DG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum DiskursGegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs Gegenwart

Das menschliche Maß
Kritische Dialoge zwischen
Kunst und Wissenschaft

Der Mensch setzt Maßstäbe. Er besitzt die Fähigkeit zu Kultur, Kreativität und zur ständigen Weiterentwicklung. Zugleich sind ihm Grenzen gesetzt durch seine Körperlichkeit, seine Psyche oder durch die Natur. Können diese Grenzen immer weiter verschoben werden oder gibt es ein menschliches Maß? Ist Selbstoptimierung oder Selbstbeschränkung menschlich? Wird menschliche Intelligenz durch künstliche gesteigert? Was ist gemeint, wenn unser Weltzeitalter heute das ‚Zeitalter des Menschen‘ (Anthropozän) heißt, weil der Mensch die Lebensbedingungen des Planeten entscheidend verändert?

Fragen wie diese werden wir in der Dialogreihe stellen, uns von der Sensibilität und der kreativen Sichtweise von Künstlern anregen lassen und im Gespräch mit VertreterInnen verschiedener Wissenschaften diskutieren.

 

In Kooperation mit:
Artheon – Gesellschaft für Gegenwartskunst und Kirche e. V., www​.artheon​.de, Dr. Stefan Graupner
Evangelische Stadtakademie München, www​.evstadtakademie​.de, Jutta Höcht-Stöhr
Fachbereich Kunstpastoral der Erzdiözese München und Freising, www​.erzbistum​-muenchen​.de/​k​u​n​s​t​p​a​s​t​o​ral, Dr. Ulrich Schäfert
Kunstbeauftragter des Kirchenkreises München und Oberbayern, Ev.-Luth. Kirche in Bayern, Dr. Richard Graupner

DG-Flyer-2018-DRUCK

 

1

Mittwoch, 23.1.2019, 19.00 Uhr
Evangelische Stadtakademie München

Gibt es ein menschliches Maß? Dialog zwischen Philosophie und Kunst

 

Prof. Dr. Godehard Brüntrup, Philosoph, Hochschule für Philosophie München, Lehrstuhl für Metaphysik, Philosophie des Geistes und Sprachphilosophie

 Kann man heute kulturübergreifend noch von einem „Wesen des Menschen“ sprechen? Inwiefern ist der Mensch das Wesen der Transzendenz, das ohne ein Überschreiten gesetzter Maßstäbe nicht zu denken ist. Und lassen sich so überhaupt prinzipielle Grenzen des Menschlichen benennen? Kann der Mensch ein menschliches Maß überschreiten?

Franz Erhard Walther, Bildhauer, Konzept‑, Installations- und Prozesskünstler

Mit seinen „Werksätzen“ aus Stoffen und anderen Materialien fordert Franz Erhard Walther auf, in schöpferische Interaktion mit seinen Arbeiten zu treten und am Herstellungsprozess zu partizipieren. Auch in Zeiten des Digitalen bleibt Körperlichkeit grundlegend. Welches Bild des Menschen liegt diesem künstlerischen Ansatz zugrunde?

 

2

Mittwoch, 6.2.2019, 19.00 Uhr
Galerie der DG

Robot and me. Menschliche und künstliche Intelligenz 

Dr. Norbert Huchler, Soziologe, Wissenschaftler und Vorstandsmitglied am Institut für Sozialforschung e.V. (ISF München), Mitglied der acatech Plattform „Lernende Systeme. Plattform für künstliche Intelligenz“ (BMBF), lehrt an der Hochschule für angewandte Wissenschaften München

Einige Szenarien sehen den Menschen als künftig Unterlegenen an: Die lernenden Systeme künstlicher Intelligenz, die er selbst geschaffen hat, werden ihn überflügeln. Doch wird das in allen Bereichen gelten? Oder gibt es ein Spezifikum menschlicher und technischer Intelligenz, das einen bleibenden Unterschied und Eigenbereich beider markiert?

Film 1: Justine Emard, ‚Co(AI)xistence‘, 2018
Videoinstallation, 12.00 min, mit Mirai Moriyama & Alter-developed von Ishiguro lab, Osaka University und Ikegami Lab, Tokyo University
In dieser Videoarbeitzeigt Emard (lebt und arbeitet in Paris) die Interaktion zwischen dem japanischen Schauspieler Mirai Moriyama und einer primitiven KI in Form eines anthropomorphen Roboters. Zu sehen ist eine eigentümliche Annäherung von Mensch und Maschine, in der beide Partner voneinander lernen.

Film 2: Jonas Blume, ‚Predictive Biography‘, 2018
Videoinstallation, 9.46 min
Jonas Blume (lebt und arbeitet in Berlin)erstellt für dieses Video mit Hilfe von iOS-implementierten, sogenannten schwachen künstlichen Intelligenzen, seine eigene Biografie. Blume erforscht auf diese Weise das Zusammenspiel von natürlicher und künstlicher Intelligenz und hinterfragt die Aussagekraft und Sinnstiftung von KI-generierten Texten.

Peggy Schoenegge, Kuratorin bei peer to space
2018 kuratierte sie zusammen mit Tina Sauerländer die Ausstellung ‚PENDORAN VINCI. Kunst und künstliche Intelligenz heute‘ im NRW Forum Düsseldorf. Die Ausstellung präsentierte internationale künstlerische Positionen, die die aktuellen Entwicklungen künstlicher Intelligenz untersuchen und nach ihrer Rolle in unserem Alltag und ihren Auswirkungen auf unsere Gesellschaft fragen.

3

Mittwoch, 20.2.2019, 19.00 Uhr
Evangelische Stadtakademie München

Der Mensch und sein Zeitalter. Technosphäre mit Sinndefizit?

 Prof. Dr. Bernd M. Scherer, Philosoph, Intendant Haus der Kulturen der Welt, Berlin

Der Einfluss des Menschen auf die Umwelt wächst seit einiger Zeit exponentiell. Daher definierten Wissenschaftler rückwirkend ein neues ‚Zeitalter des Menschen‘ (Anthropozän). Die Erde als Ganzes wird als Ressource und aus der Perspektive wirtschaftlicher Verwertbarkeit betrachtet. Dieser wirtschaftliche Zugriff macht vor dem Menschen selbst nicht Halt. Dafür stehen Begriffe wie ‚Human Resources‘ und ‚Selbstoptimierung‘.
Bernd Scherer analysiert unsere Gegenwart so: „Designer und Ingenieure stellen die Welt her, Intellektuelle denken über die Welt nach: Diese beiden Prozesse driften in den letzten Jahrzehnten immer schneller auseinander.“

Film: Yelena Popova, ‚about 5 minutes remaining‘, 2014
HD-Video, 4.26 min

Die Künstlerin Yelena Popova (geboren 1978 im Ural, Russland; lebt und arbeitet in Nottingham, England) kreiert mit ihrem Video ‚about 5 minutes remaining‘ eine zeitgenössische Fabel, die Zeit als Wirtschaftsgut und kognitive Arbeit sowie Rentabilität unter dem Einfluss eines globalen Kapitalismusreflektiert.

 4

Mittwoch, 27.2.2019, 19.00 Uhr
Galerie der DG

Stadt für Menschen. Theorie und Praxis

Prof. Dr. Andrea Benze
, Architektin, Hochschule für angewandte Wissenschaften München, Fakultät für Architektur, Fachgebiet Städtebau und Theorie der Stadt, Mitgründerin des Büros OFFSEA (Office for Socially Engaged Architecture)
Dipl.-Ing. Johannes Ernst, Steidle Architekten, Gesellschaft von Architekten und Stadtplanern mbH

Weniger Beton, weniger Verkehr, dafür mehr Orte der Kommunikation, bunte Viertel für Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen und mit unterschiedlichen Interessen – viele wünschen sich den Bau menschenfreundlicherer Städte. Bevor dies möglich ist, müssen wir Antworten auf die folgenden Fragen finden: Wie wollen wir als Individuen und als Gesellschaft leben? Wie beeinflusst Architektur Menschen? Wie sieht eine lebenswerte Stadt aus, wie eine gelungene Stadtplanung? Und welche finanziellen Interessen stehen dem entgegen? Die Stadtforscherin Andrea Benze und Johannes Ernst, der für die architektonische Planung des Werksviertels am Münchner Ostbahnhof verantwortlich ist, geben Einblicke in dieses Thema.

3+6 Vortragsreihe
Zeitgenössischer Sakralbau
Hollenbeck Architektur
26. Februar 2019, 19 Uhr

Vortrag über den Umbau der Christuskirche in Köln (2016)

Die Christuskirche wurde von 1891 bis 1894 als erste evangelische Kirche in Köln gebaut, die aus eigenen Mitteln finanziert werden konnte. Ursprünglich wurde sie im Stil der Neugotik entworfen, nach Plänen der Architekten August Hartel (1844–1890, Krefeld) und Skjøld Neckelmann (1854–1903, Stuttgart). Das Kirchenschiff, zerstört 1944, wurde 1951 als provisorische Saalkirche von Dr. Ing. Leonhard Schulze und Dr. Ing. Wilhelm Hesse (beide Köln) wieder aufgebaut.

Viele Kirchenaustritte und zu hohe Betriebskosten zwangen die Gemeinde zum Handeln, und 2014 wurde das Langschiff abgerissen und nach Plänen von Walter Maier und Klaus Hollenbeck eine Wohn – und Geschäftsanlage errichtet. Der Kirchturm selbst blieb mit einem kleinen Gemeinderaum erhalten. Die Verkleinerung des Kirchenraums bedeutet die Reduktion auf das Wesentliche. Gleichzeitig ist die Sichtbarmachung der Liturgie sowie eine sakrale Atmosphäre gewährleistet.

Links und rechts des Turmes entstand jeweils ein fünfgeschossiger Flügel mit Mietwohnungen, Büroflächen und Gemeinderäumen, die sich in Richtung Stadtgarten öffnen. Den Architekten ist dabei ein spannender Zusammenstoß von einem Patina-verdunkelten Sandsteinaltbau mit einem weiß verputzten Neubau gelungen. Wie eine Klammer legt sich das Wohn- und Geschäftsgebäude um den erhaltenen Kirchturm und bildet einen Innenhof. Mit leicht angewinkelten Außenwänden öffnet sich dieser Klammerhof zum Himmel, während er sich an den Flanken zum Altbau verengt.

Die Außenwände des Neubaus bilden zugleich die Innenwände des reduzierten Kirchenbaus und erwecken den Eindruck eines überdimensionierten Dachs. Auch hier, komplett weiß verputzt, kontrastieren die neuen Strukturen mit den alten Fragmenten des Chorbereichs. Den Gedanken eines Kontrasts nicht nur zwischen Bestand und Neubau, sondern auch zwischen Sakral- und Profanbau formulieren Hollenbeck und Maier über die auffällige neue Front der Kirche aus Cortenstahl. Eingestanzte Kreuze stellen eine frei interpretierte Weltkarte dar, in der die Kontinente verschmelzen.

Das Projekt wurde 2017 mit dem Iconic Award und 2018 mit dem German Design Award ausgezeichnet.


Zur Reihe 3+6

Reduktion und Erneuerung von Sakralbauten

In der Vortragsreihe der DG 2019 stellen Architekturbüros ihre neuesten Projekte im Bereich Kirchenumbauten und Kapellen vor. Kapellen, kleine Andachtsräume, die oftmals auf Privatinitiativen zurückgehen, haben eine lange Tradition und erfahren gerade in den letzten Jahrzehnten wieder großen Zuspruch. Sie werden genutzt als Orte der Zuflucht und Stille und werden nicht als Bastionen des Glaubens angesehen. So bilderlos der neue Sakralbau ist, so präzise werden Architektur und künstlerische Beiträge geplant.

Die Kirche untersteht dem Wandel gesellschaftlicher Werte sowie demografischer und finanzieller Rahmenbedingungen. Das geht nicht selten mit neuen Aufgaben für den Kirchenraum einher, der baulichen Veränderungen unterzogen werden muss. Teilprofanierungen oder Verkleinerungen von Kirchenräumen sind Aufträge, mit denen Architekten immer häufiger konfrontiert werden.

Um Anmeldung für die einzelnen Vorträge wird gebeten unter info@dg-galerie.de

DG Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst e.V.
Finkenstraße 4
80333 München

+49 (0)89 282548 Telefon
info@dg-galerie.de
www​.dg​-galerie​.de


Die nächsten Termine:

Dienstag, 26. März 2019, 19 Uhr
Meixner Schlüter Wendt Architekten
Umbau Dornbuschkirche, Frankfurt am Main (2006)

Mittwoch, 10. April 2019, 19 Uhr
bayer | uhrig Architekten
Neubau ökumenischer Pavillon, Landesgartenschau Landau (2015)

Dienstag, 4. Juni 2019, 19 Uhr
Kissler + Effgen
Umbau St. Bartholomäus, Köln (2014)

Dienstag, 2. Juli 2019, 19 Uhr
Staab Architekten
Umbau Liebfrauenkirche, Dortmund (2011) 

Dienstag, 15. Oktober 2019, 19 Uhr
Christ & Gantenbein
Umbau Swiss Church, London (2010)

Mittwoch, 13. November 2019, 19 Uhr
Florian Nagler Architekten
Wiederaufbau St. Martha, Nürnberg (2018)

Mittwoch, 4. Dezember 2019, 19 Uhr
Innauer-Matt Architekten
Neubau Kapelle Wirmboden, Schnepfau/ Vorarlberg (2016)

Publikation zur Ausstellung
‚Zusammenspiel: Kunst im sakralen Raum‘

Blick ins Buch

Katalog Nr. 147 der DG erscheint begleitend zur Ausstellung ‚Zusammenspiel: Kunst im sakralen Raum‘ einem Kooperationsprojekt der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst e.V. und dem Verein Ausstellungshaus für christliche Kunst e. V..

Der Katalog ist € 15,00 im DG Kunstraum zu erhalten sowie bestellbar (+ Porto bei Versand) unter info@dg-kunstraum.de

Herausgeber: George Resenberg (als Vorsitzender des Verein Ausstellungshaus für christliche Kunst e.V.), Walter Zahner (als Vorsitzender der DG Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst e.V.)

Texte: Prof. Dr. Albert Gerhards, Manuela Klauser, Prof. Dr. Andreas Kühne, Prof. Dr. Peter B. Steiner, Pietro Tondello, Dr. Walter Zahner
Projekttexte: Dr. Hanne Borchmeyer (HaB), Helmut Braun (HeB), Benita Meißner (BM)

Redaktion: Benita Meißner
Konzeption: Helmut Braun, Dr. Alexander Heisig, Prof. Dr. Andreas Kühne, Benita Meißner, Dr. Walter Zahner
Assistenz: Pietro Tondello

Gestaltung: Bernd Kuchenbeiser Projekte
Lektorat: Dr. Simone Buckreus, Dr. Hanne Borchmeyer
Lithografie: Bernd Kuchenbeiser
Druck: gutenberg beuys feindruckerei gmbh
Bindung: Integralis Industriebuchbinderei, Lettershop und Fulfillment GmbH
Verlag: Schnell & Steiner GmbH

ISBN: 978–3‑932322–51‑8

Mit der Wanderausstellung ‚Zusammenspiel‘ setzt die Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst (DG) einen weiteren Akzent im Jahr ihres 125-jährigen Jubiläums. In Kooperation mit dem Verein Ausstellungshaus für christliche Kunst (VAH) wird in der Ausstellung Fragestellungen nachgegangen, die sich in dem weiten und hochaktuellen Feld der ‚Kunst im sakralen Raum‘ ergeben. Dabei bündeln beide Vereine ihre vielfältigen Initiativen der letzten Jahre.

Die Ausstellung zeigt anhand konkreter Realisierungen, wie vielfältig und für den Auftraggeber gewinnbringend der Einsatz von Künstlerinnen und Künstlern im Bereich der Kirche ist. Die Allianz von Kunst und Kirche beruht auf Gegenseitigkeit: So bezeichnet Gerhard Richter seine Auftragsarbeit für den Kölner Dom als „Fenster für die Ewigkeit“. Die Wahrnehmung von Kunst im sakralen Raum ist geprägt von einer emotionalen und geistigen Auseinandersetzung sowie ihrer Wertschätzung jenseits des Marktes.

Ausgangspunkt der Recherchen für die Ausstellung und die begleitende Publikation waren die eingegangenen Rückmeldungen auf eine Umfrage, die 2017 unter sämtlichen Verantwortlichen der evangelischen Landeskirchen, der katholischen (Erz-)Bistümer sowie der auf diesem Gebiet tätigen Institutionen durchgeführt wurde. Die Fülle der möglichen Projektvorschläge wurde von einem Beirat diskutiert und komplettiert. Die Ausstellung kann nur einen Teil der im Katalog erwähnten Projekte zeigen, was bedeutet, dass die Auswahl zur Diskussion einlädt.

Einzelne Gemeinden beschäftigen sich immer wieder intensiv mit der Frage nach einer zeitgemäßen, liturgisch und künstlerisch angemessenen Gestalt des Kirchenraums. Zeitgleich nehmen weite Teile der Gesellschaft Anteil an einer Neubelebung sakraler Räume, vielleicht auch als Folge des zunehmenden Verlustes an Kirchengebäuden. 

12 + 12
Vortragsreihe
Meck Architekten
Do, 29.11.2018, 19 Uhr

Einladung zum 11. Vortrag in der Reihe 12+12

Pfarrkirche Seliger Pater Rupert Mayer, Poing, 2018

Vortrag: Prof. Andreas Meck, Meck Architekten GmbH
Einführung: Benita Meißner
Ort: Galerie der DG

in der Ausstellung ‚Zusammenspiel: Kunst im sakralen Raum‘

Um Anmeldung zum Vortrag wird gebeten unter info@dg-galerie.de,
da die Anzahl der Teilnehmer begrenzt ist.

Prof. Andreas Meck stellt in seinem Vortrag unter anderem die erst in diesem Jahr geweihte Pfarrkirche Seliger Pater Rupert Mayer in Poing vor. Das kantig-kompakte Äußere der Pfarrkirche erhebt sich über einem annähernd quadratischen Grundriss, dominiert in Form und Höhe die städtebauliche Situation und wird zum identifizierbaren Zeichen für Poing. Als Solitär konzipiert, entfaltet die neue Kirche mit ihrer differenzierten, mit hochglänzend weißen Keramikkacheln ummantelten Dachlandschaft skulpturale Kraft. Die variierenden Erhebungen des Daches akzentuieren die verschiedenen liturgischen Bereiche des Innenraums, die auch in der strahlend weiß verputzten Deckenstruktur des Innenraums vollständig ablesbar sind. Sanftes Tageslicht strömt durch ein milchverglastes Oberlicht über das dreiseitig blockhaft aufgestellte Kirchengestühl. Jede Gebäudeseite verfügt über mindestens ein großformatiges Fenster. Selbstbewusst hebt sich die Fassade der erst 2018 geweihten Pfarrkirche vom Dachziegelrot der Umgebungsbebauung ab, während der Erdgeschossbereich sockelartig mit Platten aus Nagelfluh umkleidet ist.

Das Kirchenzentrum Seliger Pater Rupert Mayer ist eines von 27 Projekten, die in der Wanderausstellung ‚Zusammenspiel: Kunst im sakralen Raum‘ vorgestellt werden. In Kooperation mit dem Verein Ausstellungshaus für christliche Kunst (VAH) geht die Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst (DG) den Fragestellungen nach, die sich in dem weiten und hochaktuellen Feld der ‚Kunst im sakralen Raum‘ ergeben. Die Überblicksausstellung widmet sich den Werken, die nach dem Jahr 2000 im katholischen und evangelischen Raum entstanden sind. Es wird veranschaulicht, dass der Kirche als Bewahrerin und Förderin des kulturellen und künstlerischen Erbes auch heute eine wichtige Rolle zukommt. Als Auftraggeberin regt sie nach wie vor kulturelle Leistungen im öffentlichen Raum an und eröffnet den in unserer Gesellschaft notwendigen Diskurs zwischen Glauben und Religion.

Weitere Informationen finden Sie unter www​.dg​-galerie​.de

 

Pfarrkirche Seliger Pater Rupert Mayer, Poing, 2018, Foto: Florian Holzherr

 

In Kooperation mit dem Bund Deutscher Architekten und dem Lehrstuhl für Raumkunst und Lichtgestaltung an der Fakultät für Architektur der Technischen Universität München

Gefördert durch den Verein Ausstellungshaus für christliche Kunst e.V., München.

 

Vorschau
Veranstaltungsreihe 2019

Das menschliche Maß
Kritische Dialoge zwischen Kunst und Wissenschaft

Der Mensch setzt Maßstäbe. Er besitzt die Fähigkeit zu Kultur, Kreativität und zur ständigen Weiterentwicklung. Es gibt Grenzen, die dem Menschen gesetzt sind, durch seine Körperlichkeit, seine Psyche oder durch die Natur. Können diese Grenzen immer weiter verschoben werden oder gibt es ein menschliches Maß? Ist Selbstoptimierung oder Selbstbeschränkung menschlich? Wird menschliche Intelligenz durch künstliche gesteigert? Was ist gemeint, wenn unser Weltzeitalter heute das ‚Zeitalter des Menschen‘ (Anthropozän) heißt, weil der Mensch die Lebensbedingungen des Planeten entscheidend verändert?

Fragen wie diese werden wir in der Dialogreihe stellen, uns von der Sensibilität und der kreativen Sichtweise von Künstlern anregen lassen und im Gespräch mit VertreterInnen verschiedener Wissenschaften diskutieren.

Mittwoch, 23.1.2019, 19.00 Uhr
Evangelische Stadtakademie München
Gibt es ein menschliches Maß? – Dialog zwischen Philosophie und Kunst

Mittwoch, 6.2.2019, 19.00 Uhr
Galerie der DG
Robot and me – menschliche und künstliche Intelligenz 

Mittwoch, 20.2.2019, 19.00 Uhr
Evangelische Stadtakademie München
Der Mensch und sein Zeitalter – Technosphäre mit Sinndefizit?

Mittwoch, 27.2.2019, 19.00 Uhr
Galerie der DG
Stadt für Menschen – Theorie und Praxis

in Kooperation mit:

  • Artheon – Gesellschaft für Gegenwartskunst und Kirche e. V.
    www​.artheon​.de, Dr. Stefan Graupner
  • Evangelische Stadtakademie München, www​.evstadtakademie​.de, Jutta Höcht-Stöhr
  • Fachbereich Kunstpastoral der Erzdiözese München und Freising www​.erzbistum​-muenchen​.de/​k​u​n​s​t​p​a​s​t​o​ral, Dr. Ulrich Schäfert
  • Kunstbeauftragter des Kirchenkreises München und Oberbayern, Ev.-Luth. Kirche in Bayern, Dr. Richard Graupner

 

 

Zusammenspiel: Kunst im sakralen Raum‘
23. November 2018 bis 9. Februar 2019

 

Eröffnung: Donnerstag, 22.11.2018, 18 bis 21 Uhr
19:30 Uhr

Begrüßung:
George Resenberg, 1. Vorsitzender des VAH
Dr. Walter Zahner, 1. Vorsitzender der DG

Einführung:
Benita Meißner, Kuratorin

Mit der Wanderausstellung ‚Zusammenspiel‘ setzt die Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst (DG) einen weiteren Akzent im Jahr ihres 125-jährigen Jubiläums. In Kooperation mit dem Verein Ausstellungshaus für christliche Kunst (VAH) wird in der Ausstellung Fragestellungen nachgegangen, die sich in dem weiten und hochaktuellen Feld der ‚Kunst im sakralen Raum‘ ergeben. Dabei bündeln beide Vereine ihre vielfältigen Initiativen der letzten Jahre.

Die Überblicksausstellung widmet sich den Werken, die nach dem Jahr 2000 im katholischen und evangelischen Raum entstanden sind. Es wird veranschaulicht, dass der Kirche als Bewahrerin und Förderin des kulturellen und künstlerischen Erbes auch heute eine wichtige Rolle zukommt. Als Auftraggeberin regt sie nach wie vor kulturelle Leistungen im öffentlichen Raum an und eröffnet den in unserer Gesellschaft notwendigen Diskurs zwischen Religion und Glaube.

Die Ausstellung zeigt anhand konkreter Realisierungen, wie vielfältig und für den Auftraggeber gewinnbringend der Einsatz von Künstlerinnen und Künstlern im Bereich der Kirche ist. Es werden die Bereiche Neubau, Umbau, raumprägende Gestaltungen/liturgische Geräte, neue Altäre sowie Fenster präsentiert.

 
Fotos
Gerald von Foris (1 – 3)

Über das Geistige in der Kunst
100 Jahre nach Kandinsky und Malewitsch’
Lange Nacht der Münchner Museen
Sa, 20. Oktober 2018

Ausstellung

Über das Geistige in der Kunst. 100 Jahre nach Kandinsky und Malewitsch‘

Die Lange Nacht der Münchner Museen
Samstag, 20. Oktober, ab 19 Uhr

Tickets für die Lange Nacht der Museen können für 15€ auch in der Galerie der DG erworben werden.

Mehr Informationen unter https://​www​.muenchner​.de/​m​u​s​e​u​m​s​n​a​c​ht/

LangeNacht_Booklet2018

Foto: Gerald von Foris

Kunst – Religion – Spiritualität Von Schnittmengen und Abgrenzungen‘
Kath. Akademie in Bayern
Sa, 20. Oktober 2018

Tagung 

Was ist christliche Kunst heute?
Kooperation: Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst e.V.
Kunstpastoral der Erzdiözese München u. Freising
Katholische Akademie Bayern
Mit freundlicher Unterstützung des Vereins Ausstellungshaus für christliche Kunst e.V.
Ort: Katholische Akademie, Mandlstraße 23, 80802 München


Programm

9:30 Uhr
Begrüßung
Dr. Walter Zahner, 1. Vorsitzender der DG
Dr. Ulrich Schäfert, Kunstpastoral Erzbistum München und Freising
Michael Zachmeier, Vertreter der Kath. Akademie

9:45 Uhr
Impulsvortrag I
Dr. Ulrike Lorenz, Direktorin der Kunsthalle Mannheim

10:15 Uhr
Impulsvortrag II
Hermann Glettler, Bischof von Innsbruck

10:45 Uhr
Kaffeepause

11:15 Uhr
Podiumsdiskussion mit Künstlern und Referenten
Christoph Brech, Foto- und Videokünstler, München
Bischof Hermann Glettler
Dr. Ulrike Lorenz
Dr. Claudia Schink, Künstlerin und Autorin, Berlin und Köln
Dr. Simone Schimpf,Direktorin des Museums für Konkrete Kunst Ingolstadt
Dr. Walter Zahner

Moderatorin: Vera Cornette (BR)

Mehr Informationen unter: https://​www​.kath​-akademie​-bayern​.de/​v​o​r​s​c​h​a​u​-​d​e​t​a​i​l​/​e​v​e​n​t​s​/​k​u​n​s​t​-​r​e​l​i​g​i​o​n​-​s​p​i​r​i​t​u​a​l​i​t​a​e​t​.​h​tml

Kunst-Religion-Spiritualitaet.pdf

Publikation zur Ausstellung
,Über das Geistige in der Kunst‘

Der Katalog Nr. 146 erscheint begleitend zur Ausstellung ‚Über das Geistige in der Kunst. 100 Jahre nach Kandinsky und Malewitsch‘ im DG Kunstraum | Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst, in Kooperation mit dem Museum für Konkrete Kunst (MKK) Ingolstadt vom 12. September bis 10. November 2018.

Der Katalog ist für € 20 (+ Versandkosten bei Bestellung) im DG Kunstraum (info@dg-kunstraum.de) oder direkt über den Verlag für Moderne Kunst zu erhalten.

Zwei Fachmuseen mit besonderen Schwerpunkten – christliche bzw. Konkrete Kunst – schließen sich zusammen, um gemeinsam der Frage nachzugehen, was 100 Jahre nach den Anfängen der Avantgarde das ‚Geistige‘ in der Kunst sein könnte. Am Anfang stand das Interesse an zwei Künstlern, die das Verständnis von Kunst erweitert, verändert und dadurch radikal revolutioniert haben. Wassily Kandinsky und Kasimir Malewitsch bedienten sich sämtlicher Gebiete – der Wissenschaften, Kosmologie, Kunstgeschichte und Religionen – und entwickelten daraus ihre eigene Mythologie und Kunsttheorie.

Im Gespräch wurde uns klar, dass sowohl für die christliche Kunst wie auch für die Konkrete Kunst zu diesem Zeitpunkt eine neue Zeitrechnung begann. Die Konkrete Kunst entstand erst aus dieser neuen Denkweise – es ist ihre historische Geburtsstunde – und die christliche Tradition erfuhr durch die ungegenständliche Darstellung eine völlig neue Dimension. In beiden Bereichen wird seit Langem die Relevanz von Kandinsky und Malewitsch für die moderne Entwicklung gesehen, und doch lässt sich schwer fassen, wie die Suche der beiden Künstler nach dem ‚Geistigen‘ heute nachwirkt. Es gab zahlreiche Ausstellungen in den letzten Jahren zu diesen ‚Urvätern‘ der Moderne, aber der größere Bogen zum Hier und Heute wurde nur in Ansätzen gewagt.

Herausgeber*innen: Benita Meißner, Dr. Simone Schimpf, Dr. Walter Zahner
Texte: Alexandra Liebherr (AL), Benita Meißner (BM), Dr. Theres Rohde (TR), Dr. Ulrich Schäfert (US), Dr. Simone Schimpf (SiSchi), Dr. Peter Schüz (PS), Dr. Yvonne Ziegler (YZ)
Gestaltung: Bernd Kuchenbeiser Projekte mit Michaela Wonhöfer
Lektorat: Gabriele Oldenburg
Lithografie: Bernd Kuchenbeiser
Druck: Memminger MedienCentrum

ISBN 978–3‑932322–50‑1

1. Auflage 2018

Claire Augier
Konzert zur Open Art
So, 16. September 2018, 11 Uhr

Das Konzert mit der Harfenistin Claire Augier findet im Rahmen der OPEN art in der aktuellen Ausstellung

Über das Geistige in der Kunst. 100 Jahre nach Kandinsky und Malewitsch’
Gruppenausstellung in Kooperation mit dem Museum für Konkrete Kunst (MKK) Ingolstadt

in Kooperation mit der Hochschule für Musik und Theater München statt.

Harfenkonzert, 16. September 2018, Galerie der DG
Foto: Galerie der DG