Wir laden Sie herzlich ein zum Gespräch mit Judith Hummel und Esther Zahel am Donnerstag, den 19. Oktober 2023 um 19 Uhr.
Die Künstlerinnen sprechen über ihre Positionen in ‚Deine Hand auf meiner Schulter‘, über die Frage „Wo bin ich zuhause?“ und präsentieren die begleitende Publikation zur Ausstellung.
Wir laden Sie herzlich ein zur Finissage von Rosa Immergruen im DG Kunstraum und freuen uns auf eine Performance von PENG PENG PENG mit Nora Gomringer und Philipp Scholz!
Philipp Scholz lauscht. Nora Gomringer atmet ein, Scholz holt aus, Gomringer setzt an, Scholz trommelt, Gomringer spricht und PENG PENG PENG: Es entsteht alte Magie in neuem Gewand: Jazz & Rezitation.
Die Mixtur: das Wort und der Takt, gleichermaßen Humor und Tiefsinn, ein Mikrofon, ein Schlagzeug und zwei Künstler: Nora Gomringer rezitiert eigene Texte sowie Zeilen aus der gesamten Weltliteratur zu ‚Blüten‘ und ‚Blühen‘ in ihrem Programm, das sich von Dorothy Parker zur experimentellen Literatur des 20. Jahrhunderts und großen Klassikern weitet.
Der Jazz-Drummer Philipp Scholz gibt den Takt an, begleitet Gomringers wilden Wortritt, leitet, stört die Sprecherin und pointiert sie. Gemeinsam sorgen sie auf der Bühne für einen fatallyrischen Knall der Extraklasse.
Benita Meißner führt durch die Ausstellung ‚Rosa Immergruen – Zeitgenössische Kunst und lyrische Zeitreise‘
Termine Dienstag, 20. Juni 2023, 19 Uhr Dienstag, 4. Juli 2023, 19 Uhr
In der ‚Rosa Immergruen‘ werden Blumenmotive zum Spiegel menschlicher Gedanken und Gefühle. Die großen Themen des Lebens wie Liebe, Freude oder auch Trauer werden mittels Blumen zum Ausdruck gebracht. Über verschiedene Regionen, Epochen und Systeme hinweg zeugen sie von der bedeutsamen Beziehung von Mensch und Natur.
Die Werke in der Ausstellung zeigen die Bedeutungserweiterungen und die künstlerische Aktualität dieses Motivs: von der formalen Auseinandersetzung, dem Nachdenken über sich selbst, über gesellschaftspolitische bis zu genderspezifischen Fragestellungen. Was ist die Blume für uns heute? Welche Bedeutung geben wir ihr in der Zukunft? Die Blume erscheint in diesem Zusammenhang wie ein leeres Gefäß, in das alle, ob Kunstschaffende oder –betrachtende, eigene Interpretationen hineinfüllen können. Die zeitgenössischen Arbeiten im Raum werden von Gedichten aus unterschiedlichen Epochen begleitet.
Ohne Anmeldung
Abb.: Ausstellungsansicht Rosa Immergruen, DG Kunstraum 2023, Foto: Gerald von Foris
Johanna Eder lädt zum sinnlichen Entdecken der Ausstellungsexponate von Rosa Immergruen ein.
Termine jeweils Freitag, 15 bis 16.30 Uhr 26. Mai 2023 30. Juni 2023 14. Juli 2023 21. Juli 2023
Gemeinsam erkundet Johanna Eder mit den Kindern die Ausstellung „Rosa Immergruen“. Anschließend durchlaufen sie einen Parcours mit begleitenden Aufgaben. Die Leiterin des Workshops entfesselt dabei die Fantasie der Kinder, und diese werden selbst kreativ. Es wachsen künstlerische Objekte, die sich wie „Gewächse“ an die Ausstellung anschmiegen können. Es entstehen auch Give-aways, die den Kindern mitgegeben werden und die sie zu Hause weiterführen können.
Maximale Teilnehmerzahl: 10 Altersempfehlung: 8 bis 13 Jahre
Wir laden herzlich ein zur offenen Wörter•werkstatt mit Kilian Ihler im DG Kunstraum!
Die Teilnehmenden besuchen die Ausstellung Rosa Immergruen. In der Ausstellung sind Blumen-Bilder von Künstlern und Künstlerinnen zu sehen. Es sind auch viele Gedichte zu hören. Sie beschäftigen sich mit dem Thema Blumen. Auch die Teilnehmenden beschäftigen sich nach dem Rundgang durch die Ausstellung mit diesem Thema. Sie schreiben Gedichte zu Blumen und Blüten. Oder sie kleben Texte in Form von einer Collage.
Termine jeweils Freitag, 15.30 bis 17.30 Uhr 9. Juni 2023 (Abgesagt! Ersatztermin folgt) 23. Juni 2023 7. Juli 2023
Um Anmeldung wird gebeten.
Ansprechperson für Anmeldung und Fragen: Kilian Ihler | k.ihler@gll-muenchen.de | (089) 716 88 716
Sehen Sie auf den Boden, worauf stehen Sie? Meist gehen oder stehen wir auf versiegelten und gepflasterten Böden, nicht auf fruchtbarer Erde.
Am Samstag, den 15. Juli 2023 zwischen 11 und 14 Uhr laden wir Sie ein, zusammen mit der Künstlerin Claudia Starkloff in Blumen-Pflasterstein Produktion zu gehen.
Nicht aus Beton, sondern aus einem Samenbombengemisch bestehen die Steine dieser Pflasterfläche, mit dem Potential zur Blumenwiese.
Wir laden herzlich ein zur musikalischen Performance mit Toffaha im DG Kunstraum.
Khamaseen von und mit dem Künstlerduo toffaha Rasha Ragab – Shakuhachi, Steinharfe, Humming Christoph Nicolaus – Steinharfe
Khamaseen ist ein heißer, starker Wüstensturm der im Frühjahr in der Sahara auftritt. Die Sandpartikel können bis zu fünf Kilometern hoch in die Atmosphäre wirbeln und dort bei Windstille bis zu einem halben Jahr verweilen. Kommen Winde, tragen diese den Saharasand um den ganzen Erdball, was für die Erde und das Ökosystem eine wichtige Bedeutung hat. Aufgrund seiner mineralischen Zusammensetzung aus Quarzsand, Tone, Geothit, Gips und fossilierten Algen enthält der Sand Phosphor, Calcium, Magnesium und Eisen und hat daher ausgezeichnete Düngerqualitäten. Da er außerdem Wasser und Nährstoffe gut speichert, hilft er dem Wachstum vieler Pflanzen. Im Amazonasgebiet und in der Karibik sorgen die feinen Saharasandpartikel für Regen und liefert den Mineraldünger für die tropischen Regenwälder“
Die Bambuslangflöte Shakuhachi wird aus dem Wurzelende des Madake-Bambus gefertigt. Sie kam im 8. Jahrhundert von China nach Japan und wurde dort traditionell von Mönchen des Zen-Buddhismus als Meditationsinstrument verwendet. Ursprünglich diente sie nur der Atemübung. Ihr Ton ist weich, samtig und erdig mit vielfältigen Klangfarben.
Steinharfen sind Steinblöcke mit tiefen Einschnitten, denen durch sanftes Streichen mit gewässerten Händen, sphärische, vibrierende, von sehr tief bis sehr hoch reichende Klänge entlockt werden. Die Klänge mit großem Obertonreichtum und sehr weitem Klangspektrum scheinen von überall herzukommen und sind nicht nur mit den Ohren sondern mit dem ganzen Körper erlebbar.
Die beiden Instrumente erzeugen zusammen eine aussergewöhnliche Klanglandschaft.
Rasha Ragab wurde in Kairo geboren. Die Künstlerin und Kuratorin arbeitet unter anderem am Museum of Modern Art in Kairo. Christoph Nicolaus wurde in München geboren. Er ist Künstler und Organisator verschiedener Kunstformen wie „Kunst im Bau“ und „Klang im Turm“. Das Ehepaar lebt und arbeitet in München und Kairo.
Foto: Toffaha (Rasha Ragab und Christoph Nicolaus)
Wir laden herzlich ein zur Auftaktveranstaltung zum Kunstarealsfest 2023 im DG Kunstraum!
Im Rahmen der Ausstellung Rosa Immergruen lässt die Künstlerin einen Cyborg namens Radicchiofrau entstehen.
Sophie Schmidt tritt in ihren Performances als hybrider Körper auf. Mit Alltagsgegenständen erweitert sie ihren Körper prothesenartig. Diese Erweiterungen orientieren sich an der Denkfigur ‚die Cyborg‘ der utopischen Feministin Donna Haraway: Es sind vielfach verbundene Körper, Mensch, Tier und Maschine in einem und damit auch gelebte soziale Beziehungen und weltverändernde Fiktion. Der Körper erfährt in ihren sogenannten Aktivierungen eine Transformation, die Grenzen zwischen verschiedenen Seinsformen zu überwinden versucht.
Gesellschaftlich konstruierte Erzählungen über den Körper werden neu verhandelt. Schmidts Prothesen stolpern, verlangsamen und verkomplizieren. Sie sind freundlich, aber auch widerständig. Sie lachen, schreien, weinen und verstören. Sie zerstören und scheitern, um aufs Neue zu beginnen. Von ihr geschriebene, auf ihre eigene Weise poetische, laut gesprochene oder gesungene Texte schlagen Brücken zwischen Zeichnungen, Gemälden und Skulpturen. Im Rahmen der Ausstellung Rosa Immergruen präsentiert Schmidt im DG Kunstraum eine Aktivierung der Radicchiofrau…And The Brooklyn Based Crab.
***Terminabsage: Do, 13. Juli 2023, 19 Uhr***
Ersatztermin: Fr, 28. Juli 2023, 19 Uhr
Abb.: Sophie Schmidt, DG Kunstraum 2023, Foto: Benita Meißner
Wir laden herzlich ein zur Eröffnung der Ausstellung ‚Rosa Immergruen – Zeitgenössische Kunst und lyrische Zeitreise‘ im DG Kunstraum am
Donnerstag, 25. Mai 2023, 18 bis 21 Uhr 19.30 Uhr Begrüßung Dr. Ulrich Schäfert, Geschäftsführender Vorstand Einführung Benita Meißner, Kuratorin
In der Ausstellung ‚Rosa Immergruen‘ werden Blumenmotive zum Spiegel unserer Gedanken und Gefühle. Die großen Themen des Lebens wie Liebe, Freude oder auch Trauer werden mittels Blumen seit Menschengedenken zum Ausdruck gebracht. Über verschiedene Regionen und Kontinente, Epochen und Systeme hinweg zeugen sie von der Verbindung des Menschen zur Natur.
Die zeitgenössischen Werke in der Ausstellung werden von Gedichten aus unterschiedlichen Epochen begleitet, die zu einer lyrischen Zeitreise einladen. Die eingesprochenen Gedichte umgarnen das Gesehene akustisch und machen die Bandbreite menschlicher Beziehungen zur Blume über alle Zeiten hinweg offenkundig. Im Kontrast dazu steht die Zerstörung von Lebensräumen sowie der unablässig voranschreitende Biodiversitätsverlust der heutigen Zeit. Solastalgie macht sich breit, die Sehnsucht nach einer lebendigen Natur ist spürbar, denn nicht nur wir, sondern zukünftige Generationen sind von ihr abhängig. Die von den Künsten verehrte Blüte erscheint in ihrer unwiderstehlichen Pracht die Rolle einer Vermittlerin einzunehmen, die uns an dieses elementare Wechselspiel erinnert.
Die Arbeiten im Raum zeigen die Bedeutungserweiterung und die künstlerische Aktualität dieses Motivs: von der formalen Auseinandersetzung, dem Nachdenken über sich selbst, über gesellschaftspolitische bis zu genderspezifischen Fragestellungen. Was ist die Blume für uns heute? Welche Relevanz werden wir ihr in Zukunft einräumen? Die Blume erscheint in diesem Zusammenhang wie ein leeres Gefäß, in das alle, ob Kunstschaffende oder –betrachtende, eigene Interpretationen hineinfüllen können.
Sophie Schmidt, Radicchicofrau in Blütenglut, 2022, 200 x 300 cm, Kohle, Aquarell & Acryl auf Leinwand, Foto: Thomas Splett
Ausstellungstitel entlehnt von der gleichnamigen Publikation ‚Rosa Immergruen – ein Florilegium‘ von Barbara Bongartz, Barbara Köhler, Suse Wiegand, Verlag für moderne Kunst Nürnberg, 2002
Titelbild: Miron Schmückle, Hortus conclusus, Serie 32, 2003, C‑Prints auf AluDibond, 12 Stück je 80 x 53 cm
Im Rahmen der Ausstellung ‚Martin Schepers. Im Lithium Dreieck – Wir verdunsten’
Valeria Fahrenkrog, Eva-Christina Meier und Martin Schepers im Gespräch mit der Kuratorin Benita Meißner
Martin Schepers, Künstler der Ausstellung ‚Im Lithium Dreieck – Wir verdunsten‘ und Professor für Malerei und Zeichnung an der Justus-Liebig-Universität Gießen sowie Teil des Künstlerkollektivs IKONOSTASE.
Valeria Fahrenkrog, Bildende Künstlerin und Publizistin, geboren in Asunción (Paraguay), lebt in Köln, u.a. Mitbegründerin der “Mitkunstzentrale – Werkstatt für Kunst und Klima”, Berlin und Co-Kuratorin von “museo de la democracia”, nGbK Berlin 2021
Eva-Christina Meier, Fotografin, Autorin und Kuratorin, lebt in Berlin. Herausgeberin der Anthologie “Chile International. Kunst, Existenz, Multitude”, Berlin 2005.
Die Publikation Chile International II. Skizzen des Südens – Landkarten von morgen Valeria Fahrenkrog, Eva-Christina Meier, Galería Metropolitana (Hg.)
Durch massive Proteste gelang es der Zivilgesellschaft in Chile 2019, einen umfassenden Transformationsprozess im Land anzustoßen. Im gesellschaftlichen Diskurs um soziale Teilhabe, Feminismus und Klimagerechtigkeit haben Protagonist_innen aus Kunst und Kultur seitdem eine aktive Rolle eingenommen. Die zweisprachige Anthologie stellt eine Auswahl künstlerischer Positionen und kollektiver Praktiken sowie aktuelle Debatten aus verschiedenen Regionen des Landes vor und ergänzt diese um Erfahrungen aus Argentinien, Bolivien und Brasilien.
Die rücksichtslose Plünderung und Privatisierung natürlicher Ressourcen haben die Landschaften und Gesellschaften Südamerikas spürbar geprägt. Heute verbindet sich die Hoffnung auf eine gerechtere und vielstimmige Gesellschaft mit der nachdrücklichen Forderung nach einer Abkehr vom extraktivistischen Modell.
Mit Beiträgen von: Colectivo Caput, Gonzalo Castro Colimil, Daniela Catrileo, Chawak, Elicura Chihuailaf, Mariairis Flores / Diego Parra, Valeria Fahrenkrog, Constanza Hermosilla, Barbara Marcel, Eva-Christina Meier, Galería Metropolitana, Dani Negri, Claudia Pacheco Araoz, Leonardo Portus, Radio Humedales, Danny Reveco, Alejandra Rojas del Canto, Maristella Svampa
„Chile International II” wurde durch den Projektfonds Bildende Kunst des Goethe Instituts gefördert und ist als externes Projekt im nGbK Verlag erschienen.
172 Seiten, 40 Bildseiten Softcover, 17,6 x 25 cm, DE/SP Verlag der nGbK, Berlin 2022, 14,80 EUR ISBN: 978–3‑938515–98‑3
Abbildung: Asamblea textil del Elqui, ‚El agua no se vende se defiende‘ (dt. Das Wasser verkauft man nicht, man verteidigt es), Foto: Eva-Christina Meier 2021