Wir wünschen Ihnen eine wunderbare Lange Nacht mit vielen schönen Eindrücken und Erfahrungen!
Ticketinformation
Das Ticket kostet 15,– € (zuzüglich System- und VVK-Gebühren) und berechtigt zum Eintritt in alle beteiligten Häuser für eine Person für das Abendprogramm. Es gilt zudem als Fahrkarte für eine Person am Veranstaltungstag für alle Verkehrsmittel im MVV-Gesamttarifgebiet (16.10.2021 ab 12 Uhr bis 17.10.2021 bis 8 Uhr). Das Ticket ist personalisiert und nicht übertragbar.
Das Lange Nacht-Ticket ist bei allen an München Ticket angeschlossenen Vorverkaufsstellen und im Webshop erhältlich (ab Donnerstag, den 16.9.2021). Eventuell können noch Resttickets am Veranstaltungstag online oder an ausgewählten Stellen erworben werden.
Konzert, Balázs Dolfin, Violoncello, DG Kunstraum, 2021, Foto: DG Kunstraum
Eröffnung DG Kunstraum: Donnerstag, 9. September 2021, 18 bis 21 Uhr Kunstraum München: Freitag, 10. September 2021, 18 bis 21 Uhr
Sonderöffnungszeit Samstag, 11. September 2021, 11 bis 18 Uhr
Musikalische Interventionen in der Ausstellung ‚τραῦμα – Der Körper vergisst nicht‘ DG Kunstraum: Samstag, 11. September 2021, 15 Uhr und 15:30 Uhr, jeweils 15 Minuten Kunstraum München: Sonntag, 12. September 2021, 15 Uhr und 15:30 Uhr, jeweils 15 Minuten
Programm György Ligeti: Sonate für Violoncello Solo (10’) J.S. Bach: Sarabande in C‑Moll (4:33’)
Balázs Dolfin, Violoncello Hochschule für Musik und Theater München Klasse Prof. Wen-Sinn Yang
St. Paul München „Tisch für ein Kunstgespräch – oder die Kunst aneinander vorbeizureden“ von Rudolf Wachter Zum 10. Todesjahr des Bildhauers Rudolf Wachter (1923–2010), dessen Holzreliefs seit 2010 den Chorraum von St. Paul prägen.
Der Bildhauer Rudolf Wachter (1923–2011) schuf die Holzreliefs „Stationen“ in der Apsis der Paulskirche, diese konnten mit Hil- fe des VAH und der Hauptabteilung Kunst der Erzdiözese nach der großen Ausstellung „RAUM SCHNITTE“ 2010 in St. Paul angekauft werden.
Zu Rudolf Wachters 10. Todestag wird die mächtige Tisch-Skulp- tur mit sechs Stühlen von 7.7. bis 3.10.2021 unter der Westem- pore in St. Paul aufgestellt. Der Tisch, an dem sechs Menschen nur versetzt sitzen können, wurde 1995 in der Galerie der DG, der Allerheiligenhofkirche und in St. Lukas in München mit einer Gesprächsreihe zu Fragen der Kunst präsentiert unter dem Titel „Tisch für ein Kunstgespräch. Oder die Kunst, aneinander vor- beizureden“.
Programm im DG Kunstraum Freitag, 16. Juli 2021, 18 bis 20 Uhr Sa. 17. Juli und So. 18. Juli 2021, jeweils 15 bis 17 Uhr
Doro Seror ‚Mädchenfänger‘ Partizipativ-performative Installation, Filmdokumentation von Lion Bischof
Seit einigen Jahren beschäftigt sich Doro Seror mit verschiedenen Flecht- und Webtechniken, bei deren Herstellung keine technischen Hilfsmittel notwendig sind.
Als sie sich im März 2020 ihr Handgelenk brach, wurden ihre Finger mit sogenannten „Mädchenfängern“ fixiert, damit das Handgelenk eingerichtet werden konnte. „Mädchenfänger“ oder auch „chinesische Handschellen“ sind schlauchartige Geflechte, die sich bei Zug um einen Körper zusammenziehen und ihn somit fixieren.
Nur durch das Lockerlassen kann sich das gefangene Objekt befreien. Das „Objekt“ ist bei der Performance „Mädchenfänger“ die Künstlerin selbst oder auch mutige BesucherInnen.
Immer wieder bringen uns Entscheidungen, selbst wenn sie freiwillig erscheinen, in unserem Leben in „Zugzwang“, und wir müssen gesellschaftlichen Erwartungen entsprechen. Indem wir uns auf mit gesellschaftlichen Erwartungen belegte Rollen in Beruf, Geschlecht und Familie festlegen, werden wir unbeweglich; das Lösen davon befreit!
Kunstwerke wie diese und die anderen Exponate von Ausstellungen wie „Paradise Lost“ ermöglichen einen anderen Blick auf eben diese Rollenfestlegungen und machen deutlich, dass Rollen- und Geschlechterzuweisungen keine endgültige, allgemein festgelegte Notation hat, sondern diese jederzeit neu definiert werden kann und muss.
Sa. 17. Juli und So. 18. Juli 2021, jeweils 14 Uhr Jacoba Barber-Rozema Musikalische Intervention, Filmdokumentation von Lion Bischof Wie interagieren wir mit unserem Körper? Woher kommen all die Konzepte, die wir über Körper haben? Die Sängerin, Schauspielerin und Regisseurin Jacoba Barber-Rozema (geb. 1996 in Toronto, Kanada) geht diesen Fragen nach und präsentiert eine Mischung aus originalem Spoken Word und musikalischen Covers, inspiriert von den wunderbaren Künstlerinnen Sara Bareilles und Mary Oliver.
Wegen Renovierungsarbeiten und dem Aufbau unserer nächsten Ausstellung ist unser Büro bis einschließlich Montag, den 6. September 2021, unregelmäßig besetzt.
Am Donnerstag, den 9. September 2021, eröffnen wir von 18 bis 21 Uhr die Ausstellung ‚τραῦμα – Der Körper vergisst nicht‘. Dazu laden wir Sie herzlich ein!
Ab dem 10. September 2021 sind wir wieder zu den gewohnten Öffnungszeiten – Dienstag bis Freitag von 12 bis 18 Uhr – für Sie da!
So. 11.7.2021, 20:15 Uhr TatOrtZeit.Andacht St. Paul München Die Kunst, aneinander vorbeizureden Der Bildhauer Rudolf Wachter (+2011) schuf die „Stationen“ in der Apsis der Paulskirche. Zu seinem 10. Todestag wird seine mächtige Tisch-Skulptur mit sechs Stühlen von 10.7. bis 3.10.2021 unter der Westempore aufgestellt. Sie wurde 1995 mit einer Gesprächsreihe zu Fragen der Kunst präsentiert unter dem Titel „Tisch für ein Kunstgespräch. Oder die Kunst, aneinander vorbeizureden“. In der Andacht macht sich Rainer Hepler Gedanken zum Kunstwerk und über das „Aneinander vorbeireden“. Musik: „Bach heute VI“ die Gamben Sonate in G‑Dur und einige Gedanken dazu. Jost Hecker, Cello, Peter Gerhartz, Cembalo und Klavier
St. Paul, Tischskulptur von Rudolf Wachter, Foto: Gerald von Foris, 2021
Mittwoch, 14.7.2021, 19 Uhr St. Paul München Reden über Kunst am „Tisch für ein Kunstgespräch“ von Rudolf Wachter „Kann Kunst demokratisch sein?“ Impulsvortrag von Dr. Barbara Fischer „Kann Kunst demokratisch sein?“ Gesellschaftliches Mitbestimmen und demo- kratisches Verlangen nach Einspruch im Widerspruch zu Schillers Diktum: Kunst ist die Tochter der Freiheit. Was darf Kunst und wo sind ihre Grenzen? Gespräch der Kuratorin Dr. Barbara Fischer am Tisch zusammen mit der Künstlerin Susanne Wagner und Vertreter*innen der Pfarrgemeinde und der Kunstpastoral; ein Stuhl bleibt frei für das Publikum.
So. 18.7.2021, 20:15 Uhr TatOrtZeit.Andacht St. Paul München Zu Tisch! Texte, Gedichte und Musik rund um den Tisch … assoziiert zur Tisch-Skulptur von Rudolf Wachter. Von und mit der Dramaturgin und Schau- spielerin Verena Rendtorff. Einführung: Ulrich Schäfert Musik: Thomas Etschmann, Gitarre, Jost Hecker, Cello
So. 25.7.2021, 20:15 Uhr TatOrtZeit.Andacht St. Paul München „Urlaubnis“ Mit einer Andachtsperformance von Ruth Geiersberger verabschieden sich die An- dachten in die Sommerferien Musik: Michel Watzinger, Hackbrett, und Peter Gerhartz
(Achtung: Nächste Andacht erst wieder am So. 19. September um 20:15 Uhr)
Installationsansicht, ‚τραῦμα – Der Körper vergisst nicht‘, DG Kunstraum, 2021Installationsansicht, ‚τραῦμα – Der Körper vergisst nicht‘, DG Kunstraum, 2021Installationsansicht, ‚τραῦμα – Der Körper vergisst nicht‘, DG Kunstraum, 2021Installationsansicht, ‚τραῦμα – Der Körper vergisst nicht‘, DG Kunstraum, 2021Installationsansicht, ‚τραῦμα – Der Körper vergisst nicht‘, DG Kunstraum, 2021Installationsansicht, ‚τραῦμα – Der Körper vergisst nicht‘, DG Kunstraum, 2021
Ausstellungsorte DG Kunstraum & Kunstraum München Kuratiert von Benita Meißner (DG), Denise Parizek (12–14 contemporary), Nina Holm (Kr.)
Künstler*innen Guadalupe Aldrete (*in Mexiko, lebt und arbeitet in Wien) Jutta Burkhardt (*1969, lebt und arbeitet in München) Ben Goossens (*1982 München, lebt und arbeitet in München) Hubert Hasler (*1975 in Bruck/Mur, Österreich, lebt und arbeitet in Wien) Monika Huber (*1959 in Dingolfing, lebt und arbeitet in München) Oh Seok Kwon (*1969 in Südkorea, lebt und arbeitet in München) Minjae Lee (*1984 in Anyang, Südkorea, lebt und studiert seit 2015 in München) Boris Maximowitz (*1985 in Weißenburg, lebt und arbeitet in München) Jelena Micic (*1986 in Knjaževac, Serbien, lebt und arbeitet in Wien) Fumie Ogura (* 1986 in Kobe, Japan, lebt und arbeitet in München)
Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag, 12 bis 18 Uhr
Ich habe manchmal Träume, in denen ich mich in Räumen befinde, wo ich nicht mehr rauskomme oder nicht dahin komme, wo ich hin soll. Ben Goossens
Schrecklich schön erscheinen einige der Arbeiten in der Gruppenausstellung ‚Trauma‘, die sich mit den Ursachen und Auswirkungen von Traumata beschäftigen. Die Anzahl traumatischer Erfahrungen, die nicht kontrollierbar scheinen und Ängste hervorrufen, nimmt zu, und parallel dazu auch die künstlerische Auseinandersetzung. Die Angst als Ur-Affekt, als instinktiver Schutzmechanismus, der unabhängig von sozialen, geografischen und kulturellen Gegebenheiten alle Menschen gleichermaßen betrifft, spielt immer wieder eine Rolle.
Die Bandbreite der Ursache für Traumata ist sehr weit und reicht von eklatant bis nahezu nicht wahrnehmbar für die Umwelt, mit gleichermaßen katastrophalen Auswirkungen für den einzelnen. Seit dem letzten Jahr kommt das Pandemische Trauma dazu, welches viel Vergrabenes und vergessen Geglaubtes intensiviert und an die Oberfläche kommen lässt. Die Erinnerungen lassen sich nicht auf Dauer verdrängen – sie wirken unbewusst weiter und führen in einigen Fällen sogar zu psychosomatischen Beschwerden. „The body keeps the score“ – der Körper vergisst nicht, beschreibt Bessel van der Kolk dieses Phänomen.
“Wovor ich Angst habe oder warum, kann ich nicht genau erklären”, sagt Minjae Lee, doch die Besucher*innen gewinnen einen sehr persönlichen Einblick dieser Ängste, wenn sie den ‚Schweigeraum‘ des Künstlers mit der notwendigen Ruhe betreten und seine handschriftlichen Notizen entziffern.
Die Geschwindigkeit, mit der wir heute mit globalen Angstszenarien konfrontierte sind, verlangt nach neuen Strategien. Dazu liefert die Ausstellung passende Motive. Monika Huber setzt sich in ihrer Fensterarbeit mit den jüngst brutal niedergeschlagenen Protesten in Belarus auseinander. Die Arbeiten von Jutta Burkhardt, Ben Goossens, Jelena Micic und Fumie Ogura locken den Betrachter über eine faszinierende Ästhetik an, um diesen dann zum Kern der Arbeit, der tieferliegenden Motivation, vordringen zu lassen: Psychische Reaktionen auf existentielle Bedrohungen und traumatische Erfahrungen werden nahezu greifbar.
Seit Anbeginn der Menschheitsgeschichte bedeutet Migration ein zentrales Element gesellschaftlichen Wandels und ist geprägt von Verlusterfahrungen, die reale Orte, Menschen, Berufe und Lebensentwürfe miteinschließt. Die notwendige Trauerarbeit um Verlorenes bleibt fluchtbedingt oftmals im Hintergrund. Oh Seok Kwon kreiert dafür ein Bild: Die Skulptur ‚Move‘ bildet seinen ersten festen Aufenthaltsort in Deutschland in Miniaturform nach. Von einer globalen Migration ist auch die Pflanzenwelt betroffen: Hubert Hasler thematisiert in der Serie ‚overrun‘ die Veränderung gewachsener Lebensräume, durch den Import von Neophyten.
Die sogenannten „man-made“-Trauma werden in der Traumatologie als besonders schwerwiegend eingestuft. Dazu tauschen sich in einer Videoarbeit Guadalupe Aldrete und ihre Cousine Carolina aus, die Soziologin und Spezialistin für extreme Gewalt ist. Daneben kommentiert das Selbstportrait des Künstlers Boris Maximowitz die dunkle Seite eines jeden in uns.
Traumata jeglicher Art in Worte zu fassen ist sehr schwierig, die Künstler*innen der Ausstellung offerieren in sensiblen Bildern eine Annäherung.
Sonderöffnungszeit Samstag, 11. September 2021, 11 bis 18 Uhr
Musikalische Interventionen in der Ausstellung: Samstag, 11. September 2021, 15 Uhr und 15:30 Uhr, jeweils 15 Minuten
Öffnungszeiten zur Open Art Freitag, 24. September 2021, 18 bis 21 Uhr Samstag, 25. September 2021, 11 bis 18 Uhr Sonntag, 26. September 2021, 11 bis 18 Uhr
Lange Nacht der Münchner Museen Samstag, 16. Oktober 2021, 18 bis 1 Uhr
Interaktive Installation ‚Mädchenfänger‘ von Doro Seror, DG Kunstraum, München, Juli 2021, Foto: Benita Meißner
Vom 16. bis 21. Juli 2021 findet das 5. Kunstareal-Fest statt und lädt alle Münchner*innen sowie die Gäste der Stadt unter dem Titel „Blickpunkte“ zu einer inspirierenden Erkundungsreise durch 5000 Jahre Kulturgeschichte– vor Ort und digital. Der Eintritt in sämtliche Museen sowie die Teilnahme an allen Programmpunkten ist kostenfrei! Das gesamte Programm finden Sie auf www.kunstareal.de/kunstareal-fest.
Programm im DG Kunstraum Freitag, 16. Juli 2021, 18 bis 20 Uhr Sa. 17. Juli und So. 18. Juli 2021, jeweils 15 bis 17 Uhr Doro Seror ‚Mädchenfänger’ Performative Installation Doro Seror ‚Mädchenfänger‘
Sa. 17. Juli und So. 18. Juli 2021, jeweils 14 Uhr Jacoba Barber-Rozema Musikalische Intervention Wie interagieren wir mit unserem Körper? Woher kommen all die Konzepte, die wir über Körper haben? Die Sängerin, Schauspielerin und Regisseurin Jacoba Barber-Rozema (geb. 1996 in Toronto, Kanada) geht diesen Fragen nach und präsentiert eine Mischung aus originalem Spoken Word und musikalischen Covers, inspiriert von den wunderbaren Künstlerinnen Sara Bareilles und Mary Oliver.
Das 5. Kunstareal-Fest ist eine Veranstaltung des Freistaates Bayern, der Landeshauptstadt München und des Förderkreises Kunstareal München.