DG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum DiskursGegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs Gegenwart

Express-Ausstellung 
‚U Can Take‘
 9. bis 23. September 2022

Programm

Eröffnung mit Performanceprogramm 
zur Open Art

Fr. 9.9.2022
18.15 Uhr Felix Helmut Wagner, Wien
19 Uhr Max Weisthoff, München

Sa. 10.9.2022
14 Uhr Esther Abdelghani mit Diana Wöhrl, München
16 Uhr Haveit, Pristina (Kosovo)

So. 11.9.2022, 14 bis 16 Uhr
Gabi Blum, München
Lisa Stertz, Berlin

Finissage
Fr. 23.9.2022
19 Uhr, 90 min (mit Pause)
Ruth Geiersberger liest performativ
Marina Abramović ‚Durch Mauern gehen‘

Mittelpunkt der Ausstellung bildet die großformatige Wandmalerei ‚You Can Take‘ des Münchner Künstlers Lars Koepsel, die sich als komplexes mehrfarbiges Schriftbild in der gesamten Höhe des DG Kunstraums präsentiert. Inspiriert durch das Studium chinesischer Kalligrafie aus dem ersten Jahrtausend vor Christus setzt sich Koepsel seit den frühen 1990er Jahren in seinem Werk hauptsächlich mit Schrift auseinander. Die Arbeit ‚You Can Take‘ greift den Refrain „you can take my body, you can take my bones, you can take my blood, but not my soul” des Songs ‚At The Purchaser’s Option‘ von Rhiannon Giddens[1] auf. 

Bereits seit der Antike wird die grundlegende philosophische Frage nach der Beziehung von Körper und Seele, oder allgemeiner Materie und Geist, verhandelt. Sind Geist und Körper zwei verschiedene Substanzen? Wenn ja, wie sind sie miteinander verbunden? Wenn nein, ist der Geist etwas Körperliches, oder ist der Körper eine Form des Geistes? Ist die Seele frei und der Körper nicht? Diesen im Raum visualisierten Themenkomplex loten die regionalen und internationalen Künstler*innen mit einem kontrastreichen Video- und Performanceprogramm aus. ‚U Can Take’ eröffnet zum OPEN ART Wochenende unter anderem mit Max Weisthoff aus München, der Themen wie Maske, Kontrolle und Übergriffigkeit bearbeitet und dem HAVEIT-Kollektiv aus Pristina/Kosovo, die sich in ihrer Arbeit mit queerfeministischen Themen wie Frauen*- und LGBTQ+ Rechten auseinandersetzen.

In der klassischen Performance definiert sich Präsenz ganz entscheidend über den Körper und doch geht sie darüber hinaus. Gina Pane bringt es auf den Punkt: „Der Körper wird selbst zur Idee, während er vorher nichts anderes war als ein Übermittler von Ideen. Es gibt einen ziemlich ausgedehnten Bereich, der es wert ist, erforscht zu werden. Von dort aus ist es möglich, andere Räume zu betreten, wie den der Kunst zum Leben, in denen der Körper nicht länger eine Repräsentation ist, sondern eine Transformation.“[2] Der Körper wird in einem selbstreflexiven Akt verdinglicht, er wird aber auch zum Schauplatz von Wunden, Schmerz und Gewalt. 

Performancekunst ist für manche Menschen, die sich für zeitgenössische Kunst interessieren, schwer zugänglich. Marina Abramović beweist mit der Performance ‚The Artist Is Present‘, die im New Yorker MoMA Tausende von Besucher*innen anzog, dass das auch ganz anders sein kann. Und so liest sich auch ihre Autobiografie[3]: Es ist als säße sie beim Erzählen ihrer Geschichte direkt vor der lesenden Person. Im Rahmen der Finissage leiht die Münchner Performancekünstlerin Ruth Geiersberger, auf den ersten Blick scheinbar das Gegenteil von Marina Abramović, der Performance-Ikone ihre Stimme.

Künstler*innen
Gabi Blum
Johannes Evers
Ruth Geiersberger
Haveit
Lars Koepsel
Marco Schuler
Lisa Stertz
Felix Helmut Wagner
Max Weisthoff

Künstler*innen der AdBK
Esther Abdelghani mit Diana Wöhrl
Leonard Schulz und Team

Fotos
Lars Koepsel, You Can Take,  © VG Bild-Kunst, Bonn 2022
Haveit, 8th of March, 2021

Die Ausstellung wird gefördert durch „Verbindungslinien BBK“

[1] Rhiannon Giddens (* 21. Februar 1977 in Greensboro, North Carolina) ist eine Sängerin traditioneller US-amerikanischer Folk- und Old-Time-Musik, aber auch irisch-gaelischer Musik.
[2] Gina Pane, übersetzt und zitiert nach: Francesca Alfano Miglietti, Extreme bodies. The use and abuse of the body in art, Mailand 2003. S. 28
[3] Marina Abramović: Durch Mauern gehen, München 2016.

***Ausstellungshinweis***
Yao Jui-Chung
Apartment der Kunst
Karten liegen aus.

Auf der Suche.…
Federico Delfrati
The Library of Jane Goodall
Sa, 30.4.22 um 19 Uhr

Aufführung mit Jane Goodall’s Library Choir unter Leitung von Christian Seidler.

Evang.-Luth. Nazarethkirche
Barbarossastraße 3
81677 München

The Library of Jane Goodall“ ist ein Konzert experimenteller Musik mit Synthpop-Anklängen und eine Performance, die durch einen narrativen Faden miteinander verbunden sind, der mal von einer Stimme erzählt und gesungen, mal von einem Chor und vier Synthesizern gespielt wird.

Das zentrale Thema der Geschichte ist inspiriert von den Schriften Hans Blumenbergs über den Moment, in dem der letzte Affe zum Menschen wurde, weil er sich mit einem Steinwurf verteidigte. Indem er die erste räumliche Distanz zwischen sich selbst als Beute und seinem Raubtier mit Hilfe eines Objekts herstellte, begann der letzte Primat, sein eigenes Ich wahrzunehmen. Von diesem Moment an waren es gerade die Entfernungen, die als leere Räume zwischen den Körpern verstanden wurden, die die Phasen abgrenzten, in denen der Geist begann, die Zeit in einer erweiterten Weise wahrzunehmen, sich selbst zu hinterfragen, zu antizipieren.

Die Performance dekonstruiert diese Etappen rückwärts in mögliche Kapitel, jedes mit einer anderen Erzählstimme (einer Generation von Köpfen), die zwanghaft versucht, sich selbst zu verstehen und ihrer Existenz einen Sinn zu geben, indem sie sich auf einen Mythos, eine Autorität, eine Mutter beruft – eine Figur, die hier von der britischen Primatologin Jane Goodall repräsentiert wird.

In den letzten Jahren hat sie sich zu einer Verfechterin der Rechte aller Tierarten mit starkem ökologischem und naturschützerischem Charakter entwickelt. 50 Jahre lang hat sie das Leben, das Verhalten, die „Kultur“ und den Tod unzähliger Generationen von Schimpansen untersucht. Sie besitzt die Bibliothek mit allen Notizen, Studien und Antworten, die für die studierten Subjekten unverständlich sind. Es ist die Figur des Gott-Wissenschaftlers und des Wissenschaftler-Gottes, der hier eine nicht wertende Rolle einnimmt, analytisch und stumm gegenüber den Obsessionen ihrer Untertanen.

Und die “Distanz” zwischen den Fragen und einer möglichen Antwort wird immer größer, denn die Kapitel des Konzerts erzählen von einer Zeit, die rückwärts läuft, bis der Stein geworfen wird.

So singen Generationen von Menschen, Hominiden und Affen:

Jane, Jane, did you read them all, Jane?

Tell me how to behave, 

Like the boy in your cage.

Jane, Jane, where’s the start of the maze?

Am I part of your game?

Are there rules to be played by?

Jane Jane, did you read them all, Jane?

Tell me how to behave,

Tell me how to behave.

Bei Fragen zur Veranstaltung wenden Sie sich bitte an
info@dg-kunstraum.de

Die Veranstaltung wird im Rahmen des Ausstellungsprojektes Auf der Suche… durchgeführt. Die Performance ist als Video während der Laufzeit der Ausstellung im DG Kunstraum und in der Evang.-Luth. Nazarethkirche zu sehen.

Kampf um Sichtbarkeit
Wo stehen Künstlerinnen heute?
Do, 31.3.2022, 19 Uhr

Gabi Blum und Kirsten Kleie
im Gespräch mit Benita Meißner

In unserer Gesellschaft wird Weiblichkeit gleichgesetzt mit Fürsorglichkeit. Frauen sind zuständig für emotionale Zuwendung, für Harmonie, Trost und Beziehungsarbeit – für Tätigkeiten also, die unsichtbar sind und kaum Anerkennung oder Bezahlung erfahren.“
(aus: Die Erschöpfung der Frauen: Wider die weibliche Verfügbarkeit, von Franziska Schutzbach)

Mit ihrer Kunst mischt sich Gabi Blum in politische Debatten ein und weist unter anderem immer wieder auf die prekäre Situation von Künstler:innen hin. Kirsten Kleie hatte von 2019 bis 2021 einen Lehrauftrag an der Akademie der Bildenden Künste München mit dem Titel: ‚KlasseMusterFrau – 100 Jahre Öffnung der Akademie der Bildenden Künste für Frauen‘. Beide engagieren sich in unterschiedlichen Initiativen wie z.B. K&K – Bündnis Kunst und Kind, das sich für die Interessen von Künstler:innen mit Kindern einsetzt.

Gabi Blum
www​.gabiblum​.de
ist Künstlerin, Kuratorin und Aktivistin. Sie kombiniert raumgreifende begehbare Installationen mit Performance, Malerei und Video. Ihre meist ortsspezifisch konzipierten Arbeiten arrangieren Menschen in kulissenartigen stereotypen Räumen und verstehen sich als prozesshafte experimentelle Anordnung von Material, Akteur:in und zeitbasierten Medien. 

Mit ihrer Kunst mischt sie sich in politische Debatten ein und weist unter anderem immer wieder auf die prekäre Situation von Künstler:innen hin, ist Mitbegründerin der Initiativen #EXIST – Raum für Kunst in München und K&K – Bündnis Kunst und Kind . Zusammen mit Mitgründerin Anna Schölß und mehr als 100 Anhänger:innen setzt sich K&K für die Interessen von Künstler:innen mit Kindern ein, schafft sich eine eigene Plattform, Sprachrohr und Stimme. 

Mit dem 2020 in Berlin gegründeten Aktionsbündnis fair share! Sichtbarkeit für Künstlerinnen finden gemeinsame überregionale Aktionen statt. 

Kirsten Kleie
www​.kleie​.net 
Studium an der Bayerischen Staatslehranstalt für Photographie, Studium der Philosophie an der LMU München und an der Akademie der Bildenden Künste, München, Diplom als Meisterschülerin, 2014

Lehrtätigkeit
2019 – 2021
Lehrauftrag an der Akademie der Bildenden Künste, München
Projekt ‚KlasseMusterFrau – 100 Jahre Öffnung der Akademie der Bildenden Künste für Frauen‘
1997 – 2001
Dozentin für Fotografie an der Münchner Volkshochschule

Mitglied in folgenden Verbänden und Netzwerken
seit 2020
2. Vorstand des Sozialfonds e.V. des Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler München und Oberbayern e.V.
seit 2019
GEDOK München – Gemeinschaft der Künstlerinnen und KunstförderInnen
seit 2019
K&K Bündnis von und für Künstlerinnen mit Kindern
seit 2017
Beisitzerin im Sozialfonds e.V. des Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler München und Oberbayern e.V.
seit 2015
Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler München und Oberbayern e.V.

Publikation
‚Dialog auf Distanz‘
zur Online-Ausstellung
‚kunst​-netz​-werk​.online‘

Der Katalog Nr. 151 der DG erscheint im Kunstverlag Josef Fink, begleitend zur Online-Ausstellung ‚kunst-netz-werk‘.

Der DG Kunstraum, der Fachbereich Kunstpastoral der Erzdiözese München und Freising sowie das Kunstreferat derEvangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern haben unter dem Eindruck der Corona- Pandemie die Online-Ausstellung www​.kunst​-netz​-werk​.online als digitales Kunstprojekt ins Leben gerufen.

Drei Wochen nach dem Lockdown, im Frühjahr 2020, gingen die ersten Beiträge Tag für Tag online – dem digitalen Medium gemäß mit dem Schwerpunkt auf Videoarbeiten. Einzelne Arbeiten sind extra für dieses Projekt entstanden; alle Beiträgeeröffnen im Kontext der Corona-Pandemie neue Deutungsperspektiven.

Von den Initiator*innen angefragte Kunstvermittler*innen wählten Künstler*innen aus, die sie mit einem Kurztext zu einer Arbeit vorstellen. In einem vorstrukturierten Interview hatten die Künstler*innen die Möglichkeit, ihre Lage und Gedanken in der aktuellen Situation zu schildern.

Die Publikation Dialog auf Distanz. Ein Kunstprojekt im Jahr 2020 dokumentiert und reflektiert dies Onlineprojekt.

Der Katalog ist für 18 Euro im DG Kunstraum zu erhalten (plus Porto bei Versand).

Bestellungen senden Sie bitte an: info@dg-kunstraum.de

Herausgeber: Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst e.V.
Dr. Walter Zahner, Benita Meißner
Konzeption: Benita Meißner, Dr. Ulrich Schäfert
Reflexion und Interview: Dr. Simone Egger
Assistenz und Lektorat: Dr. Hanne Borchmeyer
Druck: Standartu Spaustuve, LT-Vilnius
Gestaltung: Gabi Blum
Fotos: die Künstler und Bernd Borchardt (für das Projekt von Bea Meyer)

ISBN 978–3‑95976–321‑9
(Kunstverlag Josef Fink)
ISBN 978–3‑932322–55‑6
(Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst e.V.)

Wieder und Wieder. Ritual, Kontemplation, Obsession‘
Gruppenausstellung
16. Januar bis 29. Mai 2020

In der Gruppenausstellung geht es um Wiederholungen, um künstlerische Tätigkeiten, die in den Alltag der Ausübenden, meist nach einem genau ausgeklügelten Stundenplan, fest integriert wurden. Die meisten Werke werden in kleinen unterschiedlichen Raumskulpturen präsentiert, die jeweils nur von ein bis zwei Besuchern betreten werden dürfen. Der viel beschworene „Dialog der Arbeiten“ findet nur in den Gedanken der Besucher statt.

Rituale können zum Symbol einer Gemeinschaft werden. Sie verwandeln nach Byung-Chul Han das In-der-Welt-sein in ein Zu-Hause-Sein. Sie machen aus der Welt einen verlässlichen Ort. Sie machen die Zeit bewohnbar, sie machen sie begehbar wie ein Haus. Unsere Gegenwart ist vom Verlust der Rituale geprägt, denn das Außergewöhnliche wird zum Alltäglichen, wird somit flach und seiner Bedeutung entleert. Die gleichförmige, ständige Intensität medialer Reize durch Smartphones und soziale Medien führt zur Verflachung unserer Aufmerksamkeit. Die ausgewählten vier Videoarbeiten der Ausstellung verhandeln das Thema des Rituals und der Kontemplation sowie ihrer Bedeutung für unser Leben.

In einer Videobox wird an jedem Wochentag ein jeweils anderer Videofilm gezeigt.

Künstler
Peter Granser
Lars Koepsel
Claudia Starkloff
Ignacio Uriarte

Videobox
Dienstag
: Judith Albert, Wandlung, 2011
Mittwoch: Anne Pfeifer & Bernhard Kreutzer, Walking through Gwangju, 2019
Donnerstag: Thomas Thiede, Standartbibel, 140212–200314
Freitag: Lin Wei-Lung, Circulation Tianfu District, 2015–2016

Fotos
Gerald von Foris (1 – 3)

3+6 Architekturvorträge

Reduktion und Erneuerung von Sakralbauten

In der Vortragsreihe der DG 2019 stellen Architekturbüros ihre neuesten Projekte im Bereich Kirchenumbauten und Kapellen vor. Kapellen, kleine Andachtsräume, die oftmals auf Privatinitiativen zurückgehen, haben eine lange Tradition und erfahren gerade in den letzten Jahrzehnten wieder großen Zuspruch. Sie werden genutzt als Orte der Zuflucht und Stille und werden nicht als Bastionen des Glaubens angesehen. So bilderlos der neue Sakralbau ist, so präzise werden Architektur und künstlerische Beiträge geplant.

Die Kirche untersteht dem Wandel gesellschaftlicher Werte sowie demografischer und finanzieller Rahmenbedingungen. Das geht nicht selten mit neuen Aufgaben für den Kirchenraum einher, der baulichen Veränderungen unterzogen werden muss. Teilprofanierungen oder Verkleinerungen von Kirchenräumen sind Aufträge, mit denen Architekten immer häufiger konfrontiert werden.

Um Anmeldung für die einzelnen Vorträge wird gebeten unter info@dg-galerie.de

Termine

Mittwoch, 30. Januar 2019, 19 Uhr
Kunze Seeholzer Architekten
St. Benedikt, Kapelle (2007)

Dienstag, 26. Februar 2019, 19 Uhr
Hollenbeck Architekten
Umbau der Christuskirche in Köln (2016)

Dienstag, 26. März 2019, 19 Uhr
Meixner Schlüter Wendt Architekten
Umbau Dornbuschkirche, Frankfurt am Main (2006)

Mittwoch, 10. April 2019, 19 Uhr
bayer | uhrig Architekten
Neubau ökumenischer Pavillon, Landesgartenschau Landau (2015)

Dienstag, 4. Juni 2019, 19 Uhr
Kissler + Effgen
Umbau St. Bartholomäus, Köln (2014)

Dienstag, 2. Juli 2019, 19 Uhr
Staab Architekten
Umbau Liebfrauenkirche, Dortmund (2011) 

Dienstag, 15. Oktober 2019, 19 Uhr (ENTFÄLLT)
Christ & Gantenbein
Umbau Swiss Church, London (2010)

Mittwoch, 13. November 2019, 19 Uhr
Florian Nagler Architekten
Wiederaufbau St. Martha, Nürnberg (2018)

Mittwoch, 4. Dezember 2019, 19 Uhr
Innauer-Matt Architekten
Neubau Kapelle Wirmboden, Schnepfau/Vorarlberg (2016)

Aschermittwoch der Künstler im Münchner Dom Kunstbeitrag: Empfangshalle

Wir freuen uns anzukündigen, dass beim diesjährigen Aschermittwoch der Künstler die Waschstation zum Einsatz kommt, die vom 9. September bis 11. November 2017 im Rahmen der Ausstellung ‚Wäsche‘ in St. Paul erstmals in Betrieb genommen wurde. Das dort aufgezeichnete Video war zeitgleich in der Ausstellung in der Galerie der DG zu sehen.

Die Feier des Aschermittwoch-Gottesdienstes mit Erzbischof Reinhard Kardinal Marx findet
am 6. März 2019 um 17:30 Uhr im Münchner Dom Zu Unserer Lieben Frau statt.

Die Gestaltung steht unter dem thematischen Fokus „Reinigung“: Es wird die Arbeit „Waschende Hände“ des Künstlerduos EMPFANGSHALLE – Michael Gruber und Corbinian Böhm – zu sehen sein, eine ‚Waschstation‘ an der sich immer zwei Menschen gegenseitig je eine Hand waschen, was im Video festgehalten wird.

Ab 16:30 Uhr können Sie die Waschstation im hinteren Teil der Kirche besuchen; Videos der waschenden Hände werden in die Gestaltung des Gottesdienstes einfließen. Herzlich bitten wir Sie rechtzeitig vor Beginn die Plätze einzunehmen, da im Dom keine Plätze reserviert werden.

Das Video zum Waschgang auf dem Kirchenfenster von St. Paul von 2017 finden Sie hier:

© EMPFANGSHALLE, Kamera: Frank Sauer

 

Kult & Gebet: Sprache vor dem Unsagbaren
Mi, 10.1.2018, 19 Uhr

Veranstaltungsreihe
‚Ritual? Aktion? Performance? Prozess? 
Der Gottesdienst und die Künste‘ 

Gottesdienst – die Liturgie – ist kein spontanes Geschehen, sondern eine Kunstform, die über einen langen Zeitraum entstanden ist. Sie hat Bezüge zu den Sprach- und Performancekünsten, zur Architektur, Bildenden Kunst und Musik. Was liegt also näher, als die traditionellen Formen der Liturgie durch Gegenwartskunst zu erweitern, zu inspirieren, zu verstärken oder zu unterbrechen und zu befragen? Mit der Dialogreihe gehen wir den heutigen Beziehungen von Gottesdienst und den Künsten auf den Grund.

1. Veranstaltung am 10.1.2018 um 19 Uhr in der Galerie der DG:
Christian Lehnert nähert sich mit der Sprache der Dichtung den festgefügten Formen des kultischen Vollzugs, deren Bedeutung vielen längst verloren gegangen ist. Er hinterfragt aber auch die oft banale Sprache gottesdienstlichen Redens, die allzu harmlos daher kommt und geschwätzig über Brüche im Gottesbild hinwegredet. Er rührt an die Erfahrung der Mystik, die Dimension, die nicht mehr aussprechbar ist und mit dem Wort „Gott“ nur angezeigt wird. Eine Unterbrechung der Verständnisroutinen, eine Provokation für alle Konservativen ebenso wie für Liberale und Charismatiker.

Referenten:
Dr. h.c. Christian Lehnert, Dichter und Theologe, Liturgiewissenschaftliches Institut an der Universität Leipzig, Autor von Gott in einer Nuss. Fliegende Blätter von Kult und Gebet, 2017
Dr. Johann Hinrich Claussen, Kulturbeauftragter der Evangelischen Kirche in Deutschland, Berlin

Moderation: Jutta Höcht-Stöhr

DAS GANZE PROGRAMM

Information und Anmeldung:

Evangelische Stadtakademie, tel 089 5490270 oder info@evstadtakademie.de
Galerie der DG, tel 089 282548 oder info@dg-galerie.de

Kosten: Eintritt jeweils EUR 7 / EUR 5 Mitglieder DG und Artheon
Studierende bis 30 Jahre frei

Eine Kooperation von:

Artheon – Gesellschaft für Gegenwartskunst und Kirche e.V., www​.artheon​.de, Dr. Stefan Graupner
Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst e. V., www​.dg​-galerie​.de, Benita Meißner
Evangelische Stadtakademie München, www​.evstadtakademie​.de, Jutta Höcht-Stöhr
Fachbereich Kunstpastoral der Erzdiözese München und Freising, www​.erzbistum​-muenchen​.de/​k​u​n​s​t​p​a​s​t​o​ral, Dr. Ulrich Schäfert
Kunstreferat der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Dr. Richard Graupner

Kunst braucht Freunde.
Werden Sie Mitglied!

Kunst braucht Freunde, die es ermöglichen, Kunst für alle erlebbar zu machen. Werden Sie Mitglied im Verein der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst.

Jahresbeitrag: 50 Euro
Fördernde Mitglieder: ab 60 Euro

Als Mitglied erhalten Sie Einladungen zu allen Ausstellungen und Veranstaltungen sowie eine kostenlose Jahresgabe.
Die DG Mitgliedskarte gewährt Ihnen freien Eintritt in allen ADKV Institutionen deutschlandweit.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen gerne in der Geschäftsstelle in München Frau Baur (E‑Mail)

Über Ihren Beitritt würden wir uns sehr freuen!


Über uns

DG Kunstraum und die Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst

Der Kunstverein wurde 1893 als überregionale, gemeinnützige und unabhängige Kultureinrichtung gegründet. Wir stellen eine interdisziplinäre Werkstatt bereit, damit sich interessierte Menschen durch Bildende Kunst aber auch Musik, Wissenschaft, Architektur, Theologie oder Philosophie zu den Themen unserer Zeit austauschen können. Alle Aktivitäten des Vereins verbindet die Auseinandersetzung mit den existenziellen Fragen des Menschen. Im DG Kunstraum werden vier bis fünf Ausstellungen pro Jahr gezeigt, die von einem breiten Rahmenprogramm begleitet werden, darunter Künstlergespräche, Vortragsreihen, Konzerte und Lesungen. Künstler werden auf vielfältige Weise vom Verein gefördert: Durch die Übernahme der Produktionskosten, Künstlerhonorare und Ausstellungspublikationen. Die DG sucht bewusst den Kontakt zu anderen Institutionen für gemeinsame Veranstaltungen, Ausstellungskonzepte oder auch Wanderausstellungen.

12+12
Vortragsreihe:
Zeitgenössische sakrale
Architektur in Deutschland
nach 2000

Nachholtermin:

29.11.2018, 19 Uhr, Meck Architekten

Prof. Andreas Meck stellt in seinem Vortrag unter anderem die erst in diesem Jahr geweihte Pfarrkirche Seliger Pater Rupert Mayer in Poing vor.

Das kantig-kompakte Äußere der Pfarrkirche erhebt sich über einem annähernd quadratischen Grundriss, dominiert in Form und Höhe die städtebauliche Situation und wird zum identifizierbaren Zeichen für Poing. Als Solitär konzipiert, entfaltet die neue Kirche mit ihrer differenzierten, mit hochglänzend weißen Keramikkacheln ummantelten Dachlandschaft skulpturale Kraft. Die variierenden Erhebungen des Daches akzentuieren die verschiedenen liturgischen Bereiche des Innenraums, die auch in der strahlend weiß verputzten Deckenstruktur des Innenraums vollständig ablesbar sind. Sanftes Tageslicht strömt durch ein milchverglastes Oberlicht über das dreiseitig blockhaft aufgestellte Kirchengestühl. Jede Gebäudeseite verfügt über mindestens ein großformatiges Fenster. Selbstbewusst hebt sich die Fassade der erst 2018 geweihten Pfarrkirche vom Dachziegelrot der Umgebungsbebauung ab, während der Erdgeschossbereich sockelartig mit Platten aus Nagelfluh umkleidet ist.

Das Kirchenzentrum Seliger Pater Rupert Mayer ist eines von 27 Projekten, die in der Wanderausstellung ‚Zusammenspiel: Kunst im sakralen Raum‘ vorgestellt werden. In Kooperation mit dem Verein Ausstellungshaus für christliche Kunst (VAH) geht die Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst (DG) den Fragestellungen nach, die sich in dem weiten und hochaktuellen Feld der ‚Kunst im sakralen Raum‘ ergeben. Die Überblicksausstellung widmet sich den Werken, die nach dem Jahr 2000 im katholischen und evangelischen Raum entstanden sind. Es wird veranschaulicht, dass der Kirche als Bewahrerin und Förderin des kulturellen und künstlerischen Erbes auch heute eine wichtige Rolle zukommt. Als Auftraggeberin regt sie nach wie vor kulturelle Leistungen im öffentlichen Raum an und eröffnet den in unserer Gesellschaft notwendigen Diskurs zwischen Glauben und Religion.

Um Anmeldung zu den einzelnen Vorträgen wird gebeten unter info@dg-galerie.de.

Weitere Informationen finden Sie unter www​.dg​-galerie​.de

 

Pfarrkirche Seliger Pater Rupert Mayer, Poing, 2018, Foto: Florian Holzherr

 

Die Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst hat in den vergangenen Jahren eine Reihe hochwertiger Ausstellungen zum zeitgenössischen Sakralbau erfolgreich präsentiert. In der Weiterführung wurde im Oktober 2016 eine Vortragsreihe zu ausgewählten Sakralbauten in Deutschland nach 2000 gestartet. Der Titel ‚12+12‘ weist auf das inhaltliche Konzept der Vortragsreihe hin: In zwölf Monaten stellten zwölf Architekten jeweils ein realisiertes Projekt aus dem Sakralbau wie auch ein weiteres Bauwerk von der Antike bis zur Gegenwart vor, das für ihre Arbeitsweise richtungsweisend war.

2016
19.10. Allmann Sattler Wappner Architekten
29.11. Peter Kulka Architektur

2017
18.1. Architekturbüro Paul Böhm
1.2. Kister Scheithauer Gross Architekten und Stadtplaner
22.3. Lederer Ragnarsdóttir Oei
28.3. Schneider+Schumacher
5.4. Sauerbruch Hutton
17.5. Königs Architekten
12.7. Wandel Lorch Architekten
20.9. Schulz und Schulz
26.9. Meck Architekten (fällt aus)
18.10. Brückner & Brückner Architekten

Beginn jeweils um 19 Uhr

In Kooperation mit dem Bund Deutscher Architekten und dem Lehrstuhl für Raumkunst und Lichtgestaltung an der Fakultät für Architektur der Technischen Universität München.