Eröffnung Donnerstag, 9. Oktober 2025, 18 bis 21 Uhr Ausstellung 10. Oktober bis 18. Dezember 2025
Künstler*innen Olaf Otto Becker Herman de Vries Markus Heinsdorff Caro Jost Jonas Maria Ried Panty Paradise (Veronica Burnuthian und Aelita Le Quément) Carola Vogt und Peter Boerboom Maxine Weiss Stefanie Zoche
Nichts von dieser Welt ist für uns gleichgültig. Die Beziehung des Menschen zur Natur ist eine zentrale Ursache für den tiefgreifenden Wandel der Erde. Der Kunstverein präsentiert in der Ausstellung ‚Together Forever – macht euch die Erde untertan?‘ Werke aus den Bereichen der Fotografie, Malerei und Installation, die diese komplexen Entwicklungen reflektieren und neue Denkanstöße ermöglichen.
Die Bibelstelle „macht euch die Erde untertan“ Genesis 1,28 wurde vom amerikanischen Wissenschaftshistoriker Lynn White 1967 als Wurzel, der ökologischen Krise, benannt. Was bedeutet verantwortliches Handeln und ist der Mensch nicht ohnehin Teil der Natur? Wir sind von der Natur abhängig, um unser Wohlbefinden, unsere Lebensgrundlagen und unsere kulturelle Identität zu erhalten. Tierwerden, Pflanzewerden, Indigenwerden bilden Formen einer ästhetischen Praxis, die Selbsterfahrung im Zusammenwirken mit den vielen anderen ergründen. Die Kunst macht schon lange grenzüberschreitende Tier-Pflanze-Mensch-Wesen möglich und agiert in symbiotischen Zusammenhängen von Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Technologie. Kunst bietet Raum für neue Perspektiven, doch als Spiegel der Gegenwart ist sie zugleich der Ort, an dem Kritik an gesellschaftlichen Irrwegen aufscheint. Die Ausstellung gibt verschiedenen künstlerischen Positionen Raum.
Dienstag, 21. Oktober, 19 Uhr ‚Macht euch die Erde untertan. Die Kunst des Miteinanders von Mensch und Natur‘ Prof. Dr. Dr. Klaas Huizing spricht in der Evangelischen Stadtakademie München Herzog-Wilhelm-Straße 24, 80331 München
Dienstag, 11. November 2025, 19 Uhr Kunst und Wissenschaft im Dialog Dr. Sofie Valk, Leiterin der Lise Meitner Forschungsgruppe, Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften
Montag, 17. November 2025, 19 Uhr Kunst und Wissenschaft im Dialog Prof. Dr. Andreas Burkert, Astrophysiker. Inhaber des Lehrstuhls für theoretische und numerische Astrophysik an der LMU
Mittwoch, 19. November 2025, 14 bis 17 Uhr ‚together forever. Zusammen-Spiel‘ Alter: ab 8 Jahren in Kooperation mit Filomele Anmeldung erforderlich
Donnerstag, 20. November 2025, 19 Uhr Together Forever? im Gespräch mit den Künstler*innen
Donnerstag, 18. Dezember 2025, 19 Uhr Finissage mit Performance Panty Paradise
Ausgangspunkt dieser Publikation ist der zuvor erschienene Kalender ‚Möglichkeitsräume 2024‘, der als Reenactment in doppelter Seitenfläche neu inszeniert wird. Abbildungen und Gespräche überlagern und erweitern ihn zu einem dokumentarischen Reader des Jahresprogramms 2024 im DG Kunstraum. Gestaltung: Bernd Kuchenbeiser
Alle Ausstellungen, alle Veranstaltungen, alle Gespräche, alle Aktivitäten in einem Reader!
Mit ‚Dazwischensein‘ haben wir begonnen den DG Kunstraum als Dritten Ort erfahrbar zu machen. Ein offener Raum jenseits von Arbeit und Zuhause frei von Konsum offen für Kunst, Ruhe, Gespräche und Gemeinschaft. Kunst war dabei nicht Kulisse, sondern Impulsgeberin für neue Formen der Begegnung. In einer Zeit, in der kulturelle Orte auch gesellschaftliche Verantwortung übernehmen, verstehen wir diese Öffnung als notwendige Weiterentwicklung unseres Auftrags. Dritte Orte bieten eine überzeugende Antwort auf Herausforderungen wie Isolation, Entfremdung oder kulturelle Ausschlüsse. Der DG Kunstraum wird so zu einem Ort der Nähe ermöglicht und in dem sich kulturelle Praxis und gesellschaftlicher Zusammenhalt auf neue Weise verbinden.
Ausstellung von 4. Juli bis 18. September 2025 Sommerpause, 18. bis 29. August 2025
Mit der Ausstellung ‚Zunder und Zartheit‘ stellt der Kunstverein Werke ausgewählter Mitglieder verschiedener Generationen vor. Während die letzte Mitgliederausstellung ‚Notre Dame‘ ausschließlich Künstlerinnen gewidmet war, richten wir den Blick nun auf die männlichen Kollegen. Was bewegt sie? Wie reflektieren sie sich selbst in einer Kunstwelt, in der vieles im Umbruch ist? In einer Zeit, in der feministische Debatten und Forderung nach Gleichberechtigung zum Alltag gehören, klingt es fast ein bisschen provokant, sich in einer Ausstellung nur auf Männer zu konzentrieren. Mit Beginn der Epoche von Sturm und Drang (1765 bis 1785) wurde der Mann als Genie und Urbild des höheren Menschen verherrlicht. Davon hat sich vor allem die Kunstwelt lange nicht erholt. Die Frau gebar die Kinder, der Mann gebar die Kunst. Aber lässt sich ‚männliche‘ Kunst von ‚weiblicher‘ unterscheiden? Jede*r Künstler*in drückt etwas anderes aus, je nach sozialem, politischem, kulturellem und wirtschaftlichem Kontext, in dem er oder sie aufgewachsen ist, je nach seinen oder ihren Erfahrungen. Die Werke in der Ausstellung lassen sich nicht in einfache Kategorien pressen – sie sind poetisch, fragend, manchmal rau, manchmal sanft. Und vielleicht öffnen sie einen Raum für ein Gespräch, das wir so noch nicht geführt haben.
Friedrich Koller (*1939 in Salzburg) lebt und arbeitet in Laufen, Oberbayern. Bereits 1956 wurde er an der Akademie der Bildenden Künste in München aufgenommen. Er studierte bei Prof. Josef Henselmann. Kollers Werke entwickeln sich oft aus Ur- bzw. Grundformen wie Würfel und Zylinder. Koller hat in seinem künstlerischen Schaffen rasch die Beschlüsse des Zweiten Vatikanischen Konzils Anfang der sechziger Jahre umgesetzt, die eine neue Liturgie einführten und dies insbesondere mit der Schaffung von ‚Volksaltären‘ zum Ausdruck brachten. In der Ausstellung wird die Skulptur ‚Up and Down‘ präsentiert. Es handelt sich um einen runden, metallenen Tisch mit vier Stühlen. Auf der Tischplatte erhebt sich eine Skulptur, die aus fünf übereinander gestapelten Würfeln besteht, deren Boden durch Treppenstufen erreichbar sind. Der Künstler versteht diese Skulptur als ein Angebot für Kommunikation. Die beiden Werke ‚Schiffstein‘ sowie ‚Treibholz aus dem Mittelmeer‘, erworben von der Heilig-Kreuz-Kirche in München als Vortragskreuz, widmen sich der anhaltenden Flüchtlingskatastrophe. Das ins Paddel eingefräste Symbol des Kreuzes weist den Weg der Menschlichkeit und erinnert uns an die Not derer, die im Mittelmeer ihr Leben gelassen haben.
Manfred Mayerle (*1939 in München) lebt und arbeitet in München, in der Jachenau und Establiments, Mallorca. Er studierte an der Akademie der Bildenden Künste von 1959 bis 1964 bei Josef Oberberger, Hermann Kaspar und Anton Marxmüller. 1963 wurde er Meisterschüler und legte in der Folge das 1. und 2. Staatsexamen ab, er war Assistent und Lehrbeauftragter. Mayerle ist seit 1970 freischaffender Bildender Künstler. Er ist Mitglied im Deutschen Werkbund, Mitglied im Baukunstausschuss sowie im Kuratorium der Bayerischen Einigung. Der Ausgangspunkt seiner Arbeiten war anfangs das Gegenständliche, die Figur, der Torso. Über die Jahre hat sich die Linie zunehmend verselbständigt und ist seit Beginn der 1990er-Jahre neben der Farbe sein zentrales Thema. Manfred Mayerle arbeitet kontinuierlich an unterschiedlichen Serien, die mit den Orten an denen sie entstehen verbunden sind. Die für die Ausstellung ausgewählten ‚Aschequadrate‘, aus dem Zeitraum von 1988 bis 2025, sind alle auf Mallorca entstanden. Der Künstler siebt die Asche und vermischt diese mit Pigmenten und Acryl. Die ersten Arbeiten entstanden aus Asche verbrannter, noch gegenständlicher Werke.
Günter Nosch (*1956 in Ulm) lebt und arbeitet in Weilheim, Oberbayern. 1987 absolvierte er sein Diplom an der Akademie der Bildenden Künste in München. Sein „spielerisches Verhältnis zur Sprache“ (Nosch) reicht bis in seine künstlerischen Anfänge zurück, als er sich mit der Konkreten Poesie beschäftigte, ehe er sich einer gestischen Malerei zuwandte. Mit Farbe und Rakel schuf er in einem kontemplativen, nahezu kalligraphischen Prozess ungegenständliche Kompositionen, die zugleich die Farbe und deren Struktur als Spuren dieses Prozesses untersuchten. Seit einigen Jahren nun widmet er sich schwerpunktmäßig der dinglichen Welt und deren Verbindung mit Sprache. In der Ausstellung sind zwei Vitrinen zu sehen: die eine zeigt eine Auswahl künstlerischer Tagebücher, die die Sprache verhandeln, in der zweiten wird eine neue Werkserie mit Schriftsetzungen auf weißen Porzellantellern erstmalig vorgestellt.
Peter Paul Rast (*1952 in Aigeltshofen/Isny i.A.) lebt und arbeitet in München, Oberbayern. Von 1973 bis 1975 studierte er Kunstgeschichte und Philosophie an der LMU München. Ab 1975 bis 1981 war er an der Akademie der Bildenden Künste in München bei Prof. Dr. Thomas Zacharias. 1981 schloss er sein Kunststudium mit dem 1. Staatsexamen und 1984 folgte das 2. Staatsexamen und danach langjährige Unterrichtstätigkeit unter anderem an der Akademie für Gestaltung und Design. Peter Rast präsentiert erstmalig ein Werkkomplex aus Fotografien mit dem Titel ‚Feldbett und Rosen‘. Die Videoarbeit zeigt den Text des Gedichtes ‚Heidenröslein‘ (1789) von Johann Wolfgang von Goethe sowie eine musikalische Interpretation von Franz Schuhbeck des von Franz Schubert komponierten Volkslieds (1815). Der Text begleitet verschiedene Situationen, die der Künstler im Atelier inszeniert. Zu sehen ist vor allem ein Feldbett in militärischem Tarnstoff. Die beklemmende Atmosphäre der Videoarbeit und der musikalischen Interpretation entlarven die zugrundliegende Gewalt des vordergründig romantischen ‚Heidenrösleins‘ von Goethe und Schubert. Der neue Charakter der Musik in der hinzugefügten vierten Strophe lädt ein, den Text neu zu schreiben.
Camill von Egloffstein (*1988 in München) lebt und arbeitet in München. Er studierte von 2010 bis 2013 Kunstgeschichte und Kunstpädagogik an der LMU München. Von 2013 bis 2020 studierte er an der Akademie der Bildenden Künste München bei Prof. Franz Wanner, bei Prof. Jorinde Voigt und ab 2017 bei Prof. Olaf Metzel. Dort wurde er 2020 Meisterschüler. Seine ortsbezogenen Arbeiten untersuchen die Spannung von Raumstruktur und Materialität. Neben Ausstellungsbeteiligungen in München stellte er bislang auch international in Budapest, Wien und Tel Aviv aus. Für die Ausstellung entstehen drei neue großformatige Messermalereien, die sich mit dem Thema der männlichen Seilschaften beschäftigen. Dabei sind nicht die Seilschaften gemeint, die durch ein Kletterseil verbunden sind, sondern Männer, die sich gegenseitig stützen um ihr berufliches Vorankommen zu sichern. Vom Egloffstein nutzt die Technik der Papierintarsie, um zwei malerische Motive miteinander zu verweben.
Bruno Wank (*1961 in Marktoberdorf) lebt und arbeitet in Görisried und München. Er studierte Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste München, wo er 1992 als Meisterschüler bei Olaf Metzel abschloss. Wank war langjähriger Leiter der Studienwerkstätte für Bronzeguss und Vizepräsident der Akademie. Zudem lehrte er an der Helwan-Universität in Kairo und war Kommissionsmitglied des Kunst-am-Bau-Programms QUIVID der Stadt München. Es werden zwei Werkgruppen präsentiert, die unterschiedliche Facetten seines künstlerischen Schaffens aufzeigen. Die drei Pastellzeichnungen wurden vom Künstler in einem experimentellen Ansatz gezeichnet: beidhändig und mit geschlossenen Augen. Die Zeichnungen spiegeln seine intuitive Geste wider, in der sich Unsicherheit und innere Bewegung visuell verdichten. Den Raum dominieren drei überlebensgroße schwarze Figuren aus der neunteiligen Serie ‚Allies‘. Die Skulpturen wirken wie Wächter, die in stummer Einigkeit miteinander verbunden sind – eine Art fragile Seilschaft. Ihre Form basiert auf kleinen, handtellergroßen Wachsfiguren, die Wank in der Hand modellierte. Diese wurden mithilfe von 3D-Technik um ein Vielfaches vergrößert, im Sanddruckverfahren hergestellt und mit Epoxidharz gehärtet. Trotz ihrer massiven Präsenz bleibt die Geste der Hand, ihr Ursprung im Haptischen, spürbar.
Eröffnung Donnerstag, 3. Juli 2025, 18 bis 21 Uhr (sic!) 19 Uhr Begrüßung und Einführung Dr. Ulrich Schäfert, 1. Vorsitzender Benita Meißner, Kuratorin
Öffnungszeiten zum Open Art Gallery Weekend Freitag, 4. Juli 2025, 12 bis 18 Uhr Samstag, 5. Juli 2025, 11 bis 18 Uhr, Rundgang 5 mit Sibylle Oberschelp 14 bis 16 Uhr Sonntag, 6. Juli 2025, 11 bis 18 Uhr
Programm zum Open Art Gallery Weekend: Meet The Artist Programm Meet the Artist: Freitag, 4. Juli 2025 15 bis 17 Uhr Manfred Mayerle
Samstag, 5. Juli 2025 12 bis 13 Uhr Friedrich Koller 15 bis 16 Uhr Bruno Wank & Peter Paul Rast
Sonntag, 6. Juli 2025 13 bis 14 Uhr Günter Nosch 15 bis 16 Uhr Peter Paul Rast 16 bis 17 Uhr Camill von Egloffstein
Sonntag, 6. Juli 2025, 12 Uhr ‚Outline‘ Musikalische Performance Studentinnen des Fachs Konzertdesign (Klasse: Hanni Liang, Hochschule für Musik und Theater München) mit Mira Foron, Sophia Nussbichler, Hanyu Xiao, Jana Förster, Emma Longo Valente
Wir freuen uns, die begleitende Publikation zur aktuellen Ausstellung vorzustellen.
Der Katalog der DG Nummer 161 erscheint begleitend zur Ausstellung ‚Ressource, Research, Reset – Architektonische Transformationen sakraler Räume‘, einer Kooperation mit dem Lehrstuhl für Entwerfen und Gestalten, Prof. Uta Graff, der Technischen Universität München (TUM)
Er dokumentiert die Entwürfe und Reflexionen der Studierenden des Lehrstuhls für Entwerfen und Gestalten der Technischen Universität München (TUM) und bietet vertiefende Einblicke in das Potenzial sakraler Räume im Wandel. Die Ausstellung ‚Ressource, Research, Reset‘ ist vom 10. April bis 5. Juni 2025 im DG Kunstraum zu sehen.
Herausgeber*innen: Uta Graff, Benita Meißner, Dr. Ulrich Schäfert (1. Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst e.V.) Texte: Uta Graff, Benita Meißner Lektorat: Daniela Lange Gestaltung: Bernd Kuchenbeiser Projekte Druck und Bindung: DZA Druckerei zu Altenburg
1.Auflage 2025 ISBN 978–3‑932322–64‑8
15 Euro
Ab sofort erhältlich im DG Kunstraum oder bestellbar bei Manuela Baur unter info@dg-kunstraum.de
Ein Projekt in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Entwerfen und Gestalten der TUM.
Mit freundlicher Unterstützung des Vereins Ausstellungshaus für christliche Kunst e.V., München.
Die T‑Shirts von Carsten Fock in violett sind endlich wieder da – passend zur Passionszeit, die die gleiche Farbe trägt!
Carsten Fock ,Be the reason someone feels welcomed, seen, heard, valued, loved and supported‘, 2022
T‑Shirt in violett und weiss € 75,-
Nur solange der Vorrat reicht
In Zeiten wie diesen, in denen wir dringend mehr Wärme und Verständnis füreinander brauchen, erinnert uns das T‑Shirt an diese wunderschöne Botschaft: „Be the reason someone feels welcomed, seen, heard, valued, loved and supported.”
Seit Corona haben wir alle große Lebensveränderungen erfahren. So auch unser lieber Freund und Künstler Carsten Fock, der auf dem besten Weg ist, ein besserer Mensch zu werden. Wie konkret? hat er sich gefragt und es in seiner bekannten Typografie auf den Punkt gebracht.
Die Ausstellung DG. 33 bis 55 gibt einen vielschichtigen Einblick in eine bislang wenig beleuchtete Phase der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst. Im Fokus stehen der Umgang des Vereins mit der Kunstpolitik des Nationalsozialismus sowie seine Aktivitäten während und nach dem Zweiten Weltkrieg. Anhand von Originalartikeln, Briefwechseln und Dokumenten wird sichtbar, wie sich der Kunstverein in einem politisch repressiven Umfeld positionierte und welche Entwicklungen die unmittelbare Nachkriegszeit prägten.
Gerade weil die Vereinsgeschichte zwischen 1933 und 1955 bisher kaum aufgearbeitet wurde, bietet die Ausstellung einen wichtigen Beitrag zur kritischen Selbstbefragung. Mit dem Erscheinen der Ausstellungsfilme online wird dieser Zugang nun erweitert: Sie laden dazu ein, sich vertieft mit den historischen Herausforderungen, künstlerischen Entscheidungen und institutionellen Kontinuitäten auseinanderzusetzen – bequem von zuhause aus.
Was bedeutete künstlerisches Handeln unter den Bedingungen des Nationalsozialismus? Welche Ausstellungen wurden gezeigt, welche Netzwerke gepflegt oder aufgegeben? Und wie veränderte sich der Verein in der Zeit nach 1945? Die Filme geben Impulse für eine vertiefte Auseinandersetzung mit diesen Fragen.
Im Rahmen von ‚Stunde Null? Wie wir wurden, was wir sind’ der Abteilung Public History München des Kulturreferats
Die Ausstellung ist von 31. Januar bis 27. März 2025 im DG Kunstraum, München zu sehen.
Archivarbeit: Anna Gaudlitz, Historische Recherche: Leonie Zeyn, Grafik: Anna Zeyn, Kuratiert von: Benita Meißner, Kuratorische Assistenz, Lektorat: Daniela Lange.
Mit freundlicher Unterstützung des Kulturreferats der Landeshauptstadt München / Public History München und des Vereins Ausstellungshaus für christliche Kunst e.V. München.
Röm.-Kath. Pfarrkirche Erscheinung des Herrn, Altenburg 1. Juni bis 12. Juli 2025
St. Fidelis, Villingen-Schwenningen 20. Januar bis 16. März 2025
Maxhaus, Düsseldorf 20. September bis 20. Oktober 2024
Evangelische Christuskirchengemeinde Mainz 21. Juni bis 25. August 2024
Haus am Dom, Frankfurt a.M. 26. März bis 8. Mai 2024
Kirchengemeinde Freiburg-Südwest 19. Februar bis 25. März 2024
Hugenottenkirche, Erlangen 5. Januar bis 10. Februar 2024
Bischöfliche Akademie des Bistums Aachen 25. November 2023 bis 31. Januar 2024
St. Agatha, Aschaffenburg 1. November bis 18. Dezember 2023
St. Martin, Leutkirch (Leutekirche) 25. Mai bis 30. Juni 2023
St. Michael, Ulm (Wengenkirche) 24. März bis 22. April 2023
Im Anschluss wird ‚Kirche Raum Gegenwart‘ an vielen weiteren Orten gezeigt werden. Über aktuelle Laufzeiten und kommende Stationen informieren wir sobald als möglich. Für mehr Informationen wenden Sie sich bitte an die Ansprechpartner*innen vor Ort.
Hier finden Sie weitere Informationen zur Ausstellung.
Stimmen über die Wanderausstellung:
„Eine inspirierende Ausstellung, die manches beantwortet, aber auch vieles offen lässt. Ich nehme den Mut zur Veränderung mit und die Hoffnung, dass Schönes, Gutes, Nutzbares und vor allem Gemeinschaft überdauert.“
„Sehr interessante Ausstellung! Toll, wenn Kirchengebäude Bestandteil unseres kulturellen Erbes heilen können und weiter nachhaltig und gemeinnützig genutzt werden können. Gefragt sind hier wohl besonders kreative Architekt*innen, die Alt und Neu verbinden können zum Wohle der Menschen, die die Gebäude weiter nutzen und den Raum erfahren dürfen.“
„Super spannende Ideen, vielen Dank für die Aufarbeitung und das Aufmerksam-Machen. Die Ausstellung macht Hoffnung. Mich würden noch weitere Beispiele aus dem Ausland interessieren.“
„Eine toll recherchierte Ausstellung über ein wichtiges Thema! Toll, dass Menschen neue und gemeinwohlorientierte Ideen zum Wohnen entwickeln und kirchlicher Bestand umgenutzt werden kann. Die Texte sind sehr verständlich und präzise!“
„Kirchliche/Sakrale Gebäude für soziale Zwecke zu nutzen bedarf doch eigentlich keiner Entweihung. Ist es nicht der hauptsächliche Zweck der Kirche sozial zu sein und sozialen Zusammenhalt zu fördern???“
Nun ist sie endlich da – die Filmdokumentation von Lion Bischof zur Ausstellung Himmelsstürmer ist jetzt auf Vimeo zu sehen! Die Ausstellung präsentierte raumgreifende Installationen von Frenzy Höhne und Peter Kees, die das Streben nach Wachstum, Fortschritt und Freiheit auf eindrucksvolle Weise hinterfragten.
Frenzy Höhnes Installation Bessermenschen-Babbel zeigte eine Vielzahl von Porzellanfiguren, die mit aktuellen Werbeslogans beschriftet sind. In einem turmähnlichen Regal angeordnet, reflektieren sie die Verlockungen der Selbstoptimierung und erinnern zugleich an den biblischen Turmbau zu Babel.
Peter Kees konfrontierte das Publikum mit einer monumentalen Skulptur – der Hülle einer Cessna 340 A mit der Aufschrift LIBERTÉ. Einst ein Symbol für grenzenlose Freiheit, liegt das Flugzeug nun als leere Hülle da und wirft Fragen nach den Grenzen des Wachstums und der Illusion unbegrenzter Möglichkeiten auf.
Die Filmdokumentation gibt einen Einblick in die Werke und die Themen der Ausstellung.
Kuratorin: Benita Meißner Assistenz der Geschäftsführung: Manuela Baur Kuratorische Assistenz: Daniela Lange Video: Lion Bischof Künstler*innen: Frenzy Höhne und Peter Kees
Die Ausstellung Himmelsstürmer ist vom 31. Januar bis 27. März 2025 im DG Kunstraum zu sehen.
Mit der Einzelausstellung ‚Sichtlinien des Möglichen‘ 2019 präsentierte die DG neuere Werke der österreichischen Künstlerin Brigitte Kowanz (*13. April 1957 bis † 28. Januar 2022). Nicht erst seit ihrem überzeugenden Auftritt im Österreichischen Pavillon auf der Biennale von Venedig 2017 wurde ihr Werk international bekannt. Bereits seit den 1980er Jahren konzentrierte sich ihr Schaffen auf Zeichen und Sprache, die mittels Neonlicht zu leuchtenden Codes werden. Diese fungieren als visuelle Poesien als auch analytisch präzise Definitionen gleichermaßen.
Auftakt der Ausstellung ist die Einweihung einer eigens für die Räumlichkeiten konzipierten Arbeit der Künstlerin, die die DG mit dem Verein Ausstellungshaus für christliche Kunst e.V. in Auftrag gegeben hat und die nun in einer Dauerausstellung zu sehen ist.
Die Lichtinstallation besteht aus drei interagierenden Kuben aus Zweiwegspiegeln, Spiegeln und Neonschriften. Die Leuchtschriften sind auf einem Innenkubus aus Glas montiert. Der Text ‚Sichtlinien des Möglichen‘ erstreckt sich über die drei Kuben und innerhalb der Außenkuben über verschiedene Seiten der Innenkuben in weißem und gelbem Neonlicht.
Die Skulptur befindet sich im Innenraum des DG Kunstraum und öffnet sich über die Glasfassade zum Außenraum. Damit wird sie zu einem wahrnehmbaren Lichtzeichen im Straßenbild. Die Arbeit kann aus unterschiedlichen Entfernungen und Blickwinkeln wahrgenommen werden und erschließt dabei immer neue Lichträume. Es ist das erste Kunstwerk, das den neuen Räumen in der Finkenstraße eine langfristige Prägung geben wird.
Als Sichtlinie bezeichnet man die Linie, von der aus eine Straße oder Kreuzung eingesehen werden kann. Der Text zielt nicht auf eine eindeutige Aussage ab, vielmehr eröffnet er immer neue Perspektiven, eine Vielzahl an visueller und ideeller Ebenen. Doch das Werk markiert auch eine Grenze zwischen dem großen Ganzen, der Siemens Konzernzentrale, und dem darin integrierten nicht kommerziellen Bereich des christlichen Kunstvereins. Hier ist alles möglich, da die Künstler ihrer Kreativität freien Lauf lassen können.
Ein Stückchen weiter entlang des Altstadtrings findet man eine weitere Installation von Brigitte Kowanz, in der die Bewegungen und die Dynamik des städtischen Raums aufgegriffen und gespiegelt werden. Wie eine dreidimensionale Filmsequenz wirken die Lichtobjekte an der Fassade der Zentrale des Goethe-Instituts am Oskar-von-Miller-Ring. Durch Brigitte Kowanz nach Außen sichtbare Lichtarbeit im DG Kunstraum in der Finkenstraße und durch das Werk ‚Lichtpartitur‘ (2000) am Goethe-Institut entsteht eine gedachte Linie, ein Weghinweis der Richtung Kunstareal zielt.
Brigitte Kowanz über ihre Arbeit: „Licht ist der Grundstock für alles, die Grundlage für Leben. Es macht alles sichtbar und ist dabei selbst unsichtbar. Dabei ist es immer wieder eine neue Herausforderung, mit Licht als Material zu arbeiten. Vor allem, weil es so vielfältig ist. Mit Licht lassen sich Räume erzeugen, man kann damit aber auch informieren und Daten transportieren. In Lichtgeschwindigkeit.“