DG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum DiskursGegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs Gegenwart

Sichtbar. Verknüpft. Frei.
Ausstellung vom 17. April bis 11. Juni 2026

100 Jahre GEDOK – ein weiblicher Resonanzraum
Gedok München zu Gast in der Rathausgalerie, zu Gast im DG Kunstraum

Eröffnung im DG Kunstraum
Donnerstag, 16. April 2026, 18 bis 21 Uhr

Künstler*innen im DG Kunstraum
Chiaki Asanuma
Doris Bardong
Ragela Bertoldo
Renata Brink
Claudia Christoffel
Simone Elstner
Jenny Fässler-Obermeyer
Simone Fezer
Anna Heller
Emese Kazar
Nina Annabelle Märkl
Pezi Novi
Kirsten Plank
Helga Schwalt-Scherer
Susanne Thiemann
Janina Totzauer
Christine Ziegler


sichtbar. verknüpft. frei. ist eine Einladung, das Jubiläum der GEDOK zu feiern und aktuelle Künstlerinnen aus München und ganz Deutschland zu entdecken. An drei Orten entsteht ein vielschichtiger Resonanzraum für weibliche Perspektiven in der Kunst: Die Rathausgalerie zu Gast im DG Kunstraum, das MaximiliansForum und die galerieGEDOKmuc zeigen 30 Künstlerinnen – und eine Geschichte, die Zukunft schreibt – zeitgenössisch, interdisziplinär, mit Haltung. Zwischen Netzwerken und Nadelspitzen, Klangkörpern und Körperbildern, Performance und Poesie geht es um Sichtbarkeit und die Freiheit im Denken, im Machen, im Zeigen. Neun Wochen lang trifft künstlerische Energie auf Öffentlichkeit – mit Ausstellungen, Kunstspaziergängen, Gesprächen, Performances und offenen Formaten.
Ein Jahrhundert GEDOK – und wir fangen gerade erst an.

Weitere Ausstellungsorte
24.4.26 – 28.6.26 galerieGEDOKmuc
30.4.26 – 11.6.26 MaximiliansForum

Programm
Donnerstag, 16.4.2026, 19 Uhr
Eröffnung
Veranstaltung wird in Deutsche Gebärdensprache übersetzt

Dienstag, 21.4.2026, 19 Uhr
Musikperformance
Anna Heller ‚Ungehörte Stimmen‘
Klaviermusik mit Textfragmenten

Mittwoch, 6.5.2026, 17 bis 19 Uhr
Kunstbowle
Get-Together mit Bowle und Snacks für Austausch und Kunsteinblicke mit Julia Richter

Samstag, 9.5.2026, 14 bis 17 Uhr
Stick-Workshop mit Pezi Novi (Anmeldung unter rathausgalerie@muenchen.de)
‚Knit or Knot‘ von Julia Richter und Karen Modrei (ohne Anmeldung)

Führung durch die Ausstellung
Dienstag, 19.5.2026, 19 Uhr
mit Benita Meißner, DG Kunstraum und Annika Schoemann, Kuratorin

Mittwoch, 20.5.2026, 19 Uhr
Sichtbar und frei?! Frauen in Kirche und Gesellschaft
Sichtbarkeit und Zwänge von Frauen in Kirche und Gesellschaft von Maria Magdalena bis zur Rolle der Frauen heute.
Referentinnen: Dr. Annette Jantzen, Theologin, und Henriette Hufgard, Philosophin und Kunsthistorikerin
Veranstaltende: Domberg-Akademie, FB Katechese und Evangelisierung und FB Kunstpastoral Erzdiözese München und Freising, GEDOKmuc

Donnerstag, 11.6.2026, 18 Uhr
Finissage mit Performance
Simone Fezer ‚new flesh‘ Sound Ele Runge

WEITERES ANGEBOT
Kunsthappen
immer mittwochs, 12 bis 14 Uhr im Zeitraum 22.4. bis 20.5.2026
Kurze Einblicke in die Ausstellung für die Mittagspause mit Julia Richter.
ohne Anmeldung

Workshops für Gruppen ab 6 Personen (10 bis 16 Jahre)
Anfragen und Terminkoordination: info@dg-kunstraum.de

Bitte kontaktieren Sie uns bei Nachfragen zu Text- oder Bildmaterial telefonisch unter
+49 89 282548 oder per E‑Mail unter info@dg-kunstraum.de

Abb. 1–11: Ausstellungsansicht ‚Sichtbar. Verknüpft. Frei. – 100 Jahre GEDOK‘, DG Kunstraum 2026, Foto: Gerald von Foris
Abb. 6: Ausstellungsansicht ‚Sichtbar. Verknüpft. Frei. – 100 Jahre GEDOK‘, DG Kunstraum 2026, Foto: Regina Recht
Abb. 12: Plakat ‚Sichtbar. Verknüpft. Frei. – 100 Jahre GEDOK‘, DG Kunstraum 2026, Design: Parat


Hab Mut Steh auf!
Bildende Kunst am 104. Katholikentag
13. bis 17. Mai 2026 in Würzburg

Susanne Wagner, Schmerzpunkt
künstlerische Installation zu sexualisierter Gewalt und Missbrauch geistlicher Autorität in der katholischen Kirche an 14 Orten in Würzburg 

Es ist eine sehr schwere Aufgabe sich dem Thema Missbrauch künstlerisch anzunähern. Susanne Wagner tut dies über die Verbildlichung des Schmerzes. Sie bedient sich eines Bildes, welches wir aus dem medizinischen Bereich für Schmerzen kennen, die von einer Stelle des Körpers ausstrahlen. Schmerz wird in der Medizin – ob in Medizinbüchern oder auf Pharmazieverpackungen – meist über einen roten Punkt an bestimmten Körperstellen verbildlicht. Das Zeichen Schmerzpunkt entsteht durch eine rot gesprühte Markierung über einem Umhängekreuz. Dabei wird imaginär eine Stelle markiert, die sich im Bereich der Brust, bzw. des Herzens einer Person befindet. Entfernt man das Kreuz, zeichnet es sich als Leerstelle innerhalb der roten Markierung ab.

Die Intervention Schmerzpunkte versteht sich als Teil der Erinnerungskultur und damit als Beitrag zur Aufarbeitung. Sie ist Ausdruck der Anerkennung erlittenen Leids und mahnt Kirche und Gesellschaft, zu handeln und Missbrauch wirksam zu verhindern. Der Schmerzpunkt verzichtet bewusst auf weiterführende Informationen darüber, welche konkreten Erfahrungen angesprochen werden. Diese Leerstelle erhöht die Offenheit und Intensität der Intervention. Sie ist Ausdruck des Respekts vor individuellem Leid und vor den unterschiedlichen Weisen, wie Betroffene damit umgehen.

Die paradoxe Darstellung des Kreuzes – zugleich abwesend und anwesend – markiert den religiösen und kirchlichen Kontext. Indem der Schmerzpunkt mit dem Kirchenraum verschraubt oder auf eine Fassade gesprüht wird, wird institutionelle Verantwortung sichtbar gemacht.

Der „Schmerzpunkt“ ist während des Katholikentags an 14 Orten in Würzburg sichtbar. Zusätzlich liegen zentral in der Marienkapelle Plakate zum Mitnehmen aus. Unter dem Titel SCHMERZPUNKT steht „KEIN MENSCH SOLLTE EINEM ANDEREN MENSCHEN SO ETWAS ANTUN“.

Weitere Informationen zum künstlerischen Wettbewerb .

Vernissage

Donnerstag, 14. Mai 2026, 16:30 bis 17:30 Uhr
Vorplatz Dom St. Kilian, Domstraße 40 
Gespräch: Susanne Wagner mit Kai Christian Moritz 
Moderation: Benita Meißner
Musik: Milena Milatinova Ivanova

Sonya Schönberger
Nägel. Vergangenheit erinnern
Kunstinstallation in Stift Haug

Ausgangspunkt der Installation sind 13.000 Nägel, die aus Baracken der Zwangsarbeiter*innen in Berlin-Tempelhof stammen und bei einer archäologischen Grabung gefunden wurden. Sie stehen metaphorisch für die Anonymität der ausgebeuteten Menschen, deren Namen und Geschichten wir nicht kennen, die aber in allen deutschen Städten in der Zeit des Nationalsozialismus eingesetzt wurden. Auch in Würzburg wurden circa 9.000 Zwangsarbeiter*innen in Lagern inhaftiert und ausgebeutet.

Im Altarraum von Stift Haug entsteht ein Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Kunst und Kirchenraum, der Leiden, Opfer, Schuld und Verantwortung in eine lebendige Erinnerung ruft. Die Besucher*innen sind eingeladen, sich auf den Nägeln zu bewegen. 

Öffnungszeiten:
Do. 10:30 bis 22 Uhr
Fr. 10:30 bis 19 Uhr
Sa. 10:30 Uhr bis 16 Uhr

Frank Bölter, Think Tank, 2026
Partizipatives Kunstprojekt am Kiliansplatz 

Donnerstag, 14. Mai 2026, 12 bis 18 Uhr
Freitag, 15. Mai 2026, 10:30 bis 18 Uhr
Samstag, 16 Mai 2026, 10:30 bis 16 Uhr

Frank Bölter, Panzer (golden)

Aus dem Geschützrohr dieses Panzers wird nie ein Schuss fallen. Nachdem 2012 auf dem Gelände der Bundeswehr in Dresden der erste Panzer „LeORIGAMIpard 3“ als Kunstprojekt gefaltet wurde, unterstützt vom Bundesministerium der Verteidigung, taucht nun erneut ein Panzer aus Papier auf. Die Idee dazu stammt von Frank Bölter, Jahrgang 1969, ehem. Absolvent der Kunstakademie Münster, mit einem Papierschiff bereiste er schon Seen und Flüsse. Zuletzt hat er beim 375. Augsburger Hohen Friedensfest 2025 mit vielen Menschen das Haus des Friedens gebaut. Nun lädt er im Rahmen des Katholikentags Passant*innen dazu ein gemeinsam einen Panzer zu falten und dabei ins Gespräch zu kommen.

Was können wir tun, außer nach Gründen zu suchen und Anlässe zu kreieren, uns wieder auf den Plätzen und auf den Straßen zu versammeln, um uns wieder in die Augen zu schauen, um uns gemeinsam kräftebündelnd zu fragen, ob es miteinander vielleicht ganz anders gehen kann und um dies dann ebenso einfach zu versuchen? So kann dieses waghalsige, beinah unmögliche Vorhaben, gemeinsam diesen Papierpanzer zu falten, nur helfen, uns wieder in die Augen zu blicken und miteinander zu reden, anstatt übereinander bereits alles zu wissen. 

Bestellen Sie einen Teil unseres Falt-Projekts ‚Think tank‘ zusammen mit einer Falt-Anleitung für einen Mini-Panzer nach dem Katholikentag. Mit etwas Glück finden Sie in Ihrem Umschlag auch einen kleinen persönlichen Gruß des Künstlers Frank Bölter – lassen Sie sich überraschen!

Kunstfreiheit aushalten – Was kann die Kirche von der Kunst lernen?‘
Gespräch im Stift Haug vorbereitet von der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst

Freitag, 15. Mai 2026, ab 16:15 Uhr

Referent*innen:
Dr. Johann Hinrich Claussen, Kulturbeauftragter, Kulturbüro des Rates der EKD
Prof. Monika Grütters, Kulturstaatsministerin a.D. und ZdK-Mitglied, Münster
Sonya Schönberger, Künstlerin, Berlin
Susanne Wagner, Künstlerin, München

Moderation:
Dr. Ulrich Schäfert, 1. Vorsitzender der DG sowie
Dr. Guido Schlimbach, Kunststation St. Peter, Köln, Gesamtvorstand DG

Der Kunstverein Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst fördert seit 1893 den Austausch von Künstler*innen, Theolog*innen und Kunstbegeisterte so nun auch durch die Mitgestaltung des Programms der bildenden Kunst auf dem Katholikentag. Wo treffen sich die Suchbewegungen der freien Kunst und der Kirchen? Welche gesellschaftliche Bedeutung kann diese haben? Welche Rolle spielt die Freiheit dabei? Und was können die Kirchen dabei lernen? Die Künstlerinnen Susanne Wagner und Sonja Schönberger berichten von ihren Erfahrungen und Erwartungen. Kulturstaatsministerin a.D. Prof. Monika Grütters und der Kulturbeauftragter der EKD Johann Hinrich Claussen bringen die Perspektive der Kirchen und der Kulturpolitik ein. 

Hab Mut, steh auf!‘
Performanceprogramm am Kiliansplatz

Samstag, 16. Mai 2026, 13.30 bis 15.30 Uhr

Maria Berauer

nimmt das Publikum auf eine eindringliche Reise rund um das Thema Mutterschaft mit. … „Maria, Maria, Maria…“ immer und immer wieder den eigenen Namen schreiben, mit roter Farbe auf weißem Tuch. Die Farbe enthält Menstruationsblut der Künstlerin, von ihren Freundinnen und deren Freundinnen. Eine Meditation über Identität, Sichtbarkeit und Sisterhood. 

Maria Berauer (*1982 ) lebt und arbeitet in München. Ausgangspunkt ihrer künstlerischen Praxis ist der eigene Körper als Ressource für Selbstausdruck und Widerstand. In Performances, Videoinstallationen und Soundarbeiten wird dieser weibliche Körper zum Handlungs- und Erfahrungsraum an der Schnittstelle von biografischen und gesellschaftspolitischen Fragestellungen nach Identität, Geschlechterrollen, Machtstrukturen und Tabus. Durch die unmittelbare Präsenz leiblicher und klanglicher Äußerungen bahnen sich Emotionen, Affekte, Unsagbares und implizites Wissen Wege und erzeugen spürbare Resonanzfelder. Seit ihrem Studium der Medienkunst an der Akademie der bildenden Künste München, der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe und der Faculdad de Bellas Artes Granada, werden ihre Arbeiten international in unterschiedlichen Kontexten gezeigt. Sie ist Gründungsmitglied des Performance Kollektivs The Hercules and Leo Case und seit 2021 Stipendiatin der Erwin und Gisela von Steiner Stiftung in den Otto – Steidle – Ateliers München.

Judith Egger

gestaltet eine performative Demonstrations-Aktion als Gründungsmitglied der fiktiven United Holobiontic Protection Alliance: In einer meist nonverbalen Manifest-Performance verleiht sie den Anliegen der Holobionten Ausdruck und wirbt für eine verantwortungsvolle, verbundene Beziehung zu allem Lebendigen. Das Motto ‚Hab Mut! Steh auf!‘ erscheint in diesem Kontext als besonders geeignet, da die Intention der Demonstrationsaktion darin besteht, einen künstlerischen Impuls zu setzen, der auf non-verbale, anarchische, ernste und zugleich humorvolle Weise aufrüttelt, berührt und Neugier weckt. Im Kern ihrer künstlerischen Auseinandersetzung steht die Frage danach, woher wir kommen, wie das Leben begann und was es ist, das alles Lebendige antreibt.

Egger (*1973) absolvierte eine Ausbildung zur Holzschnitzerin in Oberammergau und studierte Kommunikationsdesign an der FH Augsburg sowie am Royal College of Art in London. Unkontrolliertes organisches Wachstum, parasitäre Organismen und radikale Transformationsprozesse gehören zu ihren Forschungsgebieten – seit 2004 recherchiert sie unter anderem als Direktorin des parasitären Instituts für Hybristik und empirische Schwellkörperforschung die alles antreibende Lebenskraft, die Schwellkraft, die jedem Organismus innewohnt und die der Mensch in letzter Konsequenz nicht kontrollieren kann. Sie plädiert für eine neue Beziehung mit allem Lebendigen, welche nicht von Dominanz, Trennung und Unterwerfung geprägt ist, sondern vom Wissen über die gegenseitige Abhängigkeit und von tiefer Verbundenheit. Dabei bewegt sie sich mit Vorliebe in den Grenzbereichen von bildender Kunst, Installation und Performance. 

Ruth Geiersberger…

lädt Anwesende dazu ein mit dem ‚Andachtsquadrat‘, gemeinsam ins Schweigen zu finden und vom Zuhören ins bewusste Horchen überzugehen – gelegentlich begleitet von Tönen und Jodeln. „Was sollen wir tun und wohin tragen wir unsere Fragen?“ – Ein Zitat aus dem Gedicht von Hilde Domin, welches die Herangehensweise der Künstlerin einfängt. In ihrem einzigartigen Stil verbindet sie Performance, Gesang und Beobachtung, um eine Mischung aus Nachdenklichkeit, Traurigkeit, Wahnsinn, Humor und Schönheit zu schaffen.

Sie lebt und arbeitet in München. Performerin, Sprecherin, Schauspielerin, Beobachterin. Ausbildung in München, Berlin und Paris. Sie lenkt ihren Blick auf die kleinen Dinge des Lebens und entdeckt darin absurde Zusammenhänge. Seit vielen Jahren ist sie als umtriebige Performerin an den merkwürdigsten Orten anzutreffen. Seit 1990 entwickelt sie Projekte, die sie auch Verrichtungen nennt, im Bereich theatraler Performance und szenischer Installation, die sie mit Hilfe von Projektförderungen und Stipendien vor allem des Kulturreferates der LH München realisieren konnte und kann. 2023 ausgezeichnet mit dem Theaterpreis 2023 der Stadt München. www​.verrichtungen​.de

Béla Juttner… 

verbindet in seiner Kunst den Werdegang als Tänzer, Choreograph und Modedesigner zu einer Art Gesamtkunstwerk. Thematisch setzt er sich in seinen Arbeiten mit Machtverhältnissen, gesellschaftlichen Strukturen und der Freiheit des Einzelnen auseinander. 

(*1997 in München ) Er absolvierte 2021 seinen Master in Modedesign an der Royal Academy of Fine Arts Antwerpen und schloss 2025 sein Kunststudium bei Peter Kogler in München ab. 2024 erhielt er den Leonhard-und-Ida-Wolf-Preis, 2025 den Debütantenpreis sowie den Preis Junge Kunst. Ausgestellt wurden seine Arbeiten u. a. in München, Belgien und Paris. In seiner künstlerischen Arbeit spielen Gattungsgrenzen kaum noch eine Rolle; die Übergänge von Installation, Performance, Mode, Design, Malerei und Film sind fließend. Seine Performances thematisieren Körperverwandlungen, Häutung und Auflösung von Geschlechtsidentitäten. Die Erfahrungen der Arbeit am und mit dem eigenen Körper durch seine Ballettausbildung sowie während des Modedesignstudiums verschränkt Béla Juttner in seinem Kunststudium mit gesellschaftlichen Fragestellungen.

Abb. 1–2: Susanne Wagner, Schmerzpunkt, Plakate, 2026
Abb. 3–4: Sonya Schönberger, Nägel, Foto ©Amélie Losier, 2021
Abb. 5: Frank Bölter, Think Tank, Partizipatives Kunstprojekt, 2026
Abb. 6: Maria Berauer, Maria, Maria, Maria …, Performance, 2026
Abb 7: Judith Egger, Holoboniten, Performance, 2025
Abb. 8: Ruth Geiersberger, Andachtsquadrat, Verrichtung, 2025

Die Schönheit des Unvollkommenen‘
Führungen durch die Ausstellung
Dienstag, 10. Februar 2026
Dienstag, 10. März 2026

Am Dienstag, den 10. Februar 2026 sowie am Dienstag, den 10. März 2026, jeweils um 19 Uhr laden wir Sie herzlich ein zu einer Führung durch die Ausstellung ‚Die Schönheit des Unvollkommenen‘.

Weitere Informationen oder Anmeldung zur Führung erhalten Sie unter info@dg-kunstraum.de

Film-Workshop für Jugendgruppen
(6 bis 12 Personen)

Johanna Schwarz Instabile Figurinen, seit 2022 fortlaufend Videostill

Im Rahmen der Ausstellung ‚Die Schönheit des Unvollkommenen‘ lädt der DG Kunstraum zu einem Film-Workshop ein. 

Gemeinsam schauen die Teilnehmenden in der Ausstellung die Videoarbeit ‚Instabile Figurinen‘ der Künstlerin Johanna Schwarz an. In kurzen Videoclips zeigt die Arbeit aus einfachen Materialien gestaltete Skulpturen/ Figuren, die umkippen, fallen, die Balance verlieren. Manchmal von alleine, manches Mal wird etwas nachgeholfen. Ausgehend davon beschäftigen sich die Teilnehmenden mit dem Moment des Fallens und der Frage, warum ein Sturz manchmal komisch wirkt. Stört uns Unsicherheit – oder bringt sie uns auf neue Ideen?

Gemeinsam gestalten die Teilnehmenden anschließend eigene Figurinen aus gefundenen, weggeworfenen oder mitgebrachten Dingen von zu Hause und entwickeln daraus kleine Erzählungen und kurze Videoskizzen. Der Workshop versteht sich als Experimentierlabor, in dem spielerisch geforscht, ausprobiert und erzählt wird.

Wir bitten darum, eigene Materialen mitzubringen, um die Figuren zu bauen.

Anfragen bitte senden an info@dg-kunstraum.de

Kintsugi Workshop
am Valentinstag
AUSGEBUCHT

Birgit Dieker
The Cupboard’s Secret, 2024/25
verschiedene Tassen, Fimo Modelliermasse, jeweils ca. 14 x 10 x 9 cm
VG Bildkunst, Bonn 2026

Im Kintsugi, der japanischen Kunst des Reparierens, wird das Zerbrochene nicht verborgen, sondern bewusst sichtbar gemacht. Der DG Kunstraum zeigt in der aktuellen Ausstellung ‚Die Schönheit des Unvollkommenen‘ eine Arbeit der Künstlerin Birgit Diecker, die sich an der Kintsugi-Technik orientiert und diese zeitgenössisch weiterdenkt.
Im Workshop erhalten die Teilnehmenden einen Einblick in die traditionelle Technik des Kintsugi und beschäftigen sich anschließend mit künstlerischen Positionen, die Kintsugi in die Gegenwart übersetzen. Der Schwerpunkt des Workshops liegt auf einem eigenen, kreativen Arbeiten mit bereitgestellten Materialien im Sinne einer zeitgenössischen, freien Interpretation von Kintsugi.

Wir bitten darum, eigenes altes Geschirr mitzubringen.

Termin: Samstag, 14.2.2026, 14 bis 16 Uhr
Bei Interesse bitten wir um Anmeldung unter info@dg-kunstraum.de

Kintsugi Workshops
Freitag, 13. Februar 2026
Samstag, 14. Februar 2026

Freitag, 13. Februar 2026, 16 bis 18 Uhr

Im Kintsugi, der japanischen Kunst des Reparierens, wird das Zerbrochene nicht verborgen, sondern bewusst sichtbar gemacht. Der DG Kunstraum zeigt in der aktuellen Ausstellung ‚Die Schönheit des Unvollkommenen‘ eine Arbeit der Künstlerin Birgit Diecker, die sich an der Kintsugi-Technik orientiert und diese zeitgenössisch weiterdenkt.
Im Workshop erhalten die Teilnehmenden einen Einblick in die traditionelle Technik des Kintsugi und beschäftigen sich anschließend mit künstlerischen Positionen, die Kintsugi in die Gegenwart übersetzen. Der Schwerpunkt des Workshops liegt auf einem eigenen, kreativen Arbeiten mit bereitgestellten Materialien im Sinne einer zeitgenössischen, freien Interpretation von Kintsugi.

Wir bitten darum, eigenes altes Geschirr mitzubringen. 
(Empfohlen ab 10 Jahren)

Wir danken allen Teilnehmer*innen für die gemeinsamen Nachmittage und freuen uns über die schönen Ergebnisse

Séance‘ Performance von
Panty Paradise
Finissage, 18. Dezember 2025

Zur Finissage der Ausstellung ‚together forever. macht euch die Erde untertan?‘ verwandelte das Künstler*innen-Duo Panty Paradise den DG Kunstraum am 18. Dezember 2025 in eine experimentelle, künstlerische Ritualfläche. Die interaktive Performance ‚Séance‘ arbeitete mit Klang, Bewegung und Textilien. 

Panty Paradise ‚queer-transbian art machine‘ sind Veronica Burnuthian (*1990 in Yerevan, Armenien) und Aelita Le Quément (*1999 in Saint-Cloud Île-de-France). Beide Künstler*innen kennen sich aus der Akademie der Bildenden Künste München und arbeiten seit 2022 als Duo. Sie malen zusammen mit Öl, Akryl und Sprühdosen, produzieren digitale Arbeiten, Zines, Videos und Musik. Sie spielen mit analogen Synthesizern und Drummachines und machen elektronische Musik.

Video- und Tonaufnahme von Louis Habermeyer

Abb. Enid Valu

Zeigt euch eure Wunde
Debatten um die Kunstfreiheit
Samstag, 31. Januar 2026

Samstag, 31. Januar 2026, 15 bis 18:30 Uhr

Ort: Galerie der Künstler*innen, Maximilianstraße 42, 80538 München

Für die Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst ist die Kunstfreiheit seit jeher ein hohes Gut. In Kooperation mit dem BBK München und Oberbayern laden wir daher zu einem Symposium zum Thema ein. Die Frage, wie weit die Freiheit der Kunst geht – und wer über ihre Grenzen entscheiden darf, ist in dieser Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs neu auszuhandeln. Immer wieder entfachen Debatten über die Kunstfreiheit dort Flächenbrände, wo Kunst geschaffen, gehandelt, betrachtet und beurteilt wird. Eine einheitliche Debatte gibt es nicht, wer sich in der Kunstwelt bewegt, stößt auf Ambivalenzen.

Zeigt euch eure Wunden. Debatten um die Kunstfreiheit‘ macht sich diese Widersprüche zum Thema. Gäste aus Kunst, Wissenschaft, Politik und Kulturförderung erzählen über ihre beruflichen und persönlichen Erfahrungen mit der Kunstfreiheit und kommen miteinander ins Gespräch.

Programm
15 Uhr
Begrüßung und Impuls
Dr. Ulrich Schäfert, 1. Vorsitzender DG
Michael Schmidt, Vorsitzender BBK

Moderation: Moritz Holfelder

15:20 bis 16:30 Uhr
Wie weit geht die Kunstfreiheit?
Cana Bilir-Meier, Künstlerin
Prof. Dr. Christoph Möllers, Rechtswissenschaftler
Angela Stiegler, Künstlerin und Anti-Diskriminierungsbeauftragte
Dr. Wolfgang Ullrich, Kunsthistoriker

Pause

17:00 bis 18:00 Uhr
Freiheit der Kultur an Orten des freien Denkens?
Ralf Homann, Deutscher Künstlerbund
Melisa Kujevic, Künstlerin
David Süß, ehrenamtlicher Stadtrat Fraktion Grüne/Rosa Liste/Volt

Abschlussgespräch

18:30 bis 20 Uhr
Flying Dinner und Abendausklang

Gerne stehen wir für weitere Informationen zur Verfügung unter info@dg-kunstraum.de. 

together forever
Finissage
Donnerstag, 18. Dezember 2025, 19 Uhr

Veronica Burnuthian und Aelita Le Quément arbeiten neben einer eigenen künstlerischen Praxis seit 2022 als Duo ‚Panty Paradise‘ zusammen. Für die Ausstellung entwickeln sie gemeinsam eine großformatige Collage aus textilen und malerischen Werken, die Natur und Mensch in den Blick nimmt. Zur Finissage erleben wir ‚Panty Paradise‘ in einer musikalischen Performance mit der wir uns von der Ausstellung verabschieden.

Die Schönheit des Unvollkommenen‘
Ausstellung bis 26. März 2026

Künstler*innen

Birgit Dieker
Paul Diestel 
Enric Freund
Lydia Marx 
Toni Mauersberg
Jonas Müller-Ahlheim
Kim Rühl
Julia Schäfer
Valeria Schneider 
Johanna Schwarz
Johannes Seluga 

In der Ausstellung ‚Die Schönheit des Unvollkommenen‘ präsentiert der DG Kunstraum Werke von elf Stipendiat*innen des Cusanuswerks. Die Ausstellung widmet sich der Frage, wie sich Schönheit in Formen des Bruchs, der Schlichtheit und der Vergänglichkeit manifestiert. Gezeigt werden künstlerische Positionen, die Heilung und Versehrtheit als Ausgangspunkt nehmen. Heilung bedeutet in diesem Kontext nicht zwangsläufig Wiederherstellung im klassischen Sinn. Sie kann auch darin bestehen, das Unvollkommene anzunehmen.

Gerade in einer Zeit, die von Optimierungsdruck, Beschleunigung und glatten Oberflächen geprägt ist, lädt ‚Die Schönheit des Unvollkommenen‘ dazu ein, den Blick für das Fragile neu zu öffnen: Brüche, Narben und Spuren der Zeit erschließen ihre Tiefe erst jenseits des ersten Anscheins – sie verlangen nach mehr Aufmerksamkeit und Hinwendung.

Wir bedanken uns für die gute Zusammenarbeit beim Cusanuswerk, der Bischöflichen Studienförderung.

Abb.:
Ausstellungsansichten: Gerald von Foris, Plakatgestaltung: Bernd Kuchenbeiser
Jonas Müller-Ahlheim, Gumhole, 2021–ongoing, Digitale Fotoserie, 51st Street, Washington Park, Chicago
Lydia Marx Little Pictures, 2025 Videoarbeit, 27 min. Englisch/Untertitel Deutsch (Filmstill)
Johann Schwarz, Instabile Figurinen (Filmstill)