DG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum DiskursGegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs Gegenwart

Fast eine Tonne: Atemraum
Gruppenausstellung mit Performances
19. Juni bis 13. August 2026

Künstler*innen
Afra Dopfer
Carsten Fock
Alexander Gerner 
Janna Jirkova
Sara Mayoral Jimenez
Daiki Kimoto
Christoph Lammers
Jin Lee
Susanne Wagner
Benjamin Zuber

Lesung 
Eva-Maria Braun

Die Gruppenausstellung ‚ Fast eine Tonne. Atemraum‘ erforscht das Atmen als Ursprung und Grenze des Daseins durch künstlerische Setzungen. Jedes Einatmen ist ein Beginn, jedes Ausatmen ein Loslassen. Zeitgenössische Künstler*innen aus Bayern machen diesen unsichtbaren Prozess auf unterschiedliche Weise erfahrbar. Der Atem wird zum Denkraum, in dem Körper und Welt, Innen und Außen, Ich und Anderes unaufhörlich ineinander übergehen. Der Atem ist ein ewig währendes Symbol für Geist und Seele. Die antiken Götter machten damit Pygmalions Skulptur Galathea lebendig, auch in der Schöpfungsgeschichte hat Gott dem Menschen den Odem des Lebens eingehaucht, aber auch Buddha nutzte den Atem, um durch Meditation Erleuchtung zu erlangen. Atem ist auch eine Metapher für Vergänglichkeit, Leben und Tod – denn er kann erlöschen. Aber wie kann so etwas Flüchtiges, Feinmaterielles dargestellt werden?

Luft ist existenziell für alles Lebendige auf der Welt. Sie ist überall, dabei unsichtbar und flüchtig, buchstäblich nicht zu begreifen. Die Darstellung von Luft gehört spätestens seit der Renaissance zu den künstlerischen Herausforderungen. Ihr stellte sich besonders die Malerei. Luft als Werkstoff hingegen ist ein relativ junges Phänomen in der Kunst. Seit der Moderne streben Künstlerinnen die künstlerische Aneignung der Welt wie auch ihre Entgrenzung und Transformation an. Es erscheint deshalb nur folgerichtig, dass sie sich der Luft nicht nur als Idee, sondern auch als Material zuwandten. Luft wird nicht mehr nur als Wind, Wolken, Nebel, Dampf, Rauch oder Atem abgebildet, sondern bewusst als Medium eingesetzt. 

Die Ausstellung Fast eine Tonne. Atemraum wird von einem Begleitprogramm flankiert, das neben Einblicken in Atemmeditation und Bewegung auch den medizinischen Aspekt des ‚richtigen Atmens vorstellen wird. Das Team des DG Kunstraums lädt zu einem buchbaren Kinderworkshop ein und thematischen Führungen durch die Ausstellung.

Programm

Eröffnung
Donnerstag, 18. Juni 2026, 18 bis 21 Uhr
19 Uhr
Performance ‚Becoming‘
Alexander Gerner, Christoph Lammers, Jin Lee
19:30 Uhr
Begrüßung und Einführung
Dr. Uli Schäfert, Vorstand DG
Benita Meißner, Kuratorin

Atemmeditation 
Kurt Horz, Anmeldung unter info@dg-kunstraum.de
Freitag, 3./10./17. Juli 2026, 8:30 bis 10 Uhr

Wissenschaft und Kunst im Dialog
PD Dr. Hendrik Müller
Mi. 24. Juni 2026, 19 Uhr

DG Kunstpreis Verleihung an Susanne Wagner
Dienstag, 7. Juli 2026, 19 Uhr

Lesung und Aperó
Eva-Maria Braun
Samstag, 11. Juli 2026, 18 Uhr

Ausstellungsführung 
Dienstag, 22. Juli 2026, 19 Uhr
Dienstag, 4. August 2026, 19 Uhr

Finissage mit Musik
Donnerstag, 13. August 2026, 19 Uhr

Ort:
DG Kunstraum Diskurs Gegenwart
Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst e.V.
Finkenstraße 4
80333 München

Öffnungszeiten:
Di. bis Fr. 12 bis 18 Uhr


Weitere Informationen finden Sie unter www​.dg​-kunstraum​.de. Bitte kontaktieren Sie uns bei Nachfragen zu Text- oder Bildmaterial telefonisch unter +49 89 282548 oder per E‑Mail unter presse@dg-kunstraum.de

Abb.1–8.: Ausstellungsansicht ‚Fast eine Tonne‘, DG Kunstraum 2026, Fotos: Gerald von Foris

Fast eine Tonne: Atemraum‘
Kuratorinnenführung durch die Ausstellung
Dienstag, 22. Juli 2026, 19 Uhr
Dienstag, 4. August 2026, 19 Uhr

Im Rahmen der Ausstellung ‚Fast eine Tonne: Atemraum‘ lädt der DG Kunstraum zu einer Ausstellungsführung mit der Kuratorin Benita Meißner ein. Dabei gibt es die Möglichkeit, gemeinsam durch die Ausstellung zu gehen und über die gezeigten Arbeiten ins Gespräch zu kommen.

Die Gruppenausstellung reflektiert das Atmen als Ursprung und Grenze des Daseins durch künstlerische Setzungen. Zehn künstlerische Positionen setzen sich auf unterschiedliche Weise mit Luft, Atem und körperlicher Wahrnehmung auseinander.

Die Kunst versucht seit Jahrhunderten, das Unsichtbare und Flüchtige der Luft sichtbar zu machen. Während Luft lange vor allem als Motiv erschien – etwa als Wind, Wolke, Nebel, Dampf, Rauch oder Atem –, wird sie in der Moderne zunehmend selbst zum Material künstlerischer Arbeit. Zeitgenössische Positionen machen diesen unsichtbaren Prozess auf unterschiedliche Weise erfahrbar und eröffnen mit dem Atem einen Denkraum zwischen Körper und Welt, Innen und Außen, Ich und Anderem.

Abb.: Ausstellungsansicht ‚Fast eine Tonne‘, DG Kunstraum 2026, Foto: Gerald von Foris

Fast eine Tonne: Atemraum‘
Atemmeditationen
Freitag, 3./10./17. Juli 2026
8:30 bis 10 Uhr

Im Rahmen der Ausstellung ‚Fast eine Tonne: Atemraum‘ lädt der DG Kunstraum zu einer Atemmeditation mit dem Meditationsleiter Kurt Horz ein. Die Gruppenausstellung setzt sich mit Luft, Atem und körperlicher Wahrnehmung auseinander und fragt nach dem Verhältnis von Körper, Raum und Umgebung.

Die Meditation findet zwischen den ausgestellten Arbeiten statt und eröffnet einen besonderen Zugang zur Ausstellung. Durch Atem- und Wahrnehmungsübungen entsteht ein ruhiger gemeinsamer Erfahrungsraum, in dem sich die Themen der Ausstellung auf körperlicher Ebene erleben lassen.

Abb.: Ausstellungsansicht ‚Fast eine Tonne: Atemraum‘, DG Kunstraum 2025, Foto: Daiki Kimoto

Vorschau
Erdanziehung
Judith Neunhaeuserer & Lukas Kindermann
in Kooperation mit dem Digital Art Space

Ausstellung von Fr, 18. September bis Do, 12. November 2026
Eröffnung Do, 17. September 2026

Die Ausstellung ‚Erdanziehung‘ bringt zwei künstlerische Positionen zusammen, die Schwerkraft als poetische wie physikalische Kraft verhandeln. Lukas Kindermann arbeitet an der Schnittstelle von Kunst, Technologie und Natur und nutzt 3D-Duplikate, maschinelle Zeichnungen, Video und installative Setzungen, um scheinbar stabile Ordnungen ins Schweben zu bringen. In Vitrinen verknüpft der Künstler Archivalien sowie künstlerische Werke und schafft ein ungewöhnliches Narrativ.

Judith Neunhäuserer legt naturwissenschaftliche Ansätze und mythische Anteile unterschiedlicher historischer Kosmologien frei und arbeitet medienübergreifend mit Installation, Video, Zeichnung und Text. Ausgehend von Erdgeschichte, Expeditionen und geologischen Spuren fragt sie nach der Verletzlichkeit des Planeten und der zeitlichen Tiefe des Bodens, auf dem wir stehen. 

 In ‚Erdanziehung‘ begegnen sich Kindermanns spekulative Bildräume und Neunhäuserers forschende Materialstudien als dialogische Versuchsanordnung: Zwischen Fall und Schwebe, Gewicht und Leere, Vermessung und Fiktion entsteht ein Raum, in dem Schwerkraft als existenzielles Erfahrungsfeld neu verhandelt wird.

Programm
Eröffnung 
Donnerstag, 17. September 2026, 18 bis 21 Uhr
19:30 Uhr
Begrüßung und Einführung
Dr. Manuela Klauser, Vorstand DG
Benita Meißner, Kuratorin

Digital Art Space 
Eröffnung Do, 17. September 2026, 18 bis 21 Uhr
18:30 Uhr
Begrüßung und Einführung
Dr. Karin Wimmer

Künstlergespräch
Mittwoch, 28. Oktober 18 Uhr
Mit Gang zum Digital Art Space

Ausstellungsrundgang 
Dienstag, 29. September 2026, 19 Uhr
Dienstag, 20. Oktober  2026, 19 Uhr

Finissage mit Musik
Donnerstag, 17. September 2026

Ort: Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst e.V., Finkenstraße 4, 80333 München

Fast eine Tonne: Atemraum‘
Finissage mit Musik
Donnerstag, 13. August 2026
18 bis 20 Uhr

Der DG Kunstraum lädt herzlich zur Finissage von ‚Fast eine Tonne: Atemraum‘ ein. Bei kühlen Getränken und Musik lassen wir die vergangenen Ausstellungswochen gemeinsam ausklingen.

Die Ausstellung ‚Fast eine Tonne: Atemraum‘ widmete sich dem Atmen als Ursprung und Grenze des Daseins. Unterschiedliche künstlerische Positionen setzten sich mit Luft, Atem und körperlicher Wahrnehmung auseinander und machten diesen meist unsichtbaren Prozess auf vielfältige Weise erfahrbar.

AUS-ATEM‘
Zum Abschluss der Ausstellung präsentiert Wolfrik Fischer eine besondere Klangperformance, die das Atmen – insbesondere das Ausatmen – in den Mittelpunkt stellt. Der interdisziplinäre Künstler arbeitet seit mehr als drei Jahrzehnten im multimedialen Bereich und ist stets auf der Suche nach neuen Perspektiven. Er entwickelt ein musikalisches Ritual des Übergangs: Während das Einatmen den Auftakt der Ausstellung markierte und den Beginn eines Zyklus symbolisierte, wird das Ausatmen nun zum Moment des Loslassens – all dessen, was sich im Verlauf der vergangenen Wochen angesammelt hat.

Ausatmen lässt Altes zurück und schafft Raum für Neues – ohne Ausatmen ist kein weiteres Einatmen möglich. Die Besucher*innen der Finissage sind eingeladen, sich zu Beginn des Stückes aktiv zu beteiligen und gemeinsam mit Wolfrik Fischer den Atem als gemeinsames Medium der Erfahrung zu erkunden.

Ort: DG Kunstraum Diskurs Gegenwart, Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst e.V., Finkenstraße 4, 80333 München

Abb. Ausstellungsansicht: ‚Fast eine Tonne: Atemraum‘ 

Kunstfreiheit aushalten – Was kann die Kirche von der Kunst lernen?‘
104. Katholikentag Würzburg

Freitag, 15. Mai 2026, ab 16:15 Uhr

Referent*innen:
Dr. Johann Hinrich Claussen, Kulturbeauftragter, Kulturbüro des Rates der EKD
Prof. Monika Grütters, Kulturstaatsministerin a.D. und ZdK-Mitglied, Münster
Sonya Schönberger, Künstlerin, Berlin
Susanne Wagner, Künstlerin, München

Moderation:
Dr. Ulrich Schäfert, 1. Vorsitzender der DG sowie
Dr. Guido Schlimbach, Kunststation St. Peter, Köln, Gesamtvorstand DG

Der Kunstverein Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst fördert seit 1893 den Austausch von Künstlerinnen, Theologinnen und Kunstbegeisterte so nun auch durch die Mitgestaltung des Programms der bildenden Kunst auf dem Katholikentag. Wo treffen sich die Suchbewegungen der freien Kunst und der Kirchen? Welche gesellschaftliche Bedeutung kann diese haben? Welche Rolle spielt die Freiheit dabei? Und was können die Kirchen dabei lernen? Die Künstlerinnen Susanne Wagner und Sonja Schönberger berichten von ihren Erfahrungen und Erwartungen. Kulturstaatsministerin a.D. Prof. Monika Grütters und der Kulturbeauftragter der EKD Johann Hinrich Claussen bringen die Perspektive der Kirchen und der Kulturpolitik ein.

Hab Mut, steh auf!‘
Performanceprogramm am Kiliansplatz
104. Katholikentag Würzburg

Maria Berauer…

…nimmt das Publikum auf eine eindringliche Reise rund um das Thema Mutterschaft mit. … „Maria, Maria, Maria…“ immer und immer wieder den eigenen Namen schreiben, mit roter Farbe auf weißem Tuch. Die Farbe enthält Menstruationsblut der Künstlerin, von ihren Freundinnen und deren Freundinnen. Eine Meditation über Identität, Sichtbarkeit und Sisterhood. 

Maria Berauer (*1982 ) lebt und arbeitet in München. Ausgangspunkt ihrer künstlerischen Praxis ist der eigene Körper als Ressource für Selbstausdruck und Widerstand. In Performances, Videoinstallationen und Soundarbeiten wird dieser weibliche Körper zum Handlungs- und Erfahrungsraum an der Schnittstelle von biografischen und gesellschaftspolitischen Fragestellungen nach Identität, Geschlechterrollen, Machtstrukturen und Tabus. Durch die unmittelbare Präsenz leiblicher und klanglicher Äußerungen bahnen sich Emotionen, Affekte, Unsagbares und implizites Wissen Wege und erzeugen spürbare Resonanzfelder. Seit ihrem Studium der Medienkunst an der Akademie der bildenden Künste München, der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe und der Faculdad de Bellas Artes Granada, werden ihre Arbeiten international in unterschiedlichen Kontexten gezeigt. Sie ist Gründungsmitglied des Performance Kollektivs The Hercules and Leo Case und seit 2021 Stipendiatin der Erwin und Gisela von Steiner Stiftung in den Otto – Steidle – Ateliers München.

Judith Egger

…gestaltet eine performative Demonstrations-Aktion als Gründungsmitglied der fiktiven United Holobiontic Protection Alliance: In einer meist nonverbalen Manifest-Performance verleiht sie den Anliegen der Holobionten Ausdruck und wirbt für eine verantwortungsvolle, verbundene Beziehung zu allem Lebendigen. Das Motto ‚Hab Mut! Steh auf!‘ erscheint in diesem Kontext als besonders geeignet, da die Intention der Demonstrationsaktion darin besteht, einen künstlerischen Impuls zu setzen, der auf non-verbale, anarchische, ernste und zugleich humorvolle Weise aufrüttelt, berührt und Neugier weckt. Im Kern ihrer künstlerischen Auseinandersetzung steht die Frage danach, woher wir kommen, wie das Leben begann und was es ist, das alles Lebendige antreibt.

Egger (*1973) absolvierte eine Ausbildung zur Holzschnitzerin in Oberammergau und studierte Kommunikationsdesign an der FH Augsburg sowie am Royal College of Art in London. Unkontrolliertes organisches Wachstum, parasitäre Organismen und radikale Transformationsprozesse gehören zu ihren Forschungsgebieten – seit 2004 recherchiert sie unter anderem als Direktorin des parasitären Instituts für Hybristik und empirische Schwellkörperforschung die alles antreibende Lebenskraft, die Schwellkraft, die jedem Organismus innewohnt und die der Mensch in letzter Konsequenz nicht kontrollieren kann. Sie plädiert für eine neue Beziehung mit allem Lebendigen, welche nicht von Dominanz, Trennung und Unterwerfung geprägt ist, sondern vom Wissen über die gegenseitige Abhängigkeit und von tiefer Verbundenheit. Dabei bewegt sie sich mit Vorliebe in den Grenzbereichen von bildender Kunst, Installation und Performance. 

Ruth Geiersberger

…lädt Anwesende dazu ein mit dem ‚Andachtsquadrat‘, gemeinsam ins Schweigen zu finden und vom Zuhören ins bewusste Horchen überzugehen – gelegentlich begleitet von Tönen und Jodeln. „Was sollen wir tun und wohin tragen wir unsere Fragen?“ – Ein Zitat aus dem Gedicht von Hilde Domin, welches die Herangehensweise der Künstlerin einfängt. In ihrem einzigartigen Stil verbindet sie Performance, Gesang und Beobachtung, um eine Mischung aus Nachdenklichkeit, Traurigkeit, Wahnsinn, Humor und Schönheit zu schaffen.

Sie lebt und arbeitet in München. Performerin, Sprecherin, Schauspielerin, Beobachterin. Ausbildung in München, Berlin und Paris. Sie lenkt ihren Blick auf die kleinen Dinge des Lebens und entdeckt darin absurde Zusammenhänge. Seit vielen Jahren ist sie als umtriebige Performerin an den merkwürdigsten Orten anzutreffen. Seit 1990 entwickelt sie Projekte, die sie auch Verrichtungen nennt, im Bereich theatraler Performance und szenischer Installation, die sie mit Hilfe von Projektförderungen und Stipendien vor allem des Kulturreferates der LH München realisieren konnte und kann. 2023 ausgezeichnet mit dem Theaterpreis 2023 der Stadt München. www​.verrichtungen​.de

Béla Juttner

…verbindet in seiner Kunst den Werdegang als Tänzer, Choreograph und Modedesigner zu einer Art Gesamtkunstwerk. Thematisch setzt er sich in seinen Arbeiten mit Machtverhältnissen, gesellschaftlichen Strukturen und der Freiheit des Einzelnen auseinander. 

(*1997 in München ) Er absolvierte 2021 seinen Master in Modedesign an der Royal Academy of Fine Arts Antwerpen und schloss 2025 sein Kunststudium bei Peter Kogler in München ab. 2024 erhielt er den Leonhard-und-Ida-Wolf-Preis, 2025 den Debütantenpreis sowie den Preis Junge Kunst. Ausgestellt wurden seine Arbeiten u. a. in München, Belgien und Paris. In seiner künstlerischen Arbeit spielen Gattungsgrenzen kaum noch eine Rolle; die Übergänge von Installation, Performance, Mode, Design, Malerei und Film sind fließend. Seine Performances thematisieren Körperverwandlungen, Häutung und Auflösung von Geschlechtsidentitäten. Die Erfahrungen der Arbeit am und mit dem eigenen Körper durch seine Ballettausbildung sowie während des Modedesignstudiums verschränkt Béla Juttner in seinem Kunststudium mit gesellschaftlichen Fragestellungen.

Abb. 1–2: Maria Berauer, “Maria, Maria, Maria…“, 2026, Fotos: Team DG
Abb. 3–4: Judith Egger, Performance: United Holobiontic Protection Alliance, 2026, Fotos: Team DG
Abb. 5–6: Ruth Geiersberger, Andachtsquadrat, 2026, Fotos: Team DG
Abb. 7–8: Béla Jutter, Tanzperformance, 2026, Fotos: Team DG

Frank Bölter
Think Tank
Partizipatives Kunstprojekt am Kiliansplatz
104. Katholikentag Würzburg

Aus dem Geschützrohr dieses Panzers wird nie ein Schuss fallen. Nachdem 2012 auf dem Gelände der Bundeswehr in Dresden der erste Panzer „LeORIGAMIpard 3“ als Kunstprojekt gefaltet wurde, unterstützt vom Bundesministerium der Verteidigung, taucht nun erneut ein Panzer aus Papier auf. Die Idee dazu stammt von Frank Bölter, Jahrgang 1969, ehem. Absolvent der Kunstakademie Münster, mit einem Papierschiff bereiste er schon Seen und Flüsse. Zuletzt hat er beim 375. Augsburger Hohen Friedensfest 2025 mit vielen Menschen das Haus des Friedens gebaut. Nun lädt er im Rahmen des Katholikentags Passant*innen dazu ein gemeinsam einen Panzer zu falten und dabei ins Gespräch zu kommen.

Was können wir tun, außer nach Gründen zu suchen und Anlässe zu kreieren, uns wieder auf den Plätzen und auf den Straßen zu versammeln, um uns wieder in die Augen zu schauen, um uns gemeinsam kräftebündelnd zu fragen, ob es miteinander vielleicht ganz anders gehen kann und um dies dann ebenso einfach zu versuchen? So kann dieses waghalsige, beinah unmögliche Vorhaben, gemeinsam diesen Papierpanzer zu falten, nur helfen, uns wieder in die Augen zu blicken und miteinander zu reden, anstatt übereinander bereits alles zu wissen. 

Bestellen Sie einen Teil unseres Falt-Projekts ‚Think tank‘ zusammen mit einer Falt-Anleitung für einen Mini-Panzer nach dem Katholikentag. Mit etwas Glück finden Sie in Ihrem Umschlag auch einen kleinen persönlichen Gruß des Künstlers Frank Bölter – lassen Sie sich überraschen!

Abb. 1–2: Frank Bölter, Think Tank, 2026, Fotos: Team DG

Zeigt euch eure Wunde
Debatten um die Kunstfreiheit
Dokumentation

Im Rahmen der Veranstaltung ‚Zeigt euch eure Wunde. Debatten um die Kunstfreiheit‘ im Januar 2026 berichten Gäste aus Kunst, Wissenschaft, Politik und Kulturförderung von ihren beruflichen und persönlichen Erfahrungen mit der Kunstfreiheit.

Im ersten von zwei Podien kamen der Kunsthistoriker Dr. Wolfgang Ullrich, die Künstlerinnen Angela Stiegler und Cana Bilir-Meier sowie der Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Christoph Möllers miteinander ins Gespräch.

Im zweiten von zwei Podien trafen die Künstlerin Melisa Kujević, Ralf Homann, Mitglied des Vorstands des Deutschen Künstlerbundes sowie der Münchner Stadtrat David Süß aufeinander.

Durch den gesamten Nachmittag führte Moritz Holfelder, Kulturjournalist, Autor und langjähriger Radioredakteur

Veranstaltet von der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst e.V. und dem BBK München und Oberbayern am 31. Januar 2026 in der Galerie der Künstler*innen in München.

Videoaufnahme und Schnitt: Yannic Kiefer

Website: https:/www.dg-kunstraum.de/

Instagram: https://​www​.instagram​.com/​d​g​_​k​u​n​s​t​r​a​um/

Sonya Schönberger
Nägel. Vergangenheit erinnern
Kunstinstallation in Stift Haug
104. Katholikentag Würzburg

Ausgangspunkt der Installation sind 13.000 Nägel, die aus Baracken der Zwangsarbeiter*innen in Berlin-Tempelhof stammen und bei einer archäologischen Grabung gefunden wurden. Sie stehen metaphorisch für die Anonymität der ausgebeuteten Menschen, deren Namen und Geschichten wir nicht kennen, die aber in allen deutschen Städten in der Zeit des Nationalsozialismus eingesetzt wurden. Auch in Würzburg wurden circa 9.000 Zwangsarbeiter*innen in Lagern inhaftiert und ausgebeutet.

Im Altarraum von Stift Haug entsteht ein Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Kunst und Kirchenraum, der Leiden, Opfer, Schuld und Verantwortung in eine lebendige Erinnerung ruft. Die Besucher*innen sind eingeladen, sich auf den Nägeln zu bewegen.

Abb. 1–3: Sonya Schönberger, Nägel, 2026, Fotos: Team DG