Abendführung mit der Künstlerin Judith Hummel Dienstag, 10. Oktober 2023, 19 Uhr
In der Ausstellung ‚Deine Hand auf meiner Schulter‘ treffen zwei unterschiedliche Suchbewegungen aufeinander und nähern sich künstlerisch der Frage an „wo bin ich Zuhause?“.
Auf der Suche nach ihrer Herkunft folgt Judith Hummel den Spuren der Großmutter, die 1944 aus dem rumänischen Banat nach Deutschland geflüchtet ist. „Wo komme ich her?“ ist die Überschrift dieses Weges, den die Enkelin zwischen 2019 und 2023 größtenteils zu Fuß in drei Etappen zurückgeht. Gemeinsam mit ihrer Mutter Margret geht sie von Săcălaz (Rumänien) nach Szeged (Ungarn) und von St. Pölten nach Schärding (Österreich). Kamerafrau Laura Kansy begleitet sie auf allen drei Etappen. Im Gehen, im Zurückgehen, forscht Judith Hummel nach ihrer eigenen Herkunft und legt eine filmisch-performative Spur um die Felder Erinnerung und Körper. Die erfahrenen Prozesse jeder Etappe sind in drei sehr unterschiedliche filmische Arbeiten eingeflossen. Erstmals sind diese gemeinsam in einer Ausstellung zu sehen.
Judith Hummel (* 1982 in Freiburg im Breisgau) hat sich nach ihrem Theaterwissenschaftsstudium an der LMU (2008) als Performerin, Tänzerin und Choreographin in der Freien Szene Münchens etabliert. Sie nahm an einem Intensive Course an der School for New Dance Development, Amsterdam (2005) teil und tauschte sich mit verschiedenen Choreographinnen und Lehrerinnen aus, darunter Rosemary Butcher, João Fiadeiro, Felix Ruckert, Martin Nachbar. Ihre choreographischen Arbeiten sind beeinflusst von der Arbeit als Performerin in Museumsräumen in den Ausstellungen „12 Rooms“ (Ruhrtriennale, Folkwang Museum Essen, 2012), „MOVE“ (Haus der Kunst München 2011). 2021 begann sie mit dem Masterstudiengang Contemporary Dance Education (MA CoDE) an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst (HfMDK) in Frankfurt/Main, den sie im Februar 2023 abgeschlossen hat.
Eintritt frei.
Ausstellungsansicht ‚Deine Hand auf meiner Schulter‘, DG Kunstraum 2023, Foto: Gerald von Foris
Abendführung mit der Künstlerin Esther Zahel Donnerstag, 5. Oktober 2023, 19 Uhr
In der Ausstellung ‚Deine Hand auf meiner Schulter‘ treffen zwei unterschiedliche Suchbewegungen aufeinander und nähern sich künstlerisch der Frage an „wo bin ich Zuhause?“.
Esther Zahel nähert sich in diesem Doppelpass VI malerisch der Frage nach dem Zuhause. Sie schafft sich Möbelstücke oder ganze Innenräume mittels Farbe und Pinsel, ein Zuhause das man auch umziehen kann. Esther Zahels ebenso raumgreifende wie raumbildende Arbeiten gehen mit ihr auf Reisen. Dabei wachsen sie und verändern sich. Der fertige Zustand wäre auch ein ungeliebter Stillstand, denn Zahels Interesse gilt dem Prozesshaften. Sie will erkunden, wie es am Rand der Bilder weitergeht – malerisch und erzählerisch. Ihre Malerei erzählt Geschichten in Schichten. Die Motive entwickeln sich mit der Zeit wie Jahresringe um die Malerin. Sie entstehen als Layer auf den Leinwänden ihrer Einhausung.
Esther Zahel (*1990 in Hanau) lebt und arbeitet in Augsburg. Sie studierte von 2013 bis 2018 an der Akademie der Bildenden Künste in München bei Prof. Günther Förg und Matthias Dornfeld. Sie schloss ihr Studium als Meisterschülerin bei Prof. Gregor Hildebrandt ab. 2019 erhielt die Künstlerin den Leonard- und Ida-Wolf-Gedächtnispreis und nahm an verschiedenen Artist-in-Residence-Programmen teil, darunter an den Kunstarkaden Kempten und in der Künstlerstadt Kalbe.
Eintritt frei.
Abb.: Ausstellungsansicht ‚Deine Hand auf meiner Schulter‘ 2023, Foto: Peter Zahel
Das seit 1989 im Münchner Kulturleben fest verankerte Kunstwochenende lockt viele Besucher*innen in die Kunstmetropole und ihre Galerien – und wir sind auch wieder mit dabei.
Wie jedes Jahr freuen wir uns auf die Open Art und begrüßen Sie herzlich zu einem tollen Start in den Kunstherbst im DG Kunstraum!
Unsere Sonderöffnungszeiten
Eröffnung Freitag, 8. September 2023, 18 bis 21 Uhr Begrüßung um 19.30 Uhr
Samstag, 9. September 2023 und Sonntag, 10. September 2023 jeweils 11 bis 18 Uhr
Wir laden Sie herzlich ein zum Gespräch mit Judith Hummel und Esther Zahel am Donnerstag, den 19. Oktober 2023 um 19 Uhr.
Die Künstlerinnen sprechen über ihre Positionen in ‚Deine Hand auf meiner Schulter‘, über die Frage „Wo bin ich zuhause?“ und präsentieren die begleitende Publikation zur Ausstellung.
Performance im Rahmen der Ausstellung ‚Rosa Immergruen. Zeitgenössische Kunst und lyrische Zeitreise‘ und des Flower Power Festival München im DG Kunstraum am 28. Juli 2023.
Im Rahmen der Ausstellung Rosa Immergruen liess die Künstlerin einen Cyborg namens Radicchiofrau entstehen.
Sophie Schmidt tritt in ihren Performances als hybrider Körper auf. Mit Alltagsgegenständen erweitert sie ihren Körper prothesenartig. Diese Erweiterungen orientieren sich an der Denkfigur ‚die Cyborg‘ der utopischen Feministin Donna Haraway: Es sind vielfach verbundene Körper, Mensch, Tier und Maschine in einem und damit auch gelebte soziale Beziehungen und weltverändernde Fiktion. Der Körper erfährt in ihren sogenannten Aktivierungen eine Transformation, die Grenzen zwischen verschiedenen Seinsformen zu überwinden versucht.
Gesellschaftlich konstruierte Erzählungen über den Körper werden neu verhandelt. Schmidts Prothesen stolpern, verlangsamen und verkomplizieren. Sie sind freundlich, aber auch widerständig. Sie lachen, schreien, weinen und verstören. Sie zerstören und scheitern, um aufs Neue zu beginnen. Von ihr geschriebene, auf ihre eigene Weise poetische, laut gesprochene oder gesungene Texte schlagen Brücken zwischen Zeichnungen, Gemälden und Skulpturen. Im Rahmen der Ausstellung Rosa Immergruen präsentiert Schmidt im DG Kunstraum eine Aktivierung der Radicchiofrau…And The Brooklyn Based Crab.
Zur Eröffnung des Doppelpass VI mit Judith Hummel und Esther Zahel laden wir Sie und Ihre Freund*innen herzlich ein am
Freitag, 8. September 2023, von 18 bis 21 Uhr 19.30 Uhr Begrüßung Mitglied des Geschäftsführenden Vorstands Einführung Benita Meißner
In ‚Deine Hand auf meiner Schulter‘ kreiert Esther Zahel mit ihren Bildern ein Zuhause, egal wohin sie zieht und Judith Hummel macht sich auf die Suche nach dem Zuhause, das ihre Großmutter auf Grund eines Krieges verlassen musste. Verbunden mit vorangegangenen Generationen kreisen die beiden Künstlerinnen im Doppelpass VI die Frage „Wo bin ich zu Hause“ aus verschiedenen Positionen ein.
Abb.: Detail Ausstellungsansicht ‚Deine Hand auf meiner Schulter‘, 2023, Foto: Gerald von Foris
Katalog 158 erscheint begleitend zur Ausstellung ‚Rosa Immergruen‘ im DG Kunstraum der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst e.V. vom 26. Mai bis 3. August 2023 im Rahmen des Flower Power Festival München.
Der Katalog ist für € 9,00 im DG Kunstraum zu erhalten oder bestellbar (plus Porto bei Versand) unter info@dg-kunstraum.de
Herausgeber*innen: Benita Meißner, Dr. Walter Zahner (1. Vorsitzender DG) Texte: Dr. Isabel Kranz, Benita Meißner, Dr. Judith Elisabeth Weiss Lektorat: Daniela Lange Gestaltung: Bernd Kuchenbeiser Projekte Druck: DZA Druckerei zu Altenburg Fotos: Gerald von Foris
DG Kunstraum Diskurs Gegenwart Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst e.V. Finkenstraße 4 80333 München Telefon +49(0)89 28 25 48 info@dg-kunstraum.de www.dg-kunstraum.de
Geschäftsführerin und Kuratorin: Benita Meißner Assistenz der Geschäftsführung: Manuela Baur Kommunikation und kuratorische Assistenz: Daniela Lange
Dank Wir bedanken uns bei allen Künstler*innen und Autor*innen für die Unterstützung des Projektes. Wir bedanken uns für die großzügige Förderung beim Verein Ausstellungshaus für christliche Kunst e.V., München und beim Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst.
wir verabschieden uns im August in die Sommerpause und freuen uns, Sie und Euch zur Open Art und unserem Doppelpass VI wieder zu begrüßen.
Unser Sommertipp In Vorgriff auf unser kommendes Programm für 2024 empfehlen wir wärmstens einen Besuch beim Alpentöne Festival vom 17. bis 20. August 2023:
Als Auftakt von einem Ausstellungs- und Publikationsprojekt in Zusammenarbeit mit der Evangelisch-Theologischen Fakultät der LMU im nächsten Jahr wird im Rahmen des diesjährigen Musikfestivals auch eine Interventionstagung mit Vorträgen über religiöse Praktiken in den Alpen mit Historikerinnen, Kultur‑, Literatur- und Religionswissenschaftlerinnen stattfinden.
Wir wünschen Ihnen und Euch eine erholsame Sommerzeit und freuen uns auf ein Wiedersehen im Herbst!
Mit der Einzelausstellung ‚Sichtlinien des Möglichen‘ 2019 präsentierte die DG neuere Werke der österreichischen Künstlerin Brigitte Kowanz (*13. April 1957 bis † 28. Januar 2022). Nicht erst seit ihrem überzeugenden Auftritt im Österreichischen Pavillon auf der Biennale von Venedig 2017 wurde ihr Werk international bekannt. Bereits seit den 1980er Jahren konzentrierte sich ihr Schaffen auf Zeichen und Sprache, die mittels Neonlicht zu leuchtenden Codes werden. Diese fungieren als visuelle Poesien als auch analytisch präzise Definitionen gleichermaßen.
Auftakt der Ausstellung ist die Einweihung einer eigens für die Räumlichkeiten konzipierten Arbeit der Künstlerin, die die DG mit dem Verein Ausstellungshaus für christliche Kunst e.V. in Auftrag gegeben hat und die nun in einer Dauerausstellung zu sehen ist.
Die Lichtinstallation besteht aus drei interagierenden Kuben aus Zweiwegspiegeln, Spiegeln und Neonschriften. Die Leuchtschriften sind auf einem Innenkubus aus Glas montiert. Der Text ‚Sichtlinien des Möglichen‘ erstreckt sich über die drei Kuben und innerhalb der Außenkuben über verschiedene Seiten der Innenkuben in weißem und gelbem Neonlicht.
Die Skulptur befindet sich im Innenraum des DG Kunstraum und öffnet sich über die Glasfassade zum Außenraum. Damit wird sie zu einem wahrnehmbaren Lichtzeichen im Straßenbild. Die Arbeit kann aus unterschiedlichen Entfernungen und Blickwinkeln wahrgenommen werden und erschließt dabei immer neue Lichträume. Es ist das erste Kunstwerk, das den neuen Räumen in der Finkenstraße eine langfristige Prägung geben wird.
Als Sichtlinie bezeichnet man die Linie, von der aus eine Straße oder Kreuzung eingesehen werden kann. Der Text zielt nicht auf eine eindeutige Aussage ab, vielmehr eröffnet er immer neue Perspektiven, eine Vielzahl an visueller und ideeller Ebenen. Doch das Werk markiert auch eine Grenze zwischen dem großen Ganzen, der Siemens Konzernzentrale, und dem darin integrierten nicht kommerziellen Bereich des christlichen Kunstvereins. Hier ist alles möglich, da die Künstler ihrer Kreativität freien Lauf lassen können.
Ein Stückchen weiter entlang des Altstadtrings findet man eine weitere Installation von Brigitte Kowanz, in der die Bewegungen und die Dynamik des städtischen Raums aufgegriffen und gespiegelt werden. Wie eine dreidimensionale Filmsequenz wirken die Lichtobjekte an der Fassade der Zentrale des Goethe-Instituts am Oskar-von-Miller-Ring. Durch Brigitte Kowanz nach Außen sichtbare Lichtarbeit im DG Kunstraum in der Finkenstraße und durch das Werk ‚Lichtpartitur‘ (2000) am Goethe-Institut entsteht eine gedachte Linie, ein Weghinweis der Richtung Kunstareal zielt.
Brigitte Kowanz über ihre Arbeit: „Licht ist der Grundstock für alles, die Grundlage für Leben. Es macht alles sichtbar und ist dabei selbst unsichtbar. Dabei ist es immer wieder eine neue Herausforderung, mit Licht als Material zu arbeiten. Vor allem, weil es so vielfältig ist. Mit Licht lassen sich Räume erzeugen, man kann damit aber auch informieren und Daten transportieren. In Lichtgeschwindigkeit.“
Ausstellung von 17.11. bis 14.12.2023 Eröffnung und DG Kunstpreis-Verleihung Do, 16.11.2023
Im Rahmen der Ausstellung ‚One Planet, One Family‘ wird Anna Heringer mit dem DG Kunstpreis 2023 ausgezeichnet. Die Ausstellung stellt die Bandbreite ihrer unterschiedlichen Architekturprojekte vor, die in den letzten Jahren in Asien und Afrika, aber auch im deutschsprachigen Raum konzipiert und realisiert wurden.
„Das Zulassen der Vergänglichkeit […] ist Kern von Nachhaltigkeit. Wenn wir im Einklang mit der Natur bauen wollen, müssen wir auch die Vergänglichkeit zulassen. Wenn wir partizipativ bauen wollen, müssen wir Imperfektion zulassen.“ (Anna Heringer)
Architektur ist für Anna Heringer ein Werkzeug, um das Leben zu verbessern; ihr Ziel ist es, inklusive, nachhaltige Strukturen überall auf der Welt zu erstellen. Nachhaltiges Handeln ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und ist aus der Architektur und der Entwicklung neuer Bauaufgaben nicht wegzudenken, vor allem da 40% aller CO₂-Emissionen auf das Konto des Bausektors gehen. Die Anforderungen an nachhaltiges Bauen umfassen Energieeffizienz und Klimaneutralität, Erhalt der Biodiversität, Ressourcenschonung und Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen sowie die Reduzierung des Flächenverbrauchs.
„Wir befinden uns mitten im Anthropozän, in dem Geologen die Menschheit zu einer geologischen Kraft erklärt haben, die mit Vulkanen, Meteoriteneinschlägen und tektonischen Verschiebungen auf einer Stufe steht. Wir haben nicht nur die Möglichkeit, sondern auch die Pflicht, Maßnahmen zu ergreifen und diesen Trend umzukehren. Die Architekturbüros, die unsere physische Umgebung gestalten, spielen dabei eine entscheidende Rolle.“ (Josephine Michau, Kuratorin des dänischen Pavillons, Biennale Venedig 2023)
Neue Baustoffe erfreuen sich zunehmendem Interesse, ob nun Pilzmyzelien (Architekturkollektiv Bento, Biennale Beitrag 2023) oder Stampflehm, wie in den Bauten von Anna Heringer. Von klimaneutraler Produktion bis hin zum sozialen Bauprozess hat Lehm das Potenzial wichtige Beiträge zur Lösung unserer dringlichsten Probleme zu liefern: dem Klimawandel und der sozialen Ungerechtigkeit. Weltweit wurden in vielen Kulturen seit Jahrhunderten Lehmbauten errichtet, und die Kenntnis und Fähigkeiten im Umgang mit diesem Material werden oft von Generation zu Generation weitergegeben. Durch den Einsatz von Lehm in modernen Bauprojekten können traditionelles Wissen und handwerkliche Fähigkeiten bewahrt und weiterentwickelt werden.
„Lehm ist das sozialste Material überhaupt, […] Lehm ist ein gesundes Material, ich kann ihn so häufig recyceln, wie ich will. […] Und ich kann noch einen Garten oben drauf pflanzen. Und ich kann mit seiner Verarbeitung Arbeitsplätze schaffen, indem ich Menschen vor Ort einbinde, vom Stampfen der Wände bis zur Gestaltung von Lehmreliefs.“ (Anna Heringer)
Nachhaltigkeit ist für die Architektin ein Synonym für Schönheit: Jedes der von Anna Heringer konzipierten Gebäude geht auf den Ort und den soziokulturellen Kontext ein. Vorhandene Materialien werden genutzt und in jeweilige Ökosystem eingefügt. Die Gebäude sind einfach, sinnvoll und schön durch die Kraft und die Authentizität natürlicher Materialien.
„Wie die Empathie in der Medizin ist die Schönheit beim Bauen ein formaler Ausdruck von Liebe: Wenn ich etwas mit Liebe mache, mit Achtung der Natur und Umwelt gegenüber, ist es auch nachhaltig.“ (Anna Heringer)
Zur Person Anna Heringer (* 1977 in Rosenheim) studierte Architektur an der Kunstuniversität in Linz. Ein Jahr nach ihrem Abschluss gründet sie 2005 ihr eigenes Architekturbüro, das auf nachhaltiges Bauen mit Lehm und Bambus spezialisiert ist. Ihre Diplomarbeit, die METI School wurde 2005 gebaut und 2007 mit dem Aga Khan Award ausgezeichnet. 2011 erhielt sie den Global Award für Sustainable Architecture. Gastprofessuren an der ETH Zürich, UP Madrid und TU München sowie Harvard Graduate School of Desgin. Die UNESCO verlieh ihr einen Ehrenprofessorinnentitel und sie hat 2022 das Bundesverdienstkreuz erhalten. www.anna-heringer.com
Dipdii Textiles Dipdii ist eine partizipative, nachhaltige auf lokalen Textiltraditionen basierende Textilwerkstatt, die in dem Anna Heringer konzipierte Gebäude ‚Anandaloy‘ ihren Sitz hat. Die Kooperative wurde initiiert von Anna Heringer, der NGO Dipshikha, Elke Burmeister und Veronika Lang. Sie beschäftigt Schneiderinnen aus den Dörfern Rudrapur und Birgonj in Banglaesch. Der Erlös der Kissen und Oberteile verbessert unmittelbar die Lebensqualität der Schneiderinnen, da die Frauen auf dem Land nur sehr schwer Arbeit finden. www.dipdiitextiles.org
Mit der Ausstellung ‚One Planet, One Family‘ starten wir eine neue Veranstaltungsreihe rund um das drängende Thema Nachhaltigkeit im Bausektor. Unter dem Titel ‚Re*‘ lädt die DG in 2024 in Kooperation mit der Kunstpastoral der Erzdiözese München und Freising sowie dem Kunstreferat der Evangelischen Landeskirche in Bayern zu unterschiedlichen Veranstaltungen wie Vorträgen und Gesprächen ein, rund um die Begriffe Reduktion, Wiederverwendung, Recycling, Reparatur, Transformation und Neudenken.
„Form follows availability – die Gestaltung folgt der Verfügbarkeit. Diese Vorgehensweise reduziert den Verbrauch von Ressourcen konsequent und ermöglicht eine wirkliche CO2-Senke. Die sichtbar andere Ästhetik, die unsere Sinneseindrücke anregt, kann eine Quelle für Erkenntnisse sein.“ (Prof. Amandus Samsøe Sattler, ensømble studio architektur)
Programm Eröffnung Donnerstag, 16. November 2023, 18 bis 21 Uhr 19 Uhr DG Kunstpreis-Verleihung, Dr. Ulrich Schäfert, Geschäftsführender Vorstand 19.15 Uhr Impulsvortrag, Anna Heringer
Re*use Bücherflohmarkt Donnerstag, 23. November 2023, 18 bis 20 Uhr
***Sonderöffnung aufgrund von hoher Nachfrage*** Samstag, 9. Dezember 2023, 11 bis 14 Uhr
Führung und Adventskaffee Dienstag, 5. Dezember 2023, 14 bis 16 Uhr Dienstag, 12. Dezember 2023, 14 bis 16 Uhr
Finissage mit Musik Donnerstag, 14. Dezember 2023, 19 Uhr
Dank Wir bedanken uns beim Verein Ausstellungshaus für christliche Kunst e.V. für die Förderung und unserem Leihgeber Stiftung Studienseminar St. Michael, Campus St. Michael