Begleitend zur Ausstellung ‚The wound is the place where light enters you’ findet ein Künstler*innengespräch umrahmt von persischer Percussion statt:
Thomas Bratzke (via Skype aus Kuba) Birgit Dieker Katharina Kneip Felix Helmut Wagner
im Gespräch mit Benita Meißner.
Der iranische Musiker Omid Niavarani (Musikhochschule München) ist in Europa ein Vorreiter auf dem Gebiet der persischen Percussion. Er kombiniert eine große Trommel (Tombak), bekannt aus der islamischen Kampfkunst, mit klassischer iranischer Musik.
Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung ‚The wound is the place where light enters you‘
Bist du eifersüchtig auf die Großzügigkeit des Ozeans? Warum diese Freude irgendwem verweigern? Fische halten das heilige Wasser doch nicht in Tassen fest! Sie schwimmen darin – kreuz und quer – Durch das gewaltige, freie Wasser. (Dschalāl ad-Dīn ar-Rūmī)
Der iranische Musiker Omid Niavarani (seit 2013 an der Hochschule für Musik und Theater München, seit 2016 Promotion bei Prof. Dr. Dettmann) spielt persische Percussion auf Daf und Tombak. Die Rhythmen der Sufis und der Derwisch-Drehtänze sind ihm wohl vertraut. Der Drehtanz wurde schon im 9. Jahrhundert von den Sufis in Bagdad praktiziert und dann von Sultan Walad, Rūmīs Sohn, anlässlich der Organisation des Mevlevi-Ordens (Rumis Nachfolger) institutionalisiert und perfektioniert.
Ruth Geiersberger, Performerin und Sprecherin, liest ausgewählte Gedichte von Dschalāl ad-Dīn ar-Rūmī.
Veranstaltungsreihe ‚Ritual? Aktion? Performance? Prozess? Der Gottesdienst und die Künste‘
Gottesdienst – die Liturgie – ist kein spontanes Geschehen, sondern eine Kunstform, die über einen langen Zeitraum entstanden ist. Sie hat Bezüge zu den Sprach- und Performancekünsten, zur Architektur, Bildenden Kunst und Musik. Was liegt also näher, als die traditionellen Formen der Liturgie durch Gegenwartskunst zu erweitern, zu inspirieren, zu verstärken oder zu unterbrechen und zu befragen? Mit der Dialogreihe gehen wir den heutigen Beziehungen von Gottesdienst und den Künsten auf den Grund.
1. Veranstaltung am 10. Januar 2018 um 19 Uhr in der Galerie der DG: Christian Lehnert nähert sich mit der Sprache der Dichtung den festgefügten Formen des kultischen Vollzugs, deren Bedeutung vielen längst verloren gegangen ist. Er hinterfragt aber auch die oft banale Sprache gottesdienstlichen Redens, die allzu harmlos daher kommt und geschwätzig über Brüche im Gottesbild hinwegredet. Er rührt an die Erfahrung der Mystik, die Dimension, die nicht mehr aussprechbar ist und mit dem Wort „Gott“ nur angezeigt wird. Eine Unterbrechung der Verständnisroutinen, eine Provokation für alle Konservativen ebenso wie für Liberale und Charismatiker.
Referenten: Dr. h.c. Christian Lehnert, Dichter und Theologe, Liturgiewissenschaftliches Institut an der Universität Leipzig, Autor von Gott in einer Nuss. Fliegende Blätter von Kult und Gebet, 2017 Dr. Johann Hinrich Claussen, Kulturbeauftragter der Evangelischen Kirche in Deutschland, Berlin
Kapelle St. Johannes der Täufer Haus Johannisthal Windischeschenbach, 2014
Begrüßung Dr. Walter Zahner, 1. Vorsitzender
Vortrag Dipl.-Ing. Peter Brückner und Dipl.-Ing. Christian Brückner
Ein besonderer Ort der Schöpfung. Mitten in der Natur. Eine Wanderung durch das Naturschutzgebiet Waldnaabaue durch den Wald von Falkenberg nach Windischeschenbach. Granit, Holz, Wasser, die Weite der Landschaft und die Unendlichkeit des Himmels. Am Ende des Waldes auf einer Lichtung am Wegesrand – eine steinerne Kapelle mit hölzernem Kern. Davor die Waldnaab, dahinter weitere Häuser des Hauses Johannisthal. Ein Ort der Begegnung, Begegnung mit Gott – Begegnung mit den Menschen – Begegnung mit der Natur – Begegnung mit sich selbst … (Quelle: Brückner & Brückner Architekten)
Corbinian Böhm und Michael Gruber (EMPFANGSHALLE) im Gespräch mit Dr. Ulrich Schäfert, Leiter des Fachbereichs Kunstpastoral der Erzdiözese München und Freising.
Im Rahmen der Veranstaltung wird EMPFANGSHALLE mit dem Kunstpreises der DG 2017 ausgezeichnet.
Der Preis wird in der Regel alle drei Jahre in den Disziplinen Malerei, Bildhauerei, angewandte Kunst und Architektur sowie in allen neu auftretenden Ausdrucksmöglichkeiten im Rahmen der bildenden Künste verliehen.
Die Kirchweihe am 9. Mai 2015 beendet eine über siebzig Jahre andauernde Odyssee der Leipziger Propsteigemeinde. Mit dem Neubau ist St. Trinitatis ins Zentrum der Stadt zurückgekehrt. Die neue Trinitatiskirche ist aus dem Organismus der umgebenden Stadt heraus entwickelt. Ihre Präsenz erhält sie durch den hohen Kirchenbaukörper und den Kirchturm, vor allem aber durch die einladende Offenheit des Pfarrhofs. Mit seiner lichten Höhe von 14,50 Metern bildet der Kirchenraum den Rahmen für ein transzendentes Raumerlebnis, das durch ein Oberlicht in 22 Metern Höhe weiter gesteigert wird. Die Hülle aus gemauertem Rochlitzer Porphyr verankert den Bau in Region und Tradition.
Workshop – Comic- und Textwerkstatt zur Ausstellung Kinder von 7 bis 10 Jahren
Termine Samstag, 24. Juni 2017, 11:00 bis 12:30 Uhr (Kunstarealfest) Samstag, 8. Juli 2017, 11:00 bis 13:30 Uhr
Die Welt ist in Aufruhr. Haben die Menschen die Einladung, sich die Erde untertan zu machen, falsch verstanden? Spielerisch, mit Liebe zum Detail und voller Phantasie laden uns die Künstler Böhler & Orendt und Sebastian Tröger in der Ausstellung dazu ein, dieser und anderen Fragen nachzugehen.
In der Comic- und Textwerkstatt setzen wir unsere eigenen Ideen zum Thema um.
Workshop – Filmische Reportage zur Ausstellung Kinder von 11 bis 14 Jahren
Termine Samstag, 24. Juni 2017, 14:00 bis 15:30 Uhr (Kunstarealfest) Samstag, 15. Juli 2017, 11:00 bis 13:30 Uhr
Die Welt ist in Aufruhr. Haben die Menschen die Einladung, sich die Erde untertan zu machen, falsch verstanden? Spielerisch, mit Liebe zum Detail und voller Phantasie laden uns die Künstler Böhler & Orendt und Sebastian Tröger in der Ausstellung dazu ein, dieser und anderen Fragen nachzugehen.
In diesem Workshop sind wir als Reporter*innen unterwegs und setzen unsere eigenen Ideen zum Thema um.
Mit dem Jüdischen Zentrum am Jakobsplatz wird der Fülle und dem Reichtum jüdischen Lebens, die Nazi-Deutschland zerstört hatte, wieder der gebührende Raum gegeben. Die Synagoge kehrt aus einer Hinterhofsituation in die Mitte der Stadtgemeinschaft zurück. Der Wettbewerbsentwurf von Wandel Lorch Architekten stellte die Idee einer selbstverständlichen Verwobenheit des Jüdischen Zentrums mit der Stadtstruktur über den öffentlichen Raum in den Mittelpunkt. Seine Öffentlichkeit und Offenheit wird erlebbar in einer Folge von Plätzen, Wegen und Passagen zwischen den Gebäuden und ihrer Nachbarschaft. Synagoge, Museum und Gemeindehaus sind als Ensemble ausbalanciert, in ihrer jeweiligen Eigenständigkeit formuliert und über die Zwischenräume hinweg in Beziehung zueinander gesetzt. Die Synagoge steht als wichtigstes Bauwerk nach Osten ausgerichtet frei im Platz mit geschlossenem Sockel und einer sich darüber erhebenden filigranen Stahlkonstruktion. Während der Sockel metaphorisch an den Tempel Salomons erinnert und symbolisch für das Dauerhafte stehend als schützende Hülle den Gebetsraum umgibt, bezieht sich die mehrschichtige, von einem Bronzegewebe umhüllte Laterne auf das fragile, portative Stiftszelt und löst die Konstruktion in der Transzendenz des Lichtes auf.
Fertigstellung: 2007 Größe: 2.450 m² Baukosten: 9.8 Mio.
Made in Germany 2007 Building of the Year Deutscher Städtebaupreis 2008 Deutscher Architekturpreis 2011, Auszeichnung
Wandel Lorch Architekten Jüdisches Zentrum am Jakobsplatz München, 2007 Foto: Roland Halbe
St. Marien (Kirche am Meer), 2012
Wangerland-Schillig
Königs Architekten
Einführung
Dr. Walter Zahner
Vortrag
Professor Ulrich Königs
Um Anmeldung wird gebeten unter: info@dg-galerie.de
Die Wirkungskraft eines Gotteshauses entzieht sich der Alltäglichkeit unserer Wahrnehmungen. Im Zusammenhang mit der besonderen Lage der ‚Kirche am Meer‘ wurde eine Konzeption gewählt, welche diese Wirkungskraft in ein Spannungsfeld zwischen kontextueller Einbindung einerseits und transzendentaler Ausrichtung andererseits einbindet. Die Raum-Körperbildung der Kirche am Meer bewegt sich bewusst innerhalb einer klassischen Kirchenbautypologie, gleichzeitig lässt die geschwungene Wand- und Dachausbildung auch eine metaphorische Interpretation von Wellen, Dünen und Meer zu.
(Quelle: koenigs-architekten.de)
Die Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst hat in den vergangenen Jahren eine Reihe hochwertiger Ausstellungen zum zeitgenössischen Sakralbau präsentiert. In der Weiterführung startet die DG nach ihrem Wiedereinzug in die Siemens-Konzernzentrale eine Vortragsreihe zu ausgewählten Sakralbauten in Deutschland seit 2000.
Der Titel ‚12 + 12‘ weist auf das inhaltliche Konzept der Vortragsreihe hin: In den kommenden zwölf Monaten stellen zwölf Architekten jeweils ein ausgewähltes Projekt aus dem Sakralbau wie auch ein weiteres Bauwerk von der Antike bis zur Gegenwart vor, das für ihre Arbeitsweise richtungsweisend ist.
In Kooperation mit dem Bund Deutscher Architekten und dem Lehrstuhl für Raumkunst und Lichtgestaltung an der Fakultät für Architektur der Technischen Universität München
Gefördert durch den Verein Ausstellungshaus für christliche Kunst e.V., München.