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Publikation zur Ausstellung
,Erwin Wortelkamp – Einsichten Ansichten‘

Der Katalog Nr. 141 der DG erscheint begleitend zur Ausstellung ‚Erwin Wortelkamp ‑Einsichten Ansichten‘ im DG Kunstraum, Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst vom 10. September bis 8. November 2016.

Der Katalog ist für € 7,50 im DG Kunstraum zu erhalten (+ Porto bei Versand).
Bestellungen senden Sie an: info@dg-kunstraum.de

Herausgeber*innen: Dr. Walter Zahner, Benita Meißner
Texte: Huberta de la Chevallerie, Justus Jonas, Benita Meißner
Gestaltung: Bernd Kuchenbeiser Projekte mit Michaela Wonhöfer
Lektorat: Diethelm Kaiser, Nina Holm
Lithografie: Serum Network
Druck: Eberl Print
Bindung: Buchbinderei Josef Spinner
Fotos: Thomas Lindelauf 5, 20, 24, 25, 26, 27
Gerald von Foris 8, 9, 12, 13, 14, 15
Justus Jonas 18, 22
Werner J. Hannappel 28/29, 39–51

ISBN 978–3‑932322–45‑7

Wir freuen uns, den Bildhauer Erwin Wortelkamp (*1938 in Hamm/ Sieg) für eine Ausstellung in den neuen Räumen der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst gewonnen zu haben. In einem Nebeneinander von Papierarbeiten und Skulpturen der letzten Jahrzehnte wird das Werk des Künstlers erstmals umfassend in München vorgestellt. Seit fast 40 Jahren geht er mit seinen Skulpturen auf Räume und Umgebungen ein und beweist sich somit stets seine eigene Behauptung: „Skulpturen suchen und finden ihren Ort.“ 

Sein künstlerischer Weg nahm 1960 an der Akademie der Bildenden Künste in München seinen Lauf. Seitdem stellte er an zahlreichen Orten aus – vom Arp Museum Bahnhof Rolandseck über das Goethe-Institut Neapel bis in den Senegal.

Wortelkamp arbeitet mit grundlegenden Gegensatzpaaren wie z.B. Ruhe und Bewegung, Innen und Außen, Leere und Fülle. Ziel ist es, diese Antagonismen ausgewogen, aber spannungsvoll in Beziehung zu setzen. Mit seiner jüngsten großformatigen, siebenteiligen Skulpturengruppe ‚11–17‘ (2015) reagiert er auf die Herausforderung des neuen Galerieraums am Wittelsbacherplatz und führt das Thema des Angelehntseins, welches er seit 1974 immer wieder aufgreift, als Grundbedürfnis menschlicher Existenz weiter aus. Zugleich wird der Gegensatz von Stabilität und Labilität inszeniert: Die aus einem einzelnen Eichenstamm geschnittenen Platten ragen in Richtung ihres natürlichen Wuchses vom Boden aus senkrecht in die Höhe, lehnen sich aber – durch Zerlegung mit der Säge ihrer ursprünglichen Standfestigkeit beraubt – gegen die Wand. Durch die Behandlung mit Kalkfarbe muten die Objekte wie versteinerte Relikte aus einer anderen Zeit an; deutlich sind die unzähligen Spuren der Kettensäge zu erkennen.Wortelkamps Skulpturen sind Körper, die sich nicht auf das Figürliche reduzieren lassen, wie bereits die in Eisen gearbeiteten Werkgruppen aus der Mitte der 1970er Jahre ‚Vielleicht ein Baum‘ und ‚Vielleicht ein Blatt‘ demonstrieren. Die bildhauerische Auseinandersetzung mit der Grenze, der Beziehung zwischen Skulptur und Umraum, wird hier vor Augen geführt. 

Erwin Wortelkamp, geboren 1938 in Hamm/Sieg, gehört zu den bedeutenden zeitgenössischen Bildhauern. Der Künstler wurde insbesondere durch seine Werke im öffentlichen Raum bekannt.
1995 erhielt er den Staatspreis des Landes Rheinland-Pfalz, 2004 den Sparda-Bank-Preis für besondere Leistungen der Kunst im öffentlichen Raum und 2008 den Verdienstorden des Landes Rheinland-Pfalz. Ausstellungen seiner Werke fanden in den letzten Jahren unter anderem an diesen Orten statt: im Von der Heydt-Museum, Wuppertal, im Lehmbruck Museum Duisburg, in der Skulpturensammlung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, in der Casina Pompeiana und im Goethe-Institut Neapel, in San Francesco di Paola und der Casa Zuccari in Florenz, im Arp Museum Bahnhof Rolandseck in Remagen, im Museum DKM in Duisburg, im Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen in Magdeburg, im Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern und zurzeit im Landesmuseum Mainz.

Öffnungszeiten zwischen den Jahren

Die Galerie ist bis Donnerstag, 22. Dezember 2016, regulär geöffnet.
Vom 23. Dezember 2016 bis 5. Januar 2017 sind wir in den Ferien.
Ab dem 10. Januar sind wir wie gewohnt wieder für Sie da (Di–Fr 12 bis 18 Uhr).

Art is a Doctor The Artist and the Kabbalist‘
Zenita Komad
17. Februar bis 8. April 2017

Eröffnung am Donnerstag, 16. Februar 2017, 18 bis 21 Uhr

19.30 Uhr Begrüßung:
Dr. Ulrich Schäfert, Schriftführer der DG
Einführung: Benita Meißner, Kuratorin
Die Künstlerin ist anwesend.

Pressemitteilung und Programm

Ein besonderer Dank für die Unterstützung der Ausstellung geht an den Verein Ausstellungshaus für christliche Kunst e.V., München, als auch an Dr. Michael Laitman, Basilis Neururer, Andreas Speiser, CircleXperience und Experimonde.

Ausstellungsansichten, ‚Zenita Komad – Art is A Doctor’
Fotos: Gerald von Foris, © VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Film und Gespräch
Why should I buy a bed when all that I want is sleep?
Dokumentation über Robert Lax
Mi, 30. November 2016, 19 Uhr

Im Rahmen der Ausstellung „In Ewigkeit“ zeigt die Galerie der DG eine 60-minütige Filmdokumentation über den US-amerikanischen Poeten Robert Lax (1915–2000).

Robert Lax – Why should I buy a bed when all that I want is sleep?“ (1999)

Der amerikanische Dichter Robert Lax war einer der letzten „grand old men“ einer Generation von Poeten der klassischen Moderne. Sein Name verbindet sich mit einer Gruppe von New Yorker Künstlern, die einen starken Einfluss auf die Dichter der Beat Generation um Jack Kerouac und Allen Ginsberg ausübten. Nach Jahrzehnten des Nomadisierens zwischen Amerika und Europa fand Robert Lax Anfang der 60er Jahre seinen eigentlichen Ort auf der kleinen griechischen Insel Patmos, wo ihn die beiden Filmemacher Nicolas Humbert und Werner Penzel über Jahre regelmäßig besuchten. Die bei diesen Besuchen entstandenen Aufnahmen bilden die Basis für den Film: ein visuelles Gedicht in wunderbaren Schwarzweiß-Bildern.

Im Anschluss an den Film wird es ein Gespräch mit den beiden Autoren des Films geben.

Das Screening wird zur Finissage am Samstag 4. Februar 2017 um 12 Uhr wiederholt.

Während der Ausstellung ist der 13-minütige Film „Lax Readings“ (2006) zu sehen, der Robert Lax beim Lesen seiner Gedichte zeigt.

Robert Lax in seiner Küche auf Patmos, Foto: Nicolas Humbert

Kierkegaard – Ewige Seligkeit‘
Gespräch mit Markus Kleinert
Do, 2. Februar 2017, 19 Uhr

Herzliche Einladung zum Gespräch

Kierkegaard – Ewige Seligkeit“
Dr. Markus Kleinert, Leiter der Kierkegaard-Forschungsstelle
am Max-Weber-Kolleg der Universität Erfurt
und Benita Meißner, Kuratorin

Donnerstag, 2. Februar 2017, 19 Uhr

 

Lesung mit Julia Cortis und
Zwiegespräch mit Monika Huber
und Reinhard Lambert Auer
Mi, 25. Januar 2017, 19 Uhr

Sie sind herzlich eingeladen zu
„Razan Zeitouneh – Und eines Tages reise ich nach Italien!“
vorgetragen von Julia Cortis

Im Anschluss
Künstler und Theologen im Zwiegespräch
Monika Huber im Gespräch mit Reinhard Lambert Auer, Kunstbeauftragter der evangelische Landeskirche Württemberg

Moderation
Benita Meißner

Im Rahmen der Gruppenausstellung „In Ewigkeit“ liest Julia Cortis (www​.juliacortis​.de) aus Texten und Blogeinträgen der Menschenrechtsaktivistin Razan Zeitouneh. Die syrische Rechtsanwältin und Journalistin, Gründerin der Internet-Plattform SHRIL (Syrian Human Rights Information Link) und des Violations Documentation Center (VDC) wurde am 9. Dezember 2013 nahe Damaskus entführt – seitdem fehlt jede Spur von ihr.

Monika Huber erhielt den 2. Kunstpreis der evangelischen Landeskirche Württemberg für ihr Video „CAPTURED“. Ein imaginärer Stift zeichnet Gesichter und Körper nach, während Namen von Mädchen genannt werden. Bald erkennt der Betrachter, dass es sich um eine Wiedergabe der 2014 von der Islamistengruppe Boko Haram entführten nigerianischen Schulmädchen handelt – ein Bild, das um die Welt ging. In der Ausstellung der DG sind Übermalungen von Pressebildern zu sehen.  Auch hier schafft die Künstlerin einen Abstand zum eigentlichen Ereignis; es entstehen neue kodierte Bildgestalten. „Ewig“ verschollene Personen bilden ein Kaleidoskop der Angst, das von Geschehnissen auf der ganzen Welt zeugt.

 

Foto: Gerald von Foris

Die Lange Nacht der Münchner Museen
15. Oktober 2016
19–2 Uhr

Bei der diesjährigen Langen Nacht der Münchner Museen zeigen wir in unseren neuen Räumlichkeiten in der Finkenstraße 4 die Ausstellung:

Erwin Wortelkamp
Einsichten – Ansichten

Wir freuen uns über Ihren Besuch zwischen 19 und 2 Uhr morgens!

Eintritt nur mit gültiger Eintrittskarte. Diese kann auch bei uns erworben werden.

Hier geht es zur Gesamtveranstaltung mit Programm:

http://​www​.muenchner​.de/​m​u​s​e​u​m​s​n​a​c​ht/

 

In Ewigkeit‘
Gruppenausstellung
25. November 2016 bis 4. Februar 2017

Künstler*innen
Markus Bacher, Judith Egger, Monika Huber, Nicolas Humbert / Werner Penzel, Bettina Khano, Robert Lax, Christof Salzmann, Yukara Shimizu, Erik Sturm, Viron Erol Vert, Leo Zogmayer

Neue Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag, 12 bis 18 Uhr

Wenn man unter Ewigkeit nicht unendliche Zeitdauer,
sondern Unzeitlichkeit versteht,
dann lebt der ewig, der in der Gegenwart lebt.“
(Ludwig Wittgenstein)

Das Heute erscheint schneller und dichter, denn wir nehmen nicht mehr nur ein begrenztes Umfeld wahr, sondern sind durch die digitale Vernetzung an vielen Orten der Welt zur selben Zeit. Ein Innehalten und das bewusste Erleben des Moments drosselt das sich schnell drehende Rad der Zeit. Durch verschiedene künstlerische Ansätze findet eine visuelle Annäherung an den Begriff der Ewigkeit statt. Nicht nur das Verhältnis von Mensch und (seiner Lebens-)Zeit wird in Installationen, Videos, Fotografien, Gemälden und Skulpturen hinterfragt. Neue Denkräume wollen geöffnet werden. Wo findet Ewigkeit statt und wie ist sie darstellbar? Der Mensch ist auf der Suche nach Antworten auf die ungelösten Rätsel des menschlichen Daseins, die uns heute wie damals bewegen, denn Ewigkeit lässt auch immer an Endlichkeit denken: Was ist Sinn und Ziel unseres Lebens? Was ist der Tod? Und schließlich: Was ist jenes letzte und unsagbare Geheimnis unserer Existenz – woher kommen wir und wohin gehen wir?

Pressemitteilung

Ausstellungsansichten, ‚In Ewigkeit‘, Gruppenausstellung, Galerie der DG 2016/2017
Fotos: Gerald von Foris, © VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Kunst im sakralen Raum
Abt Andreas Range O. Cist. im Gespräch mit Erwin Wortelkamp
Do, 27. Oktober 2016, 19 Uhr

Abt Andreas Range O. Cist. und Erwin Wortelkamp lassen uns teilhaben an ihrem Austausch über Kunst im sakralen Raum.

Die Abtei Marienstatt ist bekannt als ein Ort des Glaubens, der Spiritualität und der klassischen Kunst. Was viele Menschen nicht wissen: Sowohl das Zisterzienserkloster als auch das dazugehörende private Gymnasium beheimaten zunehmend zeitgenössische Kunst. Vor allem Erwin Wortelkamp, dessen Biografie eng mit diesem Ort verknüpft ist, hat dort große Spuren hinterlassen.

Eine Anmeldung ist nicht nötig. Der Eintritt ist kostenfrei.

Judith Albert
Video-Installation St. Paul, München
18. September bis 20. November 2016

JUDITH ALBERT
„Maria breit den Mantel aus (East End)“
Video-Installation (2011/ 2016, Video, 2 Minuten)
Installation zu sehen vor dem Hauptportal nach Einbruch der Dunkelheit
bis zum 20.11.2016
Ausstellungsort: St. Paul, St.-Pauls-Platz 11, 80336 München

Die 1969 in Sarnen (Ch) geborene und in Zürich lebende Künstlerin Judith Albert nähert sich in ihren Videoarbeiten mitten in alltäglichen Situationen sehr sensibel grundmenschlichen Fragestellungen, die immer auch den Blick auf spirituelle Dimensionen eröffnen.
Im Rahmen der Kunstinstallation „Die Gabe“ zum Heiligen Jahr der Barmherzigkeit von Dezember 2015 bis Anfang Februar 2016 in St. Paul wurde bereits die Videoarbeit „lichtundschatten“ der Künstlerin im hinteren linken Seitenschiff gezeigt: Der Schatten einer segnenden Priester-Statue in Genua hatte auch bedrohliche Anmutung. Im Zusammenhang zum Heiligen Jahr warf dies Fragen auf nach einem „Gefälle“ von „oben“ und „unten“ bezüglich Werken der Barmherzigkeit bzw. nach der Möglichkeit einer Barmherzigkeit auf Augenhöhe.

In Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst, e.V. in Fortführung des Ausstellungsprojektes „Die Gabe“ zum Heiligen Jahr der Barmherzigkeit

Installation und Gespräch „Maria breit den Mantel aus (East End)“
Donnerstag, 10.11.2016, 17.00 Uhr
Zugänge zum Mantel der Barmherzigkeit anhand der Videoarbeit „Maria breitet den Mantel aus“ von Judith Albert
Begegnung mit dem Kunstwerk
Impulse im Kirchenraum mit musikalischer Gestaltung durch Peter Gerhartz und Bettina Ullrich

Podiumsdiskussion „Barmherzigkeit – wessen Mantel für wen?“
in der Boutique/ Schneiderei / Café „NÄHWERK“ des Weißen Raben in der Schwanthalerstr. 79
mit herzlicher Einladung zu schlichter Bewirtung.

Eine Kooperation des Fachbereichs Kunstpastoral mit der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst, dem Fachbereich Seniorenseelsorge der Erzdiözese und dem Münchner Bildungswerk