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Herbert Nauderer
Polyphone Ablagerungen 
Erlöserkirche
15.5. bis 24.7.2022

Im Rahmen des Ausstellungsprojektes „Auf der Suche … „, im Dialog von Kunst, Kirche und Wissenschaft.

Pfarramt St. Markus
Gabelsbergerstraße 6
80333 München
Tel. 089 28 67 69 0 
pfarramt.stmarkus‑m@elkb.de
www​.markuskirche​-muenchen​.de

Öffnungszeiten:
in der Regel von 10 bis 18 Uhr

Unter dem Titel „Auf der Suche“ präsentieren mehrere Münchner Kirchen in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Christliche Kunst (DG), der Kunstakademie München sowie der LMU von Mai bis Juli 2022 ein gemeinsames Ausstellungsprojekt.
In der Erlöserkirche wird in diesem Rahmen eine neue Installation von Herbert Nauderer gezeigt.

Herbert Nauderer (* 1958) studierte nach einer Lehre zum Drucker an der Kunstakademie München. Seit 1986 arbeitet er als freier Künstler und Musiker in Weipertshausen am Starnberger See und Maciarello, Elba.

Lange Zeit war die Zeichnung sein vorherrschendes Ausdrucksmittel, das er seit einigen Jahren installativ durch Objekte, Photocomposings und Videos ergänzt und in den Raum erweitert. Außerdem entstehen seit 2015 eigenständige Filmprojekte, so die mehrteilige Videoarbeit „Das Haus des Erfinders“, die Nauderer nach und nach zu einem umfangreichen Werkzyklus erweitert, zu dem auch die Installation „Polyphone Ablagerungen“ gehört. Er nimmt darin Bezug auf Ereignisse der Geschichte, auf aktuelle Geschehnisse, auf Traumata und Verschwörungstheorien.

Nauderer nimmt die Betrachter*innen seiner Werke mit in eine Fantasiewelt von hoher Suggestionskraft. In der Kombination von Installationen, Einbauten, Videos, Zeichnungen, gefundenen Bildern und anderen Materialien erschafft er düstere Traumsequenzen sowie rätselhafte Erzählungen, die mysteriös, absurd, komisch und bedrohlich zugleich sind, dabei aber äußerst intensiv in ihrer Wirkung.

Für die Erlöserkirche baut Nauderer aus rohen Seekieferplatten zwei Boxen mit einem Durchgang dazwischen, die mit Wellbitumenplatten gedeckt sind. Die Materialien sind für eine Kirche untypisch und stellen einen Kontrast zur Architektur dar. Sie erinnern an Slums, formal aber auch an Beichtstühle oder Umkleidekabinen. In jeder Box läuft ein Video, links spricht eine Frau (Jutta Schmuttermaier) einen philosophisch wissenschaftlichen Text zur Lage unserer Gesellschaft, während rechts ein Mann (Alexander Duda) über eine Insel redet, auf der sich angeblich geheime Labore befinden, in denen Experimente an Menschen durchgeführt werden. Der Text der Frau ist anspruchsvoll und komplex, während der des Mannes im Verlauf des Vortrags immer absurder und surrealer wird und uns immer mehr an seiner Erzählung zweifeln lässt.

Programm …

Sonntag, 15. Mai, ab 10 Uhr
Eröffnung der Ausstellung
// 10 Uhr: Kunstgottesdienst
// 11 Uhr: Künstlergespräch

Sonntag, 24. Juli, 17 Uhr
Finissage – Konzert und Künstler- Gespräch mit Herbert Nauderer

Ein Ausstellungsprojekt …

der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst, der Kunstpastoral der Erzdiözese München und Freising mit Sitz in St. Paul, der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden Erlöserkirche, St. Markus und Immanuel-Nazareth und der katholischen Pfarrgemeinde Heilig Geist in München, dem Lehrstuhl für Religionswissenschaft und Religionsgeschichte der Evangelisch-theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität sowie der Klasse von Schirin Kretschmann an der Akademie der Bildenden Künste München.

Fotos
Gerald von Foris (1 – 4)