sichtbar. verknüpft. frei. ist eine Einladung, das Jubiläum der GEDOK zu feiern und aktuelle Künstlerinnen aus München und ganz Deutschland zu entdecken. An drei Orten entsteht ein vielschichtiger Resonanzraum für weibliche Perspektiven in der Kunst: Die Rathausgalerie zu Gast im DG Kunstraum, das MaximiliansForum und die galerieGEDOKmuc zeigen 30 Künstlerinnen – und eine Geschichte, die Zukunft schreibt – zeitgenössisch, interdisziplinär, mit Haltung. Zwischen Netzwerken und Nadelspitzen, Klangkörpern und Körperbildern, Performance und Poesie geht es um Sichtbarkeit und die Freiheit im Denken, im Machen, im Zeigen. Neun Wochen lang trifft künstlerische Energie auf Öffentlichkeit – mit Ausstellungen, Kunstspaziergängen, Gesprächen, Performances und offenen Formaten. Ein Jahrhundert GEDOK – und wir fangen gerade erst an.
Weitere Ausstellungsorte 24.4.26 – 28.6.26 galerieGEDOKmuc 30.4.26 – 11.6.26 MaximiliansForum
Programm Donnerstag, 16.4.2026, 19 Uhr Eröffnung Veranstaltung wird in Deutsche Gebärdensprache übersetzt
Dienstag, 21.4.2026, 19 Uhr Musikperformance Anna Heller ‚Ungehörte Stimmen‘ Klaviermusik mit Textfragmenten
Mittwoch, 6.5.2026, 17 bis 19 Uhr Kunstbowle Get-Together mit Bowle und Snacks für Austausch und Kunsteinblicke mit Julia Richter
Samstag, 9.5.2026, 14 bis 17 Uhr Stick-Workshop mit Pezi Novi (Anmeldung unter rathausgalerie@muenchen.de) ‚Knit or Knot‘ von Julia Richter und Karen Modrei (ohne Anmeldung)
Führung durch die Ausstellung Dienstag, 19.5.2026, 19 Uhr mit Benita Meißner, DG Kunstraum und Annika Schoemann, Kuratorin
Mittwoch, 20.5.2026, 19 Uhr Sichtbar und frei?! Frauen in Kirche und Gesellschaft Sichtbarkeit und Zwänge von Frauen in Kirche und Gesellschaft von Maria Magdalena bis zur Rolle der Frauen heute. Referentinnen: Dr. Annette Jantzen, Theologin, und Henriette Hufgard, Philosophin und Kunsthistorikerin Veranstaltende: Domberg-Akademie, FB Katechese und Evangelisierung und FB Kunstpastoral Erzdiözese München und Freising, GEDOKmuc
Donnerstag, 11.6.2026, 18 Uhr Finissage mit Performance Simone Fezer ‚new flesh‘ Sound Ele Runge
WEITERES ANGEBOT Kunsthappen immer mittwochs, 12 bis 14 Uhr im Zeitraum 22.4. bis 20.5.2026 Kurze Einblicke in die Ausstellung für die Mittagspause mit Julia Richter. ohne Anmeldung
Workshops für Gruppen ab 6 Personen (10 bis 16 Jahre) Anfragen und Terminkoordination: info@dg-kunstraum.de
Bitte kontaktieren Sie uns bei Nachfragen zu Text- oder Bildmaterial telefonisch unter +49 89 282548 oder per E‑Mail unter info@dg-kunstraum.de
Der DG Kunstraum lädt herzlich zur Kunstbowle im Ausstellungsraum ein. Im Rahmen der Ausstellung ‚sichtbar. Verknüpft. frei.‘ kommen die Gäst*innen mit Julia Richter zusammen und erhalten bei Bowle und Snacks Einblicke in die Ausstellung sowie Gelegenheit zum Austausch.
Die Ausstellung ist eine Einladung, das 100 jährige Jubiläum der GEDOK zu feiern und aktuelle Künstlerinnen aus München und ganz Deutschland zu entdecken.
An drei Orten entsteht ein vielschichtiger Resonanzraum für weibliche Perspektiven in der Kunst: Die Rathausgalerie zu Gast im DG Kunstraum, das MaximiliansForum und die galerieGEDOKmuc zeigen 30 Künstlerinnen – und eine Geschichte, die Zukunft schreibt – zeitgenössisch, interdisziplinär, mit Haltung. Zwischen Netzwerken und Nadelspitzen, Klangkörpern und Körperbildern, Performance und Poesie geht es um Sichtbarkeit und die Freiheit im Denken, im Machen, im Zeigen. Neun Wochen lang trifft künstlerische Energie auf Öffentlichkeit – mit Ausstellungen, Kunstspaziergängen, Gesprächen, Performances und offenen Formaten.
Im Rahmen der Munich Creative Business Week (mcbw), die von bayern design veranstaltet wird, finden vom 4. bis 10. Mai 2026 finden auf der mcbw unter dem Motto „Playground of Possibilities“, Ausstellungen, Installationen im öffentlichen Raum und Diskussionen statt.
In Kooperation mit GEDOK München e.V. entsteht ein Einblick in aktuelle künstlerische Positionen und Fragestellungen an der Schnittstelle von Kunst und Design mit der Ausstellung ‚sichtbar. verknüpft. frei‘
Chiaki Asanuma stellt feine Glasobjekte zwischen Kunst und Alltag aus, Susanne Elstner fertigt schwebende Broschen aus verkohltem Lärchenholz mit Silber, Pezi Novi stickt neue Muster und sich verbindende Liniengeflechte auf alte Materialien wie Küchenhandtücher, Kirsten Plank präsentiert zerlegbare Gesichterketten und Christine Ziegler transformiert Wolle zu kunstvollen Filzobjekten.
Großformatige Tuschezeichnungen montiert die Bildhauerin Nina Annabelle Märkl auf Kupferrohr zu vielschichtigen, offenen Skulpturen, während Susanne Thiemann wesenhafte Objekte aus Kunststoffschläuchen flicht und Janina Totzauer in ihren Installationen Modelle neuer Lebensformen aus Keramik erschafft.
Doris Bardong (Wiesbaden-Mainz) zeigt Fake-Taschenobjekte aus Keramik, Ragela Bertoldo (Reutlingen) inszeniert in ihrer Fotografie die Frau als Chamäleon, Renata Brink (Berlin) präsentiert handgewebte abstrakte Objekte, Claudia Christoffel (Bremen) setzt sich in ihrer Sound-Installation mit Gewalt gegen Frauen auseinander und lädt ein zur spontanen Demonstration, Jenny Fässler-Obermeyer (Reutlingen) malt Frauen im Alter, Simone Fezer (Hamburg) installiert eine raumgreifende Arbeit aus Nylonstrümpfen, Emese Kazar (Bremen) nimmt in ihrer Malerei Bezug auf Valie Export und Helga Schwalt-Scherer (Frankfurt) lässt einen Petticoat aus NATO-Draht tanzen.
Am Samstag den 9. Mai hat der DG Kunstraum für den geführten Rundgang ‚spring and walk‘ von der Open Art Muc geöffnet!
An zwei Frühlings-Samstagen führen Rundgänge durch verschiedene Münchner Ausstellungsorte – auch in den DG Kunstraum. Die Tour wird von Dagmar Dengg geführt und startet um 14 Uhr am Kunstpavillon Im Alten Botanischen Garten, Sophienstr. 7a. Im Anschluss soll die Galerie an der Pinakothek der Moderne – Barbara Ruetz, sowie die Galerie Renate Bender besucht werden.
Im DG Kunstraum wird gemeinsam mit textilen Materialien gearbeitet! Vernetzendes, textiles Arbeiten mit Stick-Künstlerin Pezi Novi und dem offenen textilen Format ‚Knit or Knot‘ von Julia Richter und Karen Modrei. Der Workshop findet im Rahmen der Ausstellung ‚sichtbar. verknüpft. frei.‘ statt. Die Ausstellung ist eine Einladung, das 100 jährige Jubiläum der GEDOK zu feiern und aktuelle Künstlerinnen aus München und ganz Deutschland zu entdecken. Zwischen Netzwerken und Nadelspitzen, Klangkörpern und Körperbildern, Performance und Poesie geht es um Sichtbarkeit und die Freiheit im Denken, im Machen, im Zeigen. Neun Wochen lang trifft künstlerische Energie auf Öffentlichkeit – mit Ausstellungen, Kunstspaziergängen, Gesprächen, Performances und offenen Formaten.
An drei Orten entsteht ein vielschichtiger Resonanzraum für weibliche Perspektiven in der Kunst: Die Rathausgalerie zu Gast im DG Kunstraum, das MaximiliansForum und die galerieGEDOKmuc zeigen 30 Künstlerinnen – und eine Geschichte, die Zukunft schreibt – zeitgenössisch, interdisziplinär, mit Haltung.
Wir erleben eine Zeit, die gleichzeitig müde und aufgewühlt ist. Zwischen Krisen und Neubeginn, zwischen Rückblick und dem Drang nach vorn stellt sich eine einfache, aber grundlegende Frage:
Wie wollen wir leben?
Die Ausstellungen 2026 im DG Kunstraum verbinden unterschiedliche künstlerische Positionen durch ein gemeinsames Nachdenken über Verantwortung, Fürsorge und Widerstandskraft. Sie fragen, wie Heilung aussehen kann und untersuchen, was wir dem Zerstörerischen entgegensetzen können.
Es geht nicht um große Parolen, sondern um kleine Verschiebungen: Care statt Kontrolle, Wertschätzung statt bloßer Bewertung, Verbundenheit statt Verwertung. Fragmente der Hoffnung meint nicht fertige Lösungen. Es meint Versuche und Skizzen eines neuen Miteinanders.
Im Taumel der Gegenwart halten wir inne und suchen nach Formen von Zukunft.
100 Jahre Gedok – dieser Anlass wurde groß gefeiert! An drei Orten entstanden vielschichtige Resonanzräume für weibliche Perspektiven in der Kunst: Die Rathausgalerie zu Gast im DG Kunstraum, das MaximiliansForum und die galerieGEDOKmuc zeigten 30 Künstlerinnen – und eine Geschichte, die Zukunft schreibt – zeitgenössisch, interdisziplinär, mit Haltung.
Das Ende der Ausstellung ‚Sichtbar. Verknüpft. Frei‘ im DG Kunstraum zelebrieren wir mit Party und Musik von Simone Fezer ‚new flesh‘ Sound Ele Runge. Come as you are!!
Abb. 1–2: Simone Fezer, in the flesh 2.1(skins), 2022, Foto: Hayo Heye
Kunst braucht Freundinnen und Freunde, die es ermöglichen, Kunst für alle erlebbar zu machen. Werden Sie Mitglied im Verein der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst.
Jahresbeitrag: 50 Euro Fördernde Mitglieder: ab 60 Euro
Als Mitglied erhalten Sie Einladungen zu allen Ausstellungen und Veranstaltungen sowie eine kostenlose Jahresgabe. Ihre Mitgliedskarte gewährt Ihnen freien Eintritt in allen ADKV Institutionen deutschlandweit.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen gerne in der Geschäftsstelle in München Frau Baur.
Über uns
DG Kunstraum und die Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst
Der Kunstverein wurde 1893 als überregionale, gemeinnützige und unabhängige Kultureinrichtung gegründet. Wir stellen eine interdisziplinäre Werkstatt bereit, damit sich interessierte Menschen durch Bildende Kunst aber auch Musik, Wissenschaft, Architektur, Theologie oder Philosophie zu den Themen unserer Zeit austauschen können. Alle Aktivitäten des Vereins verbindet die Auseinandersetzung mit den existenziellen Fragen des Menschen. Im DG Kunstraum werden vier bis fünf Ausstellungen pro Jahr gezeigt, die von einem breiten Rahmenprogramm begleitet werden, darunter Künstler*innengespräche, Vortragsreihen, Konzerte und Lesungen. Künstler*innen werden auf vielfältige Weise vom Verein gefördert: Durch die Übernahme der Produktionskosten, Künstler*innenhonorare und Ausstellungspublikationen. Der Verein sucht bewusst den Kontakt zu anderen Institutionen für gemeinsame Veranstaltungen, Ausstellungskonzepte oder auch Wanderausstellungen.
Susanne Wagner, Schmerzpunkt künstlerische Installation zu sexualisierter Gewalt und Missbrauch geistlicher Autorität in der katholischen Kirche an 14 Orten in Würzburg
Es ist eine sehr schwere Aufgabe sich dem Thema Missbrauch künstlerisch anzunähern. Susanne Wagner tut dies über die Verbildlichung des Schmerzes. Sie bedient sich eines Bildes, welches wir aus dem medizinischen Bereich für Schmerzen kennen, die von einer Stelle des Körpers ausstrahlen. Schmerz wird in der Medizin – ob in Medizinbüchern oder auf Pharmazieverpackungen – meist über einen roten Punkt an bestimmten Körperstellen verbildlicht. Das Zeichen Schmerzpunkt entsteht durch eine rot gesprühte Markierung über einem Umhängekreuz. Dabei wird imaginär eine Stelle markiert, die sich im Bereich der Brust, bzw. des Herzens einer Person befindet. Entfernt man das Kreuz, zeichnet es sich als Leerstelle innerhalb der roten Markierung ab.
Die Intervention Schmerzpunkte versteht sich als Teil der Erinnerungskultur und damit als Beitrag zur Aufarbeitung. Sie ist Ausdruck der Anerkennung erlittenen Leids und mahnt Kirche und Gesellschaft, zu handeln und Missbrauch wirksam zu verhindern. Der Schmerzpunkt verzichtet bewusst auf weiterführende Informationen darüber, welche konkreten Erfahrungen angesprochen werden. Diese Leerstelle erhöht die Offenheit und Intensität der Intervention. Sie ist Ausdruck des Respekts vor individuellem Leid und vor den unterschiedlichen Weisen, wie Betroffene damit umgehen.
Die paradoxe Darstellung des Kreuzes – zugleich abwesend und anwesend – markiert den religiösen und kirchlichen Kontext. Indem der Schmerzpunkt mit dem Kirchenraum verschraubt oder auf eine Fassade gesprüht wird, wird institutionelle Verantwortung sichtbar gemacht.
Der „Schmerzpunkt“ ist während des Katholikentags an 14 Orten in Würzburg sichtbar. Zusätzlich liegen zentral in der Marienkapelle Plakate zum Mitnehmen aus. Unter dem Titel SCHMERZPUNKT steht „KEIN MENSCH SOLLTE EINEM ANDEREN MENSCHEN SO ETWAS ANTUN“.
Donnerstag, 14. Mai 2026, 16:30 bis 17:30 Uhr Vorplatz Dom St. Kilian, Domstraße 40 Gespräch: Susanne Wagner mit Kai Christian Moritz Moderation: Benita Meißner Musik: Milena Milatinova Ivanova
Sonya Schönberger Nägel. Vergangenheit erinnern Kunstinstallation in Stift Haug
Ausgangspunkt der Installation sind 13.000 Nägel, die aus Baracken der Zwangsarbeiter*innen in Berlin-Tempelhof stammen und bei einer archäologischen Grabung gefunden wurden. Sie stehen metaphorisch für die Anonymität der ausgebeuteten Menschen, deren Namen und Geschichten wir nicht kennen, die aber in allen deutschen Städten in der Zeit des Nationalsozialismus eingesetzt wurden. Auch in Würzburg wurden circa 9.000 Zwangsarbeiter*innen in Lagern inhaftiert und ausgebeutet.
Im Altarraum von Stift Haug entsteht ein Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Kunst und Kirchenraum, der Leiden, Opfer, Schuld und Verantwortung in eine lebendige Erinnerung ruft. Die Besucher*innen sind eingeladen, sich auf den Nägeln zu bewegen.
Öffnungszeiten: Do. 10:30 bis 22 Uhr Fr. 10:30 bis 19 Uhr Sa. 10:30 Uhr bis 16 Uhr
Frank Bölter, Think Tank, 2026 Partizipatives Kunstprojekt am Kiliansplatz
Donnerstag, 14. Mai 2026, 12 bis 18 Uhr Freitag, 15. Mai 2026, 10:30 bis 18 Uhr Samstag, 16 Mai 2026, 10:30 bis 16 Uhr
Aus dem Geschützrohr dieses Panzers wird nie ein Schuss fallen. Nachdem 2012 auf dem Gelände der Bundeswehr in Dresden der erste Panzer „LeORIGAMIpard 3“ als Kunstprojekt gefaltet wurde, unterstützt vom Bundesministerium der Verteidigung, taucht nun erneut ein Panzer aus Papier auf. Die Idee dazu stammt von Frank Bölter, Jahrgang 1969, ehem. Absolvent der Kunstakademie Münster, mit einem Papierschiff bereiste er schon Seen und Flüsse. Zuletzt hat er beim 375. Augsburger Hohen Friedensfest 2025 mit vielen Menschen das Haus des Friedens gebaut. Nun lädt er im Rahmen des Katholikentags Passant*innen dazu ein gemeinsam einen Panzer zu falten und dabei ins Gespräch zu kommen.
Was können wir tun, außer nach Gründen zu suchen und Anlässe zu kreieren, uns wieder auf den Plätzen und auf den Straßen zu versammeln, um uns wieder in die Augen zu schauen, um uns gemeinsam kräftebündelnd zu fragen, ob es miteinander vielleicht ganz anders gehen kann und um dies dann ebenso einfach zu versuchen? So kann dieses waghalsige, beinah unmögliche Vorhaben, gemeinsam diesen Papierpanzer zu falten, nur helfen, uns wieder in die Augen zu blicken und miteinander zu reden, anstatt übereinander bereits alles zu wissen.
Bestellen Sieeinen Teil unseres Falt-Projekts ‚Think tank‘ zusammen mit einer Falt-Anleitung für einen Mini-Panzer nach dem Katholikentag. Mit etwas Glück finden Sie in Ihrem Umschlag auch einen kleinen persönlichen Gruß des Künstlers Frank Bölter – lassen Sie sich überraschen!
‚Kunstfreiheit aushalten – Was kann die Kirche von der Kunst lernen?‘ Gespräch im Stift Haug vorbereitet von der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst
Freitag, 15. Mai 2026, ab 16:15 Uhr
Referent*innen: Dr. Johann Hinrich Claussen, Kulturbeauftragter, Kulturbüro des Rates der EKD Prof. Monika Grütters, Kulturstaatsministerin a.D. und ZdK-Mitglied, Münster Sonya Schönberger, Künstlerin, Berlin Susanne Wagner, Künstlerin, München
Moderation: Dr. Ulrich Schäfert, 1. Vorsitzender der DG sowie Dr. Guido Schlimbach, Kunststation St. Peter, Köln, Gesamtvorstand DG
Information zu Barrierefreiheit: Hilfen für Hörbehinderte
Der Kunstverein Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst fördert seit 1893 den Austausch von Künstler*innen, Theolog*innen und Kunstbegeisterte so nun auch durch die Mitgestaltung des Programms der bildenden Kunst auf dem Katholikentag. Wo treffen sich die Suchbewegungen der freien Kunst und der Kirchen? Welche gesellschaftliche Bedeutung kann diese haben? Welche Rolle spielt die Freiheit dabei? Und was können die Kirchen dabei lernen? Die Künstlerinnen Susanne Wagner und Sonja Schönberger berichten von ihren Erfahrungen und Erwartungen. Kulturstaatsministerin a.D. Prof. Monika Grütters und der Kulturbeauftragter der EKD Johann Hinrich Claussen bringen die Perspektive der Kirchen und der Kulturpolitik ein.
‚Hab Mut, steh auf!‘ Performanceprogramm am Kiliansplatz
Samstag, 16. Mai 2026, 13.30 bis 15.30
Maria Berauer…
nimmt das Publikum mit ihrer Stimme auf eine eindringliche Reise rund um das Thema Mutterschaft mit. …immer und immer wieder den eigenen Namen schreiben, mit roter Farbe auf weißem Tuch. Die Farbe enthält Menstruationsblut der Künstlerin, von ihren Freundinnen und deren Freundinnen. Eine Meditation über Identität, Sichtbarkeit und Sisterhood. Der Körper ist in ihrer Arbeit das wichtigste Material und Werkzeug. In ihn sind Erfahrungen und Emotionen eingeschrieben, aus ihm kann sie schöpfen wie aus einem sich ständig erweiternden Archiv. Mit Bewegung, Stimme und Sprache sucht sie Ausdruck für Themen, die in ihr arbeiten – auch unbequeme, schmerzhafte. Ausgangspunkt ist das Persönliche, das sich verdichtet und transformiert zu einer Essenz, die über das Individuelle hinausweist. Es ist ein gleichzeitiges In – mich – hinein und Aus – mir – heraus- gehen.
(*1982 in Regensburg) Sie lebt und arbeitet in München und hat an der Akademie der bildenden Künste München Medienkunst studiert. Sie bewegt sich künstlerisch in und zwischen den Bereichen Performance, Video, Installation, Klangerzeugung und Aktivismus und gründete 2015 mit Kat Petroschkat und Karo Knote das Performance-Kollektiv „The Hercules and Leo Case“. Zusätzlich ist sie auch als Dozentin für Performance, weitere künstlerische Sparten und Tanz tätig. https://mariaberauer.com/work/
Judith Egger…
gestaltet eine performative Demonstrations-Aktion als Gründungsmitglied der fiktiven United Holobiontic Protection Alliance: In einer meist nonverbalen Manifest-Performance verleiht sie den Anliegen der Holobionten Ausdruck und wirbt für eine verantwortungsvolle, verbundene Beziehung zu allem Lebendigen. Das Motto ‚Hab Mut! Steh auf!‘ erscheint in diesem Kontext als besonders geeignet, da die Intention der Demonstrationsaktion darin besteht, einen künstlerischen Impuls zu setzen, der auf non-verbale, anarchische, ernste und zugleich humorvolle Weise aufrüttelt, berührt und Neugier weckt. Im Kern ihrer künstlerischen Auseinandersetzung steht die Frage danach, woher wir kommen, wie das Leben begann und was es ist, das alles Lebendige antreibt.
Egger (*1973) absolvierte eine Ausbildung zur Holzschnitzerin in Oberammergau und studierte Kommunikationsdesign an der FH Augsburg sowie am Royal College of Art in London. Unkontrolliertes organisches Wachstum, parasitäre Organismen und radikale Transformationsprozesse gehören zu ihren Forschungsgebieten – seit 2004 recherchiert sie unter anderem als Direktorin des parasitären Instituts für Hybristik und empirische Schwellkörperforschung die alles antreibende Lebenskraft, die Schwellkraft, die jedem Organismus innewohnt und die der Mensch in letzter Konsequenz nicht kontrollieren kann. Sie plädiert für eine neue Beziehung mit allem Lebendigen, welche nicht von Dominanz, Trennung und Unterwerfung geprägt ist, sondern vom Wissen über die gegenseitige Abhängigkeit und von tiefer Verbundenheit. Dabei bewegt sie sich mit Vorliebe in den Grenzbereichen von bildender Kunst, Installation und Performance.
Ruth Geiersberger…
lädt Anwesende dazu ein mit dem ‚Andachtsquadrat‘, gemeinsam ins Schweigen zu finden und vom Zuhören ins bewusste Horchen überzugehen – gelegentlich begleitet von Tönen und Jodeln. „Was sollen wir tun und wohin tragen wir unsere Fragen?“ – Ein Zitat aus dem Gedicht von Hilde Domin, welches die Herangehensweise der Künstlerin einfängt. In ihrem einzigartigen Stil verbindet sie Performance, Gesang und Beobachtung, um eine Mischung aus Nachdenklichkeit, Traurigkeit, Wahnsinn, Humor und Schönheit zu schaffen.
Sie lebt und arbeitet in München. Performerin, Sprecherin, Schauspielerin, Beobachterin. Ausbildung in München, Berlin und Paris. Sie lenkt ihren Blick auf die kleinen Dinge des Lebens und entdeckt darin absurde Zusammenhänge. Seit vielen Jahren ist sie als umtriebige Performerin an den merkwürdigsten Orten anzutreffen. Seit 1990 entwickelt sie Projekte, die sie auch Verrichtungen nennt, im Bereich theatraler Performance und szenischer Installation, die sie mit Hilfe von Projektförderungen und Stipendien vor allem des Kulturreferates der LH München realisieren konnte und kann. 2023 ausgezeichnet mit dem Theaterpreis 2023 der Stadt München. www.verrichtungen.de
Béla Juttner…
verbindet in seiner Kunst den Werdegang als Tänzer, Choreograph und Modedesigner zu einer Art Gesamtkunstwerk. Thematisch setzt er sich in seinen Arbeiten mit Machtverhältnissen, gesellschaftlichen Strukturen und der Freiheit des Einzelnen auseinander. Am Kiliansplatz lädt er die Besucher*innen ein, auf einem großen, textilen Buch zur Ruhe zu kommen oder dieses kollektiv mitzugestalten.
(*1997 in München ) Er absolvierte 2021 seinen Master in Modedesign an der Royal Academy of Fine Arts Antwerpen und schloss 2025 sein Kunststudium bei Peter Kogler in München ab. 2024 erhielt er den Leonhard-und-Ida-Wolf-Preis, 2025 den Debütantenpreis sowie den Preis Junge Kunst. Ausgestellt wurden seine Arbeiten u. a. in München, Belgien und Paris. In seiner künstlerischen Arbeit spielen Gattungsgrenzen kaum noch eine Rolle; die Übergänge von Installation, Performance, Mode, Design, Malerei und Film sind fließend. Seine Performances thematisieren Körperverwandlungen, Häutung und Auflösung von Geschlechtsidentitäten. Die Erfahrungen der Arbeit am und mit dem eigenen Körper durch seine Ballettausbildung sowie während des Modedesignstudiums verschränkt Béla Juttner in seinem Kunststudium mit gesellschaftlichen Fragestellungen.
Wer führt besser durch eine Ausstellung als eine Kuratorin? Zwei Kuratorinnen!
Die Kuratorin des DG Kunstraums Benita Meißner und die Kuratorin Annika Schoenmann führen am Dienstag, den 19. Mai um 19 Uhr gemeinsam durch die Ausstellung ‚sichtbar. verknüpft. frei.‘.
‚sichtbar. verknüpft. frei.‘ ist eine Einladung, das 100 jährige Jubiläum der GEDOK zu feiern und aktuelle Künstlerinnen aus München und ganz Deutschland zu entdecken. An drei Orten entsteht ein vielschichtiger Resonanzraum für weibliche Perspektiven in der Kunst: Die Rathausgalerie zu Gast im DG Kunstraum, das MaximiliansForum und die galerieGEDOKmuc zeigen 30 Künstlerinnen – und eine Geschichte, die Zukunft schreibt – zeitgenössisch, interdisziplinär, mit Haltung.
Zwischen Netzwerken und Nadelspitzen, Klangkörpern und Körperbildern, Performance und Poesie geht es um Sichtbarkeit und die Freiheit im Denken, im Machen, im Zeigen. Neun Wochen lang trifft künstlerische Energie auf Öffentlichkeit – mit Ausstellungen, Kunstspaziergängen, Gesprächen, Performances und offenen Formaten.
Weitere Informationen oder Anmeldung zur Führung erhalten Sie unter info@dg-kunstraum.de