Künstler*innen Markus Bacher, Judith Egger, Monika Huber, Nicolas Humbert / Werner Penzel, Bettina Khano, Robert Lax, Christof Salzmann, Yukara Shimizu, Erik Sturm, Viron Erol Vert, Leo Zogmayer
Neue Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag, 12 bis 18 Uhr
„Wenn man unter Ewigkeit nicht unendliche Zeitdauer, sondern Unzeitlichkeit versteht, dann lebt der ewig, der in der Gegenwart lebt.“ (Ludwig Wittgenstein)
Das Heute erscheint schneller und dichter, denn wir nehmen nicht mehr nur ein begrenztes Umfeld wahr, sondern sind durch die digitale Vernetzung an vielen Orten der Welt zur selben Zeit. Ein Innehalten und das bewusste Erleben des Moments drosselt das sich schnell drehende Rad der Zeit. Durch verschiedene künstlerische Ansätze findet eine visuelle Annäherung an den Begriff der Ewigkeit statt. Nicht nur das Verhältnis von Mensch und (seiner Lebens-)Zeit wird in Installationen, Videos, Fotografien, Gemälden und Skulpturen hinterfragt. Neue Denkräume wollen geöffnet werden. Wo findet Ewigkeit statt und wie ist sie darstellbar? Der Mensch ist auf der Suche nach Antworten auf die ungelösten Rätsel des menschlichen Daseins, die uns heute wie damals bewegen, denn Ewigkeit lässt auch immer an Endlichkeit denken: Was ist Sinn und Ziel unseres Lebens? Was ist der Tod? Und schließlich: Was ist jenes letzte und unsagbare Geheimnis unserer Existenz – woher kommen wir und wohin gehen wir?
Abt Andreas Range O. Cist. und Erwin Wortelkamp lassen uns teilhaben an ihrem Austausch über Kunst im sakralen Raum.
Die Abtei Marienstatt ist bekannt als ein Ort des Glaubens, der Spiritualität und der klassischen Kunst. Was viele Menschen nicht wissen: Sowohl das Zisterzienserkloster als auch das dazugehörende private Gymnasium beheimaten zunehmend zeitgenössische Kunst. Vor allem Erwin Wortelkamp, dessen Biografie eng mit diesem Ort verknüpft ist, hat dort große Spuren hinterlassen.
Eine Anmeldung ist nicht nötig. Der Eintritt ist kostenfrei.
JUDITH ALBERT „Maria breit den Mantel aus (East End)“ Video-Installation (2011/ 2016, Video, 2 Minuten)
Installation zu sehen vor dem Hauptportal nach Einbruch der Dunkelheit
bis zum 20.11.2016
Ausstellungsort: St. Paul, St.-Pauls-Platz 11, 80336 München
Die 1969 in Sarnen (Ch) geborene und in Zürich lebende Künstlerin Judith Albert nähert sich in ihren Videoarbeiten mitten in alltäglichen Situationen sehr sensibel grundmenschlichen Fragestellungen, die immer auch den Blick auf spirituelle Dimensionen eröffnen.
Im Rahmen der Kunstinstallation „Die Gabe“ zum Heiligen Jahr der Barmherzigkeit von Dezember 2015 bis Anfang Februar 2016 in St. Paul wurde bereits die Videoarbeit „lichtundschatten“ der Künstlerin im hinteren linken Seitenschiff gezeigt: Der Schatten einer segnenden Priester-Statue in Genua hatte auch bedrohliche Anmutung. Im Zusammenhang zum Heiligen Jahr warf dies Fragen auf nach einem „Gefälle“ von „oben“ und „unten“ bezüglich Werken der Barmherzigkeit bzw. nach der Möglichkeit einer Barmherzigkeit auf Augenhöhe.
In Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst, e.V. in Fortführung des Ausstellungsprojektes „Die Gabe“ zum Heiligen Jahr der Barmherzigkeit
Installation und Gespräch „Maria breit den Mantel aus (East End)“
Donnerstag, 10.11.2016, 17.00 Uhr
Zugänge zum Mantel der Barmherzigkeit anhand der Videoarbeit „Maria breitet den Mantel aus“ von Judith Albert
Begegnung mit dem Kunstwerk
Impulse im Kirchenraum mit musikalischer Gestaltung durch Peter Gerhartz und Bettina Ullrich
Podiumsdiskussion „Barmherzigkeit – wessen Mantel für wen?“
in der Boutique/ Schneiderei / Café „NÄHWERK“ des Weißen Raben in der Schwanthalerstr. 79
mit herzlicher Einladung zu schlichter Bewirtung.
Eine Kooperation des Fachbereichs Kunstpastoral mit der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst, dem Fachbereich Seniorenseelsorge der Erzdiözese und dem Münchner Bildungswerk
Prof. Andreas Meck stellt in seinem Vortrag unter anderem die erst in diesem Jahr geweihte Pfarrkirche Seliger Pater Rupert Mayer in Poing vor.
Das kantig-kompakte Äußere der Pfarrkirche erhebt sich über einem annähernd quadratischen Grundriss, dominiert in Form und Höhe die städtebauliche Situation und wird zum identifizierbaren Zeichen für Poing. Als Solitär konzipiert, entfaltet die neue Kirche mit ihrer differenzierten, mit hochglänzend weißen Keramikkacheln ummantelten Dachlandschaft skulpturale Kraft. Die variierenden Erhebungen des Daches akzentuieren die verschiedenen liturgischen Bereiche des Innenraums, die auch in der strahlend weiß verputzten Deckenstruktur des Innenraums vollständig ablesbar sind. Sanftes Tageslicht strömt durch ein milchverglastes Oberlicht über das dreiseitig blockhaft aufgestellte Kirchengestühl. Jede Gebäudeseite verfügt über mindestens ein großformatiges Fenster. Selbstbewusst hebt sich die Fassade der erst 2018 geweihten Pfarrkirche vom Dachziegelrot der Umgebungsbebauung ab, während der Erdgeschossbereich sockelartig mit Platten aus Nagelfluh umkleidet ist.
Das Kirchenzentrum Seliger Pater Rupert Mayer ist eines von 27 Projekten, die in der Wanderausstellung ‚Zusammenspiel: Kunst im sakralen Raum‘ vorgestellt werden. In Kooperation mit dem Verein Ausstellungshaus für christliche Kunst (VAH) geht die Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst (DG) den Fragestellungen nach, die sich in dem weiten und hochaktuellen Feld der ‚Kunst im sakralen Raum‘ ergeben. Die Überblicksausstellung widmet sich den Werken, die nach dem Jahr 2000 im katholischen und evangelischen Raum entstanden sind. Es wird veranschaulicht, dass der Kirche als Bewahrerin und Förderin des kulturellen und künstlerischen Erbes auch heute eine wichtige Rolle zukommt. Als Auftraggeberin regt sie nach wie vor kulturelle Leistungen im öffentlichen Raum an und eröffnet den in unserer Gesellschaft notwendigen Diskurs zwischen Glauben und Religion.
Um Anmeldung zu den einzelnen Vorträgen wird gebeten unter info@dg-galerie.de.
Weitere Informationen finden Sie unter www.dg-galerie.de
Die Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst hat in den vergangenen Jahren eine Reihe hochwertiger Ausstellungen zum zeitgenössischen Sakralbau erfolgreich präsentiert. In der Weiterführung wurde im Oktober 2016 eine Vortragsreihe zu ausgewählten Sakralbauten in Deutschland nach 2000 gestartet. Der Titel ‚12+12‘ weist auf das inhaltliche Konzept der Vortragsreihe hin: In zwölf Monaten stellten zwölf Architekten jeweils ein realisiertes Projekt aus dem Sakralbau wie auch ein weiteres Bauwerk von der Antike bis zur Gegenwart vor, das für ihre Arbeitsweise richtungsweisend war.
2016
19.10. Allmann Sattler Wappner Architekten
29.11. Peter Kulka Architektur
In Kooperation mit dem Bund Deutscher Architekten und dem Lehrstuhl für Raumkunst und Lichtgestaltung an der Fakultät für Architektur der Technischen Universität München.
Eröffnung der neuen Galerieräume in der Finkenstraße 4
Erwin Wortelkamp Einsichten – Ansichten Eröffnung Freitag, 9.09.2016, von 18 bis 21 Uhr Samstag, 10.09.2016, von 11 bis 18 Uhr Sonntag, 11.09.2016, von 11 bis 18 Uhr
Im Rahmen der Ausstellung ‚Überleben – Christoph Brech. Installationen im Dialog mit dem Mittelalter‘ (bis 9. Juli 2016) lädt die Galerie der DG den Pastoraltheologen Prof. Dr. Erich Garhammer (Uni Würzburg) ein, um mit Christoph Brech zu sprechen:
Es wird um die Kooperation mit dem Bayerischen Nationalmuseum gehen, Brechs künstlerischen Werdegang, seine Zeit in Rom, die Gleichwertigkeit von Ton und Bild und das unterschiedliche Reagieren auf sakrale und profane Räume.
Wir freuen uns auf ein spannendes Gespräch und über zahlreiche Zuhörer!
Veranstalter: DG | Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst e.V. Veranstaltungsort: Galerie der DG, Türkenstraße 16, 80333 München
Das Projekt „Atelierbesuche – Künstler zwischen Bild und Bibel“ wurde von der Abteilung Crossmedia im Evangelischen Presseverband für Bayern e.V. (EPV) im Rahmen der Lutherdekade entwickelt. Es wird unterstützt von der EvangelischLutherischen Kirche in Bayern sowie dem Kulturfonds Bayern.
Die folgenden Künstler werden in den kommenden Monaten im Atelier besucht:
In Mün20. September 2016
Martin Wöhrl, 13. Oktober 2016
Empfangshalle, 20. Oktober 2016
Martin Schmidt, 10. November 2016
Sabine Straub, 16. November 2016
In Nürnberg:
Harald Kienle, 8. November 2016
Gerhard Rießbeck, 22. November 2016
Meide Büdel, 1. Dezember 2016
Kooperationspartner des Projekts sind die Evangelische Stadtakademie München, die Evangelische Stadtakademie Nürnberg, die Deutsche Gesellschaft für Christliche Kunst in München und St. Egidien in Nürnberg.
Die Publikation erscheint anlässlich der Ausstellung ‚Überleben – Christoph Brech. Installationen im Dialog mit dem Mittelalter‘
DG Kunstraum, 13. Mai bis 9. Juli 2016 Bayerisches Nationalmuseum, 12. Mai bis 4. Septebmer 2016
Der Katalog ist für € 24,90 (+ Porto bei Versand) im DG Kunstraum zu erhalten. Bestellungen senden Sie bitte an: info@dg-kunstraum.de
Herausgebende: Bayerisches Nationalmuseum, Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst e.V. Kurator*innen: Dr. Raphael Beuing, dott. Benita Meißner Texte: Dr. Raphael Beuing, Dr. Renate Eikelmann, dott. Benita Meißner, Dr. Julia Thoma, Dr. Matthias Weniger, Dr. Walter Zahner Gestaltung: Schimmelpenninck. Gestaltung, Berlin Lektorat: Diethelm Kaiser, Berlin Lithografie: Serum Network GmbH, München Druck: Ruksaldruck, Berlin Fotos: Marianne Franke, Walter Haberland, Georg Impler, Bastian Krack, NASA, Karl-Michael Vetters, Matthias Weniger
ISBN 978–3‑932322–44‑0 (Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst e.V.) ISBN 978–3‑422–07372‑2 (Deutscher Kunstverlag)
Die Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst e.V. lädt zu einer Ausstellung mit dem Foto- und Videokünstler Christoph Brech ein. Sie wurde in Kooperation mit dem Bayerischen Nationalmuseum konzipiert.
Christoph Brech fühlt sich nicht nur in den zeitgenössischen Museen dieser Welt zu Hause. In den letzten Jahren pflegte er in seinem Werk auch einen intensiven Dialog mit der Vergangenheit. 2011 wurden ihm die Depots und weitere sonst unzugängliche Bereiche in den Vatikanischen Museen geöffnet. Bei der Annäherung an diese Orte ist eine eindrucksvolle fotografische Serie entstanden, die zeigt, wie wichtig es ist, kulturelle Schätze zu konservieren, aber auch belegt, dass scheinbar Bekanntes ungeahnte Facetten offenbaren kann.
Seit gut einem Jahr führt ihn sein Weg regelmäßig ins Bayerische Nationalmuseum in München – Kurator Dr. Raphael Beuing konnte Brech für eine Ausstellung gewinnen. Aus der intensiven Auseinandersetzung mit der mittelalterlichen Sammlung des Hauses entstand bei ihm der Wunsch, historische Exponate neu erfahrbar zu machen. Der Titel „Überleben“ ist dabei bewusst mehrdeutig gemeint, nicht zuletzt mit Blick auf die mittelalterlichen Kunstwerke, die in der Obhut des Museums Jahrhunderte überdauert haben. Der Künstler inszeniert in den Räumen des Bayerischen Nationalmuseums 21 Video‑, Sound- und Rauminstallationen. Seine Arbeiten stellen Bezüge sowohl in formaler als auch inhaltlicher Hinsicht her, die sich manchmal erst auf den zweiten Blick erschließen. Räume und Objekte werden neu inszeniert, einzelne Museumsstücke verfremdet, durch besondere Beleuchtung oder veränderte Stellung hervorgehoben, andere durch Klanginstallationen zum Leben erweckt. Die künstlerische Auseinandersetzung Brechs mit den Werken des Museums zeugt von profunder Kenntnis kunsthistorischer Bildprogramme und offenbart einen Blick für die materialtechnischen Feinheiten der Exponate. Auffallend in seinem Werk ist die fast vollständige Abwesenheit des Menschen, der allenfalls in Ausschnitten, in Reflexionen oder schemenhaft erscheint. Dies überrascht umso mehr, als seine Werke grundlegende Fragen menschlichen Lebens zum Thema haben und den Menschen in seiner Erdgebundenheit, in der Weite des Kosmos und mitunter in seiner Verlorenheit fokussieren.
Zur gleichen Zeit wird in der Galerie der DG erstmalig ein Zyklus von fotografischen Aufnahmen präsentiert. Zu sehen sind Bilder von skulpturaler Kraft, die von einer sehr persönlichen Auseinandersetzung mit dem Bayerischen Nationalmuseum und seiner Sammlung zeugen. Wichtiger Bestandteil der Kooperation sind Leihgaben des Bayerischen Nationalmuseums, die vom Künstler in den Galerieräumen neu in Szene gesetzt werden und so den Dialog mit dem Mittelalter fortführen.
Der Ausstellungstitel „Überleben“ gewinnt in Bezug auf die Galerie der DG eine zusätzliche Dimension, handelt es sich doch bei den ausgewählten mittelalterlichen Skulpturen um Zeugnisse christlicher Kunst. Der Verein blickt auf eine lange Geschichte zurück, denn seit über 120 Jahren fördert er christliche Kunst. Mit seinen Ausstellungen versucht er, in unterschiedlichen Facetten aufzuzeigen, was christliche Kunst heute bedeuten und was sie vermitteln kann.
Mithilfe der zeitgenössischen Interventionen lässt sich auch hier das Vermächtnis der Vergangenheit wieder lebendig und fruchtbar machen. Das Vergangene wird im Kontrast mit autonomer Gegenwartskunst wieder zu einer Provokation bzw. zu einer Herausforderung. So entsteht eine Brücke zwischen Welten, in denen die Kommunikation untereinander weitestgehend abgebrochen ist. Dabei gibt es nach wie vor eine starke Verbindung: das über Jahrtausende hinweg wirksame christliche Wertefundament, das auch in der zeitgenössischen Kunst zum Ausdruck kommt. So wie in den Arbeiten Brechs: Die Frage, die er zum Beispiel in dem Werk „Upstream II“ thematisiert – Wohin geht die Lebensreise? –, hat bis heute nichts an Relevanz verloren, auch wenn sich die Antwort darauf über die Zeit gravierend verändert haben mag.
Die Galerie der DG zeigt 13 Arbeiten: neun Fotografien, eine Installation, zwei Videofilme und eine Videoinstallation.