
Herzliche Einladung zum Gespräch
„Kierkegaard – Ewige Seligkeit“
Dr. Markus Kleinert, Leiter der Kierkegaard-Forschungsstelle
am Max-Weber-Kolleg der Universität Erfurt
und Benita Meißner, Kuratorin
Donnerstag, 2. Februar 2017, 19 Uhr

Herzliche Einladung zum Gespräch
„Kierkegaard – Ewige Seligkeit“
Dr. Markus Kleinert, Leiter der Kierkegaard-Forschungsstelle
am Max-Weber-Kolleg der Universität Erfurt
und Benita Meißner, Kuratorin
Donnerstag, 2. Februar 2017, 19 Uhr

Sie sind herzlich eingeladen zu
„Razan Zeitouneh – Und eines Tages reise ich nach Italien!“
vorgetragen von Julia Cortis
Im Anschluss
Künstler und Theologen im Zwiegespräch
Monika Huber im Gespräch mit Reinhard Lambert Auer, Kunstbeauftragter der evangelische Landeskirche Württemberg
Moderation
Benita Meißner
Im Rahmen der Gruppenausstellung „In Ewigkeit“ liest Julia Cortis (www.juliacortis.de) aus Texten und Blogeinträgen der Menschenrechtsaktivistin Razan Zeitouneh. Die syrische Rechtsanwältin und Journalistin, Gründerin der Internet-Plattform SHRIL (Syrian Human Rights Information Link) und des Violations Documentation Center (VDC) wurde am 9. Dezember 2013 nahe Damaskus entführt – seitdem fehlt jede Spur von ihr.
Monika Huber erhielt den 2. Kunstpreis der evangelischen Landeskirche Württemberg für ihr Video „CAPTURED“. Ein imaginärer Stift zeichnet Gesichter und Körper nach, während Namen von Mädchen genannt werden. Bald erkennt der Betrachter, dass es sich um eine Wiedergabe der 2014 von der Islamistengruppe Boko Haram entführten nigerianischen Schulmädchen handelt – ein Bild, das um die Welt ging. In der Ausstellung der DG sind Übermalungen von Pressebildern zu sehen. Auch hier schafft die Künstlerin einen Abstand zum eigentlichen Ereignis; es entstehen neue kodierte Bildgestalten. „Ewig“ verschollene Personen bilden ein Kaleidoskop der Angst, das von Geschehnissen auf der ganzen Welt zeugt.

Abt Andreas Range O. Cist. und Erwin Wortelkamp lassen uns teilhaben an ihrem Austausch über Kunst im sakralen Raum.
Die Abtei Marienstatt ist bekannt als ein Ort des Glaubens, der Spiritualität und der klassischen Kunst. Was viele Menschen nicht wissen: Sowohl das Zisterzienserkloster als auch das dazugehörende private Gymnasium beheimaten zunehmend zeitgenössische Kunst. Vor allem Erwin Wortelkamp, dessen Biografie eng mit diesem Ort verknüpft ist, hat dort große Spuren hinterlassen.
Eine Anmeldung ist nicht nötig. Der Eintritt ist kostenfrei.
Nachholtermin:
29.11.2018, 19 Uhr, Meck Architekten
Prof. Andreas Meck stellt in seinem Vortrag unter anderem die erst in diesem Jahr geweihte Pfarrkirche Seliger Pater Rupert Mayer in Poing vor.
Das kantig-kompakte Äußere der Pfarrkirche erhebt sich über einem annähernd quadratischen Grundriss, dominiert in Form und Höhe die städtebauliche Situation und wird zum identifizierbaren Zeichen für Poing. Als Solitär konzipiert, entfaltet die neue Kirche mit ihrer differenzierten, mit hochglänzend weißen Keramikkacheln ummantelten Dachlandschaft skulpturale Kraft. Die variierenden Erhebungen des Daches akzentuieren die verschiedenen liturgischen Bereiche des Innenraums, die auch in der strahlend weiß verputzten Deckenstruktur des Innenraums vollständig ablesbar sind. Sanftes Tageslicht strömt durch ein milchverglastes Oberlicht über das dreiseitig blockhaft aufgestellte Kirchengestühl. Jede Gebäudeseite verfügt über mindestens ein großformatiges Fenster. Selbstbewusst hebt sich die Fassade der erst 2018 geweihten Pfarrkirche vom Dachziegelrot der Umgebungsbebauung ab, während der Erdgeschossbereich sockelartig mit Platten aus Nagelfluh umkleidet ist.
Das Kirchenzentrum Seliger Pater Rupert Mayer ist eines von 27 Projekten, die in der Wanderausstellung ‚Zusammenspiel: Kunst im sakralen Raum‘ vorgestellt werden. In Kooperation mit dem Verein Ausstellungshaus für christliche Kunst (VAH) geht die Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst (DG) den Fragestellungen nach, die sich in dem weiten und hochaktuellen Feld der ‚Kunst im sakralen Raum‘ ergeben. Die Überblicksausstellung widmet sich den Werken, die nach dem Jahr 2000 im katholischen und evangelischen Raum entstanden sind. Es wird veranschaulicht, dass der Kirche als Bewahrerin und Förderin des kulturellen und künstlerischen Erbes auch heute eine wichtige Rolle zukommt. Als Auftraggeberin regt sie nach wie vor kulturelle Leistungen im öffentlichen Raum an und eröffnet den in unserer Gesellschaft notwendigen Diskurs zwischen Glauben und Religion.
Um Anmeldung zu den einzelnen Vorträgen wird gebeten unter info@dg-galerie.de.
Weitere Informationen finden Sie unter www.dg-galerie.de
Die Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst hat in den vergangenen Jahren eine Reihe hochwertiger Ausstellungen zum zeitgenössischen Sakralbau erfolgreich präsentiert. In der Weiterführung wurde im Oktober 2016 eine Vortragsreihe zu ausgewählten Sakralbauten in Deutschland nach 2000 gestartet. Der Titel ‚12+12‘ weist auf das inhaltliche Konzept der Vortragsreihe hin: In zwölf Monaten stellten zwölf Architekten jeweils ein realisiertes Projekt aus dem Sakralbau wie auch ein weiteres Bauwerk von der Antike bis zur Gegenwart vor, das für ihre Arbeitsweise richtungsweisend war.
2016
19.10. Allmann Sattler Wappner Architekten
29.11. Peter Kulka Architektur
2017
18.1. Architekturbüro Paul Böhm
1.2. Kister Scheithauer Gross Architekten und Stadtplaner
22.3. Lederer Ragnarsdóttir Oei
28.3. Schneider+Schumacher
5.4. Sauerbruch Hutton
17.5. Königs Architekten
12.7. Wandel Lorch Architekten
20.9. Schulz und Schulz
26.9. Meck Architekten (fällt aus)
18.10. Brückner & Brückner Architekten
Beginn jeweils um 19 Uhr
In Kooperation mit dem Bund Deutscher Architekten und dem Lehrstuhl für Raumkunst und Lichtgestaltung an der Fakultät für Architektur der Technischen Universität München.

Eröffnung der neuen Galerieräume in der Finkenstraße 4
Erwin Wortelkamp
Einsichten – Ansichten
Eröffnung Freitag, 9.09.2016, von 18 bis 21 Uhr
Samstag, 10.09.2016, von 11 bis 18 Uhr
Sonntag, 11.09.2016, von 11 bis 18 Uhr

Im Rahmen der Ausstellung ‚Überleben – Christoph Brech. Installationen im Dialog mit dem Mittelalter‘ (bis 9. Juli 2016) lädt die Galerie der DG den Pastoraltheologen Prof. Dr. Erich Garhammer (Uni Würzburg) ein, um mit Christoph Brech zu sprechen:
Es wird um die Kooperation mit dem Bayerischen Nationalmuseum gehen, Brechs künstlerischen Werdegang, seine Zeit in Rom, die Gleichwertigkeit von Ton und Bild und das unterschiedliche Reagieren auf sakrale und profane Räume.
Wir freuen uns auf ein spannendes Gespräch und über zahlreiche Zuhörer!
Veranstalter: DG | Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst e.V.
Veranstaltungsort: Galerie der DG, Türkenstraße 16, 80333 München
Im Rahmen der Ausstellung ‚Sofie Bird Møller. Ex Biblia‘ lädt die Galerie der DG vier Gäste aus Wissenschaft, Theologie und Kunst ein, um die Frage zu diskutieren, welche Art von Bildern die Bibel heutzutage benötigt. Darf man von diesen Bildern eine Inspiration für die bildende Kunst erwarten? Sind sie nur Illustration oder stehen sie als künstlerische Positionen für sich? Diese und weitere Aspekte sollen an diesem Abend von unseren Spezialisten unter die Lupe genommen werden.
Teilnehmer:
Silke Rehberg, Künstlerin (Sendenhorst, NRW)
Leo Zogmayer, Künstler (Wien)
Pfarrerin Beate Frankenberger, St. Lukas München
Pfarrer Rainer Hepler, Priester in der Kunstpastoral, Erzdiözese München und Freising
Moderation: Benita Meißner, Kuratorin der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst
Sofie Bird Møller bedient sich in ihrer Kunst vorgefundener Bilder. Auf der Basis populärmedialer Reproduktionen – Fotostrecken in aktuellen Lifestyle-Magazinen, periodische Druckschriften aus dem 19. Jahrhundert, Romanillustrationen, Filme – schafft sie künstlerische Arbeiten, die durch Wegnehmen und Hinzufügen substantielle Eingriffe in die Originale darstellen. Auch die Holzstiche einer dänischen Bibel von 1855 dienen ihr als Vorlage für eine fortlaufende Serie namens Ex Biblia, die auf den ersten Blick an zeitgenössische Bibelgestaltung denken lässt, auf den zweiten jedoch spannungsvolle künstlerische Perspektiven erfahrbar macht.
Die Ausstellung (zu sehen bis 23. April) bildet die Grundlage für eine nähere Betrachtung des biblischen Bildes. Nach einem historischen Exkurs über „Das Bild in der Bibel“ von Bernhard Bach am 15. März werden nun unsere Gäste am 20. April mit der Frage „Welche Bilder braucht die Bibel heute?“ konfrontiert.
Wir sind gespannt auf verschiedene Meinungen, Wünsche und Forderungen und freuen uns über zahlreiche Zuhörer!
Veranstalter: DG | Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst e.V. in Kooperation mit der Erzdiözese München und Freising, Fachbereich Kunstpastoral
Bibelillustrationen von der Reformation bis zur Gegenwart
Die Bibel, das Wort der Heiligen Schrift als Grundlage der christlichen Überlieferung, hat ihre eigene Bedeutung und Geschichte. Auch die Bilder, die Illustrationen zur Bibel, haben im Laufe der Geschichte ihre eigene Bedeutung erworben und gewonnen. In fast allen Jahrhunderten haben sich Maler, Bildhauer, Grafiker und Kupferstecher von der Bibel zu außergewöhnlichen Werken inspirieren lassen.
Wir laden Sie herzlich ein zu einem Bildvortrag und einer kleinen Reise in die Vergangenheit mit Bernhard Bach.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen!
Veranstaltungsort:
St. Pauls Kirche im Rahmen der Kunstinstallation Die Gabe (Teil II)
St.-Pauls-Platz 11, 80336 München
Antje Schiffers Motivation als Künstlerin liegt im Tauschen, im Geben und im Nehmen. In ihren Arbeiten dreht es sich stets um das Tauschgeschäft, einer alten, jedoch in der westlichen Welt nicht mehr üblichen Praxis. Egal ob sie ein Gemälde für eine Beratung mit Roland Berger Strategy Consultants einhandelt, Werkskünstlerin beim Unternehmen ContiTech wird oder Kunsthandel mit Landwirten betreibt – Antje Schiffers macht Geschäfte mit der Kunst, um unterschiedliche Lebens- und Arbeitsbedingungen kennenzulernen. 2010/11 richtete sie mit Thomas Sprenger eine Vorratskammer mit regional hergestellten Lebensmitteln für „Über Lebenskunst“, ein Initiativprojekt der Kulturstiftung des Bundes mit dem Haus der Kulturen der Welt in Berlin, ein.
Gemeinsam mit Dr. Ulrich Schäfert und Benita Meißner spricht sie über die Beschaffung von Lebensmitteln, die Wertschätzung von Tauschgütern und ihren künstlerischen Strategien als Tauschende. Nach dem Gespräch wird es eine von der Künstlerin zubereitete warme Suppe und eine weitere Überraschung geben.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit
Missio. Internationales Katholisches Missionswerk
Führung durch die Ausstellung (18 Uhr) und Gesprächsrunde (19 Uhr), mit:
Ulf Aminde, Künstler „Die Gabe“ (Teil I und II)
Frank Bölter, Künstler „Die Gabe“ (Teil II)
Prof. Dr. Simone Rappel, Missio, Leiterin der Stabsstelle Theologische Grundlagen
Sybille Loew, Münchner Insel, Katholische Theologin, Kunst- und Psychotherapeutin
Dr. Ulrich Schäfert, Leiter Fachbereich Kunstpastoral, Erzdiözese München und Freising
Moderation: Benita Meißner, Kuratorin der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst
Der sich um die Gabe herum auftuende gedankliche Raum öffnet sich in eine Vielzahl gesellschaftlich höchst relevanter Systeme und Felder: Politik, Ökonomie, Soziologie, Theologie. Die Gabe kann hier ebenso liebend sein wie subversiv. Sie besitzt die Kraft, festgestellte Strukturen, Dinge und Menschen in Bewegung zu bringen. Die Gabe ist eine Provokation für unser immer stärker auf reines Effizienzdenken ausgerichtetes Gesellschaftssystem, weil sie die Alleinherrschaft des Monetären unterwandert.
Für viele ist das Geben wesentlich einfacher als das Nehmen, denn die Gabe als Geschenk macht Spaß. Die Gabe als Geschenk wirkt, wo sie angenommen wird, als Geste, die ein Zwischen überbrückt, als ein Grundstein, der Verbindlichkeit schafft. Die Gabe schafft Intensitäten.
Die Gesellschaft bringt immer wieder Unterschiede hervor, daher taucht die Frage auf, wie trotz ungerechter Verteilung ein Ausgleich möglich ist. Im Rahmen der Gruppenausstellung »Die Gabe«, die die Relevanz des Gebens in unserer heutigen Gesellschaft untersucht, setzten sich die Teilnehmer der Gesprächsrunde mit dem Begriff der Solidarität auseinander und erläutern ihre persönliche Vision der Solidarität. Die Sensibilisierung für den Anderen oder das Fremde, die Auseinandersetzung mit Menschen, die von der Gesellschaft benachteiligt sind, ist für alle Teilnehmer ein wichtiger Motivator ihres Schaffens oder Ausgangspunkt ihrer Tätigkeit.