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Die Gabe‘ (Teil II)
Kunstintervention in St. Paul
11. Dezember 2015 bis 9. Februar 2016

Installation in der Kirche St. Paul im Rahmen des Heiligen Jahres der Barmherzigkeit
St.-Pauls-Platz 11, 80336 München

Eröffnung am 10. Dezember 2015, 19–21 Uhr

ab 19.30 Uhr
Begrüßung: Dr. Ulrich Schäfert (Erzdiözese München und Freising, Leiter Fachbereich Kunstpastoral)
Einführung: Benita Meißner (DG)
Eröffnung: Msgr. Thomas Schlichting (Erzdiözese München und Freising, Leiter Ressort Seelsorge und kirchliches Leben)

Happening IKONOSTASE
Frank Bölter, Wir sind das Brot, Aktion I

Mit Werken von
Judith Albert
Ulf Aminde
Frank Bölter
Sven Johne
Antje Schiffers

Fotos: Richard Beer

Die Gabe:
Song „Give and Get“ von
Beate Engl und Leonie Felle

GIVE AND GET, 2015
Composed and recorded by Beate Engl and Leonie Felle (2 give crew)
Mixed and mastered by Tobias Siegert, minga-records
Bass: Tobias Siegert

 

 

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Publikation zur Ausstellung
‚God is in the House‘
Carsten Fock

Der Katalog Nr. 138 der DG erscheint begleitend zur Ausstellung ‚Carsten Fock – God is in the House‘ im DG Kunstraum, Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst vom 12. September bis 14. November 2015, sowie zur Ausstellung ‚Carsten Fock – Scendere a Terra‘ in der Städtischen Galerie Wolfsburg vom 9. Mai bis 27. Dezember 2015.

Herausgeber*innen: Dr. Walter Zahner, Benita Meißner
Idee und Konzeption: Carsten Fock, Bernd Kuchenbeiser
Texte: Benita Meißner, Prof. Dr. Susanne Pfleger, Dr. Sebastian Preuss
Gestaltung: Bernd Kuchenbeiser Projekte mit Michaela Wonhöfer
Lektorat: Barbara Kappelmayr, Lisa Davey (englische Texte)
Übersetzung: Burke Barrett
Lithografie: Serum Network GmbH
Druck: Memminger Medien Zentrum
Fotos: Richard Beer

ISBN 978–3‑932322–42‑6 (Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst)
ISBN 978–3‑942700–67‑2 (argobooks)

Der Katalog ist leider im DG Kunstraum vergriffen, kann jedoch direkt beim Verlag bestellt werden: http://​www​.argobooks​.de/​a​k​t​u​e​l​l​e​s​.​h​tml

In Zusammenarbeit mit dem Architekten Alexander Müller entwickelte Carsten Fock eine eindrückliche Raumskulptur aus zwei L‑förmigen Wandstücken aus MDF, die intensiv blau-violetten Wänden gegenüber stehen und so im Zusammenspiel mit den Kunstwerken einen ganz speziellen Erfahrungsraum erzeugen. Ein neuer, eigenständiger Zyklus von Zeichnungen und Gemälden wird auf den Einbauten aus MDF präsentiert, flankiert von großformatigen, monochrom-schwarzen Papierarbeiten. 

Die aktuelle Schau reflektiert dabei die Erfahrung vergangener Ausstellungsstationen; so bezieht Fock seit 2006 oftmals den Gesamtraum der Galerie in sein Ausstellungskonzept mit ein und löst dabei die Grenze zwischen Raum und Werk auf. Dunkle, farbensatte Wandkonzepte finden dabei immer wieder Verwendung. Die Farbe Blauviolett – als liturgische Farbe Sinnbild für Übergang und Verwandlung – nimmt auch eine wichtige Rolle im Schaffen des Malers ein: seine Bilder sind prozessuale Ereignisse, die sich zu komplexen Rauminstallationen weiten und den Betrachter physisch umschließen können. In dem Maße, wie die Bilder dabei das Malen als Handlung erkennen lassen, wird für den Betrachter das eigene Sehen als Aktion unmittelbar erfahrbar.

Der transzendente Bezug in Focks Werk zieht sich wie ein roter Faden durch die Ausstellungen der letzten Jahre, bereits deren Titel deuten dies an (siehe Ausstellungsliste unten). Kruzifixe und Christusfiguren tauchen – an östliche Ikonen erinnernd – als Bildmotive auf. Gleichzeitig wird sein Werk von einem kühlen Misstrauen gegenüber jeglichem Pathos getragen. Die Arbeiten zeugen von einer beständigen Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten zeitgenössischer Malerei, die den Künstler zu abstrakten, dem malerischen Prozess unterworfenen Arbeiten führt, in denen es immer wieder auch Elemente gegenstandsbezogener Motivik gibt. Die westeuropäische Kunst seit 1945 gehört zu den wichtigen Quellen Focks künstlerischen Schaffens, das auch von seinem beständigen Interesse an deutscher Nachkriegsgeschichte und Popkultur seit den 80er Jahre geprägt ist.

Fock malt zeichnerisch und zeichnet malerisch. Seine Arbeiten transzendieren stil- oder motivprägende Setzungen, indem sie die Grenzen unserer Seh- und Denkgewohnheiten ausloten und den Betrachter zu neuen Synthesen herausfordern. Was auf den ersten Blick wie eine Gleichförmigkeit wiederholter Strichführungen oder willkürliche Pinselführung anmutet, verdichtet sich zu einer intensiven ästhetischen Erfahrung. Das Informell wird hier neu erlebbar. 

Abendliche Führung
‚Sichtlinien des Möglichen’
Di, 2. April 2019, 18 Uhr

Wir laden Sie herzlich ein zu unserer nächsten Abendführung!
Brigitte Kowanz – ‚Sichtlinien des Möglichen‘

Dienstag, 2. April 2019, 18 Uhr
Führung: Dr. Hanne Borchmeyer
Im kleinen Kreis kommen wir über die Kunstwerke ins Gespräch.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Brigitte Kowanz
Sichtlinien des Möglichen2019
Neon, Spiegel, Zweiwegspiegel
3 Kuben, je 45 x 45 x 45 cm
Foto: Studio Kowanz, © Bildrecht, Wien 2018

Foto: Gerald von Foris

geben, was man nicht hat‘
1. Dezember 2015, 20 Uhr
Salon Luitpold
im Café Luitpold, München

Anlässlich der Gruppenausstellung „Die Gabe“ in der Galerie der DG findet im SALON LUITPOLD ein Gespräch statt, zu dem wir herzlich einladen:

Von dem deutschen Schriftsteller, Aktivisten und Linkskatholiken Carl Amery stammt der zeitkritische Befund eines „Monopols des Ökonomismus“, „das längst zu einem politischen, kulturellen, ja zu einem Bewusstseinsmonopol geworden ist“ – vermutlich das einzige, vom Kartellamt nicht mehr geprüfte Monopol. Wie damit umgehen, wenn man zumindest in Frage stellen muss, ob dieses Monopol ein für uns nur gutes ist? Der Abend widmet sich einem Begriff, der nicht nur in der christlichen Kulturgeschichte, sondern eben auch in unterschiedlichsten ökonomischen Kontexten große Bedeutung hat(te): die Gabe. Kann man geben, ohne zu nehmen? Kann man – wie von Derrida gefordert – „geben, was man nicht hat“? Der Ausstellungsmacher Jörg van den Berg (Stiftung Federkiel, München) im Gespräch mit Knut Wenzel (Professor für Fundamentaltheologie und Dogmatik, Goethe-Universität Frankfurt) und Birger P. Priddat (Professor für Volkswirtschaftslehre und Philosophie, Universität Witten/Herdecke).

Eine Kooperation zwischen dem SALON LUITPOLD und der Galerie der DG

 

Ort: SALON LUITPOLD im Cafe Luitpold, Briennerstr. 11, 80333 München

Eintritt frei. Um frühzeitige Anmeldung wird gebeten unter salon@cafe-luitpold.de

 

Macht und Kreativität:
Christian Jacobs im Gespräch mit Carsten Fock
Di, 27.10.2015, 20 Uhr
SALON LUITPOLD im Cafe Luitpold, München

Anlässlich der Ausstellung „Carsten Fock. God is in the House“ in der Galerie der DG findet im SALON LUITPOLD ein Gespräch statt, zu dem wir herzlich einladen:

Ob in der griechischen oder germanischen Mythologie: Die kreativsten unter den Göttern bewegen sich meist zwischen Schöpfung und Zerstörung, Ordnung und Chaos. Welchen Göttern huldigen wir heute? In Zeiten, in denen in Wirtschaft, Politik, Kultur sowie in der individuellen Karriere- und Lebensgestaltung „Kreativität“ als verbindendes und verbindliches Credo, als magisches Allheilmittel für die komplexen Probleme unserer Epoche gilt. Wie aber vertragen sich neue, unkonventionelle Denk- und Handlungsansätze – die immer auch unkalkulierbares Risiko bedeuten – mit der konservativen Angst vor Veränderungen und der Logik von Macht? Welche Rolle spielen Machtstrukturen für die Sichtbarwerdung und den Erfolg eigener Schöpfungen? Und: Was könnte eine andere Definition von Kreativität und Macht sein und einbringen? Ein Gespräch zwischen dem Psychologen und Unternehmensberater Christian Jacobs und dem Künstler Carsten Fock.

Eine Kooperation zwischen dem SALON LUITPOLD und Earnest & Algernon – ein cultural companion

 

Ort: SALON LUITPOLD im Cafe Luitpold, Briennerstr. 11, 80333 München

Eintritt frei. Um frühzeitige Anmeldung wird gebeten unter salon@cafe-luitpold.de

 

 

Stefan Hunstein liest Elias Canetti
Das Buch gegen den Tod
Mi, 28.10.2015, 19 Uhr

Kurz vor dem katholischen Hochfest Allerheiligen und dem Festtag Allerseelen freut sich die DG über den Besuch des Künstlers und Schauspielers Stefan Hunstein. Er wird gemeinsam ausgewählte Textpassagen aus „Das Buch gegen den Tod“ von Elias Canetti (1905–1994) vortragen. Der Literaturnobelpreisträger von 1981 beschäftigte sich zeitlebens mit dem Thema Tod und so dürfen Sie gespannt sein auf eine zur Jahreszeit passende Lesung.

Eintritt: 10,00 EUR / ermäßigt 5,00 EUR
keine Anmeldung erforderlich

Publikation zur Ausstellung
‚Der letzte Garten – Bauwerke des Abschieds‘

Diese Publikation erscheint begleitend zur Ausstellung ‚Der letzte Garten – Bauwerke des Abschieds‘ im DG Kunstraum, Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst vom 2. Juli bis 29. August 2015

Der Katalog ist für € 7,50 im DG Kunstraum zu erhalten (+ Porto bei Versand).
Bestellungen senden Sie bitte an: info@dg-kunstraum.de

Herausgeber*innen: Dr. Walter Zahner, Benita Meißner
Assistenz: Manuela Baur
Texte: Madeleine Dietz, Benita Meißner, Stefanie Seeholzer
Gestaltung: Bernd Kuchenbeiser Projekte mit Michaela Wonhöfer
Lektorat: Dr. Kirsten Nies
Lithografie: Serum Network GmbH
Druck: Eberl Print GmbH, Immenstadt
Fotos: Adolf Bereuter, Lucia Degonda, Eduard Hueber, Marc Lins,
Tomas Riehle /artur, Vogt Landschaftsarchitekten, Nikolaus Walter

ISBN 978–3‑932322–40‑2

Der Umgang mit dem Tod unterliegt im 21. Jahrhundert einem allgemeinen gesellschaftlichen – und kulturellen – Wandlungsprozess. Eine Gedenkstätte kann für jedermann zugänglich im Internet eingerichtet werden oder sich in Form eines Friedjuwels nur einem kleinen Kreis erschließen. Den Menschen ist es ein tiefes Bedürfnis, einen konkreten Ort und eine bestimmte Form des Totengedenkens zu haben, und immer wieder sind Künstler und Architekten gefragt, diese Orte des Abschieds neu zu gestalten, damit sich Trauer und Trost annähern können.

Die Ausstellung ‚Der letzte Garten‘ gibt, mittels Fotografien und Modellen, Einblicke in die Umgestaltung christlicher Friedhofsanlagen und deren Erweiterung durch Krematorien und Urnenwände, die die Bedürfnisse der gegenwärtigen Bestattungskultur widerspiegeln. Die unterschiedlichen Friedhofskulturen legen Zeugnis von der Gesellschaft und der jeweiligen Religionszugehörigkeit ab. Als Antwort auf die kulturelle Vielfalt in Europa und die Begegnung mit anderen Religionen in der Diaspora werden zudem die muslimische und die jüdische Friedhofskultur exemplarisch vorgestellt.

Symposium: Im Auftrag – Kunst und Kirche.
Oder: Wie frei ist die Kunst?
23. bis 25.10.2015
Frankfurt am Main

 

Symposium der Gesellschaft für Gegenwartskunst und Kirche „Artheon“ in Kooperation mit der Evangelischen Akademie Frankfurt am Main, der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst, dem Katholischen Akademie Rabanus Maurus und dem Zentrum Verkündigung der EKHN.

Kirche als Auftraggeberin? – Das war einmal, könnte man angesichts einer Jahrhunderte währenden Emanzipationsgeschichte der Künste gegenüber ihren kirchlichen Auftraggebern meinen.

Doch in Wirklichkeit ist die Geschichte kirchlicher Auftraggeberschaft nie abgebrochen. Im Gegenteil: Sie hat in den vergangenen Jahren durch eine Reihe von prominenten kirchlichen Auftragswerken (u.a. Gerhard Richter, Neo Rauch, Sigmar Polke, Imi Knöbel, Markus Lüpertz) einen Aufschwung erlebt – mit Folgen für das Verhältnis von Kunst und Kirche, die Fragen aufwerfen:

Brauchen wir eine neue Kultur kirchlicher Auftraggeberschaft? Und wenn ja, wie sähe sie aus? Wie verhalten sich Freiheit und Auftrag zueinander? Und könnte es sein, dass gerade Auftragsverhältnisse eine ganz eigene Art künstlerischer Freiheit ermöglichen?

Veranstaltungsort: Frankfurt am Main

 

Programm


Anmeldung bis zum 8.10.2015 unter info@dg-galerie.de

 

Orte der Zukunft
Häuser des Lebens
Mi. 15.7.2015, 19 Uhr

 

Orte der Zukunft / Häuser des Lebens

Vortrag/Diskussion von/mit Jörg van den Berg (Stiftung Federkiel, München)

Zu einem nicht realisierten Skulpturenprojekt mit Werken von Christine Borland, Stefan Kern, Thomas Locher, Richard Serra und Gerda Steiner/Jörg Lenzlinger

Jüdische Friedhöfe zählen zu den lebendigen Orten jüdischer Kultur in Deutschland, so merkwürdig das auch klingen mag. Obwohl es die jüdischen Gemeinden vielerorts nicht mehr gibt, liegen viele Friedhöfe noch so da, wie sie vor hundert und mehr Jahren gemeint waren: als Orte der Zukunft.

Der Ausstellungsmacher und Kunstwissenschaftler Jörg van den Berg, der seit Anfang des Jahres für die Münchner Stiftung Federkiel arbeitet, wird im Kontext unserer aktuellen Ausstellung ›Der letzte Garten‹ ein sehr pointiertes Projekt vorstellen: ›Echo’s Pool – fünf jüdische Friedhöfe und fünf künstlerische Einlassungen‹. Gemeinsam mit Karen van den Berg und dem Historiker Sebastian Manhart hat van den Berg Anfang des Jahrtausends dieses Konzept entwickelt und – auch in Reaktion auf die damalige Mahnmalsdebatte in Berlin – mit Christine Borland, Stefan Kern, Jörg Lenzlinger/Gerda Steiner, Thomas Locher und Richard Serra fünf Künstler eingeladen, für fünf kleine niederrheinischen Landfriedhöfe dauerhafte Installationen zu entwickeln. Vier der fünf Künstler entwarfen ‚architektonische’ Konzepte. Nicht zuletzt deshalb passt ›Echo’s Pool‹ in den Kontext einer Ausstellung, die sich mit aktuellen Bauten des Abschieds beschäftigt.

 

Echo’s Pool‹ wollte in den Kontext der Auseinandersetzung mit der jüdischen Tradition in Deutschland anderes einbringen als eine bloße Rhetorik von Gedenksteinen und Mahnmalen. Es behandelte den jeweiligen Friedhof nicht als Symbol für die Abwesenheit jüdischen Lebens oder den Holocaust, sondern als ›Betha-chajim‹, als ›Haus des Lebens‹ – einen Ort gegenwärtiger Erinnerung und zugleich einen Ort der Zukunft.