Ausstellungsansicht ‚The wound is the place where light enters you‘, Galerie der DG, 2017–2018Ausstellungsansicht ‚The wound is the place where light enters you‘, Galerie der DG, 2017–2018Ausstellungsansicht ‚The wound is the place where light enters you‘, Galerie der DG, 2017–2018
Ausstellung mit Stipendiatinnen und Stipendiaten der Künstlerförderung des Cusanuswerks Bonn
Der Titel der Gruppenausstellung ‘The wound is the place where light enters you‘ greift ein Zitat des persischen Sufi-Mystikers und Dichters Dschalāl ad-Dīn ar-Rūmī (1207–1273) auf. Die StipendiatInnen der Künstlerförderung des Cusanuswerks waren eingeladen, sich mit Exposés zu diesem Titel um die Ausstellungsteilnahme zu bewerben. Die eingereichten Arbeiten sollten existentielle Grenzerfahrungen spiegeln oder das Zitat Rūmīs in eigener Weise deuten. Die Auswahl der Künstlerinnen und Künstler wurde durch ein Kuratorium von Cusanuswerk (Ruth Jung), DG (Benita Meißner) und VAH (Prof. Dr. Andreas Kühne) getroffen. Der VAH fördert unter anderem das hochdotierte Georg-Meistermann- Stipendium des Cusanuswerks. Benannt wurden sechs Positionen aus den Bereichen Skulptur, Malerei, Fotografie und Video. Die Künstler reagieren auf den ersten Blick sehr unterschiedlich auf das vorgegebene Thema, doch ist vielen Arbeiten menschliches Leid, Verletzung oder die Auseinandersetzung mit einem Makel eingeschrieben.
Eröffnung Fr. 8.9.2017, 18 bis 21 Uhr 19:30 Uhr Begrüßung: Dr. Walter Zahner, 1. Vorsitzender Einführung: Benita Meißner Corbinian Böhm und Michael Gruber (EMPFANGSHALLE) sind anwesend.
Im Rahmen der OPEN art eröffnet die Galerie der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst e.V. (DG), in Kooperation mit der Kunstpastoral der Erzdiözese München und Freising, die Ausstellung ‚Wäsche‘ des Münchner Künstlerduos EMPFANGSHALLE.
Ausgangspunkt der Ausstellung ist die Intention, zwei Orte im Zentrum Münchens, die nicht unterschiedlicher sein könnten, mit ihren gesellschaftlichen Realitäten zu verknüpfen. Corbinian Böhm und Michael Gruber, die seit 2000 als EMPFANGSHALLE zusammenarbeiten, schaffen dafür ein Bild. Gesammelt werden Kleider rund um St. Paul: Liturgische Gewänder, Altkleider der Gemeinde sowie Fundstücke obdachloser Wanderarbeiter, die auf den Stufen des Kirchenportals schlafen. Diese Kleidungsstücke werden zusammen in der Galerie gewaschen und zum Trocknen aufgehängt. So entsteht ein buntes Wäschebild der Gesellschaft des Bahnhofsviertels in einer der teuersten Lagen Münchens, am Odeonsplatz.
Die Reinigung aller Kleidungsstücke in einer Maschine erscheint wie die Umsetzung des Bibelzitates Levitikus 19,18 in Anlehnung an die Übersetzung von Buber/Rosenzweig „Liebe deinen Nächsten, denn er ist wie du.“ Alle Menschen sind miteinander verbunden in ihrer Kreatürlichkeit, ihren Hoffnungen, Wünschen, Nöten, Abgründen und eben in der Notwendigkeit, sich regelmäßig zu waschen und zu kleiden. In der öffentlichen Diskussion werden vielfach die Unterschiede zwischen den Menschen betont, nicht aber das sie Verbindende. Durch ihre künstlerische Arbeit schafft EMPFANGSHALLE Szenarien, in denen das Bild des „Sich-Waschens“ analog zu gesellschaftlich relevanten Themen verhandelt wird. Sichtbar wird dies in der Galerie der DG in digitalen Bildern, Videos und einer Rauminstallation der Künstler.
Der Kirchenraum in St. Paul wird mit den Waschvorgängen in der Galerie über eine Projektion auf der Rosette über dem Westportal der Kirche verbunden. Besucher des Kirchenraums haben zudem die Möglichkeit, an einer großen Waschstation Teil einer Videoarbeit zu werden. Besonders im Kontext des sakralen Raums klingen vielfältige Assoziationen an – Reinigung, Umkehr, Versöhnung. Partizipation von Dritten ist ein wesentlicher Bestandteil des künstlerischen Schaffens von EMPFANGSHALLE. Neben klassischen Skulpturen entstehen somit auch performative und ephemere Arbeiten, deren Verlauf das Unvorhersehbare durch die Interaktion der Menschen mit einbezieht.
Corbinian Böhm und Michael Gruber sind Preisträger des diesjährigen Kunstpreises der DG.
Das Video zur Projektion und weitere Informationen zur Waschstation in St. Paul finden Sie hier:
Eröffnung: Donnerstag, 4. Mai 2017, 18 bis 21 Uhr 19:30 Uhr Begrüßung Dr. Stefan Graupner, Mitglied des Gesamtvorstand Einführung: Benita Meißner
Ausstellung 5. Mai bis 22. Juli 2017
Finissage: Samstag, 22.7.2017 von 11 bis 15 Uhr
Die Welt ist in Aufruhr. Haben die Menschen die Einladung, sich die Erde untertan zu machen, falsch verstanden? Schon die von den Künstlern für den Ausstellungstitel gewählte Exklamation ‚Fürchtet euch (nicht)!‘ lässt uns überrascht innehalten und nachdenklich werden. Der wichtigste Teil des Heilversprechens wird in Klammern gesetzt und so (fast) ins Gegenteil verkehrt. Was ist mit diesem offensichtlichen Verweis auf den Verkündigungsengel gemeint? Spielerisch, mit Liebe zum Detail und voller Phantasie laden die Künstler Böhler & Orendt und Sebastian Tröger dazu ein, uns mit Fragen nach Moral, gesellschaftlichen Verpflichtungen, der menschlichen Natur und allgemein dem Zustand der Welt auseinanderzusetzen.
Ein besonderer Dank für die Unterstützung der Ausstellung geht an den Verein Ausstellungshaus für christliche Kunst e.V., München, als auch an Dr. Michael Laitman, Basilis Neururer, Andreas Speiser, CircleXperience und Experimonde.
Künstler*innen Markus Bacher, Judith Egger, Monika Huber, Nicolas Humbert / Werner Penzel, Bettina Khano, Robert Lax, Christof Salzmann, Yukara Shimizu, Erik Sturm, Viron Erol Vert, Leo Zogmayer
Neue Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag, 12 bis 18 Uhr
„Wenn man unter Ewigkeit nicht unendliche Zeitdauer, sondern Unzeitlichkeit versteht, dann lebt der ewig, der in der Gegenwart lebt.“ (Ludwig Wittgenstein)
Das Heute erscheint schneller und dichter, denn wir nehmen nicht mehr nur ein begrenztes Umfeld wahr, sondern sind durch die digitale Vernetzung an vielen Orten der Welt zur selben Zeit. Ein Innehalten und das bewusste Erleben des Moments drosselt das sich schnell drehende Rad der Zeit. Durch verschiedene künstlerische Ansätze findet eine visuelle Annäherung an den Begriff der Ewigkeit statt. Nicht nur das Verhältnis von Mensch und (seiner Lebens-)Zeit wird in Installationen, Videos, Fotografien, Gemälden und Skulpturen hinterfragt. Neue Denkräume wollen geöffnet werden. Wo findet Ewigkeit statt und wie ist sie darstellbar? Der Mensch ist auf der Suche nach Antworten auf die ungelösten Rätsel des menschlichen Daseins, die uns heute wie damals bewegen, denn Ewigkeit lässt auch immer an Endlichkeit denken: Was ist Sinn und Ziel unseres Lebens? Was ist der Tod? Und schließlich: Was ist jenes letzte und unsagbare Geheimnis unserer Existenz – woher kommen wir und wohin gehen wir?
Eröffnung der neuen Räumlichkeiten Finkenstraße 4 Open Art 2016
Zur Vernissage der Ausstellung am Freitag, 9. September 2016, 18 bis 21 Uhr laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein.
19:30 Uhr Begrüßung: Dr. Walter Zahner, 1. Vorsitzender Einführung: Benita Meißner Der Künstler ist anwesend.
Katalogpräsentation
Die Ausstellung wird unterstützt vom Verein Ausstellungshaus für christliche Kunst e.V., München sowie durch das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst.
In Ergänzung zeigt Federkiel im Luitpoldblock die erste externe Präsentation der von Erwin Wortelkamp 1986 begonnenen Kultur- und Skulpturenlandschaft ‚im Tal‘. Weitere Informationen finden Sie auf federkiel.org
Erwin Wortelkamp ( *1938 in Hamm/Sieg) reagiert mit einer großformatigen neuen Skulpturengruppe auf die Herausforderung des neuen Galerieraums der DG in der Finkenstraße. In einem Nebeneinander von Papierarbeiten und Skulpturen der letzten Jahrzehnte wird das Werk des Künstlers in München vorgestellt.
Seit fast 40 Jahren geht der Künstler mit seinen Skulpturen auf Räume und auf Umgebungen ein, sei es im Innen- oder Außenraum. Dabei beweist er sich stets seine eigene Behauptung: „Skulpturen suchen und finden ihren Ort.“ Spannungsreich sind die wechselnden Bezüge der autonom bleibenden Werke im Hinblick auf den Umraum und auf den Betrachter. Seit 1986 entstehen alle seine Arbeiten auf Papier in Italien. Die jeweiligen Werkgruppen zeigen sehr unterschiedliche Gestaltungsinteressen, teils in intensiven oder ganz stillen Farbigkeiten. Stets aber nutzt der Künstler das Papier wie ein Bildhauer, indem er „skulpierend“ und einschneidend in das Material eingreift und in die vielschichtigen Farbwelten, die er mit Pigment, Leinöl und Terpentin erzeugt.
Ausstellungsansichten ‚Erwin Wortelkamp‘ 2016, Galerie der DG Fotos: Werner J. Hannappel
JUDITH ALBERT „Maria breit den Mantel aus (East End)“ Video-Installation (2011/ 2016, Video, 2 Minuten)
Installation zu sehen vor dem Hauptportal nach Einbruch der Dunkelheit
bis zum 20.11.2016
Ausstellungsort: St. Paul, St.-Pauls-Platz 11, 80336 München
Die 1969 in Sarnen (Ch) geborene und in Zürich lebende Künstlerin Judith Albert nähert sich in ihren Videoarbeiten mitten in alltäglichen Situationen sehr sensibel grundmenschlichen Fragestellungen, die immer auch den Blick auf spirituelle Dimensionen eröffnen.
Im Rahmen der Kunstinstallation „Die Gabe“ zum Heiligen Jahr der Barmherzigkeit von Dezember 2015 bis Anfang Februar 2016 in St. Paul wurde bereits die Videoarbeit „lichtundschatten“ der Künstlerin im hinteren linken Seitenschiff gezeigt: Der Schatten einer segnenden Priester-Statue in Genua hatte auch bedrohliche Anmutung. Im Zusammenhang zum Heiligen Jahr warf dies Fragen auf nach einem „Gefälle“ von „oben“ und „unten“ bezüglich Werken der Barmherzigkeit bzw. nach der Möglichkeit einer Barmherzigkeit auf Augenhöhe.
In Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst, e.V. in Fortführung des Ausstellungsprojektes „Die Gabe“ zum Heiligen Jahr der Barmherzigkeit
Installation und Gespräch „Maria breit den Mantel aus (East End)“
Donnerstag, 10.11.2016, 17.00 Uhr
Zugänge zum Mantel der Barmherzigkeit anhand der Videoarbeit „Maria breitet den Mantel aus“ von Judith Albert
Begegnung mit dem Kunstwerk
Impulse im Kirchenraum mit musikalischer Gestaltung durch Peter Gerhartz und Bettina Ullrich
Podiumsdiskussion „Barmherzigkeit – wessen Mantel für wen?“
in der Boutique/ Schneiderei / Café „NÄHWERK“ des Weißen Raben in der Schwanthalerstr. 79
mit herzlicher Einladung zu schlichter Bewirtung.
Eine Kooperation des Fachbereichs Kunstpastoral mit der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst, dem Fachbereich Seniorenseelsorge der Erzdiözese und dem Münchner Bildungswerk
Installationen im Dialog mit dem Mittelalter Öffnungszeiten: Di. – Fr. 12 bis 19 Uhr
Eine Kooperation zwischen dem Bayerischen Nationalmuseum und der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst e.V.
Christoph Brech inszeniert in den Räumen des Bayerischen Nationalmuseums 21 Video‑, Sound- und Rauminstallationen. Der 1964 geborene Künstler greift ikonographische Themen auf, setzt sie bildlich um oder interpretiert sie neu.
Seine Arbeiten stellen überraschende Bezüge in formaler als auch inhaltlicher Hinsicht her, die sich manchmal erst auf den zweiten Blick erschließen. Räume und Objekte werden neu inszeniert, einzelne Museumsstücke verfremdet, durch besondere Beleuchtung oder veränderte Stellung hervorgehoben, andere mit Klanginstallationen zum Leben erweckt. Zur gleichen Zeit wird in der Galerie der DG ein Zyklus von Fotografien gezeigt, die Christoph Brech 2015 und 2016 während seiner vielen Besuche im Bayerischen Nationalmuseum aufgenommen hat. Wichtiger Bestandteil der Kooperation sind zwei Leihgaben des Bayerischen Nationalmuseums, die vom Künstler in den Galerieräumen neu in Szene gesetzt werden.
Die Galerie der DG zeigt zwei neuen Werkzyklen von Sofie Bird Møller. In ihrem Werk konzentriert sich die dänische Künstlerin auf die Frage nach Identität und Authentizität, die sie in einem spannungsreichen Gegenüber von Oberfläche und Inhalt sowie Sehen und Verhüllen kommentiert. Mit der partiellen Übermalung des Vorgefundenen entstehen nicht nur neue Bilder, sondern der Betrachter findet Ungeahntes zwischen Sehen und Nicht-Sehen. Eine dänische Bibel aus dem Jahr 1855 mit 82 Stahlstichen wurde von Bird Møller als Grundlage der ersten neuen Serie in der Ausstellung. Bedeutende Elemente der Originale werden retouchiert bzw. Stellen durch feine Schraffierungen hinzugefügt, so dass sich die Lesart der biblischen Motivik in den Bildern verschiebt und eine neue, teils surreale Sicht auf die Inhalte der historischen Bibel zulässt. Diese Serie wird durch zwei großformatige Arbeiten auf Stoff von 2012 im hinteren Ausstellungsraum ergänzt.
Veranstaltungen:
Galerie der DG
Dienstag, 15. März 2016, 19 Uhr Das Bild in der Bibel Bildvortrag von Bernhard Bach
Dienstag, 5. April 2016, 19 Uhr Buchpräsentation und Künstlergespräch
Mittwoch, 20. April 2016, 19 Uhr Welche Bilder braucht die Bibel heute? Gesprächsrunde zwischen Künstlern und Theologen
Samstag, 23. April 2016, 12 bis 16 Uhr Finissage mit Führungen
St. Lukas
Mittwoch, 2. März 2016, 19.30 Uhr Eröffnung der Kunstinstallation ‚Nachtlicht‘ mit musikalischem Dialog
Sonntag, 6. März 2016, 20 Uhr Gottesdienst zur Ausstellung mit Pfarrerin Beate Frankenberger
Samstag, 12. März 2016, 20 Uhr J.S. Bach ‚Passions-Pasticcio‘ Lukas-Chor und Orchester, Leitung: Tobias Frank
Eröffnung: Mittwoch, 2. März 2016, 19.30 Uhr mit musikalischem Dialog
Parallel zur Ausstellung „Sofie Bird Møller. Ex Biblia“ wird in der Evangelischen Kulturkirche St. Lukas die Installation „Nachtlicht“ in der Passionszeit vom 3. bis 22. März 2016 präsentiert. Die Künstlerin zeigt in einer raumfassenden Installation acht stark vergrößerte Motive aus einem Emblembuch von 1717. Die Ausstellung ist eine Kooperation zwischen der Evangelischen Kulturkirche St. Lukas München und der Galerie der DG.
Weitere Veranstaltungen:
Sonntag, 6. März 2016, 10 Uhr Gottesdienst zur Ausstellung mit Pfarrerin Beate Frankenberger
Samstag, 12. März 2016, 20 Uhr J.S. Bach „Passions-Pasticcio„ Lukaschor und Orchester, Leitung: Tobias Frank
St. Lukas Mariannenplatz 3 80538 München täglich geöffnet von 9 bis 17 Uhr