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Macht euch die Erde untertan.
Die Kunst des Miteinanders von Mensch und Natur‘
Dienstag, 21. Oktober 2025, 19 Uhr

Zur Verhältnisbestimmung von Mensch und Natur wird oft das bekannte „Macht euch die Erde untertan!“ aus dem biblischen Schöpfungsbericht zitiert. Klaas Huizing legt einen anderen Schwerpunkt, indem er die häufig übersehene, weisheitliche Schöpfungserzählung aus dem Buch der Sprüche ins Zentrum rückt. Diese Erzählung ruht auf Eros und kreativem Spiel, motiviert zu einem anderen Umgang mit der Natur und einem anderen Verständnis vom Menschen als Teil derselben. Das neue, enge Verhältnis wird leiblich erfahrbar durch Wahrnehmungsschulen wie Nature-Writing oder neue Naturmalerei.

PROF. DR. KLAAS HUIZING
Prof. Dr. Dr. Klaas Huizing hat den Lehrstuhl für systematische Theologie und Ethik in Würzburg inne und ist Mitglied im PEN. Zuletzt von ihm erschienen: „Lebenslehre. Eine Theologie für das 21. Jahrhundert“ (Gütersloh 2024) und „Verzaubert leben. Eine Roadmap zum Heiligen“ (Gütersloh 2024).

Evangelische Stadtakademie
Herzog-Wilhelm-Str. 24
80331 München

KOSTEN
9,00 €

ANMELDEN

https://​www​.stadtakademie​-muenchen​.de/​v​e​r​a​n​s​t​a​l​t​u​n​g​/​m​a​c​h​t​-​e​u​c​h​-​d​i​e​-​e​r​d​e​-​u​n​t​e​r​t​an/

together forever
Lange Nacht der Münchner Museen
Samstag, 18. Oktober 2025, 18 Uhr

Lange Nacht der Münchner Museen 2024 – Wir sind dabei!

Nächsten Samstag heißt es in München wieder: ‚Mehr Museum für alle!‘ Über 90 Kunsttempel, Sammlungen, kleine Museen, Galerien, Kirchen und Ateliers öffnen ihre Türen zur Langen Nacht der Münchner Museen.

Im DG Kunstraum ist an diesem Abend unsere aktuelle Ausstellung ‚together forever. Macht euch die Erde untertan?‘ von 18 bis 24 Uhr geöffnet. Sie können die vielfältigen künstlerischen Positionen entdecken und erfahren, welche Spuren der Mensch in der Natur hinterlässt – ein spannender Abend über das Zusammenspiel von Mensch und Umwelt!

Karten sind direkt bei uns erhältlich oder können vorbestellt werden. 

Abb.: Lange Nacht der Münchner Museen

together forever
Führung durch die Ausstellung
Donnerstag, 16. Oktober 2025, 19 Uhr

Ausstellungsansicht ‚together forever-macht euch die Erde untertan?‘ Foto: Gerald von Foris

Die Kuratorin Benita Meißner lädt Sie ein, die Ausstellung ‚together forever – Macht euch die Erde untertan?‘ zu entdecken. Im Zentrum der Schau steht das Verhältnis von Mensch und Natur: Sie zeigt, wie tiefgreifend menschliches Handeln die Erde verändert. Künstler*innen aus Fotografie, Malerei, Installation und Performance reflektieren ökologische Krisen, die Abhängigkeit von natürlichen Ressourcen und neue Formen des Zusammenlebens von Mensch, Tier und Pflanze.

Bei diesem Rundgang haben Sie die Gelegenheit, Ihre eigene Verbindung zur Welt zu hinterfragen und die Auswirkungen Ihres Handelns zu reflektieren. Ein inspirierender Spaziergang durch Kunst und Natur!

Abb.: Ausstellungsansicht ‚together forever‘, DG Kunstraum 2025, Foto: Gerald von Foris

together forever – macht euch die Erde untertan?
Eröffnung
Donnerstag, 9. Oktober 2025, 18 bis 21 Uhr

Ausstellungsansicht ‚together forever-macht euch die Erde untertan?‘ Foto: Gerald von Foris

19 Uhr
Begrüßung und Einführung
Lioba Leibl, 2. Vorsitzende der DG
Benita Meißner, Kuratorin

Performance von Panty Paradise

Künstler*innen DG Kunstraum
Olaf Otto Becker
Herman de Vries
Markus Heinsdorff
Caro Jost
Jonas Maria Ried
Panty Paradise (Veronica Burnuthian und Aelita Le Quément)
Carola Vogt und Peter Boerboom
Maxine Weiss
Stefanie Zoche

Nichts von dieser Welt ist für uns gleichgültig. Die Beziehung des Menschen zur Natur ist eine zentrale Ursache für den tiefgreifenden Wandel der Erde. Die Ausstellung widmet sich dem Verhältnis von Mensch und Natur und zeigt, wie tiefgreifend menschliches Handeln die Erde verändert. Künstler*innen aus Fotografie, Malerei, Installation und Performance reflektieren ökologische Krisen, Abhängigkeiten von natürlichen Ressourcen sowie neue Formen des Zusammenlebens von Mensch, Tier und Pflanze.

Abb.: Ausstellungsansicht ‚together forever‘, DG Kunstraum 2025, Foto: Gerald von Foris

together forever
Die Zukunft ist zu kurz
VerpackereiGÖ


Eröffnung: Freitag, 17. Oktober 2025, 19 Uhr
Ausstellung bis 2. November 2025

Die Ausstellung „Die Zukunft ist zu kurz“ in der VerpackereiGö versammelt neun künstlerische Positionen und thematisiert den Umgang des Menschen mit der Natur. Die teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler – von jungen Talenten bis zu etablierten Namen – zeigen Werke, die inhaltlich wie formal ein breites Spektrum abbilden.

Zum Einsatz kommen sowohl moderne Technologien wie Robotik, Biosynthetik oder modulare Schienensysteme als auch traditionelle Ausdrucksmittel wie Bronzeabgüsse, Kohlezeichnungen oder Materialien aus der Natur wie Moor.

In der ehemaligen Industriehalle der VerpackereiGö im 1300-Einwohner-Dorf Görisried (Allgäu) entfaltet sich so ein spannungsvoller Dialog zwischen alt und neu, Technik und Natur, Zukunftsvision und Erinnerung.

Künstler*innen
Elke Dreier
Lea Grebe
Johannes Kiel
Judith Neunhäuserer
Rosanna Marie Pondorf
Christof Rehm
Max Schmelcher
Martin Schmidt
Georg Thumbach

VerpackereiGö
Marktoberdorferstr. 11a
87657 Görisried


Öffnungszeiten: Freitag bis Sonntag, 14 bis 18 Uhr

together forever
Julian Charrière
St. Paul, München

Eröffnung: Sonntag, 21. September 25, 19.30 Uhr
Ausstellung bis 24. November 2025

Julian Charrière schlägt mit seinen höchst innovativen Werken eine Brücke zwischen Umweltwissenschaft und Kulturgeschichte. Where Waters Meet, 2019 ist eine Serie von Fotografien, die Freitaucher zeigt, wie diese in das unergründliche Reich einer Kalksteinhöhle in den Cenoten in Mexiko gleiten. Nackt und, bildlich gesprochen, sich auflösend, betreten diese Figuren physisch eine andere Ebene des imaginären Ozeans. Ihre Körper verlieren an Kontur, während sie in die so genannte Chemokline eindringen, eine undurchsichtige Schicht des Grundwassers – ein Nebel aus schwefelhaltigen Bakterien. Durch das ikonografische Unbewusste dieser Bilder beschwört der Abstieg der Taucher in einen buchstäblichen Abgrund ein Meer von metaphorischen Anspielungen herauf. Solche Welten innerhalb von Welten sind relativ neue Entdeckungen, die zu einem Bild des Ozeansystems beitragen, das in den letzten Jahrzehnten erheblich komplexer geworden ist. In dem Maße, in dem wir das Meer besser verstehen, werden Bereiche von der Evolutionstheorie bis zur Klimawissenschaft revolutioniert. Hier ist der Mensch als Gegenüber und als Teil der Natur erfahrbar in seiner Fähigkeit zur Grenzüberschreitung, aber auch in seiner Zerbrechlichkeit und Begrenztheit. Die Präsentation im Kirchenraum eröffnet Assoziationen an Höllensturz und Himmelfahrt, die Platzierung am Taufort an Eintauchen und Neubeginn.

TERMINE

Sonntag, 21. September 2025, 19.30 Uhr
Eröffnung in der Kunst.Andacht 
Einführung Ulrich Schäfert. Performative Text- und Klang-Verrichtungen von und mit Ruth Geiersberger, Georg Glasl, Zither und Peter Gerhartz, Tasten. 

Sonntag, 19. Oktober 2025, 19.30 Uhr
Kunst.Andacht
Meditative Klang-Text-Installation mit Verena Rendtorff und zeitgenössischer Musik von Enrico Sartori, Klarinette, Jost Hecker, Cello, Peter Gerhartz, Piano.

Julian Charrière 

Der aus der französischen Schweiz stammende und in Berlin lebende Künstler Julian Charrière (geb. 1987 in Morges, Schweiz) gilt als einer der herausragenden Künstler seiner Generation. Seine Performance, Skulptur und Fotografie verbindenden Projekte gehen oft auf Feldforschung an entlegenen Orten mit ausgeprägten geophysikalischen Identitäten wie Vulkanen, Eisfeldern und verstrahlten Gebäuden und Landstrichen zurück. Seine Arbeiten erkunden postromantische Konstruktionen der „Natur“ und inszenieren die Spannungen zwischen tiefliegenden oder geologischen und menschlichen Zeitmaßstäben. Zugleich reflektiert Charrières Herangehensweise auf den Mythos des Künstlers als Suchenden und die Frage, worauf sich diese Suche im Zeitalter der Globalisierung richten kann. Seine Interventionen, die zeitlos anmutende Bilder mit Fragen der Gegenwart verknüpfen und sich an der Grenze zwischen Mystik und Materialität bewegen, bringen die Komplexitäten unseres Verhältnisses zum Ort als solchen auf den Punkt.

Charrière hat bei Olafur Eliasson studiert und in dessen Institut für Raumexperimente mitgearbeitet. Seine Arbeiten sind in Einzelausstellungen und in Präsentationen in Museen und Institutionen in aller Welt zu sehen. Auf der Venedig Biennale 2017 zeigte der Künstler „Future Fossil Spaces“ – Salz von der Saline in Uyuni, Acryl-Container gefüllt mit Lithium-Sole. Aktuell findet im Museum Tinguely in Basel die große Ausstellung „Julian Charrière. Midnight Zone“ von 11.06. – 2.11.2025 statt. 

Weitere Informationen: https://​julian​-charriere​.net/

St. Paul
St.-Pauls-Platz 11
80336 München

Die Ausstellungen wird gefördert vom Verein Ausstellungshaus für christliche Kunst (VAH) 

together forever
Michaela Bruckmüller
Haus der Fotografie, Burghausen

Eröffnung, Freitag, 5. September 2025, 19 Uhr
Ausstellung bis 9. November 2025

Tiefer als der Tag – so der Titel der Ausstellung der österreichischen Fotografin Michaela Bruckmüller, die die Dunkelheit und die Tiefe des schwarzen Bildraums, die erst mittels Lichts greifbar wird, beforscht. Aus der Unendlichkeit des Schwarzes taucht erhellt eine farbig leuchtende Pflanzen- und Tierwelt auf. Wie herausgeschnitten haben Flechten, Blüten und Wurzeln ihre wertende, kategorisierende und zeitlich begrenzte Umgebung verlassen und repräsentieren als scharfgezeichnete Protagonistinnen Lebendigkeit und Vergänglichkeit. Bruckmüllers fotografische Serien verbildlichen symbiotische Verwobenheit und Verwandlung im Moment des Übergangs und hinterfragen Themen wie Abhängigkeit, Kommunikation, Abwesenheit und Zeitlosigkeit.

TERMINE
Sonntag, 26. Oktober 2025, 11 Uhr 
Gespräch zwischen Michaela Bruckmüller und Benita Meißner, DG Kunstraum München

Sonntag, 9. November 2025, 17 Uhr 
Führung mit Ines Auerbach, Leitung Haus der Fotografie und Studienkirche St. Josef

Haus der Fotografie Dr. Robert-Gerlich-Museum
Burg 1
84489 Burghausen
tel. 08677887 411 

hausderfotografie@burghausen.de

Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag, 10 bis 18 Uhr

Dokumentarischer Reader
‚Dazwischensein‘

Ausgangspunkt dieser Publikation ist der zuvor erschienene Kalender ‚Möglichkeitsräume 2024‘, der als Reenactment in doppelter Seitenfläche neu inszeniert wird. Abbildungen und Gespräche überlagern und erweitern ihn zu einem dokumentarischen Reader des Jahresprogramms 2024 im DG Kunstraum.
Gestaltung: Bernd Kuchenbeiser

Alle Ausstellungen, alle Veranstaltungen, alle Gespräche, alle Aktivitäten in einem Reader!

Bestellungen unter info@dg-kunstraum.de

Mit ‚Dazwischensein‘ haben wir begonnen den DG Kunstraum als Dritten Ort erfahrbar zu machen. Ein offener Raum jenseits von Arbeit und Zuhause frei von Konsum offen für Kunst, Ruhe, Gespräche und Gemeinschaft. Kunst war dabei nicht Kulisse, sondern Impulsgeberin für neue Formen der Begegnung. In einer Zeit, in der kulturelle Orte auch gesellschaftliche Verantwortung übernehmen, verstehen wir diese Öffnung als notwendige Weiterentwicklung unseres Auftrags. Dritte Orte bieten eine überzeugende Antwort auf Herausforderungen wie Isolation, Entfremdung oder kulturelle Ausschlüsse. Der DG Kunstraum wird so zu einem Ort der Nähe ermöglicht und in dem sich kulturelle Praxis und gesellschaftlicher Zusammenhalt auf neue Weise verbinden. 

Zunder und Zartheit
Führung durch die Ausstellung
Donnerstag, 17. Juli 2025, 18:30 Uhr

Die Führung bietet eine spannende und interaktive Gelegenheit, diese tiefgründigen Arbeiten aus einer neuen Perspektive zu erleben und gemeinsam mit der Kuratorin zu hinterfragen, welche gesellschaftlichen Prozesse sie thematisieren.

Zunder und Zartheit
Künstlergespräch
Dienstag, 16. September 2025, 19 Uhr


Im Rahmen der Ausstellung ‚Zunder und Zartheit laden wir herzlich zum Künstlergespräch mit den beteiligten Künstlern Friedrich Koller, Manfred Mayerle, Günter Nosch, Peter Paul Rast, Camill von Egloffstein und Bruno Wank ein. Im Austausch mit dem Publikum sprechen sie über ihre künstlerischen Positionen, persönliche Arbeitsprozesse und darüber, was sie in ihrer jeweiligen Generation geprägt hat.

Moderiert wird das Gespräch von der Kuratorin Benita Meißner, die mit den Künstlern auch der Frage nachgeht, wie sich männliche Identität in der Kunst (heute noch) zeigt – oder ob diese Kategorie längst hinter sich gelassen werden muss.

Im Fokus stehen dabei nicht nur Inhalte und Formen, sondern auch das Spannungsverhältnis zwischen Kraft und Sensibilität, Widerstand und Verletzlichkeit, eben Zunder und Zartheit.

Wir laden herzlich ein, zuzuhören, mitzudenken und mitzufragen. 

Der Eintritt ist frei. Keine Anmeldung notwendig.

Abb.: Ausstellungsansicht ‚Zunder und Zartheit‘, DG Kunstraum 2025, Foto: Gerald von Foris