anmeldung bis zum 8.10.2015 unter info@dg-galerie.de

 

Orte der Zukunft
Häuser des Lebens
Mi. 15.7.2015, 19 Uhr

 

Orte der Zukunft / Häuser des Lebens

Vortrag/Diskussion von/mit Jörg van den Berg (Stiftung Federkiel, München)

Zu einem nicht realisierten Skulpturenprojekt mit Werken von Christine Borland, Stefan Kern, Thomas Locher, Richard Serra und Gerda Steiner/Jörg Lenzlinger

Jüdische Friedhöfe zählen zu den lebendigen Orten jüdischer Kultur in Deutschland, so merkwürdig das auch klingen mag. Obwohl es die jüdischen Gemeinden vielerorts nicht mehr gibt, liegen viele Friedhöfe noch so da, wie sie vor hundert und mehr Jahren gemeint waren: als Orte der Zukunft.

Der Ausstellungsmacher und Kunstwissenschaftler Jörg van den Berg, der seit Anfang des Jahres für die Münchner Stiftung Federkiel arbeitet, wird im Kontext unserer aktuellen Ausstellung ›Der letzte Garten‹ ein sehr pointiertes Projekt vorstellen: ›Echo’s Pool – fünf jüdische Friedhöfe und fünf künstlerische Einlassungen‹. Gemeinsam mit Karen van den Berg und dem Historiker Sebastian Manhart hat van den Berg Anfang des Jahrtausends dieses Konzept entwickelt und – auch in Reaktion auf die damalige Mahnmalsdebatte in Berlin – mit Christine Borland, Stefan Kern, Jörg Lenzlinger/Gerda Steiner, Thomas Locher und Richard Serra fünf Künstler eingeladen, für fünf kleine niederrheinischen Landfriedhöfe dauerhafte Installationen zu entwickeln. Vier der fünf Künstler entwarfen ‚architektonische’ Konzepte. Nicht zuletzt deshalb passt ›Echo’s Pool‹ in den Kontext einer Ausstellung, die sich mit aktuellen Bauten des Abschieds beschäftigt.

 

Echo’s Pool‹ wollte in den Kontext der Auseinandersetzung mit der jüdischen Tradition in Deutschland anderes einbringen als eine bloße Rhetorik von Gedenksteinen und Mahnmalen. Es behandelte den jeweiligen Friedhof nicht als Symbol für die Abwesenheit jüdischen Lebens oder den Holocaust, sondern als ›Betha-chajim‹, als ›Haus des Lebens‹ – einen Ort gegenwärtiger Erinnerung und zugleich einen Ort der Zukunft.