DG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum DiskursGegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs Gegenwart

Focus On: Künstler*innen
‚Fast eine Tonne: Atemraum‘ 

Die Gruppenausstellung ‚ Fast eine Tonne. Atemraum‘ erforscht das Atmen als Ursprung und Grenze des Daseins durch künstlerische Setzungen. Jedes Einatmen ist ein Beginn, jedes Ausatmen ein Loslassen. Ausgewählte künstlerische Setzungen machen diesen unsichtbaren Prozess auf unterschiedliche Weise erfahrbar.

Benjamin Zuber

(*1982 in Bamberg) studierte bis 2012 an den Kunstakademien in Nürnberg und Wien und lebt seit 2014 in Berlin. In seinen vielfältigen Installationen erprobt er immer wieder neue intermediale Formate und eignet sich neue Materialfelder und Verarbeitungstechniken an. Dabei eröffnen seine Arbeiten oft gesellschaftlich relevante Fragen aus einer dezidiert subjektiven Perspektive – und verhandeln gerade aus diesem dialektischen Verhältnis heraus die Grenzen eines individuellen Blickfeldes auf die Welt. Seine Arbeiten waren zuletzt unter anderem im Neuen Museum Nürnberg, im Neuen Kunstverein Aschaffenburg, im Museum Penzberg und in der Pinakothek der Moderne München zu sehen. Zu seinen Auszeichnungen zählen das INITIAL-Stipendium der Akademie der Künste, die Sonderförderung Neustart Kultur der Stiftung Kunstfonds und der Bayerische Staatsförderpreis.

Meine intermedialen Arbeiten entstehen in einem performativen Prozess von Konstruktion und Dekonstruktion. Dabei suche ich nach Formen, die diesen Prozess abbilden und interessiere mich besonders für die Nicht-Wiederholbarkeit eines ersten Versuchs – den Moment also, in dem Idee und Material erstmals aufeinandertreffen.
Ausgelöst von einem Arbeitsunfall und weiter sensibilisiert durch die Pandemie habe ich mich inhaltlich einige Jahre primär mit der Fragilität körperlicher Unversehrtheit und dem schöpferischen Potential physischer Verletzung auseinandergesetzt. Auch in meinen jüngeren Arbeiten knüpfe ich an diese Formensprache an, der inhaltliche Fokus hat sich in Reaktion auf die eskalierenden globalen Krisen allerdings verschoben: vom versehrten Körper auf ein versehrtes System.“

Afra Dopfer

(*1962 in Starnberg) Nach einer Holzbildhauerlehre und Tätigkeit als Theaterplastikerin, studierte sie Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste München bei Leo Kornbrust und Cristina Iglesias am ‚Lehrstuhl für Bildhauerei in Verbindung mit Architektur‘. Sie arbeitet Multimedial und immer bezogen auf den architektonischen Raum. Ihre Kunst am Bau Projekte und ihre freien Arbeiten versteht sie als sich ergänzende Komponenten im Werk, genauso wie ihre Bewegungsarbeit (bei Amos Hetz) und die Lehre (Architekturfakultät Hochschule München). Zunehmend bezieht sie auch das Verhältnis des Körpers zum Raum und der Bewegung darin, ein. Sie lebt und arbeitet in München

Als Bildhauerin beobachte ich Beziehungen zwischen Körper, Raum und Bewegung, die Formen und die Schönheit, die aus dieser Beziehung ergeben. Mich interessiert das Naheliegende, Offensichtliche und Alltägliche. Ich verwende einfache Materialien und Gegenstände, wie Papier, Luftballons, Stecknadeln, Stoff, die ich aus ihrem Kontext löse, anders verwende, abstrahiere. Der Einsatz unterschiedlicher Medien ist dabei ein wichtiger Faktor im Arbeitsprozess.“

Susanne Wagner

Susanne Wagner (*1977 in München) lebt und arbeitet in München. Nach Bildhauereistudien an der Akademie der Bildenden Künste in München und Wien, war sie von 2005 – 2011 Assistentin von Prof. Hermann Pitz an der Akademie der Bildenden Künste München. In ihren Videoarbeiten und bildhauerischen Arbeiten setzt sie sich mit der Rolle der Frau in der Gesellschaft auseinander. Ihre Videoarbeiten wurden unter anderem innerhalb der Ausstellung „Body Media 2“ in der Powerstation of Art, Shanghai sowie in der Ausstellung Dimensions“ in den Pittlerwerken in Leipzig gezeigt. Sie erhielt den bayerischen Kunstförderpreis sowie den Kunstpreis der Bayerischen Akademie der schönen Künste München. Neben ihren freien künstlerischen Arbeiten realisiert sie seit 2013 bildhauerische Arbeiten in sakralen Räumen.

Die Rolle der Frau und ihre Stellung in der Gesellschaft beschäftigt mich seit Beginn meiner künstlerischen Arbeit. Bildliche Werkzeuge von Frauenrechtsdemonstrationen – wie nackte Brüste, Zerplatzte Tomaten oder rote schreiende Münder – sollen auf Missstände bezüglich der Gleichberechtigung der Geschlechter aufmerksam machen. Diese plakativen Bilder verarbeite ich in meinen bildhauerischen und medialen Arbeiten.“

Susanne Wagner eignet sich in einem performativen Akt das ‚Hot Lips‘-Logo von The Rolling Stones an. Unter einem lebensgroßen Papier kauernd entfaltet sie durch die Streckung ihres Körpers ein gemaltes Bild: Sichtbar wird ein gemalter Mund, dem ein Ausatmen, ein ‚Ahh‘, entweicht. Das 1970 entworfene Logo bezog sich ursprünglich auf die indische Göttin Kali, die für weibliche Energie, Tod und radikale Erneuerung steht – ein Bild, das von der Künstlerin aufgegriffen wird, da der weibliche Schrei auch für die Proteste der Frauen auf der Welt steht, die für ihre Rechte auf die Straßen gehen.

Daiki Kimoto

Daiki Kimoto (2000 in Osaka, Japan) lebt und arbeitet in München. Von 2022 bis 2025 studierte er an der Muthesius Kunsthochschule Kiel bei Andreas Greiner, seit 2025 setzt er sein Studium an der Akademie der Bildenden Künste München bei Alexandra Pirici fort. In seinen Arbeiten – insbesondere in Performance und Malerei – untersucht er anhand von Informationssystemen im Internet und persönlicher Erinnerung grundlegende Fragen nach dem Wesen der Zeit und der Konstruktion von Erinnerung. Ein zentrales Merkmal seiner Praxis ist die Fokussierung auf den Akt des Linienziehens selbst: Eine einzelne Linie fungiert sowohl als Spur einer andauernden körperlichen Handlung als auch als Metapher für die Akkumulation von Daten und Erinnerung. In jüngerer Zeit zeigte er eine Einzelausstellung in der Kunststation Sankt Peter (Köln, 2023) und war unter anderem an einer Duo-Ausstellung im the pool | Kunst- und Ausstellungsraum (Düsseldorf, 2025) sowie an einer Gruppenausstellung in der Neuen Nationalgalerie (Berlin, 2025) beteiligt.

Ich untersuche den Fluss der Zeit und die Entstehung von Erinnerung im Verhältnis zwischen körperlicher Handlung und der Akkumulation von Information. Der Akt des Linienziehens stellt dabei eine Spur gelebter Dauer dar und fungiert zugleich als Symbol für die Ansammlung von Daten und Erinnerung. In meinen Performances integriere ich Eingriffe und Entscheidungen anderer, wodurch sich individuelle Handlungen überlagern und vielschichtige Zeitschichten entstehen. Durch diese Prozesse versuche ich, die Beziehungen zwischen Individuum und Kollektiv sowie zwischen Erinnerung und System sichtbar zu machen.“

Sara Mayoral Jimenez

Sara Mayoral Jiménez (*1993 in Madrid) lebt und arbeitet in München. Sie studierte Bildende Kunst an der Universidad Complutense in Madrid und an der Akademie der Bildenden Künste in München, wo sie 2025 in der Klasse von Alexandra Pirici mit Auszeichnung abschloss.

In ihrer künstlerischen Praxis untersucht sie Prozesse der Transformation, Vergänglichkeitund Erinnerung. Unter Verwendung von Ton, organischen Materialien, Video und fermentationsbasierten Techniken entwickelt sie Installationen, die zu Langsamkeit, Intimität und Achtsamkeit einladen und oft aus alltäglichen Gesten, überliefertem Wissen und persönlichen Landschaften entstehen.Ihre Arbeiten wurde kürzlich für den Preis PERSPEKTIVEN 2026 München nominiert, und ihre Werke wurden unter anderem im Galerie der Künstler, Kunstverein München und im Rahmen der Ausstellungsreihe Varios Others mit dem Projekt Zimmer frei im Hotel Mariandl ausgestellt.

Mich interessiert, wie Sterblichkeit als transformierende Kraft wirkt. In meiner Arbeit verwende ich Materialien und Verfahren, die sich verändern, zersetzen und zeitlichen Prozessen unterliegen. Oft arbeite ich mit Praktiken wie Sammeln, Fermentieren oder Konservieren, alltäglichen Handlungen, die zwischen Pflege, Ritual und traditionellem Wissen angesiedelt sind. Mich interessiert, dass meine Werke Räume der Aufmerksamkeit bieten, in denen die fragilen Beziehungen zwischen Körper, Materie und Zeit sichtbar werden.“

Christoph Lammers

Christoph Lammers (*1969, Heidelberg) lebt und arbeitet in München. Er studierte an der Akademie der Bildenden Künste München. Er ist Zeichner und Performancekünstler. Der menschliche Körper und der Klang der Linie auf Papier und im Raum sind seine Forschungsfelder. Er schöpft aus der Natur und verlässt zeichnerisch immer wieder sicheres Terrain. 

Seit 2011 zeichnet er live in kollaborativen Dialogen bei Performances mit Musikern, Tänzern, Schauspielern … . Projektförderung des Kulturreferats München erhielt er für das inklusive Performanceprojekt ‚Herz Raum‘. Auf der Suche nach der Kraft reiste er in die Stadsgalerij Breda in Holland, ins mexikanische Hochland und an den Kochelsee. Seine Arbeiten und Performances waren unter anderem zu sehen beim CARPA Festival Helsinki, Middlesex University London, Michaeliskirche Erfurt, Städt. Galerie Rosenheim, Karolinenkirche, STENT Festival Augsburg, Staatl. Museum Ägyptische Kunst München.

Es ist ein Abenteuer zusammen eine Bühne zu betreten.“

Jin Lee

Jin Lee (1993, Südkorea) ist Performerin und Choreografin und arbeitet in München und Seoul. Ihre Tanzausbildung begann sie 2012 an der Dongduk Women’s University in Seoul, die sie 2016 mit Auszeichnung abschloss. Von 2017 bis 2019 studierte sie am SEAD – Salzburg Experimental Academy of Dance – in Österreich und vertiefte dort ihre künstlerische Praxis in der Zusammenarbeit mit internationalen Lehrenden und Choreografinnen.
Als Performerin arbeitete sie unter anderem mit Milla Koistinen, Ceren Oran, Anna Konjetzky, Leonard Engel, Rosana Ribeiro, Georges Maikel, Django Bates, Jasmine Ellis, Natalia Castaneira, Pilgyun Jeong, Eulalia Ayguadé Farro, Ingri Fiksdal und Julyen Hamilton. Sie ist Co-künstlerische Leiterin des Performancekollektivs ZINADA.

Meine künstlerische Praxis verhandelt durch Tanz Fragen von Empathie, menschlicher Verbundenheit und Zusammenleben. Anstelle einer festen Methode folgt jedes Projekt einem eigenständigen, offenen Entwicklungsprozess, der sich aus Recherche und dem Austausch mit unterschiedlichen Perspektiven und Gemeinschaften speist. In meinen choreografischen Arbeiten entstehen Räume, in denen individuelle Geschichten und kollektive Emotionen in Resonanz treten.“

Alexander Gerner

Alexander Gerner (*1971 in Schwäbisch Gmünd) lebt und arbeitet als Hydrologe und Musiker in München. Seine aktive Auseinandersetzung mit improvisierter Musik und genreübergreifender Improvisation begann 1998 in Dresden im Umfeld des Blaue Fabrik e.V. Von 2003 bis 2007 war er Mitglied des sächsischen Improvisationsensembles S.I.E. 2009 begleitete er im Rahmen von „Hellerau 100“ eine Lichtinstallation von Heike Herzog. An diese Erfahrungen knüpft er seit Herbst 2024 mit Akteur*innen der Münchner und Salzburger Szene an. Zusammen mit Jin Lee (Tanz) gestaltete er 2025 im DG_Kunstraum die Finissage zur Ausstellung ‚Ressource, Research, Reset‘.

Von klein auf mache ich Musik in unterschiedlichsten Besetzungen. Mit Mitte 20 entdeckte ich die Improvisation als Weg, mit mir selbst ins Gespräch zu kommen. Bald folgte die Gruppenimprovisation – erst rein musikalisch, dann auch genreübergreifend in Verbindung mit Tanz oder Lichtinstallationen. Neuerdings musiziere ich auch mit Menschen mit Demenz, was ich als bereichernd für alle Beteiligten empfinde.

Mein Motto: Musik ist Begegnung.“

Carsten Fock

Carsten Fock (1968) lebt und arbeitet in Bamberg und Wien. Im Zentrum seines künstlerischen Werks steht die kritische Auseinandersetzung mit der deutschen Landschaftsmalerei. Über viele Jahre hinweg untersuchte er in Gemälden und Malereiinstallationen dieses traditionsreiche Sujet als historisch und ideologisch aufgeladenes Bildfeld. Ausgangspunkt seiner Arbeit ist die Frage, inwiefern Landschaftsdarstellungen Projektionsflächen gesellschaftlicher und politischer Vorstellungen sind. Landschaft erscheint dabei daher weniger als Naturdarstellung denn als kulturell geprägter Raum, in dem sich Geschichte, Machtverhältnisse und kollektive Erinnerung einschreiben. Fock verbindet diese Reflexionen mit biografischen, malerischen und gesellschaftspolitischen Fragestellungen. Seine jüngeren Arbeiten bewegen sich zunehmend an der Schnittstelle von Zeichnung und Malerei und richten den Blick stärker auf Wahrnehmung, Atmosphäre und die elementaren Bedingungen des Bildes selbst.
Seine Arbeiten wurden unter anderem im Frankfurter Kunstverein, im Museum für Moderne Kunst Frankfurt, im Museum Städtische Galerie Wolfsburg, sowie in der Bundeskunsthalle Bonn gezeigt. Ebenfalls war er bereits mit einer Einzelausstellung im DG Kunstraum Diskurs Gegenwart München zu sehen.

Meine künstlerische Praxis entwickelte sich aus der Auseinandersetzung mit Malerei und Zeichnung als offenen, prozessualen Medien. Über viele Jahre hinweg beschäftigte ich mich mit der deutschen Landschaftsmalerei als historisch und ideologisch aufgeladenem Bildraum, in dem sich Fragen von Geschichte, Identität und Macht spiegeln. Landschaft erscheint in meinen Arbeiten daher weniger als Naturdarstellung denn als kulturelle Konstruktion und Projektionsfläche politischer Narrative. 

Seit einem Werkzyklus gegenstandsloser Papierarbeiten, der 2020/21 im dänischen Vejby entstand, hat sich meine Arbeit zunehmend von motivischen Bezügen gelöst und auf elementare Wahrnehmungen von Licht, Farbe und Atmosphäre konzentriert. Malerei verstehe ich dabei als offenen Denkraum, in dem sich historische, politische und persönliche Dimensionen miteinander verschränken.“

Jana Jirkova

Janna Jirkova, *1991, studierte von 2012 bis 2019 Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in München bei Olaf Nicolai. Sie erhielt mehrere Stipendien, darunter das Projektstipendium für junge Kunst/Neue Medien der Stadt München, das BBK Bayern-Debütantenstipendium, ein Stipendium der Stiftung Kunstfonds, das Atelierstipendium des Bayerischen Staatsministeriums, das Projektstipendium der Erwin und Gisela von Steiner-Stiftung, außerdem letzes und  dieses Jahr das Projektstipendium im Rahmen von Verbindungslinien. Sie hat an zahlreichen Gruppenausstellungen teilgenommen, unter anderem in der Galerie Britta von Rettberg, im Kunstverein Ebersberg, in der Orangerie München, im Museo della Carta in Italien, in den Kunstarkaden München und bei MeMeraki in Limassol, Zypern. Außerdem hatte sie Einzelausstellungen in der Galerie der Künstler*innen München, in der Lothringer Halle13 in München und im MaximiliansForum München.

Ausgangspunkt in meiner künstlerischer Praxis ist das Zusammenspiel von Körpern, Individuen und ihrer Umgebung sowie deren mediale und technische Konstruktion. Dabei verstehe ich Körper und Identität nicht als feststehende Größen, sondern als etwas, das kontinuierlich durch Reprasentation, Projektion und technologische Rahmung geformt wird.
Die Materialien tragen meist direkte Spuren des Körpers, oder verweisen auf ihn, und werden kombiniert mit technischen Elementen wie Kabeln, Bildschirmen und Soundsystemen, sowie Elementen aus der Umwelt.
Damit möchte ich einen Raum zur Reflexion über unsere Wahrnehmung von Natürlichkeit und Künstlichkeit aufmachen, in dem dazu angeregt wird die Grenzen zwischen Körper, Umwelt und Identität zu hinterfragen“

Der DG Kunstraum zeigt die Gruppenausstellung „Fast eine Tonne: Atemraum“ vom 19. Juni bis 13. August 2026 in der Finkenstraße 4 in München.

Abb. 1: Benjamin Zuber, Foto: Daniel Kiss
Abb. 2–3: „We are the Storm“, 2026, Benjamin Zuber, Foto: Gerald von Foris
Abb. 4: Afra Dopfer, Foto: Afra Dopfer
Abb. 5–6: „fiato umano“, partizipative Installation, Afra Dopfer, Ausstellungsansichten, Foto: Gerald von Foris
Abb. 7–8: „Breeze“, Videoarbeit, Afra Dopfer, Videostills: Afra Dopfer
Abb. 9–10: „Ahh“, Videoarbeit, 2026, Susanne Wagner, Videostills: Susanne Wagner
Abb. 11: Daiki Kimoto, Foto: Daiki Kimoto
Abb. 12–14: „Atem“, Installation, 2026, Daiki Kimoto, Ausstellungsansichten, Foto: Gerald von Foris
Abb. 15: Sara M. Jimenez, Foto: Thomas Dashuber
Abb. 16–17: „Ora“, Ausstellungsansichten, DG Kunstraum Diskurs Gegenwart, 2026, Foto: Gerald von Foris
Abb. 18: Christoph Lammers, Foto: Eric Pankow
Abb. 19: „Becoming“, Ausstellungsansicht, DG Kunstraum Diskurs Gegenwart, 2026, Zusammenarbeit von Alexander Gerner, Jin Lee und Christoph Lammers, Foto: Fiona Pinnow
Abb. 20: Jin Lee, Foto: Drago Videmšek
Abb. 21–22: „Becoming“, Videoarbeit und Performance, 2026, Zusammenarbeit von Alexander Gerner, Jin Lee und Christoph Lammers, Foto: Benita Meißner
Abb. 23: Alexander Gerner, Foto: Jago Schulan
Abb. 24: „Becoming“, Videoarbeit und Performance, 2026, Zusammenarbeit von Alexander Gerner, Jin Lee und Christoph Lammers
Abb. 25: Carsten Fock, Foto: Neven Alleiner
Abb. 26: „Ohne Titel [Holløselund, nach Cranach dem Älteren]“, 2026, Carsten Fock, Foto: Gerald von Foris
Abb. 27: Jana jirkova, Foto: Ekaterina Skerleva
Abb. 28: „Pulmonate“, 2022, Foto: Gerald von Foris
Abb. 29: Fungal Breath“, 2025, Foto: Gerald von Foris

Zunder und Zartheit
Künstlergespräch
Dienstag, 16. September 2025, 19 Uhr


Im Rahmen der Ausstellung ‚Zunder und Zartheit laden wir herzlich zum Künstlergespräch mit den beteiligten Künstlern Friedrich Koller, Manfred Mayerle, Günter Nosch, Peter Paul Rast, Camill von Egloffstein und Bruno Wank ein. Im Austausch mit dem Publikum sprechen sie über ihre künstlerischen Positionen, persönliche Arbeitsprozesse und darüber, was sie in ihrer jeweiligen Generation geprägt hat.

Moderiert wird das Gespräch von der Kuratorin Benita Meißner, die mit den Künstlern auch der Frage nachgeht, wie sich männliche Identität in der Kunst (heute noch) zeigt – oder ob diese Kategorie längst hinter sich gelassen werden muss.

Im Fokus stehen dabei nicht nur Inhalte und Formen, sondern auch das Spannungsverhältnis zwischen Kraft und Sensibilität, Widerstand und Verletzlichkeit, eben Zunder und Zartheit.

Wir laden herzlich ein, zuzuhören, mitzudenken und mitzufragen. 

Der Eintritt ist frei. Keine Anmeldung notwendig.

Abb.: Ausstellungsansicht ‚Zunder und Zartheit‘, DG Kunstraum 2025, Foto: Gerald von Foris

Doppelpass VII
Himmelsstürmer
Spring & Walk
Samstag, 22. März 2025, 11 bis 16 Uhr

Wir freuen uns, wie jedes Jahr beim Frühjahrs-Spaziergang durch die Münchner Kunsträume dabei zu sein!

Spring & Walk 2025 lädt dazu ein, Münchens vielseitige Kunsträume- und Galerienlandschaft zu entdecken und in spannende Ausstellungen einzutauchen. Am Samstag, 22. März 2025 öffnen wir im DG Kunstraum unsere Türen von 11 bis 16 Uhr für Kunstbegeisterte und bieten inspirierende Einblicke in unsere aktuelle Ausstellung ‚Himmelsstürmer‘.

Im Rahmen von Rundgang 2 – ‚Von der Maximilianstraße in die Altstadt‘ führt die Route unter anderem durch den DG Kunstraum, wo anregende Gespräche über zeitgenössische Kunst auf die Besucherinnen und Besucher warten.

Der Rundgang startet am am Samstag, 22. März 2025 um 11 Uhr bei Ping Rodach contemporary und umfasst weitere Stationen wie die Galerie Filser & Gräf, die Behncke Gallery, den Galerie Radierverein und den Bayerischen Kunstgewerbeverein. Die Führung dauert etwa zwei Stunden und kostet 15 Euro pro Person.

Eine Anmeldung für den Rundgang ist erforderlich und direkt über Open Art Munich unter info@openart-munich.de oder Tel. +49 (0) 89 288 08 509 möglich. Weitere Informationen zu den Rundgängen und zur Buchung finden Sie hier.

Eröffnung
‚Rosa Immergruen‘
25. Mai 2023, 18 bis 21 Uhr

Wir laden herzlich ein zur Eröffnung der Ausstellung ‚Rosa Immergruen – Zeitgenössische Kunst und lyrische Zeitreise‘ im DG Kunstraum am 

Donnerstag, 25. Mai 2023, 18 bis 21 Uhr
19.30 Uhr
Begrüßung
Dr. Ulrich Schäfert, Geschäftsführender Vorstand
Einführung
Benita Meißner, Kuratorin

In der Ausstellung ‚Rosa Immergruen‘ werden Blumenmotive zum Spiegel unserer Gedanken und Gefühle. Die großen Themen des Lebens wie Liebe, Freude oder auch Trauer werden mittels Blumen seit Menschengedenken zum Ausdruck gebracht. Über verschiedene Regionen und Kontinente, Epochen und Systeme hinweg zeugen sie von der Verbindung des Menschen zur Natur.

Die zeitgenössischen Werke in der Ausstellung werden von Gedichten aus unterschiedlichen Epochen begleitet, die zu einer lyrischen Zeitreise einladen. Die eingesprochenen Gedichte umgarnen das Gesehene akustisch und machen die Bandbreite menschlicher Beziehungen zur Blume über alle Zeiten hinweg offenkundig. Im Kontrast dazu steht die Zerstörung von Lebensräumen sowie der unablässig voranschreitende Biodiversitätsverlust der heutigen Zeit. Solastalgie macht sich breit, die Sehnsucht nach einer lebendigen Natur ist spürbar, denn nicht nur wir, sondern zukünftige Generationen sind von ihr abhängig. Die von den Künsten verehrte Blüte erscheint in ihrer unwiderstehlichen Pracht die Rolle einer Vermittlerin einzunehmen, die uns an dieses elementare Wechselspiel erinnert.

Die Arbeiten im Raum zeigen die Bedeutungserweiterung und die künstlerische Aktualität dieses Motivs: von der formalen Auseinandersetzung, dem Nachdenken über sich selbst, über gesellschaftspolitische bis zu genderspezifischen Fragestellungen. Was ist die Blume für uns heute? Welche Relevanz werden wir ihr in Zukunft einräumen? Die Blume erscheint in diesem Zusammenhang wie ein leeres Gefäß, in das alle, ob Kunstschaffende oder –betrachtende, eigene Interpretationen hineinfüllen können.

Sophie Schmidt, Radicchicofrau in Blütenglut, 2022, 200 x 300 cm, Kohle, Aquarell & Acryl auf Leinwand, Foto: Thomas Splett

Ausstellungstitel entlehnt von der gleichnamigen Publikation ‚Rosa Immergruen – ein Florilegium‘ von Barbara Bongartz, Barbara Köhler, Suse Wiegand, Verlag für moderne Kunst Nürnberg, 2002

Titelbild: Miron Schmückle, Hortus conclusus, Serie 32, 2003, C‑Prints auf AluDibond, 12 Stück je 80 x 53 cm

TatOrtZeit.Andacht
St. Paul München
So, 29. Januar 2023, 20.15 Uhr

Mystische Betrachtung des Kirchenraums
als Raum der Begegnung mit dem Göttlichen

Raumerleben mit Fundstücken aus der Bibel
von Abt Suger von Saint Denis und dem Architekten Rudolf Schwarz

Musik
von und mit Bettina Ullrich, Stimme
und Peter Gerhartz, Orgel und Synthesizer

Gedanken von Ulrich Schäfert

Ein Beitrag zum aktuellen Ausstellungsprojekt „Kirche Raum Gegenwart“ im DG Kunstraum

Foto: Thomas Geist

Auf der Suche…‘
Federico Delfrati
The Library of Jane Goodall
Sa, 30. April 22, 19 Uhr

Aufführung mit Jane Goodall’s Library Choir unter Leitung von Christian Seidler

Evang.-Luth. Nazarethkirche
Barbarossastraße 3
81677 München

The Library of Jane Goodall“ ist ein Konzert experimenteller Musik mit Synthpop-Anklängen und eine Performance, die durch einen narrativen Faden miteinander verbunden sind, der mal von einer Stimme erzählt und gesungen, mal von einem Chor und vier Synthesizern gespielt wird.

Das zentrale Thema der Geschichte ist inspiriert von den Schriften Hans Blumenbergs über den Moment, in dem der letzte Affe zum Menschen wurde, weil er sich mit einem Steinwurf verteidigte. Indem er die erste räumliche Distanz zwischen sich selbst als Beute und seinem Raubtier mit Hilfe eines Objekts herstellte, begann der letzte Primat, sein eigenes Ich wahrzunehmen. Von diesem Moment an waren es gerade die Entfernungen, die als leere Räume zwischen den Körpern verstanden wurden, die die Phasen abgrenzten, in denen der Geist begann, die Zeit in einer erweiterten Weise wahrzunehmen, sich selbst zu hinterfragen, zu antizipieren.

Die Performance dekonstruiert diese Etappen rückwärts in mögliche Kapitel, jedes mit einer anderen Erzählstimme (einer Generation von Köpfen), die zwanghaft versucht, sich selbst zu verstehen und ihrer Existenz einen Sinn zu geben, indem sie sich auf einen Mythos, eine Autorität, eine Mutter beruft – eine Figur, die hier von der britischen Primatologin Jane Goodall repräsentiert wird.

In den letzten Jahren hat sie sich zu einer Verfechterin der Rechte aller Tierarten mit starkem ökologischem und naturschützerischem Charakter entwickelt. 50 Jahre lang hat sie das Leben, das Verhalten, die „Kultur“ und den Tod unzähliger Generationen von Schimpansen untersucht. Sie besitzt die Bibliothek mit allen Notizen, Studien und Antworten, die für die studierten Subjekten unverständlich sind. Es ist die Figur des Gott-Wissenschaftlers und des Wissenschaftler-Gottes, der hier eine nicht wertende Rolle einnimmt, analytisch und stumm gegenüber den Obsessionen ihrer Untertanen. Und die “Distanz” zwischen den Fragen und einer möglichen Antwort wird immer größer, denn die Kapitel des Konzerts erzählen von einer Zeit, die rückwärts läuft, bis der Stein geworfen wird.

So singen Generationen von Menschen, Hominiden und Affen:

Jane, Jane, did you read them all, Jane?
Tell me how to behave, 
Like the boy in your cage.

Jane, Jane, where’s the start of the maze?
Am I part of your game?
Are there rules to be played by?

Jane Jane, did you read them all, Jane?
Tell me how to behave,
Tell me how to behave.

Bei Fragen zur Veranstaltung wenden Sie sich bitte an
info@dg-kunstraum.de

Die Veranstaltung wird im Rahmen des Ausstellungsprojektes Auf der Suche… durchgeführt. Die Performance ist als Video während der Laufzeit der Ausstellung im DG Kunstraum und in der Evang.-Luth. Nazarethkirche zu sehen.

Die ganze Produktion ist auch zu hören auf Spotify.

Kampf um Sichtbarkeit
Wo stehen Künstlerinnen heute?
Do, 31. März 2022, 19 Uhr

Gabi Blum und Kirsten Kleie
im Gespräch mit Benita Meißner

In unserer Gesellschaft wird Weiblichkeit gleichgesetzt mit Fürsorglichkeit. Frauen sind zuständig für emotionale Zuwendung, für Harmonie, Trost und Beziehungsarbeit – für Tätigkeiten also, die unsichtbar sind und kaum Anerkennung oder Bezahlung erfahren.“
(aus: Die Erschöpfung der Frauen: Wider die weibliche Verfügbarkeit, von Franziska Schutzbach)

Mit ihrer Kunst mischt sich Gabi Blum in politische Debatten ein und weist unter anderem immer wieder auf die prekäre Situation von Künstler:innen hin. Kirsten Kleie hatte von 2019 bis 2021 einen Lehrauftrag an der Akademie der Bildenden Künste München mit dem Titel: ‚KlasseMusterFrau – 100 Jahre Öffnung der Akademie der Bildenden Künste für Frauen‘. Beide engagieren sich in unterschiedlichen Initiativen wie z.B. K&K – Bündnis Kunst und Kind, das sich für die Interessen von Künstler:innen mit Kindern einsetzt.

Gabi Blum
www​.gabiblum​.de
ist Künstlerin, Kuratorin und Aktivistin. Sie kombiniert raumgreifende begehbare Installationen mit Performance, Malerei und Video. Ihre meist ortsspezifisch konzipierten Arbeiten arrangieren Menschen in kulissenartigen stereotypen Räumen und verstehen sich als prozesshafte experimentelle Anordnung von Material, Akteur:in und zeitbasierten Medien. 

Mit ihrer Kunst mischt sie sich in politische Debatten ein und weist unter anderem immer wieder auf die prekäre Situation von Künstler:innen hin, ist Mitbegründerin der Initiativen #EXIST – Raum für Kunst in München und K&K – Bündnis Kunst und Kind . Zusammen mit Mitgründerin Anna Schölß und mehr als 100 Anhänger:innen setzt sich K&K für die Interessen von Künstler:innen mit Kindern ein, schafft sich eine eigene Plattform, Sprachrohr und Stimme. 

Mit dem 2020 in Berlin gegründeten Aktionsbündnis fair share! Sichtbarkeit für Künstlerinnen finden gemeinsame überregionale Aktionen statt. 

Kirsten Kleie
www​.kleie​.net 
Studium an der Bayerischen Staatslehranstalt für Photographie, Studium der Philosophie an der LMU München und an der Akademie der Bildenden Künste, München, Diplom als Meisterschülerin, 2014

Lehrtätigkeit
2019 – 2021
Lehrauftrag an der Akademie der Bildenden Künste, München
Projekt ‚KlasseMusterFrau – 100 Jahre Öffnung der Akademie der Bildenden Künste für Frauen‘
1997 – 2001
Dozentin für Fotografie an der Münchner Volkshochschule

Mitglied in folgenden Verbänden und Netzwerken
seit 2020
2. Vorstand des Sozialfonds e.V. des Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler München und Oberbayern e.V.
seit 2019
GEDOK München – Gemeinschaft der Künstlerinnen und KunstförderInnen
seit 2019
K&K Bündnis von und für Künstlerinnen mit Kindern
seit 2017
Beisitzerin im Sozialfonds e.V. des Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler München und Oberbayern e.V.
seit 2015
Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler München und Oberbayern e.V.

3+6 Vortragsreihe
Architekt*innen zu Reduktion
und Erneuerung von Sakralbauten

In der Vortragsreihe der DG 2019 stellen Architekturbüros ihre neuesten Projekte im Bereich Kirchenumbauten und Kapellen vor. Kapellen, kleine Andachtsräume, die oftmals auf Privatinitiativen zurückgehen, haben eine lange Tradition und erfahren gerade in den letzten Jahrzehnten wieder großen Zuspruch. Sie werden genutzt als Orte der Zuflucht und Stille und werden nicht als Bastionen des Glaubens angesehen. So bilderlos der neue Sakralbau ist, so präzise werden Architektur und künstlerische Beiträge geplant.

Die Kirche untersteht dem Wandel gesellschaftlicher Werte sowie demografischer und finanzieller Rahmenbedingungen. Das geht nicht selten mit neuen Aufgaben für den Kirchenraum einher, der baulichen Veränderungen unterzogen werden muss. Teilprofanierungen oder Verkleinerungen von Kirchenräumen sind Aufträge, mit denen Architekt*innen immer häufiger konfrontiert werden.

Um Anmeldung für die einzelnen Vorträge wird gebeten unter info@dg-galerie.de

Termine

Mittwoch, 30. Januar 2019, 19 Uhr
Kunze Seeholzer Architekten
St. Benedikt, Kapelle (2007)

Dienstag, 26. Februar 2019, 19 Uhr
Hollenbeck Architekten
Umbau der Christuskirche in Köln (2016)

Dienstag, 26. März 2019, 19 Uhr
Meixner Schlüter Wendt Architekten
Umbau Dornbuschkirche, Frankfurt am Main (2006)

Mittwoch, 10. April 2019, 19 Uhr
bayer | uhrig Architekten
Neubau ökumenischer Pavillon, Landesgartenschau Landau (2015)

Dienstag, 4. Juni 2019, 19 Uhr
Kissler + Effgen
Umbau St. Bartholomäus, Köln (2014)

Dienstag, 2. Juli 2019, 19 Uhr
Staab Architekten
Umbau Liebfrauenkirche, Dortmund (2011) 

Dienstag, 15. Oktober 2019, 19 Uhr (ENTFÄLLT)
Christ & Gantenbein
Umbau Swiss Church, London (2010)

Mittwoch, 13. November 2019, 19 Uhr
Florian Nagler Architekten
Wiederaufbau St. Martha, Nürnberg (2018)

Mittwoch, 4. Dezember 2019, 19 Uhr
Innauer-Matt Architekten
Neubau Kapelle Wirmboden, Schnepfau/Vorarlberg (2016)

Aschermittwoch der Künstler*innen
im Münchner Dom
Kunstbeitrag: Empfangshalle

Wir freuen uns anzukündigen, dass beim diesjährigen Aschermittwoch der Künstler*innen die Waschstation zum Einsatz kommt, die vom 9. September bis 11. November 2017 im Rahmen der Ausstellung ‚Wäsche‘ in St. Paul erstmals in Betrieb genommen wurde. Das dort aufgezeichnete Video war zeitgleich in der Ausstellung in der Galerie der DG zu sehen.

Die Feier des Aschermittwoch-Gottesdienstes mit Erzbischof Reinhard Kardinal Marx findet
am 6. März 2019 um 17:30 Uhr im Münchner Dom Zu Unserer Lieben Frau statt.

Die Gestaltung steht unter dem thematischen Fokus „Reinigung“: Es wird die Arbeit „Waschende Hände“ des Künstlerduos EMPFANGSHALLE – Michael Gruber und Corbinian Böhm – zu sehen sein, eine ‚Waschstation‘ an der sich immer zwei Menschen gegenseitig je eine Hand waschen, was im Video festgehalten wird.

Ab 16:30 Uhr können Sie die Waschstation im hinteren Teil der Kirche besuchen; Videos der waschenden Hände werden in die Gestaltung des Gottesdienstes einfließen. Herzlich bitten wir Sie rechtzeitig vor Beginn die Plätze einzunehmen, da im Dom keine Plätze reserviert werden.

Das Video zum Waschgang auf dem Kirchenfenster von St. Paul von 2017 finden Sie hier:

© EMPFANGSHALLE, Kamera: Frank Sauer

Kult und Gebet
Sprache vor dem Unsagbaren
Mi, 10. Januar 2018, 19 Uhr

Veranstaltungsreihe
‚Ritual? Aktion? Performance? Prozess? 
Der Gottesdienst und die Künste‘ 

Gottesdienst – die Liturgie – ist kein spontanes Geschehen, sondern eine Kunstform, die über einen langen Zeitraum entstanden ist. Sie hat Bezüge zu den Sprach- und Performancekünsten, zur Architektur, Bildenden Kunst und Musik. Was liegt also näher, als die traditionellen Formen der Liturgie durch Gegenwartskunst zu erweitern, zu inspirieren, zu verstärken oder zu unterbrechen und zu befragen? Mit der Dialogreihe gehen wir den heutigen Beziehungen von Gottesdienst und den Künsten auf den Grund.

1. Veranstaltung am 10. Januar 2018 um 19 Uhr in der Galerie der DG:
Christian Lehnert nähert sich mit der Sprache der Dichtung den festgefügten Formen des kultischen Vollzugs, deren Bedeutung vielen längst verloren gegangen ist. Er hinterfragt aber auch die oft banale Sprache gottesdienstlichen Redens, die allzu harmlos daher kommt und geschwätzig über Brüche im Gottesbild hinwegredet. Er rührt an die Erfahrung der Mystik, die Dimension, die nicht mehr aussprechbar ist und mit dem Wort „Gott“ nur angezeigt wird. Eine Unterbrechung der Verständnisroutinen, eine Provokation für alle Konservativen ebenso wie für Liberale und Charismatiker.

Referenten:
Dr. h.c. Christian Lehnert, Dichter und Theologe, Liturgiewissenschaftliches Institut an der Universität Leipzig, Autor von Gott in einer Nuss. Fliegende Blätter von Kult und Gebet, 2017
Dr. Johann Hinrich Claussen, Kulturbeauftragter der Evangelischen Kirche in Deutschland, Berlin

Moderation: Jutta Höcht-Stöhr

DAS GANZE PROGRAMM

Information und Anmeldung:

Evangelische Stadtakademie
tel 089 5490270 oder info@evstadtakademie.de

Galerie der DG
tel 089 282548 oder info@dg-galerie.de

Kosten: Eintritt jeweils EUR 7 / EUR 5 Mitglieder DG und Artheon
Studierende bis 30 Jahre frei

Eine Kooperation von:

Dr. Stefan Graupner
Artheon – Gesellschaft für Gegenwartskunst und Kirche e.V.
www​.artheon​.de

Benita Meißner
Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst e. V.
www​.dg​-galerie​.de

Jutta Höcht-Stöhr
Evangelische Stadtakademie München
www​.evstadtakademie​.de

Dr. Ulrich Schäfert
Fachbereich Kunstpastoral der Erzdiözese München und Freising
www​.erzbistum​-muenchen​.de/​k​u​n​s​t​p​a​s​t​o​ral

Dr. Richard Graupner
Kunstreferat der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern