DG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum DiskursGegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs Gegenwart

Aktuelle Informationen und Termine

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der DG,

aufgrund der aktuellen Umstände im Zusammenhang mit dem COVID-19-Virus bleibt der DG Kunstraum vorerst geschlossen. In diesem Zeitraum findet kein Ausstellungs- sowie Veranstaltungsprogramm statt.

Die kommende Ausstellung der Reihe ‚Doppelpass‘ mit Arbeiten von Andreas Greiner und Maximilian Prüfer, die den vielsagenden Titel ‚Everything is going to be alright‘ trägt und Anfang April eröffnet werden sollte, wurde in den Herbst verlegt.
Über die Fortsetzung unseres Programms nach dem 20. April 2020 halten wir Sie auf dem Laufenden.

Herzliche Grüße aus dem DG Kunstraum – bleiben Sie gesund!



VORSCHAU

‚Everything is going to be alright’
Doppelpass IV: Andreas Greiner und Maximilian Prüfer
9. September bis 7. November 2020
Eröffnung: Dienstag, 8. September 2020, 18 bis 21 Uhr

Zusammenspiel.
Kunst im sakralen Raum‘
Wanderausstellung
November 2018 bis Januar 2021

Die Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst (DG) initiierte in Kooperation mit dem Verein Ausstellungshaus für christliche Kunst (VAH) eine Wanderausstellung, die in München vom 23.11.2018 bis 9.2.2019 zu sehen war. Die Ausstellung gibt einen Überblick über die vielfältigen jüngsten Auftragswerke aus evangelischen und katholischen Gemeinden deutschlandweit.

Die Überblicksausstellung widmet sich den Werken, die nach dem Jahr 2000 im katholischen und evangelischen Raum entstanden sind. Es wird veranschaulicht, dass der Kirche als Bewahrerin und Förderin des kulturellen und künstlerischen Erbes auch heute eine wichtige Rolle zukommt. Als Auftraggeberin regt sie nach wie vor kulturelle Leistungen im öffentlichen Raum an und eröffnet den in unserer Gesellschaft notwendigen Diskurs zwischen Religion und Glaube.

Die Ausstellung zeigt anhand konkreter Realisierungen, wie vielfältig und für den Auftraggeber gewinnbringend der Einsatz von Künstlerinnen und Künstlern im Bereich der Kirche ist. Es werden die Bereiche Neubau, Umbau, raumprägende Gestaltungen/liturgische Geräte, neue Altäre sowie Fenster präsentiert.

Stationen:

DG Kunstraum
Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst
Finkenstraße 4, 80333 München
23.11.2018 bis 9.2.2019

Foyer des Bischöflichen Ordinariats Rottenburg
Eugen-Bolz-Platz 1, 72108 Rottenburg a. N.
1.3. bis 29.3.2019

Pfarrkirche St. Maria
Katholische Kirchengemeinde St Maria
Paulinenstraße 18, 70178 Stuttgart
1.4. bis 30.4.2019

Museum Kirche in Franken
im Fränkischen Freilandmuseum des Bezirk Mittelfranken
Eisweiherweg 1
91438 Bad Windsheim
6.7. bis 11.8.2019

Kulturkirche Liebfrauen Duisburg
Stiftung Brennender Dornbusch
König-Heinrich-Platz 3, 47051 Duisburg
2.9. bis 13.10.2019

Maternushaus
Kardinal-Frings-Str. 1–3, 50668 Köln
Eine Kooperation zwischen Dr. Monika Schmelzer (Katholisches Bildungswerk Köln) und Erzdiözesanbaumeister Martin Struck
30.10. bis 21.11.2019

Katholisch-Soziale Akademie Franz Hitze Haus
Kardinal-von-Galen-Ring 50
, 48149 Münster
19.1. bis 15.3.2020

Friedenskirche-Kulturkirche Ludwigshafen
Leuschnerstr. 56, 67063 Ludwigshafen am Rhein
4.9. bis 4.10.2020

Jakobushaus
Reußstraße 4, 38640 Goslar
27.10.2020 bis 10.1.2021

Fotos
Gerald von Foris (1 – 4)

Zusammengesetzt: Wir müssen reden
Gespräche an der Tisch-Skulptur von Rudolf Wachter
28. Juni bis 8. Juli 2021

Tisch für ein Kunstgespräch. Die Kunst, aneinander vorbeizureden“ – unter diesem Titel schuf der Holzbildhauer Rudolf Wachter (1923–2011) 1995 eine Tisch-Skulptur für eine Gesprächsreihe zu Fragen der Kunst. An diesem Tisch können sich sechs Menschen nur versetzt gegenübersitzen. In Zeiten, in denen ein „zuhörender Dialog“ schwieriger wird, bringen wir diesen Tisch in eine Werkhalle im Kreativquartier, um an der Gesprächskultur und vier gesellschaftlich vieldiskutierten Themen zu arbeiten. Wir laden dazu Expert*innen ein, um die Kunst zu stärken, nicht aneinander vorbeizureden. Ein Platz bleibt jeweils frei für das Publikum.

Im Kreativquatier
Schwere-Reiter-Straße 2h
80637 München
sowie Online

Flyer_Zusammengesetzt

Mo, 28.6.2021, 19 Uhr
Kunst: Nicht systemrelevant, aber…?
Was leistet Kunst und wieviel Kunst leisten wir uns?Im Rahmen der Pandemie wurden für lange Zeit alle Kultureinrichtungen geschlossen. Die Frage, was wir dabei als Gesellschaft verlieren, wurde kaum gestellt. Von den zwischenzeitlichen Lockerungen der Auflagen profitierte die Kulturbranche deutlich weniger als andere Branchen. Dabei ist der Wert der sogenannten Kreativwirtschaft für eine Stadt wie München unbestritten. Neben der ökonomischen Wertschöpfung scheint vor allem die nichtkommerzielle, kulturelle Bedeutung von Kunst für Menschen nicht bedacht worden zu sein. Wie lässt sich dieser manchmal so schwer fassbare Mehrwert kommunizieren? Und was brauchen Künstler*innen, um ihre Funktion für unsere Gesellschaft wahrnehmen zu können?

Darüber diskutierten

Corbinian Böhm, Künstler, Vorstand BBK München und Oberbayern
Sanne Kurz, Filmemacherin, MdL kulturpolitische Sprecherin der Grünen im Bayer. Landtag
Anton Biebl, Kulturreferent LH München
Börries von Notz, Geschäftsführung Stiftung Kunst und Natur
Anja Uhlig, Künstlerin, Das KloHäuschen

Foto: Jutta Höcht-Stöhr

Zur Veranstaltung gibt es – ebenso wie zu den Folgeveranstaltungen – eine Video-Aufzeichnung, mit deren Tonqualität wir nicht zufrieden sind. Bei Interesse stellen wir Ihnen diese aber gerne zur Verfügung.

Do. 1.7.2021, 19 Uhr
Meinung machen: Was sind die Fakten?
Der Streit um Weltdeutung
Gesellschaftliche Debatten sind zunehmend geprägt von der Weltsicht der Beteiligten und von eigenen Absolutheitsansprüchen. Der Streit, wie real die Bedrohung durch das Corona-Virus ist, kann als aktuelles Beispiel dafür gelten. Können Meinungen und Fakten klar unterschieden werden? In den sozialen Medien können heute alle publizistisch tätig sein und sich in Blasen Gleichgesinnter bestärken. Wie gehen wir mit Ambivalenzen um? Und welchen Beitrag leisten Künstler*innen als Expert*innen für Ambivalenz?

Darüber diskutierten

Christina Berndt, Redakteurin für Wissenschaft und Gesellschaft, Süddeutsche Zeitung
Ralf Borchard, Leiter Redaktion „Ausland und politischer Hintergrund“, BR
Johanna Haberer, Professur für Christliche Publizistik, FAU Erlangen-Nürnberg
Henrik Müller, Journalist, Professur für wirtschaftspolitischen Journalismus, TU Dortmund
Julian Röder, Künstler

Mo 5.7.2021, 19 Uhr
Neustart oder Neu-Design?
Sozial-ökologischer Umbau der Gesellschaft
Im Lockdown wurden eingespielte gesellschaftliche Strukturen heruntergefahren. Dabei wurden Probleme offenkundig, die vorher überspielt wurden. Soll durch einen Neustart versucht werden, unsere „Wohlstandsgesellschaft“ wieder hochzufahren, oder muss ein Neu-Design versucht werden, das Gerechtigkeit, Ökologie und Veränderungsfähigkeit der Gesellschaft besser im Blick hat? Wie können kreative Gruppen hier zusammenwirken im Sinne eines „Social Designs“? Und was ist entscheidend: politische Veränderungen oder die Rolle der Einzelnen?

Darüber diskutierten

Marlene Altenmüller, M.Sc., Lehrstuhl für Sozialpsychologie, LMU München
Hermann Josef Hack, Künstler, Global Brainstorming Project
Thorsten Nolting, Theologe, Leiter der Diakonie München
Ben Santo, Dekan der Fakultät für Design, Hochschule München
Dr. Johannes Wallacher, Ökonom und Philosoph, Präsident der Hochschule für Philosophie München

Do., 8.7.2021, 19:30 Uhr, ST. PAUL
Kulturelle Aneignung: Zum Umgang mit kulturellen Identitäten
ACHTUNG: Die Veranstaltung findet abweichend um 19:30 Uhr in St. Paul statt

It’s not acceptable for a white person to transmute Black suffering into profit and fun.”
(Hannah Black)

Worum geht es, wenn sich Gruppen dagegen wehren, dass Bestandteile ihrer Kultur von andern übernommen, verarbeitet und angeeignet werden? In der Regel sind es Gruppen, deren Geschichte mit Erfahrungen von Marginalisierung, Ausgrenzung und Unterdrückung verknüpft ist. Sie widersprechen der kontextlosen Verwendung ihrer Symbole und Zeichen durch die herrschende Mehrheit. Es geht also um eine Sensibilisierung. Aber ist nicht der Wechsel und das Spiel mit Identitäten Voraussetzung aller Kunst, Kreativität und Entwicklung? Und müssen sich daher nicht Künstler*innen individuell und universell mit allen Themen auseinandersetzen können? Wann also ist die An-eignung keine Ent-eignung, sondern Teil eines kulturellen Austauschs auf Augenhöhe?

Darüber diskutieren

Boaz Levin, Künstler, Schriftsteller und Kurator
Malcom Ohanwe, Journalist, Podcaster und literarischer Übersetzer
Erik Schilling, Neuere deutsche Literatur und Vergleichende Literaturwissenschaft, LMU München
Sophia Süßmilch, Künstlerin, Performerin
Kia Vahland, Meinungsredakteurin der Süddeutschen Zeitung

Anmeldung
Die Gesprächsreihe wird als Hybridveranstaltung angeboten. Sie könne sich für die einzelnen Veranstaltungen unter anmeldung@dg-kunstraum.de anmelden oder die Gespräche digital verfolgen. Informationen dazu finden Sie ab dem 18.6.21 auf www​.dg​-kunstraum​.de. Wir halten sie gerne über unsere Homepage, Facebook, Instagram sowie unseren Newsletter auf dem Laufenden.

Die „Tisch.Skulptur“ von Rudolf Wachter wird anschließend vom 11.7.2021 bis 3.10.2021 in der Münchner Paulskirche gezeigt. Dort befinden sich in der Apsis auch die fünf Holzreliefs „STATIONEN“ des Künstlers. Näheres zum Begleitprogramm vor Ort erfahren Sie auf www​.erzbistum​-muenchen​.de/​k​u​n​s​t​p​a​s​t​o​ral

Eine Kooperation von
Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst e. V., dg​-kunstraum​.de
Evangelische Stadtakademie München, evstadtakademie​.de
Fachbereich Kunstpastoral der Erzdiözese München und Freising, erzbistum​-muenchen​.de/​k​u​n​s​t​p​a​s​t​o​ral

Doppelpass IV
‚Everything is going to be alright‘
Andreas Greiner und Maximilian Prüfer
8. September bis 29. Oktober 2020

Die Ausstellung ‚Everything is going to be alright‘ bringt ein Versprechen oder eine Hoffnung zum Ausdruck. Andreas Greiner und Maximilian Prüfer nähern sich aus sehr unterschiedlichen Richtungen dem Thema des fehlenden Gleichgewichts in unserem Umgang mit der Umwelt beziehungsweise Natur. In beinahe wissenschaftlichen Versuchsanordnungen untersuchen die beiden Künstler die Einflüsse des Menschen auf die biologischen Prozesse unserer Erde und damit wiederum auf uns. Der Ausstellungstitel ist der flammenden Rede der damals 12-jährigen Kanadierin Severn Cullis-Suzuki entnommen, die 1992 – ähnlich der skandinavischen Klimaaktivistin Greta Thunberg 2019 vor dem EU-Parlament in Straßburg – die Delegierten des Weltklimagipfels in Rio de Janeiro sprachlos machte.

Neben einer hängenden Baumschule zeigt Andreas Greiner eine mehrteilige Installation zum Thema Wald. Abbildungen sowie eine Videoarbeit wurden von einer künstlichen Intelligenz geschaffen. Die KI wurde dafür vom Künstler mit unzähligen Aufnahmen aus dem Hambacher Forst und dem nicht minder gefährdeten polnisch-weißrussischen Bialowieza-Urwald gefüttert. Greiner reiste mehrfach nach Nordrhein-Westfalen in die Nähe seiner Heimatstadt Aachen, um dort im Hambacher Forst zu kampieren, zu fotografieren und für das Überleben des Waldes vor der Braunkohlegrube zu demonstrieren. Einige der Arbeiten sind mehrschichtig aufgebaut und zeigen über der Fotografie Berechnungen zur Kompensation von CO₂-Ausstößen.

Maximilian Prüfer thematisiert in dieser Ausstellung die Auswirkungen des Menschen auf unser Ökosystem – anhand des Insektensterbens in einer hoch gelegenen Bergregion Sichuans. Hier sind Menschen in Folge eines massiven Pestizideinsatzes seit den 1980er Jahren in die Rolle der Bienen geschlüpft und bestäuben die Bäume bis heute mühsam von Hand. Prüfer reiste sowohl zur Zeit der Bestäubung als auch der Ernte in diese Region, um das Handwerk der Bauern zu erlernen. Er erwarb einen Baum, den er selbst bestäubte, und dessen Früchte er nach seiner Rückkehr im Herbst ernten konnte. Fotografien, Objekte wie Bestäubungswerkzeuge, Pollengefäße und Transportkörbe sowie der Abguss „seiner“ Birne führen uns die gesellschaftlichen und politischen Dimensionen der durch unser Handeln ausgelösten ökologischen Störungen vor Augen. Ergänzt wird dieser Zyklus mit Arbeiten die den derzeitigen Pestizideinsatz in unseren Breitengraden thematisieren.

Eigens gezogene Setzlinge hängen in Taschen von der Decke und erinnern damit an Gebinde, wie sie die NASA für ihre Weltraumforschung (plant pillow) nutzt. Bewässert werden sie durch kleine Schläuche und Gefäße, die an Infusionsflaschen erinnern.

Andreas Greiner
*1979, lebt und arbeitet in Berlin
www​.andreasgreiner​.com

Maximilian Prüfer
*1986, lebt und arbeitet in Augsburg
www​.maximilian​-pruefer​.com

Fotos
Gerald von Foris (1 – 3)

Gartenplanung
Begegnung mit Claudia Starkloff
Di, 11. Februar 2020, 17 Uhr

Treffen im DG Kunstraum. Anschließend geht es weiter in die Akademie der Bildenden Künste.

In Kooperation mit dem Fachbereich Kunstpastoral und der Seniorenseelsorge der Erzdiözese München und Freising

Programm
’Wieder und Wieder.
Ritual, Kontemplation, Obsession‘

Zeitgenössische Teezeremonie mit Peter Granser
(Japanischer Matcha der Familie Nakanishi aus Uji/Kyoto)
Fr. 17.1., Do. 19.3., Fr. 20.3.2020
immer zur vollen Stunde von 12 bis 17 Uhr
Dauer ca. 30 Minuten, 1 bis 2 Personen
Anmeldung unter 089 28 25 48
Kosten: 10 EUR pro Person

Künstlergespräch I
Di. 28.1.2020, 19 Uhr
Peter Granser, Lars Koepsel und Claudia Starkloff im Gespräch
mit Benita Meißner
Musikalisches Programm mit Studierenden der Hochschule für Musik und Theater München

 

Gartenplanung‘ Begegnung mit Claudia Starkloff
Di. 11.2.2020, 17 Uhr, DG Kunstraum, danach Akademie der Bildenden Künste
Teilnehmerzahl begrenzt. Anmeldung unter 089 28 25 48
In Kooperation mit den Fachbereichen Kunstpastoral und Seniorenseelsorge der Erzdiözese München und Freising

 

Künstlergespräch II und Katalogpräsentation
Di. 3.3.2020, 19 Uhr
Anne Pfeifer, Bernhard Kreutzer, Thomas Thiede, Wei Lung im Gespräch mit
Benita Meißner
Musikalisches Programm mit Studierenden der Hochschule für Musik und Theater München

 

Finissage
Samstag, 21. März 2020, 11 bis 15 Uhr

Geschützt: ‚Wieder und Wieder.
Ritual, Kontemplation, Obsession’
Gruppenausstellung
verlängert bis 29.5.2020

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Wieder und Wieder. Ritual, Kontemplation, Obsession‘
Gruppenausstellung
16. Januar bis 29. Mai 2020

In der Gruppenausstellung geht es um Wiederholungen, um künstlerische Tätigkeiten, die in den Alltag der Ausübenden, meist nach einem genau ausgeklügelten Stundenplan, fest integriert wurden. Die meisten Werke werden in kleinen unterschiedlichen Raumskulpturen präsentiert, die jeweils nur von ein bis zwei Besuchern betreten werden dürfen. Der viel beschworene „Dialog der Arbeiten“ findet nur in den Gedanken der Besucher statt.

Rituale können zum Symbol einer Gemeinschaft werden. Sie verwandeln nach Byung-Chul Han das In-der-Welt-sein in ein Zu-Hause-Sein. Sie machen aus der Welt einen verlässlichen Ort. Sie machen die Zeit bewohnbar, sie machen sie begehbar wie ein Haus. Unsere Gegenwart ist vom Verlust der Rituale geprägt, denn das Außergewöhnliche wird zum Alltäglichen, wird somit flach und seiner Bedeutung entleert. Die gleichförmige, ständige Intensität medialer Reize durch Smartphones und soziale Medien führt zur Verflachung unserer Aufmerksamkeit. Die ausgewählten vier Videoarbeiten der Ausstellung verhandeln das Thema des Rituals und der Kontemplation sowie ihrer Bedeutung für unser Leben.

In einer Videobox wird an jedem Wochentag ein jeweils anderer Videofilm gezeigt.

Künstler*innen
Peter Granser
Lars Koepsel
Claudia Starkloff
Ignacio Uriarte

Videobox
Dienstag
: Judith Albert, Wandlung, 2011
Mittwoch: Anne Pfeifer & Bernhard Kreutzer, Walking through Gwangju, 2019
Donnerstag: Thomas Thiede, Standartbibel, 140212–200314
Freitag: Lin Wei-Lung, Circulation Tianfu District, 2015–2016

Fotos
Gerald von Foris (1 – 3)

Publikation zur Ausstellung
‚Magdalena Jetelová – Essential is Visible‘

Der Katalog Nr. 149 der DG erscheint begleitend zur Ausstellung ‚Magdalena Jetelová – Essential is Visible‘ im DG Kunstraum, Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst vom 11. September bis 7. Dezember 2019.

Der Katalog ist € 15,00 im DG Kunstraum zu erhalten sowie bestellbar (+ Porto bei Versand) unter info@dg-kunstraum.de

Herausgeber*innen: Dr. Walter Zahner, Benita Meißner
Texte: Univ.-Prof. Paolo Bianchi, Prof. Dr. Andreas Kühne, Benita Meißner
Gestaltung: Bernd Kuchenbeiser Projekte
Lektorat: Dr. Hanne Borchmeyer
Druck: DZA Druckerei zu Altenburg
Fotos: Archiv der Künstlerin, außer: Gerald von Foris (Abb. 3, 4, 13, 26, 27)

ISBN 978–3‑932322–53‑2

Dank
Magdalena Jetelová dankt Prof. Dr. Andreas Burkert, Leiter des Lehrstuhls für Theoretische und Numerische Astrophysik an der LMU München, für die gute Zusammenarbeit, und den Expeditionsteilnehmern Kryštof Kříž und Kapitän Robin Westcott für ihre mutige Unterstützung.

Wir bedanken uns für die Förderung durch den Verein Ausstellungshaus für christliche Kunst e.V., München sowie bei der Hypo-Kulturstiftung für ihre Unterstützung.

3+6 Vortragsreihe
Zeitgenössischer Sakralbau
Innauer Matt Architekten
4. Dezember 2019, 19 Uhr

Projekt: Bergkapelle
Schnepfau, 2017
Innauer Matt Architekten, Bezau, Österreich

Um Anmeldung wird gebeten unter info@dg-galerie.de

Der Wirmboden ist ein Vorsäss am steil abfallenden Nordhang der Kanisfluh. Dieses wird von einer Genossenschaft aus Bauern zur Beweidung des Viehs über den Sommer genutzt. Jedes Vorsäss verfügt in der Regel über eine Kapelle oder zumindest einen gemeinsamen Platz zur Abhaltung von Messen, bei denen Mensch und Vieh geweiht werden.

32 Jahre lang hatte das Vorsäss Wirmboden eine kleine Kapelle. Nebst mehrere Alphütten wurde diese jedoch 2012 durch eine Lawine vollständig zerstört. Der Wiederaufbau der verlorenen Hütten war selbstverständlich, jener der Kapelle weniger. Die größte Herausforderung war dabei nicht architektonischer, sondern zwischenmenschlicher Natur – Auftraggeber war eine ganze Genossenschaft, deren Mitglieder unterschiedlicher nicht sein könnten. Eine Lösung zu finden, die alle zufriedenstellen würde, schien zu Beginn unmöglich.

Und doch, was nun da steht ist ein Zeichen der Gemeinschaft – gemeinschaftlich erdacht, geplant und gebaut. Nach drei Jahren der gemeinsamen Planungs- und Bauzeit, also umgerechnet 6 Monate je Quadratmeter Nutzfläche, vervollständigt die kleine Bergkapelle das gewachsene Gebilde aus Hütten ganz selbstverständlich. Es entstand ein kleiner Platz, an dem man sich beiläufig trifft, Versammlungen und Feste abhält, aber auch ein Ort des Innehaltens und der Andacht.

Die einfache und elementare Ausformung der neuen Kapelle greift die Urform eines geistlichen Hauses auf und betont die Besonderheit von Ort und Nutzung. In traditioneller Weise aus gesammelten Steinen und Stampfbeton aufgemauert, birgt die äussere Hülle einen kleinen Andachtsraum. Grob gespaltene Schindeln bedecken den steil aufragenden Dachstuhl, ein schmaler, hölzerner Zugang führt in das Innere.

Bescheidenheit und Einfachheit prägen den Innenraum und schaffen einen Ort der Erinnerung und Besinnung. Tageslicht dringt diffus durch den geöffneten Dachfirst aus gestrahltem Edelstahl und unterstreicht in Zusammenspiel mit dem bläulich schimmernden Altarfenster die dem Alltäglichen entrückte Anmutung. Zwischen den eng gelegten Dachsparren hängen Bilder von Verstorbenen, denen die Wirmbödner gerne gedenken. Eingangstüre, Dachstuhl und Glockenraum über dem Eingang sind aus Haselfichte konstruiert, einem Holz, dem üblicherweise Geigen und Gitarren ihre besondere Akustik verdanken.

Die neue Kapelle wurde in gemeinschaftlicher Anstrengung der Wirmbödner ausschliesslich in Eigenleistung erbaut. Beinahe alle Genossenschaftsmitglieder brachten sich in der einen oder anderen Weise ein. Durch diesen Beteiligungsprozess entstand ein Kleinod in den Bergen, das schafft was anfangs unmöglich schien: (fast) alle zufrieden zu stellen.

Text: IMA

Zur Reihe 3+6
Reduktion und Erneuerung von Sakralbauten

In der Vortragsreihe der DG 2019 stellen Architekturbüros ihre neuesten Projekte im Bereich Kirchenumbauten und Kapellen vor. Kapellen, kleine Andachtsräume, die oftmals auf Privatinitiativen zurückgehen, haben eine lange Tradition und erfahren gerade in den letzten Jahrzehnten wieder großen Zuspruch. Sie werden genutzt als Orte der Zuflucht und Stille und werden nicht als Bastionen des Glaubens angesehen. So bilderlos der neue Sakralbau ist, so präzise werden Architektur und künstlerische Beiträge geplant.

Die Kirche untersteht dem Wandel gesellschaftlicher Werte sowie demografischer und finanzieller Rahmenbedingungen. Das geht nicht selten mit neuen Aufgaben für den Kirchenraum einher, der baulichen Veränderungen unterzogen werden muss. Teilprofanierungen oder Verkleinerungen von Kirchenräumen sind Aufträge, mit denen Architekten immer häufiger konfrontiert werden.

DG Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst e.V.
Finkenstraße 4
80333 München
+49 (0)89 282548 Telefon
info@dg-galerie.de
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