Der ‚Hortus Conclusus‘, der umfriedete Garten, war eines der beliebtesten Motive in der Kunst des Mittelalters, indem im Rückgriff auf das Hohelied des Salomos die Jungfrau Maria als fruchtbarer, verschlossener Garten gedeutet wurde.
Das vorliegende Buch befasst sich mit den biblischen Wurzeln des Gartenmotivs und dem hortus conclusus in der Kunstgeschichte. Es legt die Bedeutung des Gartens als Vision vom Paradies und als Kontemplationsund Rekreationsraum in der klösterlichen Klausur heute dar.
Basierend auf Idee und Konzept von Nele Ströbel besuchten zwischen Juli und Oktober 2006 die Fotografin Ulrike Myrzik und die Bildhauerin die »horti conclusi« von 15 Frauenklöstern. Über Gespräche mit den Ordensfrauen, Fotografien, Zeichnungen und deren Umsetzung in plastische Arbeiten spürten sie den Fragen »Wie kann ein Ort Erinnerung speichern?« »Gibt es spezielle Maß- und Ordnungssysteme der umfriedeten Gärten?« »Wie kann Spiritualität im 21. Jahrhundert gelebt und räumlich erfahren werden?« nach. Die abgebildeten Einblicke und Eindrücke schlagen den Bogen zu der zeitgenössischen künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Thema.
Stationen der Wanderausstellung Deutsche Gesellschaft christlicher Kunst, München, 2006 Diözesanmuseum, Regensburg, 2007 Diözesanmuseum, Paderborn, 2007 Kurfürstlichen Schloss, Bonn, 2007 Kloster St. Marienstern, Panschwitz-Kuckau, Sachsen, 2008 Schwäbische Galerie/im Volkskundemuseum Oberschönenfeld bei Augsburg, 2009 Der kreisende Hortus im Kunstforum Herz Jesu Köln, 2010
Weitere Informationen zu Nele Stroebel finden Sie hier.
Deutscher Kunstverlag München Berlin ISBN 978–3‑422–06658‑8
Die Herausgeber*innen Nele Ströbel, Lebt und arbeitet in München. M.A. Studium der keramischen Plastik und Bildhauerei an der Hochschule für Angewandte Kunst Wien, Diplom Magister Artium. Gastprofessuren in Berlin und München. Zahlreiche Einzelausstellungen und künstlerische Raumarbeiten im architektonischen Kontext. Ist in Kunstsammlungen im In- und Ausland vertreten. Projektpublikationen u.a. spacework-urbanwork, 1998. reparaturen der welt, 2002. imbenge dreamhouse, 2005.
Dr. Walter Zahner, Studium der kath.Theologie in Bamberg, Paris, Münster und München. Leiter der Katholischen Erwachsenenbildung im Bistum Regensburg. Mitglied im Präsidium der DG – Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst e. V.