DG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum DiskursGegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs Gegenwart

Künstlergespräch mit Silvia Hatzl
Doppelpass III
Mi, 26. Juni 2019, 19 Uhr

Wir laden Sie herzlich ein zum Künstlergespräch mit Katalogpräsentation!

Stille über den kalten Fluten des Inns’
Doppelpass III: Silvia Hatzl und C.A. Wasserburger

Mittwoch, den 26.6.2019, um 19 Uhr
Ort: Galerie der DG

Silvia Hatzl im Gespräch mit Benita Meißner

Musikalisches Programm
Das Celloduo Alexandra Kahrer und Sarah Moser (Hochschule für Musik und Theater München, Klasse Prof. Wen-Sinn Yang) gestaltet den Abend musikalisch mit. Gespielt werden Stücke von Boris Blacher (1903–1975), Gaspar Cassado (1897–1966), Hans Werner Henze (1926–2012) und Ennio Morricone (*1928).

Foto: Silvia Hatzl

3+6 Vortragsreihe
Zeitgenössischer Sakralbau
Staab Architekten
2. Juli 2019, 19 Uhr

Umbau Liebfrauenkirche, Dortmund (2011)
Staab Architekten, Berlin
Vortrag: Dipl.-Ing. Thomas Schmidt

Um Anmeldung wird gebeten unter info@dg-galerie.de

Preise
2015 Auszeichnung vorbildlicher Bauten in Nordrhein-Westfalen
2015 Anerkennung – Westfälischer Preis für Baukultur
2014 Auszeichnung Guter Bauten – BDA Dortmund Hamm Unna

Da die Zahl der Gemeindemitglieder der Liebfrauenkirche zunehmend abnahm, wurde 2008 entschieden, diese mit der Propsteigemeinde zusammenzufassen und das neogotische Kirchengebäude, gebaut 1884 von Friedrich von Schmidt (1825–1891, Wien), in neuer Form zu nutzen und somit zu sichern.

Als Ort für Urnenbestattungen bleibt die Kirche nicht nur den Gläubigen als sakraler Raum erhalten, sondern auch als ein Baudenkmal, das mit seinem backsteinernen Turmhelm die Silhouette der Stadt seit 130 Jahren prägt. Volker Staab fügte dem historistischen Bauwerk durch seinen Umbau eine eigenständige Raumidee hinzu, die als herausragendes Beispiel zeitgenössischer Architektur der Gegenwart rezipiert wird.

In der friedhofsähnlichen, flächigen Anordnung des Urnenfeldes in Haupt- und Seitenschiffen der Stufenhalle wird eine Analogie zu der traditionellen Erdbestattung gesucht, bei der durch die Übergabe des Leichnams an die Erde der Kreislauf von Leben und Tod versinnbildlicht wird. Andererseits wird durch die nur ca. 80 cm hohe Installation der bestehende Kirchenraum räumlich und atmosphärisch wenig beeinträchtigt. Die blockhaft wirkenden Körper aus Baubronze ordnen sich um die acht Pfeiler des Langhauses und schaffen auf diese Weise kleinere Räume im Kirchenschiff, die das Auffinden einer Grabstätte erleichtern.

Die Architekten haben Sitzbänke in die Bronzeblöcke integriert, die zur ruhigen Zwiesprache mit den Toten einladen. Trost spendet nicht zuletzt das Licht, das die farbige Verglasung vor allem des südlichen Seitenschiffs in die Grabeskirche bringt.


Zur Reihe 3+6
Reduktion und Erneuerung von Sakralbauten

In der Vortragsreihe der DG 2019 stellen Architekturbüros ihre neuesten Projekte im Bereich Kirchenumbauten und Kapellen vor. Kapellen, kleine Andachtsräume, die oftmals auf Privatinitiativen zurückgehen, haben eine lange Tradition und erfahren gerade in den letzten Jahrzehnten wieder großen Zuspruch. Sie werden genutzt als Orte der Zuflucht und Stille und werden nicht als Bastionen des Glaubens angesehen. So bilderlos der neue Sakralbau ist, so präzise werden Architektur und künstlerische Beiträge geplant.

Die Kirche untersteht dem Wandel gesellschaftlicher Werte sowie demografischer und finanzieller Rahmenbedingungen. Das geht nicht selten mit neuen Aufgaben für den Kirchenraum einher, der baulichen Veränderungen unterzogen werden muss. Teilprofanierungen oder Verkleinerungen von Kirchenräumen sind Aufträge, mit denen Architekten immer häufiger konfrontiert werden.

DG Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst e.V.
Finkenstraße 4
80333 München

+49 (0)89 282548 Telefon
info@dg-galerie.de
www​.dg​-galerie​.de

3+6 Vortragsreihe
Zeitgenössischer Sakralbau
Florian Nagler Architekten
13. November 2019, 19 Uhr

Florian Nagler Architekten, Wiederaufbau St. Martha, Chor mit Abendmahltisch und Ambo, Nürnberg, 2018 

Projekt: Wiederaufbau St. Martha
Nürnberg, 2018
Florian Nagler Architekten, München

Um Anmeldung wird gebeten unter info@dg-galerie.de

Im Jahr 2014 ist die 1385 eingeweihte St. Marthakirche in Nürnberg aus ungeklärten Gründen abgebrannt. Dabei ging auch der bauzeitliche historische Dachstuhl über dem Hauptkirchenraum verloren. Im Rahmen eines Wettbewerbs haben wir vorgeschlagen, die Kirche in der alten Außenkontur wiederaufzubauen. Im Inneren entsteht dagegen im Zusammenspiel mit der historischen Natursteinkonstruktion ein neuer Raum, der durch eine zeitgenössische Holzkonstruktion geformt und geprägt wird, die über die reine Tragfunktion hinaus auch akustische Funktionen übernimmt, um den Anforderungen an die besondere Akustik des ursprünglichen Kirchenraums gerecht zu werden. Für die neue Dachkonstruktion wurden ausschließlich unverleimte Vollhölzer verwendet.

An der Westgiebelwand, wo die Orgel gebrannt und die größte Hitzeentwicklung verursacht hatte, war das große, mittlere Maßwerkfenster irreparabel beschädigt und wurde durch ein Neuteil ersetzt. Der Einbau der neuen Orgel erfolgte zeitversetzt, sobald sich nach der beendeten Baustelle ein stabiles Raumklima eingestellt hatte. Der Boden besteht aus diffusionsoffenem Stampflehm, der auf dem vorgefundenen historischen Bodenbelag aufgebracht wurde. Im Bodenaufbau ist eine Fußbodenheizung und eine induktive Höranlage integriert. Die historischen Buntglasfenster im Chor waren zum Zeitpunkt des Brandes zur Aufarbeitung geborgen worden und konnten folglich an ihrem ursprünglichen Ort wieder eingebaut werden.


Zur Reihe 3+6
Reduktion und Erneuerung von Sakralbauten

In der Vortragsreihe der DG 2019 stellen Architekturbüros ihre neuesten Projekte im Bereich Kirchenumbauten und Kapellen vor. Kapellen, kleine Andachtsräume, die oftmals auf Privatinitiativen zurückgehen, haben eine lange Tradition und erfahren gerade in den letzten Jahrzehnten wieder großen Zuspruch. Sie werden genutzt als Orte der Zuflucht und Stille und werden nicht als Bastionen des Glaubens angesehen. So bilderlos der neue Sakralbau ist, so präzise werden Architektur und künstlerische Beiträge geplant.

Die Kirche untersteht dem Wandel gesellschaftlicher Werte sowie demografischer und finanzieller Rahmenbedingungen. Das geht nicht selten mit neuen Aufgaben für den Kirchenraum einher, der baulichen Veränderungen unterzogen werden muss. Teilprofanierungen oder Verkleinerungen von Kirchenräumen sind Aufträge, mit denen Architekten immer häufiger konfrontiert werden.

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Foto
PK Odessa

3+6 Vortragsreihe
Architekt*innen zu Reduktion
und Erneuerung von Sakralbauten

In der Vortragsreihe der DG 2019 stellen Architekturbüros ihre neuesten Projekte im Bereich Kirchenumbauten und Kapellen vor. Kapellen, kleine Andachtsräume, die oftmals auf Privatinitiativen zurückgehen, haben eine lange Tradition und erfahren gerade in den letzten Jahrzehnten wieder großen Zuspruch. Sie werden genutzt als Orte der Zuflucht und Stille und werden nicht als Bastionen des Glaubens angesehen. So bilderlos der neue Sakralbau ist, so präzise werden Architektur und künstlerische Beiträge geplant.

Die Kirche untersteht dem Wandel gesellschaftlicher Werte sowie demografischer und finanzieller Rahmenbedingungen. Das geht nicht selten mit neuen Aufgaben für den Kirchenraum einher, der baulichen Veränderungen unterzogen werden muss. Teilprofanierungen oder Verkleinerungen von Kirchenräumen sind Aufträge, mit denen Architekt*innen immer häufiger konfrontiert werden.

Um Anmeldung für die einzelnen Vorträge wird gebeten unter info@dg-galerie.de

Termine

Mittwoch, 30. Januar 2019, 19 Uhr
Kunze Seeholzer Architekten
St. Benedikt, Kapelle (2007)

Dienstag, 26. Februar 2019, 19 Uhr
Hollenbeck Architekten
Umbau der Christuskirche in Köln (2016)

Dienstag, 26. März 2019, 19 Uhr
Meixner Schlüter Wendt Architekten
Umbau Dornbuschkirche, Frankfurt am Main (2006)

Mittwoch, 10. April 2019, 19 Uhr
bayer | uhrig Architekten
Neubau ökumenischer Pavillon, Landesgartenschau Landau (2015)

Dienstag, 4. Juni 2019, 19 Uhr
Kissler + Effgen
Umbau St. Bartholomäus, Köln (2014)

Dienstag, 2. Juli 2019, 19 Uhr
Staab Architekten
Umbau Liebfrauenkirche, Dortmund (2011) 

Dienstag, 15. Oktober 2019, 19 Uhr (ENTFÄLLT)
Christ & Gantenbein
Umbau Swiss Church, London (2010)

Mittwoch, 13. November 2019, 19 Uhr
Florian Nagler Architekten
Wiederaufbau St. Martha, Nürnberg (2018)

Mittwoch, 4. Dezember 2019, 19 Uhr
Innauer-Matt Architekten
Neubau Kapelle Wirmboden, Schnepfau/Vorarlberg (2016)

Aschermittwoch der Künstler*innen
im Münchner Dom
Kunstbeitrag: Empfangshalle

Wir freuen uns anzukündigen, dass beim diesjährigen Aschermittwoch der Künstler*innen die Waschstation zum Einsatz kommt, die vom 9. September bis 11. November 2017 im Rahmen der Ausstellung ‚Wäsche‘ in St. Paul erstmals in Betrieb genommen wurde. Das dort aufgezeichnete Video war zeitgleich in der Ausstellung in der Galerie der DG zu sehen.

Die Feier des Aschermittwoch-Gottesdienstes mit Erzbischof Reinhard Kardinal Marx findet
am 6. März 2019 um 17:30 Uhr im Münchner Dom Zu Unserer Lieben Frau statt.

Die Gestaltung steht unter dem thematischen Fokus „Reinigung“: Es wird die Arbeit „Waschende Hände“ des Künstlerduos EMPFANGSHALLE – Michael Gruber und Corbinian Böhm – zu sehen sein, eine ‚Waschstation‘ an der sich immer zwei Menschen gegenseitig je eine Hand waschen, was im Video festgehalten wird.

Ab 16:30 Uhr können Sie die Waschstation im hinteren Teil der Kirche besuchen; Videos der waschenden Hände werden in die Gestaltung des Gottesdienstes einfließen. Herzlich bitten wir Sie rechtzeitig vor Beginn die Plätze einzunehmen, da im Dom keine Plätze reserviert werden.

Das Video zum Waschgang auf dem Kirchenfenster von St. Paul von 2017 finden Sie hier:

© EMPFANGSHALLE, Kamera: Frank Sauer

Künstlerinnengespräch
mit Brigitte Kowanz
Mi, 13. März 2019, 19 Uhr

Freie Konzeption und Auftrag‘

Brigitte Kowanz im Gespräch mit Benita Meißner

und

Musikalisches Programm mit Studierenden der Hochschule für Musik und Theater München:

Flöten Duo mit Rafael Adobas und Riccardo Cellacchi

Duett von W.F. Bach
3. Fantasie von Telemann
Sequenza von L. Berio
Image, E. Bozza
Duett von J.B. de Boismortier

 

Abendliche Führung
‚Sichtlinien des Möglichen’
Di, 2. April 2019, 18 Uhr

Wir laden Sie herzlich ein zu unserer nächsten Abendführung!
Brigitte Kowanz – ‚Sichtlinien des Möglichen‘

Dienstag, 2. April 2019, 18 Uhr
Führung: Dr. Hanne Borchmeyer
Im kleinen Kreis kommen wir über die Kunstwerke ins Gespräch.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Brigitte Kowanz
Sichtlinien des Möglichen2019
Neon, Spiegel, Zweiwegspiegel
3 Kuben, je 45 x 45 x 45 cm
Foto: Studio Kowanz, © Bildrecht, Wien 2018

Foto: Gerald von Foris

3+6 Vortragsreihe
Zeitgenössischer Sakralbau
Meixner Schlüter Wendt Architekten
26. März 2019, 19 Uhr

Meixner Schlüter Wendt Architekten: Teilrückbau mit Neugestaltung der Dornbuschkirche, 2005

Um Anmeldung für die einzelnen Vorträge wird gebeten unter info@dg-galerie.de

Hohe Unterhaltskosten und ein Rückgang der Gemeindemitglieder zwangen die Kirche, über eine veränderte Nutzung nachzudenken. Eine Studie der Meixner Schlüter Wendt Architekten zeigte, dass es möglich war, den Kirchenbau von 1962 (Architekten: Ernst Görcke und Ludwig-Eberhard Müller, beide Frankfurt am Main, drastisch zu verkleinern. Der neue gewonnene Raum konzentriert sich auf den ehemaligen Altarraum, der von einer neu erstellten Südwand begrenzt wird. Deren plastische Struktur spiegelt mit „Stanzungen“ bzw. „Abdrücken“ entfernte Teile wie Eingangsfassade, Altar und Empore des alten, niedergelegten Ensembles wider. Der Abdruck einer Form ist ein Verweis auf etwas scheinbar Abwesendes und in diesem Sinne kohärent mit transzendenten Inhalten. Auf dem vielfältig nutzbaren Kirchenvorplatz machen die Architekten die Größe des einstigen Langhauses über Bodenmarkierungen im Asphalt ablesbar.

Der neue zentrale Kirchenbau unterstreicht das 125 qm große Bleiglasfenster, welches Hans Adam (1919–2007, Aachen) 1958 für den von Beton geprägten ursprünglichen Bau geschaffen hatte.

Der Innenraum der neuen Kirche wurde durchgreifend umgestaltet. Die zwei Stufen der ehemaligen Altarinsel wurden beseitigt, der helle Steinboden durch dunkles Holzparkett ersetzt und alle Prinzipalstücke ausgetauscht.

Zur Reihe 3+6
Reduktion und Erneuerung von Sakralbauten

In der Vortragsreihe der DG 2019 stellen Architekturbüros ihre neuesten Projekte im Bereich Kirchenumbauten und Kapellen vor. Kapellen, kleine Andachtsräume, die oftmals auf Privatinitiativen zurückgehen, haben eine lange Tradition und erfahren gerade in den letzten Jahrzehnten wieder großen Zuspruch. Sie werden genutzt als Orte der Zuflucht und Stille und werden nicht als Bastionen des Glaubens angesehen. So bilderlos der neue Sakralbau ist, so präzise werden Architektur und künstlerische Beiträge geplant.

Die Kirche untersteht dem Wandel gesellschaftlicher Werte sowie demografischer und finanzieller Rahmenbedingungen. Das geht nicht selten mit neuen Aufgaben für den Kirchenraum einher, der baulichen Veränderungen unterzogen werden muss. Teilprofanierungen oder Verkleinerungen von Kirchenräumen sind Aufträge, mit denen Architekten immer häufiger konfrontiert werden.

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3+6 Vortragsreihe
Zeitgenössischer Sakralbau
Hollenbeck Architektur
26. Februar 2019, 19 Uhr

Vortrag über den Umbau der Christuskirche in Köln (2016)

Die Christuskirche wurde von 1891 bis 1894 als erste evangelische Kirche in Köln gebaut, die aus eigenen Mitteln finanziert werden konnte. Ursprünglich wurde sie im Stil der Neugotik entworfen, nach Plänen der Architekten August Hartel (1844–1890, Krefeld) und Skjøld Neckelmann (1854–1903, Stuttgart). Das Kirchenschiff, zerstört 1944, wurde 1951 als provisorische Saalkirche von Dr. Ing. Leonhard Schulze und Dr. Ing. Wilhelm Hesse (beide Köln) wieder aufgebaut.

Viele Kirchenaustritte und zu hohe Betriebskosten zwangen die Gemeinde zum Handeln, und 2014 wurde das Langschiff abgerissen und nach Plänen von Walter Maier und Klaus Hollenbeck eine Wohn – und Geschäftsanlage errichtet. Der Kirchturm selbst blieb mit einem kleinen Gemeinderaum erhalten. Die Verkleinerung des Kirchenraums bedeutet die Reduktion auf das Wesentliche. Gleichzeitig ist die Sichtbarmachung der Liturgie sowie eine sakrale Atmosphäre gewährleistet.

Links und rechts des Turmes entstand jeweils ein fünfgeschossiger Flügel mit Mietwohnungen, Büroflächen und Gemeinderäumen, die sich in Richtung Stadtgarten öffnen. Den Architekten ist dabei ein spannender Zusammenstoß von einem Patina-verdunkelten Sandsteinaltbau mit einem weiß verputzten Neubau gelungen. Wie eine Klammer legt sich das Wohn- und Geschäftsgebäude um den erhaltenen Kirchturm und bildet einen Innenhof. Mit leicht angewinkelten Außenwänden öffnet sich dieser Klammerhof zum Himmel, während er sich an den Flanken zum Altbau verengt.

Die Außenwände des Neubaus bilden zugleich die Innenwände des reduzierten Kirchenbaus und erwecken den Eindruck eines überdimensionierten Dachs. Auch hier, komplett weiß verputzt, kontrastieren die neuen Strukturen mit den alten Fragmenten des Chorbereichs. Den Gedanken eines Kontrasts nicht nur zwischen Bestand und Neubau, sondern auch zwischen Sakral- und Profanbau formulieren Hollenbeck und Maier über die auffällige neue Front der Kirche aus Cortenstahl. Eingestanzte Kreuze stellen eine frei interpretierte Weltkarte dar, in der die Kontinente verschmelzen.

Das Projekt wurde 2017 mit dem Iconic Award und 2018 mit dem German Design Award ausgezeichnet.


Zur Reihe 3+6

Reduktion und Erneuerung von Sakralbauten

In der Vortragsreihe der DG 2019 stellen Architekturbüros ihre neuesten Projekte im Bereich Kirchenumbauten und Kapellen vor. Kapellen, kleine Andachtsräume, die oftmals auf Privatinitiativen zurückgehen, haben eine lange Tradition und erfahren gerade in den letzten Jahrzehnten wieder großen Zuspruch. Sie werden genutzt als Orte der Zuflucht und Stille und werden nicht als Bastionen des Glaubens angesehen. So bilderlos der neue Sakralbau ist, so präzise werden Architektur und künstlerische Beiträge geplant.

Die Kirche untersteht dem Wandel gesellschaftlicher Werte sowie demografischer und finanzieller Rahmenbedingungen. Das geht nicht selten mit neuen Aufgaben für den Kirchenraum einher, der baulichen Veränderungen unterzogen werden muss. Teilprofanierungen oder Verkleinerungen von Kirchenräumen sind Aufträge, mit denen Architekten immer häufiger konfrontiert werden.

Um Anmeldung für die einzelnen Vorträge wird gebeten unter info@dg-galerie.de

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Die nächsten Termine:

Dienstag, 26. März 2019, 19 Uhr
Meixner Schlüter Wendt Architekten
Umbau Dornbuschkirche, Frankfurt am Main (2006)

Mittwoch, 10. April 2019, 19 Uhr
bayer | uhrig Architekten
Neubau ökumenischer Pavillon, Landesgartenschau Landau (2015)

Dienstag, 4. Juni 2019, 19 Uhr
Kissler + Effgen
Umbau St. Bartholomäus, Köln (2014)

Dienstag, 2. Juli 2019, 19 Uhr
Staab Architekten
Umbau Liebfrauenkirche, Dortmund (2011) 

Dienstag, 15. Oktober 2019, 19 Uhr
Christ & Gantenbein
Umbau Swiss Church, London (2010)

Mittwoch, 13. November 2019, 19 Uhr
Florian Nagler Architekten
Wiederaufbau St. Martha, Nürnberg (2018)

Mittwoch, 4. Dezember 2019, 19 Uhr
Innauer-Matt Architekten
Neubau Kapelle Wirmboden, Schnepfau/ Vorarlberg (2016)

3+6 Vortragsreihe
Zeitgenössischer Sakralbau
Kunze Seeholzer
30. Januar 2019, 19 Uhr

Kunze Seeholzer Architekten, St. Benedikt, Kapelle (2007)

In der Tradition der Stiftskapellen konnte die Kapelle St. Benedikt inmitten des Parks einer ehemaligen Spinnerei realisiert werden. Das klassische Bild einer Kirche mit Kirchturm wurde aufgenommen und zeitgenössisch neu interpretiert. Auf Fensteröffnungen in den Wänden wurde bewusst verzichtet, um den Raum ausschließlich mit Zenithlicht zu inszenieren. Durch umlaufende Oberlichter löst sich der Raum nach oben hin auf, die Decke scheint zu schweben. Das Projekt wurde 2008 mit dem internationalen Sakralbaupreis der Fondazione „Frate Sole“ ausgezeichnet.

Zur Reihe 3+6

Reduktion und Erneuerung von Sakralbauten

In der Vortragsreihe der DG 2019 stellen Architekturbüros ihre neuesten Projekte im Bereich Kirchenumbauten und Kapellen vor. Kapellen, kleine Andachtsräume, die oftmals auf Privatinitiativen zurückgehen, haben eine lange Tradition und erfahren gerade in den letzten Jahrzehnten wieder großen Zuspruch. Sie werden genutzt als Orte der Zuflucht und Stille und werden nicht als Bastionen des Glaubens angesehen. So bilderlos der neue Sakralbau ist, so präzise werden Architektur und künstlerische Beiträge geplant.

Die Kirche untersteht dem Wandel gesellschaftlicher Werte sowie demografischer und finanzieller Rahmenbedingungen. Das geht nicht selten mit neuen Aufgaben für den Kirchenraum einher, der baulichen Veränderungen unterzogen werden muss. Teilprofanierungen oder Verkleinerungen von Kirchenräumen sind Aufträge, mit denen Architekten immer häufiger konfrontiert werden.

Um Anmeldung für die einzelnen Vorträge wird gebeten unter info@dg-galerie.de

DG Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst e.V.
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