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Stefan Hunstein liest Elias Canetti
Das Buch gegen den Tod
Mi, 28.10.2015, 19 Uhr

Kurz vor dem katholischen Hochfest Allerheiligen und dem Festtag Allerseelen freut sich die DG über den Besuch des Künstlers und Schauspielers Stefan Hunstein. Er wird gemeinsam ausgewählte Textpassagen aus „Das Buch gegen den Tod“ von Elias Canetti (1905–1994) vortragen. Der Literaturnobelpreisträger von 1981 beschäftigte sich zeitlebens mit dem Thema Tod und so dürfen Sie gespannt sein auf eine zur Jahreszeit passende Lesung.

Eintritt: 10,00 EUR / ermäßigt 5,00 EUR
keine Anmeldung erforderlich

Publikation zur Ausstellung
‚Der letzte Garten – Bauwerke des Abschieds‘

Diese Publikation erscheint begleitend zur Ausstellung ‚Der letzte Garten – Bauwerke des Abschieds‘ im DG Kunstraum, Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst vom 2. Juli bis 29. August 2015

Der Katalog ist für € 7,50 im DG Kunstraum zu erhalten (+ Porto bei Versand).
Bestellungen senden Sie bitte an: info@dg-kunstraum.de

Herausgeber*innen: Dr. Walter Zahner, Benita Meißner
Assistenz: Manuela Baur
Texte: Madeleine Dietz, Benita Meißner, Stefanie Seeholzer
Gestaltung: Bernd Kuchenbeiser Projekte mit Michaela Wonhöfer
Lektorat: Dr. Kirsten Nies
Lithografie: Serum Network GmbH
Druck: Eberl Print GmbH, Immenstadt
Fotos: Adolf Bereuter, Lucia Degonda, Eduard Hueber, Marc Lins,
Tomas Riehle /artur, Vogt Landschaftsarchitekten, Nikolaus Walter

ISBN 978–3‑932322–40‑2

Der Umgang mit dem Tod unterliegt im 21. Jahrhundert einem allgemeinen gesellschaftlichen – und kulturellen – Wandlungsprozess. Eine Gedenkstätte kann für jedermann zugänglich im Internet eingerichtet werden oder sich in Form eines Friedjuwels nur einem kleinen Kreis erschließen. Den Menschen ist es ein tiefes Bedürfnis, einen konkreten Ort und eine bestimmte Form des Totengedenkens zu haben, und immer wieder sind Künstler und Architekten gefragt, diese Orte des Abschieds neu zu gestalten, damit sich Trauer und Trost annähern können.

Die Ausstellung ‚Der letzte Garten‘ gibt, mittels Fotografien und Modellen, Einblicke in die Umgestaltung christlicher Friedhofsanlagen und deren Erweiterung durch Krematorien und Urnenwände, die die Bedürfnisse der gegenwärtigen Bestattungskultur widerspiegeln. Die unterschiedlichen Friedhofskulturen legen Zeugnis von der Gesellschaft und der jeweiligen Religionszugehörigkeit ab. Als Antwort auf die kulturelle Vielfalt in Europa und die Begegnung mit anderen Religionen in der Diaspora werden zudem die muslimische und die jüdische Friedhofskultur exemplarisch vorgestellt.

Symposium: Im Auftrag – Kunst und Kirche.
Oder: Wie frei ist die Kunst?
23. bis 25.10.2015
Frankfurt am Main

 

Symposium der Gesellschaft für Gegenwartskunst und Kirche „Artheon“ in Kooperation mit der Evangelischen Akademie Frankfurt am Main, der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst, dem Katholischen Akademie Rabanus Maurus und dem Zentrum Verkündigung der EKHN.

Kirche als Auftraggeberin? – Das war einmal, könnte man angesichts einer Jahrhunderte währenden Emanzipationsgeschichte der Künste gegenüber ihren kirchlichen Auftraggebern meinen.

Doch in Wirklichkeit ist die Geschichte kirchlicher Auftraggeberschaft nie abgebrochen. Im Gegenteil: Sie hat in den vergangenen Jahren durch eine Reihe von prominenten kirchlichen Auftragswerken (u.a. Gerhard Richter, Neo Rauch, Sigmar Polke, Imi Knöbel, Markus Lüpertz) einen Aufschwung erlebt – mit Folgen für das Verhältnis von Kunst und Kirche, die Fragen aufwerfen:

Brauchen wir eine neue Kultur kirchlicher Auftraggeberschaft? Und wenn ja, wie sähe sie aus? Wie verhalten sich Freiheit und Auftrag zueinander? Und könnte es sein, dass gerade Auftragsverhältnisse eine ganz eigene Art künstlerischer Freiheit ermöglichen?

Veranstaltungsort: Frankfurt am Main

 

Programm


Anmeldung bis zum 8.10.2015 unter info@dg-galerie.de

 

Orte der Zukunft
Häuser des Lebens
Mi. 15.7.2015, 19 Uhr

 

Orte der Zukunft / Häuser des Lebens

Vortrag/Diskussion von/mit Jörg van den Berg (Stiftung Federkiel, München)

Zu einem nicht realisierten Skulpturenprojekt mit Werken von Christine Borland, Stefan Kern, Thomas Locher, Richard Serra und Gerda Steiner/Jörg Lenzlinger

Jüdische Friedhöfe zählen zu den lebendigen Orten jüdischer Kultur in Deutschland, so merkwürdig das auch klingen mag. Obwohl es die jüdischen Gemeinden vielerorts nicht mehr gibt, liegen viele Friedhöfe noch so da, wie sie vor hundert und mehr Jahren gemeint waren: als Orte der Zukunft.

Der Ausstellungsmacher und Kunstwissenschaftler Jörg van den Berg, der seit Anfang des Jahres für die Münchner Stiftung Federkiel arbeitet, wird im Kontext unserer aktuellen Ausstellung ›Der letzte Garten‹ ein sehr pointiertes Projekt vorstellen: ›Echo’s Pool – fünf jüdische Friedhöfe und fünf künstlerische Einlassungen‹. Gemeinsam mit Karen van den Berg und dem Historiker Sebastian Manhart hat van den Berg Anfang des Jahrtausends dieses Konzept entwickelt und – auch in Reaktion auf die damalige Mahnmalsdebatte in Berlin – mit Christine Borland, Stefan Kern, Jörg Lenzlinger/Gerda Steiner, Thomas Locher und Richard Serra fünf Künstler eingeladen, für fünf kleine niederrheinischen Landfriedhöfe dauerhafte Installationen zu entwickeln. Vier der fünf Künstler entwarfen ‚architektonische’ Konzepte. Nicht zuletzt deshalb passt ›Echo’s Pool‹ in den Kontext einer Ausstellung, die sich mit aktuellen Bauten des Abschieds beschäftigt.

 

Echo’s Pool‹ wollte in den Kontext der Auseinandersetzung mit der jüdischen Tradition in Deutschland anderes einbringen als eine bloße Rhetorik von Gedenksteinen und Mahnmalen. Es behandelte den jeweiligen Friedhof nicht als Symbol für die Abwesenheit jüdischen Lebens oder den Holocaust, sondern als ›Betha-chajim‹, als ›Haus des Lebens‹ – einen Ort gegenwärtiger Erinnerung und zugleich einen Ort der Zukunft.

 

Veranstaltung mit Bernardo Bader
Do. 2.7.2015, 19 Uhr

Im Rahmen unserer Eröffnung der Ausstellung

Der letzte Garten – Bauwerke des Abschieds

am Donnerstag, 2. Juli, von 18 bis 21 Uhr

findet ein Gespräch mit dem Architekten Bernardo Bader statt,
der mit zwei Projekten in der Ausstellung vertreten ist.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

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Bernardo Bader, Rene Bechter, Friedhof in Krumbach, ÖsterreichBernardo Bader, Rene Bechter, Friedhofsneugestaltung Krumbach, Urnenbereich, Foto: Bernardo Bader Architekten

Publikation zur Ausstellung
,Paramount‘
David Barbarino

Begleitend zur Ausstellung im DG Kunstraum

Idee und Konzeption: Benita Meißner
Gestaltung: Atelier Bernd Kuchenbeiser
Texte: David Barbarino, Benita Meißner, Jeanette Zwingenberger

Der Katalog ist für € 5,00 im DG Kunstraum zu erhalten (+ Porto bei Versand).
Bestellungen senden Sie bitte an: info@dg-kunstraum.de

In der Ausstellung ‚Paramount‘ wird ein neuer Zyklus großformatiger, silberfarbiger Leinwände vorgestellt, die von der Landschaftsmalerei zu abstrakten Strukturen überführen.

Paramount‘ – dieses Wort verspricht großes Kino, aber es bedeutet, wörtlich genommen, auch ‚überragend‘. Das darf David Barbarino auch für seine Malerei in Anspruch nehmen. Während seines Studiums am Central Saint Martins College of Art and Design London begann er ab 2001 als Außenseiter den steinigen Weg der Malerei zu beschreiten, indem er sich der damals herrschenden Lehrmeinung: ‚Du darfst alles machen, aber bitte male nicht!‘ widersetzte.

Die Gabe‘ (Teil I)
Gruppenausstellung
27. November 2015 bis 20. Februar 2016

Wenn ich gebe, was ich geben kann, wenn ich gebe, was ich habe und
deshalb geben kann, dann gebe ich nicht.“

Jacques Derrida

Die Gabe (Teil I)
Ausstellung in der Galerie der DG
Kuratiert von Jörg van den Berg (Federkiel) und Benita Meißner (DG)

Eröffnung am 26. November 2015, 18–22 Uhr
Performance Beate Engl und Leonie Felle
Happening IKONOSTASE

Die Galerie ist vom 22. Dezember 2015 bis 6. Januar 2016 geschlossen.

Künstler*innen DG 

Ulf Aminde
Sandra Boeschenstein
Beate Engl / Leonie Felle
IKONOSTASE (Florian Dietrich, Martin Schepers, Markus Zimmermann)
Sven Johne
Zenita Komad
Thomas Locher
Gabriela Oberkofler
Barbara K. Prokop
Nikola Röthemeyer
Nanni Schiffl-Deiler

Künstler*innen St. Paul

Judith Albert
Ulf Aminde
Frank Bölter
IKONOSTASE (Florian Dietrich, Martin Schepers, Markus Zimmermann)
Sven Johne
Antje Schiffers

Eine Ausstellung der DG Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst in Kooperation mit der Erzdiözese München und Freising, Fachbereich Kunstpastoral.

Pressemitteilung

Fotos: Richard Beer

Veranstaltung mit Prof.
Dr. Reiner Sörries
Fr, 3.7.2015, 18 Uhr

 

»Plauderei über die Zukunft der Friedhöfe«

Prof. Dr. Sörries im Gespräch mit Benita Meißner
Freitag, 3. Juli 2015, um 18 Uhr

 

Im Rahmen der Ausstellung »Der letzte Garten – Bauwerke des Abschieds«

Der letzte Garten_2Der letzte Garten_1

Publikation zur Wanderausstellung
,Hortus Conclusus – Ein geistiger Raum wird zum Bild‘
Nele Ströbel und Walter Zahner

Der ‚Hortus Conclusus‘, der umfriedete Garten, war eines der beliebtesten Motive in der Kunst des Mittelalters, indem im Rückgriff auf das Hohelied des Salomos die Jungfrau Maria als fruchtbarer, verschlossener Garten gedeutet wurde.

Das vorliegende Buch befasst sich mit den biblischen Wurzeln des Gartenmotivs und dem hortus conclusus in der Kunstgeschichte. Es legt die Bedeutung des Gartens als Vision vom Paradies und als Kontemplationsund Rekreationsraum in der klösterlichen Klausur heute dar.

Basierend auf Idee und Konzept von Nele Ströbel besuchten zwischen Juli und Oktober 2006 die Fotografin Ulrike Myrzik und die Bildhauerin die »horti conclusi« von 15 Frauenklöstern. Über Gespräche mit den Ordensfrauen, Fotografien, Zeichnungen und deren Umsetzung in plastische Arbeiten spürten sie den Fragen »Wie kann ein Ort Erinnerung speichern?« »Gibt es spezielle Maß- und Ordnungssysteme der umfriedeten Gärten?« »Wie kann Spiritualität im 21. Jahrhundert gelebt und räumlich erfahren werden?« nach. Die abgebildeten Einblicke und Eindrücke schlagen den Bogen zu der zeitgenössischen künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Thema.

Stationen der Wanderausstellung
Deutsche Gesellschaft christlicher Kunst, München, 2006
Diözesanmuseum, Regensburg, 2007
Diözesanmuseum, Paderborn, 2007
Kurfürstlichen Schloss, Bonn, 2007
Kloster St. Marienstern, Panschwitz-Kuckau, Sachsen, 2008
Schwäbische Galerie/im Volkskundemuseum Oberschönenfeld bei Augsburg, 2009
Der kreisende Hortus im Kunstforum Herz Jesu Köln, 2010

Weitere Informationen zu Nele Stroebel finden Sie hier.


Deutscher Kunstverlag München Berlin
ISBN 978–3‑422–06658‑8

Die Herausgeber*innen
Nele Ströbel, Lebt und arbeitet in München.
M.A. Studium der keramischen Plastik und Bildhauerei an der Hochschule für Angewandte Kunst Wien, Diplom Magister Artium. Gastprofessuren in Berlin und München. Zahlreiche Einzelausstellungen und künstlerische Raumarbeiten im architektonischen Kontext. Ist in Kunstsammlungen im In- und Ausland vertreten. Projektpublikationen u.a. spacework-urbanwork, 1998. reparaturen der welt, 2002. imbenge dreamhouse, 2005. 

Dr. Walter Zahner, Studium der kath.Theologie in Bamberg, Paris, Münster und München. Leiter der Katholischen Erwachsenenbildung im Bistum Regensburg. Mitglied im Präsidium der DG – Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst e. V. 

Publikation zur Ausstellung
,Heimat auf Zeit‘

Begleitend zur Ausstellung in der Galerie der DG vom 16. Oktober bis 18. Dezember 2009

Herausgeber*innen: Petra Berg und Wolfgang Jean Stock
Autor: Wolfgang Jean Stock
Gestaltung: Atelier Bernd Kuchenbeiser
Lektorat: Dagmar Zacher

96 Seiten, 50 Abbildungen, ISBN 978–3‑932322–30‑3

Preis 20,00 €