Birgit Dieker Paul Diestel Enric Freund Lydia Marx Toni Mauersberg Jonas Müller-Ahlheim Kim Rühl Julia Schäfer Valeria Schneider Johanna Schwarz Johannes Seluga
In der Ausstellung ‚Die Schönheit des Unvollkommenen‘ präsentiert der DG Kunstraum Werke von elf Stipendiat*innen des Cusanuswerks. Die Ausstellung widmet sich der Frage, wie sich Schönheit in Formen des Bruchs, der Schlichtheit und der Vergänglichkeit manifestiert. Gezeigt werden künstlerische Positionen, die Heilung und Versehrtheit als Ausgangspunkt nehmen. Heilung bedeutet in diesem Kontext nicht zwangsläufig Wiederherstellung im klassischen Sinn. Sie kann auch darin bestehen, das Unvollkommene anzunehmen.
Gerade in einer Zeit, die von Optimierungsdruck, Beschleunigung und glatten Oberflächen geprägt ist, lädt ‚Die Schönheit des Unvollkommenen‘ dazu ein, den Blick für das Fragile neu zu öffnen: Brüche, Narben und Spuren der Zeit erschließen ihre Tiefe erst jenseits des ersten Anscheins – sie verlangen nach mehr Aufmerksamkeit und Hinwendung.
Wir bedanken uns für die gute Zusammenarbeit beim Cusanuswerk, der Bischöflichen Studienförderung.
Abb.: Ausstellungsansichten: Gerald von Foris, Plakatgestaltung: Bernd Kuchenbeiser Jonas Müller-Ahlheim, Gumhole, 2021–ongoing, Digitale Fotoserie, 51st Street, Washington Park, Chicago Lydia Marx Little Pictures, 2025 Videoarbeit, 27 min. Englisch/Untertitel Deutsch (Filmstill) Johann Schwarz, Instabile Figurinen (Filmstill)
…und so geht auch unsere Ausstellung Die Schönheit des Unvollkommenen zu Ende.
Um zu feiern was war, laden wir Sie und Euch zur Finissage in den DG Kunstraum ein: Zur Finissage tritt die Künstlerin, Sprecherin, Schauspielerin und Beobachterin Ruth Geiersberger mit der Performance ‚…was da war, ist dann auch wieder weg…‘ im DG Kunstraum auf. Geiersberger beschäftigt sich darin mit der Kunst des Verschwindens…so viel dürfen wir verraten!
Ruth Geiersberger lebt und arbeitet in München. Performerin, Sprecherin, Schauspielerin, Beobachterin. Ausbildung in München, Berlin und Paris. Sie lenkt ihren Blick auf die kleinen Dinge des Lebens und entdeckt darin absurde Zusammenhänge. Seit vielen Jahren ist sie als umtriebige Performerin an den merkwürdigsten Orten anzutreffen.
seit 1990 entwickelt sie Projekte, die sie auch Verrichtungen nennt, im Bereich theatraler Performance und szenischer Installation, die sie mit Hilfe von Projektförderungen und Stipendien vor allem des Kulturreferates der LH München realisieren konnte und kann. 2023 wird Sie ausgezeichnet durch den Theaterpreis 2023 der Stadt München.
sichtbar. verknüpft. frei. ist eine Einladung, das Jubiläum der GEDOK zu feiern und aktuelle Künstlerinnen aus München und ganz Deutschland zu entdecken. An drei Orten entsteht ein vielschichtiger Resonanzraum für weibliche Perspektiven in der Kunst: Die Rathausgalerie zu Gast im DG Kunstraum, das MaximiliansForum und die galerieGEDOKmuc zeigen 30 Künstlerinnen – und eine Geschichte, die Zukunft schreibt – zeitgenössisch, interdisziplinär, mit Haltung. Zwischen Netzwerken und Nadelspitzen, Klangkörpern und Körperbildern, Performance und Poesie geht es um Sichtbarkeit und die Freiheit im Denken, im Machen, im Zeigen. Neun Wochen lang trifft künstlerische Energie auf Öffentlichkeit – mit Ausstellungen, Kunstspaziergängen, Gesprächen, Performances und offenen Formaten. Ein Jahrhundert GEDOK – und wir fangen gerade erst an.
Weitere Ausstellungsorte 24.4.26 – 28.6.26 galerieGEDOKmuc 30.4.26 – 11.6.26 MaximiliansForum
Programm Donnerstag, 16.4.2026, 19 Uhr Eröffnung Veranstaltung wird in Deutsche Gebärdensprache übersetzt
Dienstag, 21.4.2026, 19 Uhr Musikperformance Anna Heller ‚Ungehörte Stimmen‘ Klaviermusik mit Textfragmenten
Mittwoch, 6.5.2026, 17 bis 19 Uhr Kunstbowle Get-Together mit Bowle und Snacks für Austausch und Kunsteinblicke mit Julia Richter
Samstag, 9.5.2026, 14 bis 17 Uhr Stick-Workshop mit Pezi Novi (Anmeldung unter rathausgalerie@muenchen.de) ‚Knit or Knot‘ von Julia Richter und Karen Modrei (ohne Anmeldung)
Führung durch die Ausstellung Dienstag, 19.5.2026, 19 Uhr mit Benita Meißner, DG Kunstraum und Annika Schoemann, Kuratorin
Mittwoch, 20.5.2026, 19 Uhr Sichtbar und frei?! Frauen in Kirche und Gesellschaft Sichtbarkeit und Zwänge von Frauen in Kirche und Gesellschaft von Maria Magdalena bis zur Rolle der Frauen heute. Referentinnen: Dr. Annette Jantzen, Theologin, und Henriette Hufgard, Philosophin und Kunsthistorikerin Veranstaltende: Domberg-Akademie, FB Katechese und Evangelisierung und FB Kunstpastoral Erzdiözese München und Freising, GEDOKmuc
Donnerstag, 11.6.2026, 19 Uhr Finissage mit Performance Simone Fezer ‚new flesh‘ Sound Ele Runge
WEITERES ANGEBOT Kunsthappen immer mittwochs, 12 bis 14 Uhr im Zeitraum 22.4. bis 20.5.2026 Kurze Einblicke in die Ausstellung für die Mittagspause mit Julia Richter. ohne Anmeldung
Workshops für Gruppen ab 6 Personen (10 bis 16 Jahre) Anfragen und Terminkoordination: info@dg-kunstraum.de
Bitte kontaktieren Sie uns bei Nachfragen zu Text- oder Bildmaterial telefonisch unter +49 89 282548 oder per E‑Mail unter info@dg-kunstraum.de
19 Uhr Begrüßung und Einführung Dr. Margit Huber, 1. Vorsitzende GEDOKmuc Nina Oswald, Kulturreferat München Bildende Kunst, Kunsträume, Atelierförderung, Stiftungen Dr. Ulrich Schäfert, 1. Vorsitzender DG Annika Schoemann, Kuratorin
Die Rathausgalerie zu Gast im DG Kunstraum Diskurs Gegenwart.
100 Jahre GEDOK stehen für weibliche Schaffenskraft und 100 Jahre Kunst von Frauen. Ihr Jubiläum feiert sie mit dem Kooperationsprojekt Sichtbar. Verknüpft. Frei. an drei Ausstellungsorten in München mit einem interdisziplinären Programm. Deutschlandweit besteht GEDOK aus 23 Regionalgruppen.
Die größte Künstlerinnen-Vereinigung Europas hat sich stets für die Sichtbarkeit, Vernetzung, Solidarität und den Rückhalt von Künstlerinnen eingesetzt. Frauen sind heute deutlich besser in Institutionen repräsentiert, aber welchen Anteil haben sie am Kunstmarkt? Was hat sich in 100 Jahren tatsächlich verändert und wie frei und unabhängig arbeiten Künstlerinnen heute?
→ Die Veranstaltung wird in Deutsche Gebärdensprache übersetzt
Künstler*innen Afra Dopfer Carsten Fock Alexander Gerner Jana Jirkova Sara Mayoral Jimenez Daiki Kimoto Christoph Lammers Jin Lee Benjamin Zuber
Lesung Eva-Maria Braun
Die Gruppenausstellung ‚ Fast eine Tonne. Atemraum‘ erforscht das Atmen als Ursprung und Grenze des Daseins durch künstlerische Setzungen. Jedes Einatmen ist ein Beginn, jedes Ausatmen ein Loslassen. Zeitgenössische Künstler*innen aus Bayern machen diesen unsichtbaren Prozess auf unterschiedliche Weise erfahrbar. Der Atem wird zum Denkraum, in dem Körper und Welt, Innen und Außen, Ich und Anderes unaufhörlich ineinander übergehen. Der Atem ist ein ewig währendes Symbol für Geist und Seele. Die antiken Götter machten damit Pygmalions Skulptur Galathea lebendig, auch in der Schöpfungsgeschichte hat Gott dem Menschen den Odem des Lebens eingehaucht, aber auch Buddha nutzte den Atem, um durch Meditation Erleuchtung zu erlangen. Atem ist auch eine Metapher für Vergänglichkeit, Leben und Tod – denn er kann erlöschen. Aber wie kann so etwas Flüchtiges, Feinmaterielles dargestellt werden?
Luft ist existenziell für alles Lebendige auf der Welt. Sie ist überall, dabei unsichtbar und flüchtig, buchstäblich nicht zu begreifen. Die Darstellung von Luft gehört spätestens seit der Renaissance zu den künstlerischen Herausforderungen. Ihr stellte sich besonders die Malerei. Luft als Werkstoff hingegen ist ein relativ junges Phänomen in der Kunst. Seit der Moderne streben Künstlerinnen die künstlerische Aneignung der Welt wie auch ihre Entgrenzung und Transformation an. Es erscheint deshalb nur folgerichtig, dass sie sich der Luft nicht nur als Idee, sondern auch als Material zuwandten. Luft wird nicht mehr nur als Wind, Wolken, Nebel, Dampf, Rauch oder Atem abgebildet, sondern bewusst als Medium eingesetzt.
Die Ausstellung Fast eine Tonne. Atemraum wird von einem Begleitprogramm flankiert, das neben Einblicken in Atemmeditation und Bewegung auch den medizinischen Aspekt des ‚richtigen Atmens vorstellen wird. Das Team des DG Kunstraums lädt zu einem buchbaren Kinderworkshop ein und thematischen Führungen durch die Ausstellung.
Programm
Eröffnung Donnerstag, 18. Juni 2026, 18 bis 21 Uhr 19 Uhr Begrüßung und Einführung Dr. Richard Graupner, Vorstand DG Performance Alexander Gerner, Christoph Lammers, Jin Lee
Abb.: Zeichnungen, Tinte auf Papier, Daiki Kimoto, 1.1.2023 – 12.1.2023,
Wir erleben eine Zeit, die gleichzeitig müde und aufgewühlt ist. Zwischen Krisen und Neubeginn, zwischen Rückblick und dem Drang nach vorn stellt sich eine einfache, aber grundlegende Frage:
Wie wollen wir leben?
Die Ausstellungen 2026 im DG Kunstraum verbinden unterschiedliche künstlerische Positionen durch ein gemeinsames Nachdenken über Verantwortung, Fürsorge und Widerstandskraft. Sie fragen, wie Heilung aussehen kann und untersuchen, was wir dem Zerstörerischen entgegensetzen können.
Es geht nicht um große Parolen, sondern um kleine Verschiebungen: Care statt Kontrolle, Wertschätzung statt bloßer Bewertung, Verbundenheit statt Verwertung. Fragmente der Hoffnung meint nicht fertige Lösungen. Es meint Versuche und Skizzen eines neuen Miteinanders.
Im Taumel der Gegenwart halten wir inne und suchen nach Formen von Zukunft.
Zur Finissage der Ausstellung ‚together forever. macht euch die Erde untertan?‘ verwandelte das Künstler*innen-Duo Panty Paradise den DG Kunstraum am 18. Dezember 2025 in eine experimentelle, künstlerische Ritualfläche. Die interaktive Performance ‚Séance‘ arbeitete mit Klang, Bewegung und Textilien.
Panty Paradise ‚queer-transbian art machine‘ sind Veronica Burnuthian (*1990 in Yerevan, Armenien) und Aelita Le Quément (*1999 in Saint-Cloud Île-de-France). Beide Künstler*innen kennen sich aus der Akademie der Bildenden Künste München und arbeiten seit 2022 als Duo. Sie malen zusammen mit Öl, Akryl und Sprühdosen, produzieren digitale Arbeiten, Zines, Videos und Musik. Sie spielen mit analogen Synthesizern und Drummachines und machen elektronische Musik.
Susanne Wagner, Schmerzpunkt künstlerische Installation zu sexualisierter Gewalt und Missbrauch geistlicher Autorität in der katholischen Kirche an 14 Orten in Würzburg
Es ist eine sehr schwere Aufgabe sich dem Thema Missbrauch künstlerisch anzunähern. Susanne Wagner tut dies über die Verbildlichung des Schmerzes. Sie bedient sich eines Bildes, welches wir aus dem medizinischen Bereich für Schmerzen kennen, die von einer Stelle des Körpers ausstrahlen. Schmerz wird in der Medizin – ob in Medizinbüchern oder auf Pharmazieverpackungen – meist über einen roten Punkt an bestimmten Körperstellen verbildlicht. Das Zeichen Schmerzpunkt entsteht durch eine rot gesprühte Markierung über einem Umhängekreuz. Dabei wird imaginär eine Stelle markiert, die sich im Bereich der Brust, bzw. des Herzens einer Person befindet. Entfernt man das Kreuz, zeichnet es sich als Leerstelle innerhalb der roten Markierung ab.
Die Intervention Schmerzpunkte versteht sich als Teil der Erinnerungskultur und damit als Beitrag zur Aufarbeitung. Sie ist Ausdruck der Anerkennung erlittenen Leids und mahnt Kirche und Gesellschaft, zu handeln und Missbrauch wirksam zu verhindern. Der Schmerzpunkt verzichtet bewusst auf weiterführende Informationen darüber, welche konkreten Erfahrungen angesprochen werden. Diese Leerstelle erhöht die Offenheit und Intensität der Intervention. Sie ist Ausdruck des Respekts vor individuellem Leid und vor den unterschiedlichen Weisen, wie Betroffene damit umgehen.
Die paradoxe Darstellung des Kreuzes – zugleich abwesend und anwesend – markiert den religiösen und kirchlichen Kontext. Indem der Schmerzpunkt mit dem Kirchenraum verschraubt oder auf eine Fassade gesprüht wird, wird institutionelle Verantwortung sichtbar gemacht.
Der „Schmerzpunkt“ ist während des Katholikentags an 14 Orten in Würzburg sichtbar. Zusätzlich liegen zentral in der Marienkapelle Plakate zum Mitnehmen aus. Unter dem Titel SCHMERZPUNKT steht „KEIN MENSCH SOLLTE EINEM ANDEREN MENSCHEN SO ETWAS ANTUN“.
Donnerstag, 14. Mai 2026, 16:30 bis 17:30 Uhr Vorplatz Dom St. Kilian, Domstraße 40 Gespräch: Susanne Wagner mit Kai Christian Moritz Moderation: Benita Meißner Musik: Milena Milatinova Ivanova
Sonya Schönberger, NägelSonya Schönberger, Nägel
Sonya Schönberger, Nägel Kunstinstallation in Stift Haug
Information zu Barrierefreiheit: Hilfen für Hörbehinderte
Ausgangspunkt der Installation sind 13.000 verrosteten Nägel, die aus Baracken der Zwangsarbeiter*innen in Berlin-Tempelhof stammen und bei einer archäologischen Grabung gefunden wurden. Sie stehen metaphorisch für die Anonymität der ausgebeuteten Menschen, deren Namen und Geschichten wir nicht kennen, die aber in allen deutschen Städten in der Zeit des Nationalsozialismus eingesetzt wurden. In Würzburg wurden bis zu 9000 Zwangsarbeiter*innen vor allem im Notgefängnis Frieslager tätig. Im Altarraum von Stift Haug entsteht ein Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Kunst und Kirchenraum, der Leiden, Opfer, Schuld und Verantwortung in eine lebendige Erinnerung ruft. Die Besucher*innen sind eingeladen, sich auf den Nägeln zu bewegen.
Frank Bölter, Think Tank, 2026 Partizipatives Kunstprojekt am Kiliansplatz
Donnerstag, 14. Mai 2026, 12 bis 18 Uhr Freitag, 15. Mai 2026, 10:30 bis 18 Uhr Samstag, 16 Mai 2026, 10:30 bis 16 Uhr
Aus dem Geschützrohr dieses Panzers wird nie ein Schuss fallen. Nachdem 2012 auf dem Gelände der Bundeswehr in Dresden der erste Panzer „LeORIGAMIpard 3“ als Kunstprojekt gefaltet wurde, unterstützt vom Bundesministerium der Verteidigung, taucht nun erneut ein Panzer aus Papier auf. Die Idee dazu stammt von Frank Bölter, Jahrgang 1969, ehem. Absolvent der Kunstakademie Münster, mit einem Papierschiff bereiste er schon Seen und Flüsse. Zuletzt hat er beim 375. Augsburger Hohen Friedensfest 2025 mit vielen Menschen das Haus des Friedens gebaut. Nun lädt er im Rahmen des Katholikentags Passant*innen dazu ein gemeinsam einen Panzer zu falten und dabei ins Gespräch zu kommen.
Was können wir tun, außer nach Gründen zu suchen und Anlässe zu kreieren, uns wieder auf den Plätzen und auf den Straßen zu versammeln, um uns wieder in die Augen zu schauen, um uns gemeinsam kräftebündelnd zu fragen, ob es miteinander vielleicht ganz anders gehen kann und um dies dann ebenso einfach zu versuchen? So kann dieses waghalsige, beinah unmögliche Vorhaben, gemeinsam diesen Papierpanzer zu falten, nur helfen, uns wieder in die Augen zu blicken und miteinander zu reden, anstatt übereinander bereits alles zu wissen.
‚Kunstfreiheit aushalten – Was kann die Kirche von der Kunst lernen?‘ Gespräch im Stift Haug vorbereitet von der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst
Freitag, 15. Mai 2026, ab 16:15 Uhr
Referent*innen: Dr. Johann Hinrich Claussen, Kulturbeauftragter, Kulturbüro des Rates der EKD Prof. Monika Grütters, Kulturstaatsministerin a.D. und ZdK-Mitglied, Münster Sonya Schönberger, Künstlerin, Berlin Susanne Wagner, Künstlerin, München
Moderation: Dr. Ulrich Schäfert, 1. Vorsitzender der DG sowie Dr. Guido Schlimbach, Kunststation St. Peter, Köln, Gesamtvorstand DG
Information zu Barrierefreiheit: Hilfen für Hörbehinderte
Der Kunstverein Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst fördert seit 1893 den Austausch von Künstler*innen, Theolog*innen und Kunstbegeisterte so nun auch durch die Mitgestaltung des Programms der bildenden Kunst auf dem Katholikentag. Wo treffen sich die Suchbewegungen der freien Kunst und der Kirchen? Welche gesellschaftliche Bedeutung kann diese haben? Welche Rolle spielt die Freiheit dabei? Und was können die Kirchen dabei lernen? Die Künstlerinnen Susanne Wagner und Sonja Schönberger berichten von ihren Erfahrungen und Erwartungen. Kulturstaatsministerin a.D. Prof. Monika Grütters und der Kulturbeauftragter der EKD Johann Hinrich Claussen bringen die Perspektive der Kirchen und der Kulturpolitik ein.
‚Hab Mut, steh auf!‘ Performanceprogramm am Kiliansplatz
Samstag, 16. Mai 2026, 13.30 bis 15.30
Künstler*innen: Maria Berauer, München Judith Egger, Gräfelfing Ruth Geiersberger, München Béla Juttner, München
Maria Berauer
(*1982 in Regensburg) lebt und arbeitet in München. Sie hat an der Akademie der bildenden Künste München Medienkunst studiert. Sie bewegt sich künstlerisch in und zwischen den Bereichen Performance, Video, Installation, Klangerzeugung und Aktivismus und gründete 2015 mit Kat Petroschkat und Karo Knote das Performance-Kollektiv „The Hercules and Leo Case“. Zusätzlich ist sie auch als Dozentin für Performance, weitere künstlerische Sparten und Tanz tätig. https://mariaberauer.com/work/
Judith Egger
(*1973) lebt und arbeitet in München. Egger absolvierte eine Ausbildung zur Holzschnitzerin in Oberammergau und studierte Kommunikationsdesign an der FH Augsburg sowie am Royal College of Art in London. Unkontrolliertes organisches Wachstum, parasitäre Organismen und radikale Transformationsprozesse gehören zu ihren Forschungsgebieten – seit 2004 recherchiert sie unter anderem als Direktorin des parasitären Instituts für Hybristik und empirische Schwellkörperforschung die alles antreibende Lebenskraft, die Schwellkraft, die jedem Organismus innewohnt und die der Mensch in letzter Konsequenz nicht kontrollieren kann. Sie plädiert für eine neue Beziehung mit allem Lebendigen, welche nicht von Dominanz, Trennung und Unterwerfung geprägt ist, sondern vom Wissen über die gegenseitige Abhängigkeit und von tiefer Verbundenheit. Dabei bewegt sie sich mit Vorliebe in den Grenzbereichen von bildender Kunst, Installation und Performance.
Ruth Geiersberger
lebt und arbeitet in München. Performerin, Sprecherin, Schauspielerin, Beobachterin. Ausbildung in München, Berlin und Paris. Sie lenkt ihren Blick auf die kleinen Dinge des Lebens und entdeckt darin absurde Zusammenhänge. Seit vielen Jahren ist sie als umtriebige Performerin an den merkwürdigsten Orten anzutreffen.
seit 1990 entwickelt sie Projekte, die sie auch Verrichtungen nennt, im Bereich theatraler Performance und szenischer Installation, die sie mit Hilfe von Projektförderungen und Stipendien vor allem des Kulturreferates der LH München realisieren konnte und kann. 2023 ausgezeichnet mit dem Theaterpreis 2023 der Stadt München. www.verrichtungen.de
Béla Juttner
(*1997 in München ) absolvierte 2021 seinen Master in Modedesign an der Royal Academy of Fine Arts Antwerpen und schloss 2025 sein Kunststudium bei Peter Kogler in München ab. 2024 erhielt er den Leonhard-und-Ida-Wolf-Preis, 2025 den Debütantenpreis sowie den Preis Junge Kunst. Ausgestellt wurden seine Arbeiten u. a. in München, Belgien und Paris.
In seiner künstlerischen Arbeit spielen Gattungsgrenzen kaum noch eine Rolle; die Übergänge von Installation, Performance, Mode, Design, Malerei und Film sind fließend. Seine Performances thematisieren Körperverwandlungen, Häutung und Auflösung von Geschlechtsidentitäten. Die Erfahrungen der Arbeit am und mit dem eigenen Körper durch seine Ballettausbildung sowie während des Modedesignstudiums verschränkt Béla Juttner in seinem Kunststudium mit gesellschaftlichen Fragestellungen.
Abb. Susanne Wagner, Schmerzpunkt, 2026. Susanne Wagner, Schmerzpunkt, 2026, Plakate Sonya Schönberger, Nägel, Installation in St. Matthäus, Berlin 2024
Kunst braucht Freundinnen und Freunde, die es ermöglichen, Kunst für alle erlebbar zu machen. Werden Sie Mitglied im Verein der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst.
Jahresbeitrag: 50 Euro Fördernde Mitglieder: ab 60 Euro
Als Mitglied erhalten Sie Einladungen zu allen Ausstellungen und Veranstaltungen sowie eine kostenlose Jahresgabe. Ihre Mitgliedskarte gewährt Ihnen freien Eintritt in allen ADKV Institutionen deutschlandweit.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen gerne in der Geschäftsstelle in München Frau Baur.
Über uns
DG Kunstraum und die Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst
Der Kunstverein wurde 1893 als überregionale, gemeinnützige und unabhängige Kultureinrichtung gegründet. Wir stellen eine interdisziplinäre Werkstatt bereit, damit sich interessierte Menschen durch Bildende Kunst aber auch Musik, Wissenschaft, Architektur, Theologie oder Philosophie zu den Themen unserer Zeit austauschen können. Alle Aktivitäten des Vereins verbindet die Auseinandersetzung mit den existenziellen Fragen des Menschen. Im DG Kunstraum werden vier bis fünf Ausstellungen pro Jahr gezeigt, die von einem breiten Rahmenprogramm begleitet werden, darunter Künstler*innengespräche, Vortragsreihen, Konzerte und Lesungen. Künstler*innen werden auf vielfältige Weise vom Verein gefördert: Durch die Übernahme der Produktionskosten, Künstler*innenhonorare und Ausstellungspublikationen. Der Verein sucht bewusst den Kontakt zu anderen Institutionen für gemeinsame Veranstaltungen, Ausstellungskonzepte oder auch Wanderausstellungen.