DG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum DiskursGegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs Gegenwart

Die Schönheit des Unvollkommenen‘
Eröffnung, Dienstag, 20. Januar 2026, 18 bis 21 Uhr

Ausstellung 21. Januar bis 26. März 2026

Lydia Marx Little Pictures, 2025 Videoarbeit, 27 min. Englisch/Untertitel Deutsch (Filmstill)

Künstler*innen

Birgit Dieker
Paul Diestel 
Enric Freund
Lydia Marx 
Toni Mauersberg
Jonas Müller-Ahlheim
Kim Rühl
Julia Schäfer
Valeria Schneider 
Johanna Schwarz
Johannes Seluga 

In der Ausstellung ‚Die Schönheit des Unvollkommenen‘ präsentiert der DG Kunstraum Werke von elf Stipendiat*innen des Cusanuswerks. Die Ausstellung widmet sich der Frage, wie sich Schönheit in Formen des Bruchs, der Schlichtheit und der Vergänglichkeit manifestiert. Gezeigt werden künstlerische Positionen, die Heilung und Versehrtheit als Ausgangspunkt nehmen. Heilung bedeutet in diesem Kontext nicht zwangsläufig Wiederherstellung im klassischen Sinn. Sie kann auch darin bestehen, das Unvollkommene anzunehmen.

Gerade in einer Zeit, die von Optimierungsdruck, Beschleunigung und glatten Oberflächen geprägt ist, lädt ‚Die Schönheit des Unvollkommenen‘ dazu ein, den Blick für das Fragile neu zu öffnen: Brüche, Narben und Spuren der Zeit erschließen ihre Tiefe erst jenseits des ersten Anscheins – sie verlangen nach mehr Aufmerksamkeit und Hinwendung.

Wir bedanken uns für die gute Zusammenarbeit beim Cusanuswerk, der Bischöflichen Studienförderung.

Abb.: Lydia Marx Little Pictures, 2025 Videoarbeit, 27 min. Englisch/Untertitel Deutsch (Filmstill)

Zeigt euch eure Wunde
Debatten um die Kunstfreiheit
Samstag, 31. Januar 2026

Samstag, 31. Januar 2026, 15 bis 18:30 Uhr

Ort: Galerie der Künstler*innen, Maximilianstraße 42, 80538 München


Für die Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst ist die Kunstfreiheit seit jeher ein hohes Gut. In Kooperation mit dem BBK München und Oberbayern laden wir daher zu einem Symposium zum Thema ein. Die Frage, wie weit die Freiheit der Kunst geht – und wer über ihre Grenzen entscheiden darf, ist in dieser Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs neu auszuhandeln. Immer wieder entfachen Debatten über die Kunstfreiheit dort Flächenbrände, wo Kunst geschaffen, gehandelt, betrachtet und beurteilt wird. Eine einheitliche Debatte gibt es nicht, wer sich in der Kunstwelt bewegt, stößt auf Ambivalenzen.

Zeigt euch eure Wunden. Debatten um die Kunstfreiheit‘ macht sich diese Widersprüche zum Thema. Gäste aus Kunst, Wissenschaft, Politik und Kulturförderung erzählen über ihre beruflichen und persönlichen Erfahrungen mit der Kunstfreiheit und kommen miteinander ins Gespräch.

Programm
15 Uhr 
Begrüßung und Impuls
Dr. Ulrich Schäfert, 1. Vorsitzender DG
Michael Schmidt, Vorsitzender BBK 

Moderation: Moritz Hohlfelder

15:20 bis 16:30 Uhr 
Wie weit geht die Kunstfreiheit?
Cana Bilir-Meier, Künstlerin 
Prof. Dr. Christoph Möllers, Rechtswissenschaftler
Angela Stiegler, Künstlerin und Anti-Diskriminierungsbeauftragte 
Dr. Wolfgang Ullrich, Kunsthistoriker

Pause 

17 :00 bis 18:00 Uhr 
Freiheit der Kultur an Orten des freien Denkens?
Melisa Kujevic, Künstlerin
Dr. Karin Lingl, Stiftung Kunstfonds 
David Süß, ehrenamtlicher Stadtrat Fraktion Grüne/Rosa Liste/Volt

Abschlussgespräch

18:30 bis 20 Uhr
Flying Dinner und Abendausklang

Da die Plätze begrenzt sind bitten wir um Anmeldung über das Ticketsystem von www​.rausgegangen​.de.

Tickets über Rausgegangen:
Mitglieder- und ermäßigter Preis: 5 EUR
Normaler Preis: 10 EUR
Sponsoren Preis: 20 EUR

Gerne stehen wir für weitere Informationen zur Verfügung unter info@dg-kunstraum.de. 

Kintsugi Workshop
für die ganze Familie
Freitag, 13. Februar 2026, 16 bis 18 Uhr

Im Kintsugi, der japanischen Kunst des Reparierens, wird das Zerbrochene nicht verborgen, sondern bewusst sichtbar gemacht. Im Rahmen der Ausstellung ‚Die Schönheit des Unvollkommenen‘ bietet der DG Kunstraum einen Kintsugi-Workshop für die ganze Familie an. Groß und Klein haben dabei die Möglichkeit mehr über die besondere Technik zu lernen und sie im Anschluss selbst anzuwenden. Dabei entstehen eigene kleine Kunstwerke für Zuhause. 

Wir bitten darum, eigenes altes Geschirr mitzubringen. 
(Empfohlen ab 10 Jahren)

Bei Interesse bitten wir um Anmeldung unter info@dg-kunstraum.de

Kintsugi Workshop
am Valentinstag
Samstag, 14. Februar 2026, 14 bis 16 Uhr

Im Kintsugi, der japanischen Kunst des Reparierens, wird das Zerbrochene nicht verborgen, sondern bewusst sichtbar gemacht. Im Rahmen der Ausstellung ‚Die Schönheit des Unvollkommenen‘ bietet der DG Kunstraum einen Kintsugi-Workshop für Freund*innen und Verliebte an. Gemeinsam haben die Besucher*innen die Möglichkeit mehr über die besondere Technik zu erfahren und sie im Anschluss selbst anzuwenden. Dabei entstehen eigene kleine Kunstwerke für Zuhause. 

Wir bitten darum, eigenes altes Geschirr mitzubringen.

Bei Interesse bitten wir um Anmeldung unter info@dg-kunstraum.de

Kunst braucht Freund*innen.
Werden Sie Mitglied!

Kunst braucht Freundinnen und Freunde, die es ermöglichen, Kunst für alle erlebbar zu machen. Werden Sie Mitglied im Verein der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst.

Jahresbeitrag: 50 Euro
Fördernde Mitglieder: ab 60 Euro

Als Mitglied erhalten Sie Einladungen zu allen Ausstellungen und Veranstaltungen sowie eine kostenlose Jahresgabe.
Ihre Mitgliedskarte gewährt Ihnen freien Eintritt in allen ADKV Institutionen deutschlandweit.

Über Ihren Beitritt würden wir uns sehr freuen!

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen gerne in der Geschäftsstelle in München Frau Baur.


Über uns

DG Kunstraum und die Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst

Der Kunstverein wurde 1893 als überregionale, gemeinnützige und unabhängige Kultureinrichtung gegründet. Wir stellen eine interdisziplinäre Werkstatt bereit, damit sich interessierte Menschen durch Bildende Kunst aber auch Musik, Wissenschaft, Architektur, Theologie oder Philosophie zu den Themen unserer Zeit austauschen können. Alle Aktivitäten des Vereins verbindet die Auseinandersetzung mit den existenziellen Fragen des Menschen. Im DG Kunstraum werden vier bis fünf Ausstellungen pro Jahr gezeigt, die von einem breiten Rahmenprogramm begleitet werden, darunter Künstler*innengespräche, Vortragsreihen, Konzerte und Lesungen. Künstler*innen werden auf vielfältige Weise vom Verein gefördert: Durch die Übernahme der Produktionskosten, Künstler*innenhonorare und Ausstellungspublikationen. Der Verein sucht bewusst den Kontakt zu anderen Institutionen für gemeinsame Veranstaltungen, Ausstellungskonzepte oder auch Wanderausstellungen.

Weitere Informationen zum Verein finden Sie hier.

Abb.: DG Imagebroschüren, Foto: Gerald von Foris

Ausstellung
together forever – macht euch die Erde untertan?
10. Oktober bis 18. Dezember 2025

Eröffnung Donnerstag, 9. Oktober 2025, 18 bis 21 Uhr
Ausstellung 10. Oktober bis 18. Dezember 2025

Künstler*innen
Olaf Otto Becker
Herman de Vries 
Markus Heinsdorff 
Caro Jost
Jonas Maria Ried
Panty Paradise (Veronica Burnuthian und Aelita Le Quément)
Carola Vogt und Peter Boerboom
Maxine Weiss 
Stefanie Zoche 

Nichts von dieser Welt ist für uns gleichgültig. Die Beziehung des Menschen zur Natur ist eine zentrale Ursache für den tiefgreifenden Wandel der Erde. Der Kunstverein präsentiert in der Ausstellung ‚Together Forever – macht euch die Erde untertan?‘ Werke aus den Bereichen der Fotografie, Malerei und Installation, die diese komplexen Entwicklungen reflektieren und neue Denkanstöße ermöglichen.

Die Bibelstelle „macht euch die Erde untertan“ Genesis 1,28 wurde vom amerikanischen Wissenschaftshistoriker Lynn White 1967 als Wurzel, der ökologischen Krise, benannt. Was bedeutet verantwortliches Handeln und ist der Mensch nicht ohnehin Teil der Natur? Wir sind von der Natur abhängig, um unser Wohlbefinden, unsere Lebensgrundlagen und unsere kulturelle Identität zu erhalten. Tierwerden, Pflanzewerden, Indigenwerden bilden Formen einer ästhetischen Praxis, die Selbsterfahrung im Zusammenwirken mit den vielen anderen ergründen. Die Kunst macht schon lange grenzüberschreitende Tier-Pflanze-Mensch-Wesen möglich und agiert in symbiotischen Zusammenhängen von Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Technologie. Kunst bietet Raum für neue Perspektiven, doch als Spiegel der Gegenwart ist sie zugleich der Ort, an dem Kritik an gesellschaftlichen Irrwegen aufscheint. Die Ausstellung gibt verschiedenen künstlerischen Positionen Raum.

Programm
Eröffnung und Performance
Donnerstag, 9. Oktober 2025, 18 bis 21 Uhr
19 Uhr
Begrüßung und Einführung
Lioba Leibl, Vorstand
Benita Meißner, Kuratorin
Panty Paradise, Performance

Donnerstag, 16. Oktober 2025, 19 Uhr
Kuratorinnenführung durch die Ausstellung

Samstag, 18. Oktober 2025, 18 Uhr
Lange Nacht der Münchner Museen

Dienstag, 21. Oktober, 19 Uhr
‚Macht euch die Erde untertan. Die Kunst des Miteinanders von Mensch und Natur‘
Prof. Dr. Dr. Klaas Huizing spricht in der Evangelischen Stadtakademie München
Herzog-Wilhelm-Straße 24, 80331 München

Dienstag, 11. November 2025, 19 Uhr
Kunst und Wissenschaft im Dialog
Dr. Sofie Valk, Leiterin der Lise Meitner Forschungsgruppe, Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften

Montag, 17. November 2025, 19 Uhr
Kunst und Wissenschaft im Dialog
Prof. Dr. Andreas Burkert, Astrophysiker. Inhaber des Lehrstuhls für theoretische und numerische Astrophysik an der LMU

Mittwoch, 19. November 2025, 14 bis 17 Uhr
‚together forever. Zusammen-Spiel‘
Alter: ab 8 Jahren
in Kooperation mit Filomele
Anmeldung erforderlich

Donnerstag, 20. November 2025, 19 Uhr
Together Forever?
im Gespräch mit den Künstler*innen

Donnerstag, 18. Dezember 2025, 19 Uhr
Finissage mit Performance
Panty Paradise

Abb.: Ausstellungsansicht ‚together forever‘, DG Kunstraum 2025, Foto: Gerald von Foris

Dokumentarischer Reader
‚Dazwischensein‘

Ausgangspunkt dieser Publikation ist der zuvor erschienene Kalender ‚Möglichkeitsräume 2024‘, der als Reenactment in doppelter Seitenfläche neu inszeniert wird. Abbildungen und Gespräche überlagern und erweitern ihn zu einem dokumentarischen Reader des Jahresprogramms 2024 im DG Kunstraum.
Gestaltung: Bernd Kuchenbeiser

Alle Ausstellungen, alle Veranstaltungen, alle Gespräche, alle Aktivitäten in einem Reader!

Bestellungen unter info@dg-kunstraum.de

Mit ‚Dazwischensein‘ haben wir begonnen den DG Kunstraum als Dritten Ort erfahrbar zu machen. Ein offener Raum jenseits von Arbeit und Zuhause frei von Konsum offen für Kunst, Ruhe, Gespräche und Gemeinschaft. Kunst war dabei nicht Kulisse, sondern Impulsgeberin für neue Formen der Begegnung. In einer Zeit, in der kulturelle Orte auch gesellschaftliche Verantwortung übernehmen, verstehen wir diese Öffnung als notwendige Weiterentwicklung unseres Auftrags. Dritte Orte bieten eine überzeugende Antwort auf Herausforderungen wie Isolation, Entfremdung oder kulturelle Ausschlüsse. Der DG Kunstraum wird so zu einem Ort der Nähe ermöglicht und in dem sich kulturelle Praxis und gesellschaftlicher Zusammenhalt auf neue Weise verbinden. 

Mitgliederausstellung
Zunder und Zartheit
4. Juli bis 18. September 2025

Ausstellung von 4. Juli bis 18. September 2025
Sommerpause, 18. bis 29. August 2025

Mit der Ausstellung ‚Zunder und Zartheit‘ stellt der Kunstverein Werke ausgewählter Mitglieder verschiedener Generationen vor. Während die letzte Mitgliederausstellung ‚Notre Dame‘ ausschließlich Künstlerinnen gewidmet war, richten wir den Blick nun auf die männlichen Kollegen. Was bewegt sie? Wie reflektieren sie sich selbst in einer Kunstwelt, in der vieles im Umbruch ist?
In einer Zeit, in der feministische Debatten und Forderung nach Gleichberechtigung zum Alltag gehören, klingt es fast ein bisschen provokant, sich in einer Ausstellung nur auf Männer zu konzentrieren. Mit Beginn der Epoche von Sturm und Drang (1765 bis 1785) wurde der Mann als Genie und Urbild des höheren Menschen verherrlicht. Davon hat sich vor allem die Kunstwelt lange nicht erholt. Die Frau gebar die Kinder, der Mann gebar die Kunst. Aber lässt sich ‚männliche‘ Kunst von ‚weiblicher‘ unterscheiden? Jede*r Künstler*in drückt etwas anderes aus, je nach sozialem, politischem, kulturellem und wirtschaftlichem Kontext, in dem er oder sie aufgewachsen ist, je nach seinen oder ihren Erfahrungen.
Die Werke in der Ausstellung lassen sich nicht in einfache Kategorien pressen – sie sind poetisch, fragend, manchmal rau, manchmal sanft. Und vielleicht öffnen sie einen Raum für ein Gespräch, das wir so noch nicht geführt haben.

Friedrich Koller (*1939 in Salzburg) lebt und arbeitet in Laufen, Oberbayern. Bereits 1956 wurde er an der Akademie der Bildenden Künste in München aufgenommen. Er studierte bei Prof. Josef Henselmann. Kollers Werke entwickeln sich oft aus Ur- bzw. Grundformen wie Würfel und Zylinder. Koller hat in seinem künstlerischen Schaffen rasch die Beschlüsse des Zweiten Vatikanischen Konzils Anfang der sechziger Jahre umgesetzt, die eine neue Liturgie einführten und dies insbesondere mit der Schaffung von ‚Volksaltären‘ zum Ausdruck brachten.
In der Ausstellung wird die Skulptur ‚Up and Down‘ präsentiert. Es handelt sich um einen runden, metallenen Tisch mit vier Stühlen. Auf der Tischplatte erhebt sich eine Skulptur, die aus fünf übereinander gestapelten Würfeln besteht, deren Boden durch Treppenstufen erreichbar sind. Der Künstler versteht diese Skulptur als ein Angebot für Kommunikation. Die beiden Werke ‚Schiffstein‘ sowie ‚Treibholz aus dem Mittelmeer‘, erworben von der Heilig-Kreuz-Kirche in München als Vortragskreuz, widmen sich der anhaltenden Flüchtlingskatastrophe. Das ins Paddel eingefräste Symbol des Kreuzes weist den Weg der Menschlichkeit und erinnert uns an die Not derer, die im Mittelmeer ihr Leben gelassen haben.

Manfred Mayerle (*1939 in München) lebt und arbeitet in München, in der Jachenau und Establiments, Mallorca. Er studierte an der Akademie der Bildenden Künste von 1959 bis 1964 bei Josef Oberberger, Hermann Kaspar und Anton Marxmüller. 1963 wurde er Meisterschüler und legte in der Folge das 1. und 2. Staatsexamen ab, er war Assistent und Lehrbeauftragter. Mayerle ist seit 1970 freischaffender Bildender Künstler. Er ist Mitglied im Deutschen Werkbund, Mitglied im Baukunstausschuss sowie im Kuratorium der Bayerischen Einigung.
Der Ausgangspunkt seiner Arbeiten war anfangs das Gegenständliche, die Figur, der Torso. Über die Jahre hat sich die Linie zunehmend verselbständigt und ist seit Beginn der 1990er-Jahre neben der Farbe sein zentrales Thema. Manfred Mayerle arbeitet kontinuierlich an unterschiedlichen Serien, die mit den Orten an denen sie entstehen verbunden sind. Die für die Ausstellung ausgewählten ‚Aschequadrate‘, aus dem Zeitraum von 1988 bis 2025, sind alle auf Mallorca entstanden. Der Künstler siebt die Asche und vermischt diese mit Pigmenten und Acryl. Die ersten Arbeiten entstanden aus Asche verbrannter, noch gegenständlicher Werke.

Günter Nosch (*1956 in Ulm) lebt und arbeitet in Weilheim, Oberbayern. 1987 absolvierte er sein Diplom an der Akademie der Bildenden Künste in München. Sein „spielerisches Verhältnis zur Sprache“ (Nosch) reicht bis in seine künstlerischen Anfänge zurück, als er sich mit der Konkreten Poesie beschäftigte, ehe er sich einer gestischen Malerei zuwandte. Mit Farbe und Rakel schuf er in einem kontemplativen, nahezu kalligraphischen Prozess ungegenständliche Kompositionen, die zugleich die Farbe und deren Struktur als Spuren dieses Prozesses untersuchten. Seit einigen Jahren nun widmet er sich schwerpunktmäßig der dinglichen Welt und deren Verbindung mit Sprache.
In der Ausstellung sind zwei Vitrinen zu sehen: die eine zeigt eine Auswahl künstlerischer Tagebücher, die die Sprache verhandeln, in der zweiten wird eine neue Werkserie mit Schriftsetzungen auf weißen Porzellantellern erstmalig vorgestellt.

Peter Paul Rast (*1952 in Aigeltshofen/Isny i.A.) lebt und arbeitet in München, Oberbayern. Von 1973 bis 1975 studierte er Kunstgeschichte und Philosophie an der LMU München. Ab 1975 bis 1981 war er an der Akademie der Bildenden Künste in München bei Prof. Dr. Thomas Zacharias. 1981 schloss er sein Kunststudium mit dem 1. Staatsexamen und 1984 folgte das 2. Staatsexamen und danach langjährige Unterrichtstätigkeit unter anderem an der Akademie für Gestaltung und Design.
Peter Rast präsentiert erstmalig ein Werkkomplex aus Fotografien mit dem Titel ‚Feldbett und Rosen‘. Die Videoarbeit zeigt den Text des Gedichtes ‚Heidenröslein‘ (1789) von Johann Wolfgang von Goethe sowie eine musikalische Interpretation von Franz Schuhbeck des von Franz Schubert komponierten Volkslieds (1815). Der Text begleitet verschiedene Situationen, die der Künstler im Atelier inszeniert. Zu sehen ist vor allem ein Feldbett in militärischem Tarnstoff. Die beklemmende Atmosphäre der Videoarbeit und der musikalischen Interpretation entlarven die zugrundliegende Gewalt des vordergründig romantischen ‚Heidenrösleins‘ von Goethe und Schubert. Der neue Charakter der Musik in der hinzugefügten vierten Strophe lädt ein, den Text neu zu schreiben.

Camill von Egloffstein (*1988 in München) lebt und arbeitet in München. Er studierte von 2010 bis 2013 Kunstgeschichte und Kunstpädagogik an der LMU München. Von 2013 bis 2020 studierte er an der Akademie der Bildenden Künste München bei Prof. Franz Wanner, bei Prof. Jorinde Voigt und ab 2017 bei Prof. Olaf Metzel. Dort wurde er 2020 Meisterschüler. Seine ortsbezogenen Arbeiten untersuchen die Spannung von Raumstruktur und Materialität. Neben Ausstellungsbeteiligungen in München stellte er bislang auch international in Budapest, Wien und Tel Aviv aus.
Für die Ausstellung entstehen drei neue großformatige Messermalereien, die sich mit dem Thema der männlichen Seilschaften beschäftigen. Dabei sind nicht die Seilschaften gemeint, die durch ein Kletterseil verbunden sind, sondern Männer, die sich gegenseitig stützen um ihr berufliches Vorankommen zu sichern. Vom Egloffstein nutzt die Technik der Papierintarsie, um zwei malerische Motive miteinander zu verweben.

Bruno Wank (*1961 in Marktoberdorf) lebt und arbeitet in Görisried und München. Er studierte Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste München, wo er 1992 als Meisterschüler bei Olaf Metzel abschloss. Wank war langjähriger Leiter der Studienwerkstätte für Bronzeguss und Vizepräsident der Akademie. Zudem lehrte er an der Helwan-Universität in Kairo und war Kommissionsmitglied des Kunst-am-Bau-Programms QUIVID der Stadt München.
Es werden zwei Werkgruppen präsentiert, die unterschiedliche Facetten seines künstlerischen Schaffens aufzeigen. Die drei Pastellzeichnungen wurden vom Künstler in einem experimentellen Ansatz gezeichnet: beidhändig und mit geschlossenen Augen. Die Zeichnungen spiegeln seine intuitive Geste wider, in der sich Unsicherheit und innere Bewegung visuell verdichten. Den Raum dominieren drei überlebensgroße schwarze Figuren aus der neunteiligen Serie ‚Allies‘. Die Skulpturen wirken wie Wächter, die in stummer Einigkeit miteinander verbunden sind – eine Art fragile Seilschaft. Ihre Form basiert auf kleinen, handtellergroßen Wachsfiguren, die Wank in der Hand modellierte. Diese wurden mithilfe von 3D-Technik um ein Vielfaches vergrößert, im Sanddruckverfahren hergestellt und mit Epoxidharz gehärtet. Trotz ihrer massiven Präsenz bleibt die Geste der Hand, ihr Ursprung im Haptischen, spürbar.


Eröffnung 
Donnerstag, 3. Juli 2025, 18 bis 21 Uhr (sic!)
19 Uhr
Begrüßung und Einführung
Dr. Ulrich Schäfert, 1. Vorsitzender
Benita Meißner, Kuratorin

Öffnungszeiten zum Open Art Gallery Weekend
Freitag, 4. Juli 2025, 12 bis 18 Uhr
Samstag, 5. Juli 2025, 11 bis 18 Uhr, Rundgang 5 mit Sibylle Oberschelp 14 bis 16 Uhr
Sonntag, 6. Juli 2025, 11 bis 18 Uhr

Programm zum Open Art Gallery Weekend:
Meet The Artist
Programm Meet the Artist:
Freitag, 4. Juli 2025
15 bis 17 Uhr Manfred Mayerle

Samstag, 5. Juli 2025
12 bis 13 Uhr Friedrich Koller
15 bis 16 Uhr Bruno Wank & Peter Paul Rast

Sonntag, 6. Juli 2025
13 bis 14 Uhr Günter Nosch
15 bis 16 Uhr Peter Paul Rast
16 bis 17 Uhr Camill von Egloffstein

Sonntag, 6. Juli 2025, 12 Uhr
‚Outline‘
Musikalische Performance
Studentinnen des Fachs Konzertdesign (Klasse: Hanni Liang, Hochschule für Musik und Theater München) mit Mira Foron, Sophia Nussbichler, Hanyu Xiao, Jana Förster, Emma Longo Valente

Lyrik-Abend mit Pauline Fusban
Donnerstag, 17. Juli 2025, 19 Uhr

Künstlergespräch
Dienstag, 16. September 2025, 19 Uhr

Finissage mit Musik
Udo Schindler (Blasinstrumente) mit Ardhi Engl (selbstgebaute Instrumente)
Donnerstag, 18. September 2025, 19 Uhr

Mit freundlicher Unterstützung des Bezirk Oberbayern und des Vereins Ausstellungshaus für christliche Kunst e.V., München.

Abb. 1–15: Ausstellungsansichten ‚Zunder und Zartheit‘, DG Kunstraum 2025, Fotos: Gerald von Foris
Abb. 16: Poster Zunder und Zartheit, Gestaltung: Bernd Kuchenbeiser

Publikation zur Ausstellung
‚Ressource, Research, Reset‘
Architektonische Transformation sakraler Räume

Wir freuen uns, die begleitende Publikation zur aktuellen Ausstellung vorzustellen. 

Der Katalog der DG Nummer 161 erscheint begleitend zur Ausstellung ‚Ressource, Research, Reset – Architektonische Transformationen sakraler Räume‘, einer Kooperation mit dem Lehrstuhl für Entwerfen und Gestalten, Prof. Uta Graff, der Technischen Universität München (TUM)

Er dokumentiert die Entwürfe und Reflexionen der Studierenden des Lehrstuhls für Entwerfen und Gestalten der Technischen Universität München (TUM) und bietet vertiefende Einblicke in das Potenzial sakraler Räume im Wandel. Die Ausstellung ‚Ressource, Research, Reset‘ ist vom 10. April bis 5. Juni 2025 im DG Kunstraum zu sehen.

Hier finden Sie weitere Informationen zur Ausstellung.

Herausgeber*innen: Uta Graff, Benita Meißner, Dr. Ulrich Schäfert (1. Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst e.V.)
Texte: Uta Graff, Benita Meißner
Lektorat: Daniela Lange
Gestaltung: Bernd Kuchenbeiser Projekte
Druck und Bindung: DZA Druckerei zu Altenburg

1.Auflage 2025
ISBN 978–3‑932322–64‑8

15 Euro

Ab sofort erhältlich im DG Kunstraum oder bestellbar bei Manuela Baur unter info@dg-kunstraum.de

Ein Projekt in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Entwerfen und Gestalten der TUM.

Mit freundlicher Unterstützung des Vereins Ausstellungshaus für christliche Kunst e.V., München. 

T‑Shirt
Carsten Fock
‚Be the Reason…‘
Erhältlich im DG Kunstraum

Die T‑Shirts von Carsten Fock in violett sind endlich wieder da – passend zur Passionszeit, die die gleiche Farbe trägt!

Carsten Fock
,Be the reason someone feels welcomed, seen, heard, valued, loved and supported‘, 2022

T‑Shirt in violett und weiss
€ 75,-

Nur solange der Vorrat reicht

In Zeiten wie diesen, in denen wir dringend mehr Wärme und Verständnis füreinander brauchen, erinnert uns das T‑Shirt an diese wunderschöne Botschaft:
„Be the reason someone feels welcomed, seen, heard, valued, loved and supported.”

Seit Corona haben wir alle große Lebensveränderungen erfahren. So auch unser lieber Freund und Künstler Carsten Fock, der auf dem besten Weg ist, ein besserer Mensch zu werden. Wie konkret? hat er sich gefragt und es in seiner bekannten Typografie auf den Punkt gebracht.

Foto: Carsten Fock