Kurz vor dem katholischen Hochfest Allerheiligen und dem Festtag Allerseelen freut sich die DG über den Besuch des Künstlers und Schauspielers Stefan Hunstein. Er wird gemeinsam ausgewählte Textpassagen aus „Das Buch gegen den Tod“ von Elias Canetti (1905–1994) vortragen. Der Literaturnobelpreisträger von 1981 beschäftigte sich zeitlebens mit dem Thema Tod und so dürfen Sie gespannt sein auf eine zur Jahreszeit passende Lesung.
Eintritt: 10,00 EUR / ermäßigt 5,00 EUR
keine Anmeldung erforderlich
Diese Publikation erscheint begleitend zur Ausstellung ‚Der letzte Garten – Bauwerke des Abschieds‘ im DG Kunstraum, Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst vom 2. Juli bis 29. August 2015
Der Katalog ist für € 7,50 im DG Kunstraum zu erhalten (+ Porto bei Versand). Bestellungen senden Sie bitte an: info@dg-kunstraum.de
Herausgeber*innen: Dr. Walter Zahner, Benita Meißner Assistenz: Manuela Baur Texte: Madeleine Dietz, Benita Meißner, Stefanie Seeholzer Gestaltung: Bernd Kuchenbeiser Projekte mit Michaela Wonhöfer Lektorat: Dr. Kirsten Nies Lithografie: Serum Network GmbH Druck: Eberl Print GmbH, Immenstadt Fotos: Adolf Bereuter, Lucia Degonda, Eduard Hueber, Marc Lins, Tomas Riehle /artur, Vogt Landschaftsarchitekten, Nikolaus Walter
ISBN 978–3‑932322–40‑2
Der Umgang mit dem Tod unterliegt im 21. Jahrhundert einem allgemeinen gesellschaftlichen – und kulturellen – Wandlungsprozess. Eine Gedenkstätte kann für jedermann zugänglich im Internet eingerichtet werden oder sich in Form eines Friedjuwels nur einem kleinen Kreis erschließen. Den Menschen ist es ein tiefes Bedürfnis, einen konkreten Ort und eine bestimmte Form des Totengedenkens zu haben, und immer wieder sind Künstler und Architekten gefragt, diese Orte des Abschieds neu zu gestalten, damit sich Trauer und Trost annähern können.
Die Ausstellung ‚Der letzte Garten‘ gibt, mittels Fotografien und Modellen, Einblicke in die Umgestaltung christlicher Friedhofsanlagen und deren Erweiterung durch Krematorien und Urnenwände, die die Bedürfnisse der gegenwärtigen Bestattungskultur widerspiegeln. Die unterschiedlichen Friedhofskulturen legen Zeugnis von der Gesellschaft und der jeweiligen Religionszugehörigkeit ab. Als Antwort auf die kulturelle Vielfalt in Europa und die Begegnung mit anderen Religionen in der Diaspora werden zudem die muslimische und die jüdische Friedhofskultur exemplarisch vorgestellt.
Symposium der Gesellschaft für Gegenwartskunst und Kirche „Artheon“ in Kooperation mit der Evangelischen Akademie Frankfurt am Main, der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst, dem Katholischen Akademie Rabanus Maurus und dem Zentrum Verkündigung der EKHN.
Kirche als Auftraggeberin? – Das war einmal, könnte man angesichts einer Jahrhunderte währenden Emanzipationsgeschichte der Künste gegenüber ihren kirchlichen Auftraggebern meinen.
Doch in Wirklichkeit ist die Geschichte kirchlicher Auftraggeberschaft nie abgebrochen. Im Gegenteil: Sie hat in den vergangenen Jahren durch eine Reihe von prominenten kirchlichen Auftragswerken (u.a. Gerhard Richter, Neo Rauch, Sigmar Polke, Imi Knöbel, Markus Lüpertz) einen Aufschwung erlebt – mit Folgen für das Verhältnis von Kunst und Kirche, die Fragen aufwerfen:
Brauchen wir eine neue Kultur kirchlicher Auftraggeberschaft? Und wenn ja, wie sähe sie aus? Wie verhalten sich Freiheit und Auftrag zueinander? Und könnte es sein, dass gerade Auftragsverhältnisse eine ganz eigene Art künstlerischer Freiheit ermöglichen?
Vortrag/Diskussion von/mit Jörg van den Berg (Stiftung Federkiel, München)
Zu einem nicht realisierten Skulpturenprojekt mit Werken von Christine Borland, Stefan Kern, Thomas Locher, Richard Serra und Gerda Steiner/Jörg Lenzlinger
Jüdische Friedhöfe zählen zu den lebendigen Orten jüdischer Kultur in Deutschland, so merkwürdig das auch klingen mag. Obwohl es die jüdischen Gemeinden vielerorts nicht mehr gibt, liegen viele Friedhöfe noch so da, wie sie vor hundert und mehr Jahren gemeint waren: als Orte der Zukunft.
Der Ausstellungsmacher und Kunstwissenschaftler Jörg van den Berg, der seit Anfang des Jahres für die Münchner Stiftung Federkiel arbeitet, wird im Kontext unserer aktuellen Ausstellung ›Der letzte Garten‹ ein sehr pointiertes Projekt vorstellen: ›Echo’s Pool – fünf jüdische Friedhöfe und fünf künstlerische Einlassungen‹. Gemeinsam mit Karen van den Berg und dem Historiker Sebastian Manhart hat van den Berg Anfang des Jahrtausends dieses Konzept entwickelt und – auch in Reaktion auf die damalige Mahnmalsdebatte in Berlin – mit Christine Borland, Stefan Kern, Jörg Lenzlinger/Gerda Steiner, Thomas Locher und Richard Serra fünf Künstler eingeladen, für fünf kleine niederrheinischen Landfriedhöfe dauerhafte Installationen zu entwickeln. Vier der fünf Künstler entwarfen ‚architektonische’ Konzepte. Nicht zuletzt deshalb passt ›Echo’s Pool‹ in den Kontext einer Ausstellung, die sich mit aktuellen Bauten des Abschieds beschäftigt.
›Echo’s Pool‹ wollte in den Kontext der Auseinandersetzung mit der jüdischen Tradition in Deutschland anderes einbringen als eine bloße Rhetorik von Gedenksteinen und Mahnmalen. Es behandelte den jeweiligen Friedhof nicht als Symbol für die Abwesenheit jüdischen Lebens oder den Holocaust, sondern als ›Betha-chajim‹, als ›Haus des Lebens‹ – einen Ort gegenwärtiger Erinnerung und zugleich einen Ort der Zukunft.
Idee und Konzeption: Benita Meißner Gestaltung: Atelier Bernd Kuchenbeiser Texte: David Barbarino, Benita Meißner, Jeanette Zwingenberger
Der Katalog ist für € 5,00 im DG Kunstraum zu erhalten (+ Porto bei Versand). Bestellungen senden Sie bitte an: info@dg-kunstraum.de
In der Ausstellung ‚Paramount‘ wird ein neuer Zyklus großformatiger, silberfarbiger Leinwände vorgestellt, die von der Landschaftsmalerei zu abstrakten Strukturen überführen.
‚Paramount‘ – dieses Wort verspricht großes Kino, aber es bedeutet, wörtlich genommen, auch ‚überragend‘. Das darf David Barbarino auch für seine Malerei in Anspruch nehmen. Während seines Studiums am Central Saint Martins College of Art and Design London begann er ab 2001 als Außenseiter den steinigen Weg der Malerei zu beschreiten, indem er sich der damals herrschenden Lehrmeinung: ‚Du darfst alles machen, aber bitte male nicht!‘ widersetzte.
„Wenn ich gebe, was ich geben kann, wenn ich gebe, was ich habe und deshalb geben kann, dann gebe ich nicht.“ Jacques Derrida
Die Gabe (Teil I) Ausstellung in der Galerie der DG Kuratiert von Jörg van den Berg (Federkiel) und Benita Meißner (DG)
Eröffnung am 26. November 2015, 18–22 Uhr Performance Beate Engl und Leonie Felle Happening IKONOSTASE
Die Galerie ist vom 22. Dezember 2015 bis 6. Januar 2016 geschlossen.
Künstler*innen DG
Ulf Aminde Sandra Boeschenstein Beate Engl / Leonie Felle IKONOSTASE (Florian Dietrich, Martin Schepers, Markus Zimmermann) Sven Johne Zenita Komad Thomas Locher Gabriela Oberkofler Barbara K. Prokop Nikola Röthemeyer Nanni Schiffl-Deiler
Künstler*innen St. Paul
Judith Albert Ulf Aminde Frank Bölter IKONOSTASE (Florian Dietrich, Martin Schepers, Markus Zimmermann) Sven Johne Antje Schiffers
Eine Ausstellung der DG Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst in Kooperation mit der Erzdiözese München und Freising, Fachbereich Kunstpastoral.
Der ‚Hortus Conclusus‘, der umfriedete Garten, war eines der beliebtesten Motive in der Kunst des Mittelalters, indem im Rückgriff auf das Hohelied des Salomos die Jungfrau Maria als fruchtbarer, verschlossener Garten gedeutet wurde.
Das vorliegende Buch befasst sich mit den biblischen Wurzeln des Gartenmotivs und dem hortus conclusus in der Kunstgeschichte. Es legt die Bedeutung des Gartens als Vision vom Paradies und als Kontemplationsund Rekreationsraum in der klösterlichen Klausur heute dar.
Basierend auf Idee und Konzept von Nele Ströbel besuchten zwischen Juli und Oktober 2006 die Fotografin Ulrike Myrzik und die Bildhauerin die »horti conclusi« von 15 Frauenklöstern. Über Gespräche mit den Ordensfrauen, Fotografien, Zeichnungen und deren Umsetzung in plastische Arbeiten spürten sie den Fragen »Wie kann ein Ort Erinnerung speichern?« »Gibt es spezielle Maß- und Ordnungssysteme der umfriedeten Gärten?« »Wie kann Spiritualität im 21. Jahrhundert gelebt und räumlich erfahren werden?« nach. Die abgebildeten Einblicke und Eindrücke schlagen den Bogen zu der zeitgenössischen künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Thema.
Stationen der Wanderausstellung Deutsche Gesellschaft christlicher Kunst, München, 2006 Diözesanmuseum, Regensburg, 2007 Diözesanmuseum, Paderborn, 2007 Kurfürstlichen Schloss, Bonn, 2007 Kloster St. Marienstern, Panschwitz-Kuckau, Sachsen, 2008 Schwäbische Galerie/im Volkskundemuseum Oberschönenfeld bei Augsburg, 2009 Der kreisende Hortus im Kunstforum Herz Jesu Köln, 2010
Weitere Informationen zu Nele Stroebel finden Sie hier.
Deutscher Kunstverlag München Berlin ISBN 978–3‑422–06658‑8
Die Herausgeber*innen Nele Ströbel, Lebt und arbeitet in München. M.A. Studium der keramischen Plastik und Bildhauerei an der Hochschule für Angewandte Kunst Wien, Diplom Magister Artium. Gastprofessuren in Berlin und München. Zahlreiche Einzelausstellungen und künstlerische Raumarbeiten im architektonischen Kontext. Ist in Kunstsammlungen im In- und Ausland vertreten. Projektpublikationen u.a. spacework-urbanwork, 1998. reparaturen der welt, 2002. imbenge dreamhouse, 2005.
Dr. Walter Zahner, Studium der kath.Theologie in Bamberg, Paris, Münster und München. Leiter der Katholischen Erwachsenenbildung im Bistum Regensburg. Mitglied im Präsidium der DG – Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst e. V.