Benita Meißner führt durch die Ausstellung ‚Rosa Immergruen – Zeitgenössische Kunst und lyrische Zeitreise‘
Termine Dienstag, 20. Juni 2023, 19 Uhr Dienstag, 4. Juli 2023, 19 Uhr
In der ‚Rosa Immergruen‘ werden Blumenmotive zum Spiegel menschlicher Gedanken und Gefühle. Die großen Themen des Lebens wie Liebe, Freude oder auch Trauer werden mittels Blumen zum Ausdruck gebracht. Über verschiedene Regionen, Epochen und Systeme hinweg zeugen sie von der bedeutsamen Beziehung von Mensch und Natur.
Die Werke in der Ausstellung zeigen die Bedeutungserweiterungen und die künstlerische Aktualität dieses Motivs: von der formalen Auseinandersetzung, dem Nachdenken über sich selbst, über gesellschaftspolitische bis zu genderspezifischen Fragestellungen. Was ist die Blume für uns heute? Welche Bedeutung geben wir ihr in der Zukunft? Die Blume erscheint in diesem Zusammenhang wie ein leeres Gefäß, in das alle, ob Kunstschaffende oder –betrachtende, eigene Interpretationen hineinfüllen können. Die zeitgenössischen Arbeiten im Raum werden von Gedichten aus unterschiedlichen Epochen begleitet.
Ohne Anmeldung
Abb.: Ausstellungsansicht Rosa Immergruen, DG Kunstraum 2023, Foto: Gerald von Foris
Wir laden Sie herzlich ein zur Finissage von Rosa Immergruen im DG Kunstraum und freuen uns auf eine Performance von PENG PENG PENG mit Nora Gomringer und Philipp Scholz!
Philipp Scholz lauscht. Nora Gomringer atmet ein, Scholz holt aus, Gomringer setzt an, Scholz trommelt, Gomringer spricht und PENG PENG PENG: Es entsteht alte Magie in neuem Gewand: Jazz & Rezitation.
Die Mixtur: das Wort und der Takt, gleichermaßen Humor und Tiefsinn, ein Mikrofon, ein Schlagzeug und zwei Künstler: Nora Gomringer rezitiert eigene Texte sowie Zeilen aus der gesamten Weltliteratur zu ‚Blüten‘ und ‚Blühen‘ in ihrem Programm, das sich von Dorothy Parker zur experimentellen Literatur des 20. Jahrhunderts und großen Klassikern weitet.
Der Jazz-Drummer Philipp Scholz gibt den Takt an, begleitet Gomringers wilden Wortritt, leitet, stört die Sprecherin und pointiert sie. Gemeinsam sorgen sie auf der Bühne für einen fatallyrischen Knall der Extraklasse.
Wir laden Sie und Euch herzlich ein zur Eröffnung der kommenden Ausstellung
Martin Schepers Im Lithium Dreieck – Wir verdunsten
am Donnerstag, 30. März 2023, 18 bis 21 Uhr
19:30 Uhr Begrüßung vom Vorstand der DG Einführung von Benita Meißner, Kuratorin
Martin Schepers spannt in der Ausstellung ‚Im Lithiumdreieck – Wir verdunsten‘ einen Bogen zwischen dem Lithiumabbau in Chile und der Erforschung und Weiterverarbeitung dieses besonderen Rohstoffes in Deutschland. Seine künstlerischen Arbeiten reflektieren die technischen und ökologischen Prozesse und verknüpfen diese mit den Kulturtechniken des Erinnerns und Verdrängens in Deutschland und Chile.
Während in Chile am Fuße der Anden auf fußballfeldgroßen Flächen Grundwasser aus dem Erdreich an die Oberfläche gepumpt und zum Verdunsten gebracht wird, um Lithium abzubauen, sieht man im Kontrast dazu an verschiedensten Plätzen die landeseigenen Animitas. Diese Orte werden von Angehörigen errichtet, um der Verstorbenen auf sehr individuelle Art zu gedenken. Sowie in Chile Animitas für die Geister der Verstorbenen gebaut werden, geht es bei dieser Ausstellung darum, einem verdrängten Bewusstsein für die beschädigte Erde Raum zu geben.
Gezeigt werden malerische, zeichnerische und installative Arbeiten, sowie Einwegkamera-Aufnahmen einer partizipativen Aktion, die in Kooperation mit dem chilenischen Anthropologen Mauricio Lara Martínez entstanden sind.
***Vorab wird am 30.3. um 14 Uhr einen Presse-Rundgang stattfinden. Um Anmeldung wird gebeten.*** Bitte kontaktieren Sie uns außerdem bei Nachfragen zu Text- oder Bildmaterial telefonisch unter +49 89 282548 oder per E‑Mail unter presse@dg-kunstraum.de
ES
Los invitamos cordialmente a la apertura de la próxima exposición
Martin Schepers En el triángulo del litio – Nos evaporamos
el jueves 30 de marzo de 2023 de 18 a 21 h
19:30 h Bienvenida de la junta directiva de la DG (La Asosiación Alemana para arte Christiana) Introducción de Benita Meißner, comisaria del espacio artístico DG Kunstraum
En la exposición “En el triángulo del litio – Nos evaporamos”, Martin Schepers abarca un arco entre la minería de litio en Chile y la exploración tal como el procesamiento posterior de esta materia prima tan especial en Alemania. Sus obras artísticas reflejan los procesos técnicos y ecológicos y los enlaza con las técnicas culturales de recuerdo y represión en Alemania y en Chile.
Mientras que, por un lado, en Chile, al pie de los Andes, se bombea agua subterránea de la tierra a la superficie en zonas del tamaño de un campo de fútbol y se hace evaporar para extraer litio, aparecen en contraste por el otro lado las animitas propias del país en lugares muy diversos. Estos lugares de recuerdo son erigidos por los familiares para conmemorar al difunto de forma muy individual. Al igual que en Chile se construyen animitas para los espíritus de los difuntos, esta exposición trata de dar espacio a una conciencia reprimida de la tierra dañada.
Se exhiben pinturas, dibujos e instalaciones, así como grabaciones con cámaras desechables de una acción participativa, creadas en colaboración con el antropólogo chileno Mauricio Lara Martínez.
Passend zum Frühlingsanfang laden die Partnergalerien und ‑institutionen der Münchner Galerien Initiative auch in diesem Jahr zu einem Kunstspaziergang durch die Stadt ein. Der DG Kunstraum ist natürlich auch wieder mit dabei!
Gehen Sie selbst auf Entdeckungstour oder machen Sie sich mit unseren erfahrenen Guides auf dem Weg durch unsere Galerien und lassen Sie sich von den Einblicken begeistern.
Spring & Walk 2023
Im Rahmen der Ausstellung
Martin Schepers ‚Im Lithium Dreieck – Wir verdunsten‘ 31. März bis 11. Mai 2023
Geführte Rundgänge um 11, 11.30, 13 & 14 Uhr Dauer ca. 2 Stunden
Eröffnung Do, 25.5.2023 Ausstellung bis Do, 3.8.2023
Künstler*innen Michaela Bruckmüller Miriam Ferstl Masami Hirohata Iwajla Klinke Barbara Köhler Miron Schmückle Sophie Schmidt Claudia Starkloff Michael von Brentano Franziska Wolff
Autor*innen Ingeborg Bachmann Gottfried Benn Inger Christensen Hilde Domin Nora Gomringer Andreas Gryphius Klára Hůrková Barbara Köhler Gertrud Kolmar Christian Morgenstern N.N. Rainer Maria Rilke Salomon Sappho Muhammad Schams ad-Din Hafis Kurt Schwitters Ludwig Steinherr Walther von der Vogelweide Johann Wolfgang von Goethe
„Nichts ist mit allem verbunden, alles ist mit etwas verbunden“ Donna Haraway
In der Ausstellung ‚Rosa Immergruen‘ werden Blumenmotive zum Spiegel unserer Gedanken und Gefühle. Die großen Themen des Lebens wie Liebe, Freude oder auch Trauer werden mittels Blumen seit Menschengedenken zum Ausdruck gebracht. Über verschiedene Regionen und Kontinente, Epochen und Systeme hinweg zeugen sie von der Verbindung des Menschen zur Natur.
Seit es Hochkulturen gibt, werden Blüten als Schmuckelemente eingesetzt und tauchen auch als Motiv in der Bildenden Kunst auf. Bis heute greifen internationale Künstler*innen einerseits die Tradition des Blumenstilllebens sowie der naturkundlichen Feldforschung auf; andererseits lösen sie das Thema aus diesen gattungsspezifischen Zusammenhängen und entwickeln es weiter.
Die zeitgenössischen Werke in der Ausstellung werden von Gedichten aus unterschiedlichen Epochen begleitet, die zu einer lyrischen Zeitreise einladen. Die eingesprochenen Gedichte umgarnen das Gesehene akustisch und machen die Bandbreite menschlicher Beziehungen zur Blume über alle Zeiten hinweg offenkundig. Im Kontrast dazu steht die Zerstörung von Lebensräumen sowie der unablässig voranschreitende Biodiversitätsverlust der heutigen Zeit. Solastalgie macht sich breit, die Sehnsucht nach einer lebendigen Natur ist spürbar, denn nicht nur wir, sondern zukünftige Generationen sind von ihr abhängig. Die von den Künsten verehrte Blüte scheint in ihrer unwiderstehlichen Pracht die Rolle einer Vermittlerin einzunehmen, die uns an dieses elementare Wechselspiel erinnert.
Die Arbeiten im Raum zeigen die Bedeutungserweiterung und die künstlerische Aktualität dieses Motivs: von der formalen Auseinandersetzung, dem Nachdenken über sich selbst, über gesellschaftspolitische bis zu genderspezifischen Fragestellungen. Was ist die Blume für uns heute? Welche Relevanz werden wir ihr in Zukunft einräumen? Die Blume erscheint in diesem Zusammenhang wie ein leeres Gefäß, in das alle, ob Kunstschaffende oder –betrachtende, eigene Interpretationen hineinfüllen können.
Der Ausstellungstitel ist entlehnt von der gleichnamigen Publikation ‚Rosa Immergruen – ein Florilegium‘ von Barbara Bongartz, Barbara Köhler, Suse Wiegand, Verlag für moderne Kunst Nürnberg, 2002.
Rosa Immergruen ist eingebettet in das Flower Power Festival der Stadt München, das vom 3. Februar bis 7. Oktober 2023 unter dem Motto „Natur feiern in der Stadt“ stattfindet. Ergänzt wird die Ausstellung durch ein vielfältiges interdisziplinäres Rahmenprogramm aus Performances, Führungen, Workshops für Kinder und Lesungen.
Programm
Eröffnung der Ausstellung Donnerstag, 25. Mai 2023, 18 bis 21 Uhr 19.30 Uhr Begrüßung Dr. Ulrich Schäfert, Geschäftsführender Vorstand Einführung Benita Meißner, Kuratorin
Der Geheime Garten Kinderworkshop mit Johanna Eder, Freitag, 26. Mai, 30. Juni, 14. Juli, 21. Juli 2023 jeweils 15 bis 16.30 Uhr
Offene Wörter•werkstatt Blumen und Gedichte mit Kilian Ihler Freitag, 9. Juni, 23. Juni, 7. Juli 2023 jeweils 15.30 bis 17.30 Uhr
Führungen mit der Kuratorin Dienstag, 20. Juni 2023, 19 Uhr Dienstag, 4. Juli 2023, 19 Uhr
Performance Sophie Schmidt Donnerstag, 13. Juli 2023, 19 Uhr
Potential Blumenwiese Blumen-Pflasterstein Produktion mit Claudia Starkloff Samstag, 15. Juli 2023, 11 bis 14 Uhr
Musikalische Performance Toffaha – Rasha Ragab und Christoph Nicolaus Donnerstag, 20. Juli 2023, 19 Uhr
Finissage Peng Peng Peng Nora Gomringer und Philipp Scholz Donnerstag, 3. August 2023, ab 18 Uhr
Öffnungszeiten Dienstag bis Freitag, 12 bis 18 Uhr geschlossen Freitag, 9. Juni 2023
Sonderöffnungszeit zum Kunstarealfest Samstag, 15. und Sonntag, 16. Juli 2023, 11 bis 18 Uhr
Ausstellung im Rahmen des Flower Power Festival München
Mit freundlicher Unterstützung
Abb. Ausstellungsansichten Rosa Immergruen, DG Kunstraum 2023, Fotos: Gerald von Foris Ausstellungstitel entlehnt von der gleichnamigen Publikation ‚Rosa Immergruen – ein Florilegium‘ von Barbara Bongartz, Barbara Köhler, Suse Wiegand, Verlag für moderne Kunst Nürnberg, 2002
Im Rahmen der Ausstellung ‚Martin Schepers. Im Lithium Dreieck – Wir verdunsten’
Valeria Fahrenkrog, Eva-Christina Meier und Martin Schepers im Gespräch mit der Kuratorin Benita Meißner
Martin Schepers, Künstler der Ausstellung ‚Im Lithium Dreieck – Wir verdunsten‘ und Professor für Malerei und Zeichnung an der Justus-Liebig-Universität Gießen sowie Teil des Künstlerkollektivs IKONOSTASE.
Valeria Fahrenkrog, Bildende Künstlerin und Publizistin, geboren in Asunción (Paraguay), lebt in Köln, u.a. Mitbegründerin der “Mitkunstzentrale – Werkstatt für Kunst und Klima”, Berlin und Co-Kuratorin von “museo de la democracia”, nGbK Berlin 2021
Eva-Christina Meier, Fotografin, Autorin und Kuratorin, lebt in Berlin. Herausgeberin der Anthologie “Chile International. Kunst, Existenz, Multitude”, Berlin 2005.
Die Publikation Chile International II. Skizzen des Südens – Landkarten von morgen Valeria Fahrenkrog, Eva-Christina Meier, Galería Metropolitana (Hg.)
Durch massive Proteste gelang es der Zivilgesellschaft in Chile 2019, einen umfassenden Transformationsprozess im Land anzustoßen. Im gesellschaftlichen Diskurs um soziale Teilhabe, Feminismus und Klimagerechtigkeit haben Protagonist_innen aus Kunst und Kultur seitdem eine aktive Rolle eingenommen. Die zweisprachige Anthologie stellt eine Auswahl künstlerischer Positionen und kollektiver Praktiken sowie aktuelle Debatten aus verschiedenen Regionen des Landes vor und ergänzt diese um Erfahrungen aus Argentinien, Bolivien und Brasilien.
Die rücksichtslose Plünderung und Privatisierung natürlicher Ressourcen haben die Landschaften und Gesellschaften Südamerikas spürbar geprägt. Heute verbindet sich die Hoffnung auf eine gerechtere und vielstimmige Gesellschaft mit der nachdrücklichen Forderung nach einer Abkehr vom extraktivistischen Modell.
Mit Beiträgen von: Colectivo Caput, Gonzalo Castro Colimil, Daniela Catrileo, Chawak, Elicura Chihuailaf, Mariairis Flores / Diego Parra, Valeria Fahrenkrog, Constanza Hermosilla, Barbara Marcel, Eva-Christina Meier, Galería Metropolitana, Dani Negri, Claudia Pacheco Araoz, Leonardo Portus, Radio Humedales, Danny Reveco, Alejandra Rojas del Canto, Maristella Svampa
„Chile International II” wurde durch den Projektfonds Bildende Kunst des Goethe Instituts gefördert und ist als externes Projekt im nGbK Verlag erschienen.
172 Seiten, 40 Bildseiten Softcover, 17,6 x 25 cm, DE/SP Verlag der nGbK, Berlin 2022, 14,80 EUR ISBN: 978–3‑938515–98‑3
Abbildung: Asamblea textil del Elqui, ‚El agua no se vende se defiende‘ (dt. Das Wasser verkauft man nicht, man verteidigt es), Foto: Eva-Christina Meier 2021
Im Rahmen der Ausstellung ‚Im Lithium Dreieck – Wir verdunsten‘ stellt Christian Uhle sein Buch ‚Wozu das alles?‘ vor.
Zum Buch Worum geht es wirklich im Leben? Christian Uhle zeigt, wie uns Philosophie als Kompass dienen kann. Auf der Suche nach Sinn und Orientierung begibt sich der Philosoph auf eine Reise zu den Dingen, die wirklich zählen und liefert philosophische Antworten auf die ganz großen Fragen. Die meisten Menschen stehen im Laufe ihres Lebens vor Sinnfragen – bei Begegnungen mit dem Tod, dem Schicksal, in Krisenzeiten wie der Pandemie oder ganz handfest am Arbeitsplatz: Wozu das alles? Was ist wirklich wertvoll und macht ein gutes Leben aus?
Während Sinnangebote an jeder Ecke aus dem Boden sprießen, wird es immer schwieriger, darin Orientierung zu finden und fundierte Antworten von Sinnmärchen zu unterscheiden. Auf ebenso kluge wie zugängliche Weise und mit vielen Beispielen entwickelt Christian Uhle neue Perspektiven auf die Frage nach dem Sinn des Lebens. Dabei bringt er erstmals aktuelle Erkenntnisse aus Philosophie, Psychologie und Soziologie zusammen und zeigt: Sinn ist möglich – für jeden von uns!
Zur Person Christian Uhle ist Philosoph, hat Philosophie, Physik und Volkswirtschaftslehre studiert und lebt in Berlin. In verschiedenen Formaten denkt er über Grundsatzfragen unserer bewegten Gegenwart nach. Er hält zahlreiche Vorträge, schreibt u.a. für die ZEIT und Deutschlandfunk Kultur und ist regelmäßig an Dialogformaten mit Unternehmen, Städten oder Ministerien beteiligt. Als Wissenschaftler hat er zu gesellschaftlichen Transformationen geforscht, er war philosophischer Berater der arte-Serie Streetphilosophy, ist Host mehrerer Veranstaltungsreihen und verkörpert eine engagierte, junge Philosophie. Sechs Jahre lang hat er an seinem philosophischen Sachbuch über die Frage nach dem Sinn des Lebens gearbeitet.
Röm.-Kath. Pfarrkirche Erscheinung des Herrn, Altenburg 1. Juni bis 12. Juli 2025
St. Fidelis, Villingen-Schwenningen 20. Januar bis 16. März 2025
Maxhaus, Düsseldorf 20. September bis 20. Oktober 2024
Evangelische Christuskirchengemeinde Mainz 21. Juni bis 25. August 2024
Haus am Dom, Frankfurt a.M. 26. März bis 8. Mai 2024
Kirchengemeinde Freiburg-Südwest 19. Februar bis 25. März 2024
Hugenottenkirche, Erlangen 5. Januar bis 10. Februar 2024
Bischöfliche Akademie des Bistums Aachen 25. November 2023 bis 31. Januar 2024
St. Agatha, Aschaffenburg 1. November bis 18. Dezember 2023
St. Martin, Leutkirch (Leutekirche) 25. Mai bis 30. Juni 2023
St. Michael, Ulm (Wengenkirche) 24. März bis 22. April 2023
Im Anschluss wird ‚Kirche Raum Gegenwart‘ an vielen weiteren Orten gezeigt werden. Über aktuelle Laufzeiten und kommende Stationen informieren wir sobald als möglich. Für mehr Informationen wenden Sie sich bitte an die Ansprechpartner*innen vor Ort.
Hier finden Sie weitere Informationen zur Ausstellung.
Stimmen über die Wanderausstellung:
„Eine inspirierende Ausstellung, die manches beantwortet, aber auch vieles offen lässt. Ich nehme den Mut zur Veränderung mit und die Hoffnung, dass Schönes, Gutes, Nutzbares und vor allem Gemeinschaft überdauert.“
„Sehr interessante Ausstellung! Toll, wenn Kirchengebäude Bestandteil unseres kulturellen Erbes heilen können und weiter nachhaltig und gemeinnützig genutzt werden können. Gefragt sind hier wohl besonders kreative Architekt*innen, die Alt und Neu verbinden können zum Wohle der Menschen, die die Gebäude weiter nutzen und den Raum erfahren dürfen.“
„Super spannende Ideen, vielen Dank für die Aufarbeitung und das Aufmerksam-Machen. Die Ausstellung macht Hoffnung. Mich würden noch weitere Beispiele aus dem Ausland interessieren.“
„Eine toll recherchierte Ausstellung über ein wichtiges Thema! Toll, dass Menschen neue und gemeinwohlorientierte Ideen zum Wohnen entwickeln und kirchlicher Bestand umgenutzt werden kann. Die Texte sind sehr verständlich und präzise!“
„Kirchliche/Sakrale Gebäude für soziale Zwecke zu nutzen bedarf doch eigentlich keiner Entweihung. Ist es nicht der hauptsächliche Zweck der Kirche sozial zu sein und sozialen Zusammenhalt zu fördern???“
DE Martin Schepers spannt in der Ausstellung ‚Im Lithiumdreieck – Wir verdunsten‘ einen Bogen zwischen dem Lithiumabbau in Chile und der Erforschung und Weiterverarbeitung dieses besonderen Rohstoffes in Deutschland. Seine künstlerischen Arbeiten reflektieren die technischen und ökologischen Prozesse und verknüpfen diese mit den Kulturtechniken des Erinnerns und Verdrängens in Deutschland und Chile.
Während in Chile am Fuße der Anden auf fußballfeldgroßen Flächen Grundwasser aus dem Erdreich an die Oberfläche gepumpt und zum Verdunsten gebracht wird, um Lithium abzubauen, tauchen im Kontrast dazu an unterschiedlichsten Stellen die landeseigenen Animitas auf. Diese Erinnerungsorte werden von Angehörigen errichtet, um der Verstorbenen auf sehr individuelle Art zu gedenken. Können Landschaften erinnern und vergessen, wie auch wir Menschen dies tun?
So wie in Chile Animitas für die Geister der Verstorbenen gebaut werden, geht es bei dieser Ausstellung darum, einem verdrängten Bewusstsein der Zusammenhänge von menschlichem Körper und Natur einen Raum zu geben. Die Ausstellung wird so selbst zu einer Animita des sogenannten Chtulucene Zeitalters. So nennt Donna Haraway in ihrem wegweisenden Essay ‚Staying with the Trouble‘ die Ära, in der wir lernen müssen, mit der beschädigten Erde zu leben und eine lebenswertere Zukunft zu gestalten.
‚Im Lithiumdreieck – Wir verdunsten‘ spiegelt die weltweit hoffnungsvollen Erwartungen einer auf wirtschaftliches Wachstum fokussierten Gesellschaft an die Lithiumgewinnung wider. Die Struktur der Abbauregionen im Norden von Chile in der Atacamawüste zeigt die Polarität dieser aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung ganz offensichtlich in den Formen der Landschaft. Während Deutschland und andere Industrienationen die Elektromobilität als ‚die‘ grüne Alternative zu herkömmlichen Autos erheben, verändert sich das ökologische Gleichgewicht in den Abbauregionen und hinterlässt gravierende Einschnitte im gesamten ökologischen Kreislauf.
Schepers beschäftigt sich in seiner Arbeit mit den Veränderungen und Verwerfungen von Landschaft und Gesellschaft, wobei Orte der Energieerzeugung einen besonderen Fokus bilden.
Gezeigt werden malerische, zeichnerische und installative Arbeiten, sowie Einwegkamera-Aufnahmen einer partizipativen Aktion, die in Kooperation mit dem chilenischen Anthropologen Mauricio Lara Martínez entstanden sind. Über das Verteilen dieser Kameras unter den Einwohnern und Forschenden können verschiedene Perspektiven in Chile und Deutschland in einem einzigartigen Archiv präsentiert werden.
Programm Eröffnung der Ausstellung, Do, 30. März 2023, 18 bis 21 Uhr
19.30 Uhr Begrüßung Sabine Straub, Mitglied des Vorstandes der DG Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst Einführung Benita Meißner, Geschäftsführerin und Kuratorin des DG Kunstraums
Spring & Walk Samstag, 22. April 2023, 11 bis 18 Uhr
Buchvorstellung Christian Uhle ‚Wozu das alles?‚ Donnerstag, 27. April 2023, 19 Uhr
Kuratorinnenführung Dienstag, 2. Mai 2023, 19 Uhr
Finissage ‚El agua no se vende – das Wasser verkauft man nicht’ Buchvorstellung und Gespräch Valeria Fahrenkrog, Eva-Christina Meier und Martin Schepers Moderation: Benita Meißner Donnerstag, 11. Mai 2023, 19 Uhr
Abbildungen: Ausstellungsansicht DG Kunstraum, Fotos: Jens Ziehe, Berlin
ES Martin Schepers En el triángulo del litio – Nos evaporamos
En la exposición “En el triángulo del litio – Nos evaporamos”, Martin Schepers abarca un arco entre la minería de litio en Chile y la exploración tal como el procesamiento posterior de esta materia prima tan especial en Alemania. Sus obras artísticas reflejan los procesos técnicos y ecológicos y los enlaza con las técnicas culturales de recuerdo y represión en Alemania y en Chile.
Mientras que, por un lado, en Chile, al pie de los Andes, se bombea agua subterránea de la tierra a la superficie en zonas del tamaño de un campo de fútbol y se hace evaporar para extraer litio, aparecen en contraste por el otro lado las animitas propias del país en lugares muy diversos. Estos lugares de recuerdo son erigidos por los familiares para conmemorar al difunto de forma muy individual. ¿Pueden los paisajes recordar y olvidar, como hacemos los humanos?
Al igual que en Chile se construyen animitas para los espíritus de los difuntos, esta exposición trata de dar espacio a una conciencia reprimida de las conexiones entre el cuerpo humano y la naturaleza. De este modo, la propia exposición se convierte en una animita de la llamada Era Chtulucena. Esto es lo que Donna Haraway llama en su innovador ensayo titulado ‚Staying with the Trouble‘ la era, en la que debemos aprender a vivir con la tierra deteriorada y crear un futuro más habitable.
“En el triángulo del litio – Nos evaporamos” refleja las esperanzadoras expectativas globales de una sociedad centrada en el crecimiento económico de la minería de litio. La estructura de las regiones mineras del norte de Chile, en el desierto de Atacama, muestra la polaridad de este desarrollo económico actual de forma bastante evidente en las formas del paisaje. Mientras Alemania y otras naciones industrializadas elevan la movilidad eléctrica como la alternativa “verde” a los coches convencionales, el equilibrio ambiental en las regiones mineras está cambiando, dejando serios recortes en todo el ciclo ecológico.
En su trabajo, Schepers aborda los cambios y distorsiones del paisaje y la sociedad, con los lugares de producción de energía como punto focal.
Se exhiben pinturas, dibujos e instalaciones, así como grabaciones con cámaras desechables de una acción participativa, creadas en colaboración con el antropólogo chileno Mauricio Lara Martínez. Al distribuir estas cámaras entre residentes e investigadores, se pueden presentar diferentes perspectivas de Chile y Alemania en un archivo único.
Programa Apertura de la exposición, jueves 30 de marzo de 2023, de 18 a 21 h
19:30 h Bienvenida de la junta directiva de la DG (La Asosiación Alemana para arte Christiana) Sabine Straub Introducción Benita Meissner, directora general y comisaria del espacio artístico DG Kunstraum
Spring & Walk Sábado 22 de abril de 2023 de 11 a 18 h
Presentación del libro ’Wozu das alles?‚ Christian Uhle jueves, 27 de abril de 2023, 19 h
Recorrido guiado por la exposición con la comisaria del espacio artístico DG Kunstraum martes 2 de mayo de 2023 a las 19 h
Finalización con presentación del libro ’El agua no se vende se defiende’ Valeria Fahrenkrog, Eva-Christina Meier y Martin Schepers jueves, 11 de mayo de 2023 a las 19 h