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Empfangshalle
Woher Kollege Wohin Kollege
Markuskirche
11.5. bis 22.7.2022

Im Rahmen des Ausstellungsprojektes „Auf der Suche … „, im Dialog von Kunst, Kirche und Wissenschaft.

Pfarramt St. Markus Gabelsbergerstraße 6
80333 München
Tel. 089 28 67 69 0 
pfarramt.stmarkus‑m@elkb.de
www​.markuskirche​-muenchen​.de

Öffnungszeiten:
Mo bis Fr von 9 bis 17 Uhr – und bei den Gottesdiensten

Auf der Suche …“ sind wir immer auch nach Heimat, nach einem Heimatgefühl, wie das Künstlerduo EMPFANGSHALLE in St. Markus eindringlich zeigt. WOHER KOLLEGE WOHIN KOLLEGE ist 2002 bis 2006 entstanden und als mobile Ausstellung in der Stadt präsent gewesen: „Heimat“ kann man nicht einfach anfassen oder abbilden. „Heimat“ ist ein Gefühl, das sich zusammensetzt aus unterschiedlichsten Stimmungen, Erinnerungen an Erlebtes und Hoffnungen auf ein glückliches Leben. Erst wenn dieses Gefühl mit einem Ausschnitt der realen Welt zur Deckung gebracht ist, kann ein „Heimatbild“ entstehen. EMPFANGSHALLE befragte Angestellte der Münchner Abfallwirtschaft mit Herkunft aus den verschiedensten Ländern zu ihren Bildern für Heimat. Damit diese Bilder entstehen konnten, baute EMPFANGSHALLE ein Müllauto zu einem Wohnmobil um. Mit diesem Wagen sollten die Männer sich auf den Weg machen – einer nach dem anderen – ihr ganz persönliches Heimatgefühl zu fotografieren. Ein einziges Foto, auf dem immer auch das Müllauto zu sehen sein musste, sollte alles sagen, ihre Geschichte erzählen, alle Fragen beantworten. Zurück in München, wurde das Heimatbild dann auf dem Müllauto angebracht, mit dem der Kollege täglich arbeitete. So schwärmte morgens eine mobile Ausstellung in die Stadt aus, bei der die Müllwerker den Münchner*innen ihr Heimatbild zeigten. Kommunikation und Interaktionen auf der Straße sind die Träger des Kunstwerkers im öffentlichen Raum.

Eine Auswahl dieser Fototafeln wird nun im Rahmen des Ausstellungsprojekts „Auf der Suche …“ in St. Markus gezeigt. In einem Vorgespräch konstatierte Michael Gruber: „Unser Projekt ist fast zwanzig Jahre alt. Und ich habe den Eindruck, mit jedem Jahr wird es aktueller.“ Die Verbindung von Öffentlichkeit und Privatheit findet sich in vielen Aktionen und Installationen von Empfangshalle. Dabei ist ihre Kunst immer ein soziales Geschehen, eine Verortung von Menschen und Gruppen in neu entstehenden Räumen aus Themen, Netzwerken oder Strukturen.

Durch den Krieg in der Ukraine und Tausende geflüchteter Menschen auch in München stellt sich – ganz aktuell und plötzlich sehr nahe gerückt – auch den Besuchenden noch einmal neu die Frage, was Heimat eigentlich ist und bedeutet. Schon in einer halben Stunde Weg durch die Maxvorstadt kann man leicht ein halbes Dutzend Sprachen hören. Wer von den Menschen, die in München leben, ist von Herkunft Münchner*in? Für wen ist München Heimat? Herkunft und Heimat gehen in vielen Biografien eine spannende bis spannungsvolle Verbindung ein. Die Ausstellung in St. Markus geht diesen Fragen nach und macht deutlich, wie alltäglich Transnationalität im Münchner Stadtbild war und ist.

Kuratierung: Sabine Geyer, Benita Meißner und Gunter Schaumann

Über die Künstler …

Corbinian Böhm und Michael Gruber arbeiten seit 2000 gemeinsam als Empfangshalle.

https://​www​.empfangshalle​.de

Corbinian Böhm, geboren 1966, München, lebt und arbeitet in München
Studium der Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste München bei Hans Ladner, Anthony Gormley, Pia Stadtbäumer, Timm Ulrichs, Asta Gröting, Rita McBride.
2000 Meisterschüler, Diplom
Michael Gruber, geboren 1965 in Mallersdorf, lebt und arbeitet in München
Studium der Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste, München bei Hans Ladner, Anthony Gormley, Pia Stadtbäumer, Timm Ulrichs, Asta Gröting, Rita McBride.
1999 Meisterschüler, Diplom

Programm …

Mittwoch, 11. Mai, 18.30 Uhr
Vernissage mit Vorführung des Dokumentarfilms
WOHER KOLLEGE WOHIN KOLLEGE – EIN GEFÜHL VON HEIMAT mit Corbinian Böhm und Michael Gruber

Sonntag, 15. Mai, 11.15 Uhr
„Auf der Suche … nach Heimat“
Kunstgottesdienst zur Ausstellung mit Stadtdekan Dr. Bernhard Liess

Samstag, 16. Juli, 18–22 Uhr
FreiRaum St. Markus. Offene Kirche mit Ausstellung und Musik

Donnerstag, 21. Juli, 14.30 Uhr
„(M)ein Gefühl von Heimat“. Erzählcafé in der Ausstellung Im Rahmen des Seniorenprogramms von St. Markus; Anmeldung im Pfarramt erbeten unter 089/28 67 69 0

Ein Ausstellungsprojekt …

der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst, der Kunstpastoral der Erzdiözese München und Freising mit Sitz in St. Paul, der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden Erlöserkirche, St. Markus und Immanuel-Nazareth und der katholischen Pfarrgemeinde Heilig Geist in München, dem Lehrstuhl für Religionswissenschaft und Religionsgeschichte der Evangelisch-theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität sowie der Klasse von Schirin Kretschmann an der Akademie der Bildenden Künste München.

Fotos
Gerald von Foris (1 – 3)