in der Ausstellung ‚Depot oder Deponie’ Doppelpass V: Christoph und Sebastian Mügge
Ausstellung ‚Depot oder Deponie‘, Christoph und Sebastian Muegge, Leserverrichtung mit Ruth Geiersberger, am 26.1.2022
Leseverrichtung mit Fundstücken: Ruth Geiersberger Musik: Arabella Purucker und Carmen Rodriguez Hitschfeld, Klarinette Klasse Prof. Georg Arzberger in Kooperation mit der Hochschule für Musik und Theater München
Musikalisches Programm Olivier Messiaen (1908–1992) Quatuor pour la fin du temps (Quartett für das Ende der Zeit) (1940–1941) 3. Satz: Abîme des oiseaux (Abgrund der Vögel) Solo für eine Klarinette (8’)
Francis Poulenc (1899–1963) Sonate für zwei Klarinetten (1918, rev. 1945) 1. Satz: Presto (2’) 2. Satz: Andante (3’) 3. Satz: Vif (2’)
Präsentation des ausstellungsbegleitenden Katalogs (7,50 Euro). Vorbestellungen unter: info@dg-kunstraum.de
Seit 2014 befindet sich die Videoinstallation ‚Gegenwart …!‘ des Künstlers Stefan Hunstein im Besitz der Münchner Paulskirche. Die Arbeit entstand 2008 für eine Ausstellung im Diözesanmuseum Freising. Eine Reihe von Videoportraits mit vom Leben gezeichneten Männergesichtern verharrt in geheimnisvoller Reglosigkeit.
Seit 2016 zeigt der Künstler im Wechsel im rechten Seitenschiff die Installation ‚Zukunft‘, bei der Kinder am Übergang zum Erwachsenwerden in stiller Betrachtung auf eine Lichtquelle konzentriert sind.
Am 13. Oktober 2021 wurde nun der von Anfang an geplante dritte Teil ‚Von Ewigkeit zu Ewigkeit‘ eröffnet: Unterschiedliche Frauenbilder verschiedenen Alters und jeglicher Herkunft gehen in einem endlosen Zyklus auseinander hervor. Und wenn Gott doch eine Frau wäre? Das ist nur eine von vielen spannenden Fragen, zu denen dieses neue Werk einlädt.
Was sucht der Mensch, was braucht er, was macht uns aus?
Diese Fragestellungen sind in der Corona-Pandemie in neuer Weise virulent geworden: In Zeiten des Lockdowns wurde gefragt, was „systemrelevant“ sei und somit zur Sicherstellung der öffentlichen Ordnung und der Versorgungssicherheit der Bevölkerung dient. Sehr schnell wurde aber deutlich und dann auch gesellschaftlich diskutiert, in welcher Weise nicht auch kulturelles Leben grundsätzlich relevant für ein erfülltes Leben ist.
Zugleich hat sich in der Pandemie gezeigt, dass Menschen, gerade in neuen, herausfordernden Lebenssituationen, das Bedürfnis nach einem größeren Zusammenhang und höheren Sinn haben, aber auch, dass manche dieses Bedürfnis in „Verschwörungstheorien“ befriedigt sehen.
Das Ausstellungsprojekt ‚Auf der Suche…‘, welches in München an mehreren, u.a. öffentlichen Orten stattfinden soll, will die Suchbewegungen des Menschen anhand von künstlerischen Werken sichtbar machen. Künstlerische Arbeiten spiegeln existenzielle Fragen des Menschen wider und schaffen Bilder, die die Facetten und Widersprüche unserer Welt aufdecken und uns erkennen lassen. Ganz bewusst sind auch junge Menschen dazu eingeladen, sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen. So sind Studierende der Akademie der Bildende Künste sowie Studierende der Theologie und der Religionswissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität (Prof. Dr. Daria Pezzoli-Olgiati) in dieses Ausstellungsprojekt eingebunden.
Dabei kommt es zu einer Annäherung an ganz unterschiedliche Bedürfnisse des Menschen: an die Grundbedürfnisse, als auch an soziale Bedürfnisse, wie Integration, und Individualbedürfnisse, wie Selbstverwirklichung. Die Suche nach Harmonie ist dabei ebenso im Blick, wie die Suche nach Gemeinschaft (Solidarität). Die Kunst soll den Blick darauf lenken, wo die unterschiedlichen Suchbewegungen des Menschen heute Ausdruck finden.
Partner / Veranstaltungsorte Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst e.V. Fachbereich Kunstpastoral der Erzdiözese München und Freising Ev. Kirchengemeinden St. Markus und Erlöserkirche in München Lehrstuhl für Religionswissenschaft (LMU) Akademie der Bildenden Künste
Wir wünschen Ihnen eine wunderbare Lange Nacht mit vielen schönen Eindrücken und Erfahrungen!
Ticketinformation
Das Ticket kostet 15,– € (zuzüglich System- und VVK-Gebühren) und berechtigt zum Eintritt in alle beteiligten Häuser für eine Person für das Abendprogramm. Es gilt zudem als Fahrkarte für eine Person am Veranstaltungstag für alle Verkehrsmittel im MVV-Gesamttarifgebiet (16.10.2021 ab 12 Uhr bis 17.10.2021 bis 8 Uhr). Das Ticket ist personalisiert und nicht übertragbar.
Das Lange Nacht-Ticket ist bei allen an München Ticket angeschlossenen Vorverkaufsstellen und im Webshop erhältlich (ab Donnerstag, den 16.9.2021). Eventuell können noch Resttickets am Veranstaltungstag online oder an ausgewählten Stellen erworben werden.
Konzert, Balázs Dolfin, Violoncello, DG Kunstraum, 2021, Foto: DG Kunstraum
Eröffnung DG Kunstraum: Donnerstag, 9. September 2021, 18 bis 21 Uhr Kunstraum München: Freitag, 10. September 2021, 18 bis 21 Uhr
Sonderöffnungszeit Samstag, 11. September 2021, 11 bis 18 Uhr
Musikalische Interventionen in der Ausstellung ‚τραῦμα – Der Körper vergisst nicht‘ DG Kunstraum: Samstag, 11. September 2021, 15 Uhr und 15:30 Uhr, jeweils 15 Minuten Kunstraum München: Sonntag, 12. September 2021, 15 Uhr und 15:30 Uhr, jeweils 15 Minuten
Programm György Ligeti: Sonate für Violoncello Solo (10’) J.S. Bach: Sarabande in C‑Moll (4:33’)
Balázs Dolfin, Violoncello Hochschule für Musik und Theater München Klasse Prof. Wen-Sinn Yang
St. Paul München „Tisch für ein Kunstgespräch – oder die Kunst aneinander vorbeizureden“ von Rudolf Wachter Zum 10. Todesjahr des Bildhauers Rudolf Wachter (1923–2010), dessen Holzreliefs seit 2010 den Chorraum von St. Paul prägen.
Der Bildhauer Rudolf Wachter (1923–2011) schuf die Holzreliefs „Stationen“ in der Apsis der Paulskirche, diese konnten mit Hil- fe des VAH und der Hauptabteilung Kunst der Erzdiözese nach der großen Ausstellung „RAUM SCHNITTE“ 2010 in St. Paul angekauft werden.
Zu Rudolf Wachters 10. Todestag wird die mächtige Tisch-Skulp- tur mit sechs Stühlen von 7.7. bis 3.10.2021 unter der Westem- pore in St. Paul aufgestellt. Der Tisch, an dem sechs Menschen nur versetzt sitzen können, wurde 1995 in der Galerie der DG, der Allerheiligenhofkirche und in St. Lukas in München mit einer Gesprächsreihe zu Fragen der Kunst präsentiert unter dem Titel „Tisch für ein Kunstgespräch. Oder die Kunst, aneinander vor- beizureden“.
Programm im DG Kunstraum Freitag, 16. Juli 2021, 18 bis 20 Uhr Sa. 17. Juli und So. 18. Juli 2021, jeweils 15 bis 17 Uhr
Doro Seror ‚Mädchenfänger‘ Partizipativ-performative Installation, Filmdokumentation von Lion Bischof
Seit einigen Jahren beschäftigt sich Doro Seror mit verschiedenen Flecht- und Webtechniken, bei deren Herstellung keine technischen Hilfsmittel notwendig sind.
Als sie sich im März 2020 ihr Handgelenk brach, wurden ihre Finger mit sogenannten „Mädchenfängern“ fixiert, damit das Handgelenk eingerichtet werden konnte. „Mädchenfänger“ oder auch „chinesische Handschellen“ sind schlauchartige Geflechte, die sich bei Zug um einen Körper zusammenziehen und ihn somit fixieren.
Nur durch das Lockerlassen kann sich das gefangene Objekt befreien. Das „Objekt“ ist bei der Performance „Mädchenfänger“ die Künstlerin selbst oder auch mutige BesucherInnen.
Immer wieder bringen uns Entscheidungen, selbst wenn sie freiwillig erscheinen, in unserem Leben in „Zugzwang“, und wir müssen gesellschaftlichen Erwartungen entsprechen. Indem wir uns auf mit gesellschaftlichen Erwartungen belegte Rollen in Beruf, Geschlecht und Familie festlegen, werden wir unbeweglich; das Lösen davon befreit!
Kunstwerke wie diese und die anderen Exponate von Ausstellungen wie „Paradise Lost“ ermöglichen einen anderen Blick auf eben diese Rollenfestlegungen und machen deutlich, dass Rollen- und Geschlechterzuweisungen keine endgültige, allgemein festgelegte Notation hat, sondern diese jederzeit neu definiert werden kann und muss.
Sa. 17. Juli und So. 18. Juli 2021, jeweils 14 Uhr Jacoba Barber-Rozema Musikalische Intervention, Filmdokumentation von Lion Bischof Wie interagieren wir mit unserem Körper? Woher kommen all die Konzepte, die wir über Körper haben? Die Sängerin, Schauspielerin und Regisseurin Jacoba Barber-Rozema (geb. 1996 in Toronto, Kanada) geht diesen Fragen nach und präsentiert eine Mischung aus originalem Spoken Word und musikalischen Covers, inspiriert von den wunderbaren Künstlerinnen Sara Bareilles und Mary Oliver.