Suba Chune sind Nicolle Torres und Alejandro Durán, Musiker*innen des Muysca-Volkes von Suba, die bei der Abschlussvorstellung die Klanginstallation mit traditionellen indigenen Instrumenten aktivieren werden. Das Duo wird von La Jaguara und El Rayo begleitet.
‚Piedras Lunares‘ (Mondsteine) ist ein Projekt konzipiert für Dazwischensein 5 von und mit Manuela Illera (Konzept), Nicolle Torres (Research), Guadalupe Arribas (Design), David Blitz (Klanginstallation), Merlin Stadler (Animation), Atabey Mamasita (Performatives Künstleringespräch), Benita Meißner (Kuratorin).
Dazwischensein ist ein Projekt in Kooperation mit der Ludwig-Maximilians-Universität München, dem Urner Institut Kulturen der Alpen und der Stiftung Lucerna. Mit freundlicher Unterstützung der Curt Wills-Stiftung und der Förderung des Vereins Ausstellungshaus für christliche Kunst e.V., München. Das Projekt wurde ermöglicht durch das Förderprogramm BBK – Verbindungslinien aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst.
Abb.: Power Space Closing, 4. Juli 2024 DG Kunstraum, Foto: Benita Meißner
Eröffnung Donnerstag, 6. Juni 2024, 18 bis 21 Uhr Begrüßung und Einführung 19.30 Uhr Dr. Richard Graupner, Geschäftsführender Vorstand Benita Meißner, Kuratorin
Die kolumbianische Künstlerin Manuela Illera entwickelt die Installation ‚Piedras Lunares‘ (Mondsteine) eigens für den DG Kunstraum und knüpft dabei an ihr letztes Projekt ‚Lenguas Solares‘ (Sprachen der Sonne) an, das sie für das Istituto Cervantes in München geschaffen hat. In ihrer künstlerischen Praxis untersucht Illera die Auswirkungen des Kolonialismus auf Kultur- und Machtstrukturen.
Die Christianisierung Südamerikas, die durch die Reisen von Kolumbus eingeleitet und durch päpstliche Erlasse verstärkt wurden, führte zur Zwangskonvertierung und Unterwerfung der indigenen Bevölkerung. Die Wiederherstellung der Bräuche und des Glaubens ihrer Vorfahr*innen wurde durch die Evangelisierungsprozesse zu einem sehr schwierigen Unterfangen. Illeras Arbeiten ermöglichen es den Besucher*innen verdrängte Kulturgeschichten durch Klang- und Bildsprache zu erkunden. In ‚Piedras Lunares‘ ähneln die zentralen Gestaltungselemente – ein Fledermauskopf und ein ‚Tunjo‘ (Votivfigur) – Kirchenfenstern. Diese Symbole, die auch in den bewegten Bildern vorkommen, stellen Codes dar, die westliche Betrachter*innen für alternative Sichtweisen sensibilisieren wollen und eine spirituelle Wiedergutmachung einfordern.
‚Piedras Lunares‘ (Mondsteine) ist ein Projekt konzipiert für Dazwischensein 5 von und mit Manuela Illera (Konzept), Nicolle Torres (Research), Guadalupe Arribas (Design), David Blitz (Klanginstallation), Merlin Stadler (Animation), Atabey Mamasita (Performatives Künstleringespräch), Benita Meißner (Kuratorin).
Philipp Gufler schafft ein queeres Denkmal und widmet seinen Film ‚Lana Kaiser‘ der gleichnamigen Person, die als Daniel Küblböck vor 20 Jahren in diversen Castingformaten des Privatfernsehens bekannt wurde und im Jahr 2018 bei einer Kreuzfahrt auf dem Weg nach Nordamerika verschwand. Der Film ist eine Kritik an den Medien in Bezug auf die Darstellung von queeren Personen.
Performativen Künstleringespräch mit Atabey Mamasita Mittwoch, 26. Juni 2024, 19 Uhr Die Performance findet auf Englisch statt.
In dem Projekt ‚Piedras Lunares‘ (Mondsteine), das die Künstlerin für Dazwischensein 5 umsetzt, arbeitet Manuela Illera sehr bewusst mit anderen Künstler*innen, Designer*innen und Mitgliedern von Communities zusammen. Mit Atabey Mamasita eröffnet Manuela Illera performativ einen Kraftraum, um sich mit der Geschichte der Christianisierung und den Strategien des Widerstands und der Reparatur, die darauf folgten, auseinanderzusetzen.
In diesem ‚Power Space‘ werfen sie einen sorgfältigen Blick auf koloniale Wunden und mögliche Ergebnisse für Heilung und Dialog. Die Künstlerin nutzt die christliche Ausrichtung des DG Kunstraums als konzeptionelles Element, das die Setzung zur ortsspezifischen, dekolonialen Praktik macht.
Manuela Illera (*1988 in Bogotá, Kolumbien) lebt und arbeitet in München. Sie studierte Malerei in Buenos Aires und Bildende Kunst an der Universidad Javeriana in Bogotá. Bis 2023 studierte sie Akademie der Bildenden Künste in München bei Prof. Julian Rosefeldt. Illeras Werke sind eng verwoben mit ihrer feministischen Praxis, die durch die migrantische Perspektive geprägt ist. Ihre interdisziplinäre Arbeit beschäftigt sich mit zeitbasierten Medien und der Verbindungen aus Klang- und Darstellenden Künsten. Dabei verarbeitet sie Themen wie Dekolonialität, Queerness, Körper und subversive Identitäten. Illera ist Mitbegründerin der Band ‚Cosmica Bandida‘, Co-Direktorin des dekolonialen Musikfestivals ‚La Retornona‘ in Bogotá und produziert den feministischen Podcast ‚Extravagant Mortals‘.
Gesprächspartner*in: Atabey Mamasita (bürgerl. Carlos Maria Romero *1979) ist Künstler*in und Kurator*in mit Fokus auf Praktiken des kulturellen Erbes, die für historisch marginalisierte Communitys und sozialen Zusammenhalt relevant sind. Unter anderem war Atabey Mamasita Co-Kurator*in am Museu de Arte do Rio in Rio de Janeiro und Kurator*in des Contemporary Dance University Festivals in Bogotá. Aktuell ist Atabey Mamasita Kurator*in für Performative Praktiken im Haus der Kulturen der Welt in Berlin.
‚Piedras Lunares‘ (Mondsteine) ist ein Projekt konzipiert für Dazwischensein 5 von und mit Manuela Illera (Konzept), Nicolle Torres (Research), Guadalupe Arribas (Design), David Blitz (Klanginstallation), Merlin Stadler (Animation), Atabey Mamasita (Performatives Künstleringespräch), Benita Meißner (Kuratorin)
Dazwischensein ist ein Projekt in Kooperation mit der Ludwig-Maximilians-Universität München, dem Urner Institut Kulturen der Alpen und der Stiftung Lucerna. Mit freundlicher Unterstützung der Curt Wills-Stiftung und der Förderung des Vereins Ausstellungshaus für christliche Kunst e.V., München. Das Projekt wurde ermöglicht durch das Förderprogramm BBK – Verbindungslinien aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst.
Abb 1–3: Performatives Künstleringespräch 26. Juni 2024, DG Kunstraum, Fotos: Daniela Lange Abb 4.: Manuela Illera
Dazwischensein 4 Andrea Wolfensberger (Möglichkeitsraum)
Manaf Halbouni Judith Neunhäuserer (Filmprogramm)
Wir laden Sie und Euch herzlich ein zur
Finissage mit Musik von pre-art Mittwoch, 29. Mai 2024, 19 Uhr
pre-art soloists Matthias Arter (Oboe und Lupophon), Karolina Öhman (Violoncello), Vladimir Blagojević (Akkordeon)
Programm
Matthias Arter: ‚Gletscher‘ für Lupophon, Violoncello und Akkordeon (Text) Anna K. Höpflinger: ‚Die Göttin und der Hirtenknabe’ Matthias Arter: ‚Refrain‘ für Lupophon, Violoncello und Akkordeon
Darija Andovska: ‚Weather Bells‘ für Oboe, Violoncello und Akkordeon (Text) Boris Previšić: ‚Hallers Toteis’ Darija Andovska: ‚Descent‘ für Oboe, Violoncello und Akkordeon Darija Andovska: ‚For Eternal Watchtowers‘ für Oboe, Violoncello und Akkordeon
(Text) Daria Pezzoli-Olgiati: ‚Stimmen an der Grenze der Transzendenz’ Matthias Arter: ‚Tunnel‘ für Lupophon, Violoncello und Akkordeon
Aufführung 19 bis 20 Uhr
Im Rahmen der Finissage von Dazwischensein 4 werden die von Darija Andovska und Matthias Arter eigens komponierten ‚Akustischen Grenzgänge‘ mit Geschichten von Anna K. Höpflinger, Boris Previšić und Daria Pezzoli-Olgiati von den pre-art soloists präsentiert.
Im August 2023 wurden die ‚Akustischen Grenzgänge‘ im Rahmen des Festivals ‚Alpentöne‘ in Altdorf (CH) uraufgeführt. Acht Kurzgeschichten und Erzählungen, die einen ersten Einblick in das inter- und transdisziplinäre Forschungsprojekt ‚Grenzgänge‘ geben, inspirierten Darija Andovska und Matthias Arter zu je 4 neuen Kompostitionen. Drei der Geschichten sowie sechs Kompositionen werden im DG Kunstraum aufgeführt.
pre-art pre-art verbindet die Tradition mit der Gegenwart und Zeitgenössisches mit seiner Geschichtlichkeit.
Die pre-art soloists entstanden gleichsam als ‚Nebenprodukt‘ von pre-art, nämlich als Tournéeensemble, das seine ersten Auftritte im Jahr 2001 in Tbilissi (Georgien) hatte. In der Folge wurde es zu einem flexiblen 3- bis 7 köpfigen Spezialensemble für Zeitgenössisches und erhielt bereits ein Jahr später den Förderpreis der Ernst von Siemens Musikstiftung.
Wichtige Funktionen als ‚Ensemble in Residence‘ erhielten die pre-art soloists an verschiedenen Festivals für zeitgenössische Musik in Tbilissi, an den beiden Safien-Triennalen 2004 und 2007, und als Partnerensemble von insgesamt fünf pre-art-Wettbewerben. Die Ergebnisse dieser Wettbewerbe präsentierte das Ensemble nicht nur in ganz Südosteuropa – etwa am Sonemus-Fest in Sarajevo und an der Biennale Zagreb – sondern auch immer in der Schweiz, so auch anlässlich verschiedener ‚Culturescapes‘-Ausgaben (Basel), an den Konzerten der SMC Lausanne und an den Tagen für Neue Musik Zürich. 2016 wurden die pre-art soloists mit dem ‚Werkjahr Interpretation‘ der Stadt Zürich ausgezeichnet.
Wir laden Sie und Euch herzlich ein zum Künstleringespräch im Rahmen von Dazwischensein 4
am Mittwoch, 15. Mai 2024, 19 Uhr
Andrea Wolfensberger ist Bildhauerin und Installationskünstlerin. Im künstlerischen Diskurs zum Thema Natur bezieht sie mit Skulptur, Video und Installationen eine sehr eigene, stringente Position, die naturwissenschaftliche Abstraktion und erzählerische Poesie vereint. Ihr Gesprächspartner ist Prof. Dr. Boris Previšić, Professor für Kultur- und Literaturwissenschaften an der Universität Luzern sowie Direktor des Urner Instituts Kulturen der Alpen in Altdorf. Er publiziert und lehrt zum Verhältnis zwischen Literatur und Musik, zu Interkulturalität sowie zu Klimafragen.
Das Gespräch wird ausgehend von den künstlerischen Werken in der Ausstellung sich u.a. mit der Frage beschäftigen: was kann der Mensch von der Natur lernen, um das selbst eingeläutete Zeitalter zu überleben. Dabei wird der Begriff des Symbiozän, der für das Zeitalter des Zusammenlebens steht, betrachtet werden – ein hochaktueller Begriff, der in Wissenschaft, Architektur und Kunst Verwendung und Anwendung findet.
Als Teil eines größeren Verbundprojektes nähert sich ‚Dazwischensein 4‘ künstlerisch an das inter- und transdisziplinäre Forschungsprojekt ‚Grenzgänge‘ an, mit Fachleuten aus der Religionswissenschaft, der Kultur- und Literaturwissenschaft, der Theologie, Philosophie, Ethnologie und Geschichte, die ausgewählte Facetten des Verhältnisses von Religion und den Alpen untersuchen. Das Thema wird im intensiven Austausch mit Musik, Kunst und Fotografie erforscht.
Dazwischensein ist ein Projekt in Kooperation mit der LMU, Ludwigs-Maximilians-Universtität München, Urner Institut Kulturen der Alpen‘ und der Stiftung Lucerna. Mit freundlicher Unterstützung der Curt Wills-Stiftung und der Förderung des Vereins Ausstellungshaus für christliche Kunst e.V., München. Das Projekt wurde ermöglicht durch das Förderprogramm BBK – Verbindungslinien aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst.
Abb 1 und 2.: Künstleringespräch Andrea Wolfensberger, DG Kunstraum 15. Mai 2024, Fotos: Daniela Lange
Wir laden Sie und Euch herzlich ein zur Eröffnung von
Dazwischensein 4 Andrea Wolfensberger (Möglichkeitsraum)
Manaf Halbouni Judith Neunhäuserer (Filmprogramm)
Eröffnung Donnerstag, 2. Mai 2024, 18 bis 21 Uhr Einführung 19.30 Uhr
Ausstellung von 3. Mai bis 29. Mai 2024
Dazwischensein ist ein Projekt in Kooperation mit der LMU, Ludwigs-Maximilians-Universtität München, Urner Institut Kulturen der Alpen‘ und der Stiftung Lucerna. Mit freundlicher Unterstützung der Curt Wills-Stiftung und der Förderung des Vereins Ausstellungshaus für christliche Kunst e.V., München. Das Projekt wurde ermöglicht durch das Förderprogramm BBK – Verbindungslinien aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst.
Abb.: Plakat Dazwischensein 4, Andrea Wolfensberger, DG Kunstraum 2024, Gestaltung: Bernd Kuchenbeiser
Dazwischensein 3 Viron Erol Vert (Möglichkeitsraum)
Sonya Schönberger (Filmprogramm)
Wir laden Sie und Euch herzlich ein zur
Finissage mit Musik von ‚Leonie singt‘ (Duo-Version) Donnerstag, 25. April 2024, 19 Uhr
Leonie singt (DUO)
Bittersüß-melancholische Songs, vorgetragen mit lasziv-rauchigem Timbre – ‚Leonie Singt‘ entführt ihre Zuhörer*innen in eine musikalische Welt, die sich stilistisch nicht so leicht auf ein Genre festlegen lässt. Die dunkle, charismatische Stimme von Leonie Felle trägt packend wie anrührend durch die deutsch-englischen Songwelten. Begleitet wird sie von Hagen Keller, der mit seiner Gitarre für das nötige Störfeuer sorgt. Als Duo, im Gegensatz zur vollständigen Bandbesetzung, setzen ‚Leonie Singt‘ auf einen reduzierten Sound, wodurch die Texte der Künstlerin noch stärker in den Fokus rücken.
Musik und Performance nehmen in Leonie Felles Werk neben ihrer bildhauerischen Arbeit einen gleichberechtigten Platz ein. Als Autorin und Komponistin ihrer Lieder tritt Felle unter dem Namen ‚Leonie singt‘ seit 2009 mit Jakob Egenrieder (Bass), Hagen Keller (Gitarre und Akkordeon) und Sascha Schwegeler (Schlagzeug) auf. Die Band wird vom Münchner Independent-Label ‚Gutfeeling Records‘ vertreten.
Dazwischensein ist ein Projekt in Kooperation mit der LMU, Ludwigs-Maximilians-Universtität München, Urner Institut Kulturen der Alpen‘ und der Stiftung Lucerna. Mit freundlicher Unterstützung der Curt Wills-Stiftung und der Förderung des Vereins Ausstellungshaus für christliche Kunst e.V., München. Das Projekt wurde ermöglicht durch das Förderprogramm BBK – Verbindungslinien aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst.
Dazwischensein 3 Viron Erol Vert (Möglichkeitsraum)
Sonya Schönberger (Filmprogramm)
Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie hier.
Passend zum Frühlingsanfang laden die Partner*innengalerien und ‑institutionen der Münchner Galerien Initiative auch in diesem Jahr zu einem Kunstspaziergang durch die Stadt ein. Der DG Kunstraum ist natürlich auch wieder mit dabei!
Gehen Sie selbst auf Entdeckungstour oder machen Sie sich mit erfahrenen Guides auf den Weg durch die Galerien und lassen Sie sich von den Einblicken begeistern. Uns finden Sie beim 1. Rundgang.
Rundgang 1 mit Catrin Morschek Altstadt-Lehel | 11 Uhr Start: DG Kunstraum, Finkenstr. 4 DG Kunstraum Galerie Filser & Gräf max goelitz munich – berlin American Contemporary Art Gallery
Weitere geführte Rundgänge um 12 (Kunstareal), 13 (Kunstareal), 14 (Westlich des Kunstareals) und 15 Uhr (Maximilianstraße) Dauer ca. 2 Stunden
Künstlergespräch Dazwischensein 3 Mittwoch, 10. April 2024, 19 Uhr
Das Künstlergespräch umkreist das Dazwischensein u.a. aus der Perspektive verschiedener Kulturen und eines migrantischen Daseins im Transit. Viron Erol Vert und Christian Uhle erkunden, was ein gelingendes, konstruktives Dazwischensein von einem destruktiven, dysfunktionalen Dazwischensein unterscheidet. Dabei kommt das Bild des ‚Steppenwolfs‘ auf, wie Hesse es in seinem berühmten Roman entwickelt hat: es veranschaulicht deutlich ein zwischen-verschiedenen-Welten-Sein – zwischen einer aufregenden Suche und Neugier in verschiedenen Gebieten und einer inneren Zerrissenheit und existentiellen Heimatlosigkeit.
Als spätmodernes Subjekt navigiert man zwischen vielen, diffusen, teils widersprüchlichen Erwartungen – zum Beispiel Selbstverwirklichung und Sicherheit unter einen Hut zu bekommen. Zu leben bedeutet häufig, zwischen verschiedenen Zuständen und Abschnitten zu sein, auf einer beständigen Reise.
Zu den Personen Viron Erol Vert (*1975 in Varel) lebt und arbeitet zwischen Berlin und dem mediterranen Raum. Vert studierte Modedesign an der ESMOD sowie der HTW Berlin, Bildende Kunst an der Royal Academy of Fine Arts in Antwerpen und Textil- und Flächendesign an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. In seiner künstlerischen Praxis hinterfragt er Identität und Affinität zu verschiedenen Aspekten und Sichtweisen des Eigenen und des Fremden. Seine persönliche Multikulturalität spielt in seinem Forschen eine Schlüsselrolle, ebenso wie die enge Verbindung zu verschiedenen Club-Kontexten Berlins. Zu seinen zahlreichen internationalen Einzel- und Gruppenausstellungen gehören u.a. ‚Born in The Purple´, Kunstraum Kreuzberg, Berlin (2017), ‚Kösk & Kiosk´, Ruhr Ding: Schlaf, Urbane Künste Ruhr, Mülheim a.d.Ruhr (2023) und ‚The Hermit´, National Museum of Modern Art, EMST, Athen (2023). Bis vor kurzem war Vert Stipendiat der Akademie Schloss Solitude, Stuttgart.
Gesprächspartner: Christian Uhle ist Philosoph und lebt in Berlin. Er studierte Philosophie, Physik und Volkswirtschaftslehre. Als Wissenschaftler hat er zum Sinn des Lebens sowie gesellschaftlichen Transformationen geforscht und seine Perspektiven in zahlreichen Vorträgen und Gastbeiträgen öffentlich gemacht. Er war philosophischer Berater der Arte-Serie ‚Streetphilosophy‘ sowie Host mehrerer Veranstaltungsreihen.
Dazwischensein ist ein Projekt in Kooperation mit der Ludwig-Maximilians-Universität München, dem Urner Institut Kulturen der Alpen und der Stiftung Lucerna. Mit freundlicher Unterstützung der Curt Wills-Stiftung und der Förderung des Vereins Ausstellungshaus für christliche Kunst e.V., München. Das Projekt wurde ermöglicht durch das Förderprogramm BBK – Verbindungslinien aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst.
Abb.: Künstlergespräch Viron Erol Vert, DG Kunstraum 10. April 2024, Foto: Daniela Lange
Im Rahmen des Jahresprogramms ‚Dazwischensein – Möglichkeitsräume‘ laden wir Sie und Euch herzlich ein zur dritten Ausstellung
Dazwischensein 3 Viron Erol Vert (Möglichkeitsraum)
Sonya Schönberger (Filmprogramm)
Ausstellung von 2. April bis 25. April 2024 (Karfreitag geschlossen)
Eröffnung Donnerstag, 28. März 2024, 18 bis 21 Uhr 19.30 Uhr Begrüßung Dr. Ulrich Schäfert, Geschäftsführender Vorstand
Videobotschaft zum Gründonnerstag Eva Haller, Präsidentin der Europäische Janusz Korczak Akademie e.V. Imam Belmin Mehic, Münchner Forum für Islam e.V.
Einführung Ausstellung Benita Meißner, Kuratorin
Viron Erol Vert lädt dazu ein, den dritten Möglichkeitsraum des Jahresprogramms ‚Dazwischensein‘ als Entität und Körper wahrzunehmen, in dem Themen wie Migration und Adaption verhandelt werden können. In seinen Arbeiten, die vom Zustand und der Atmosphäre des Dazwischenseins geprägt sind, verwebt der Künstler verschiedene Kulturen, Materialien, Sprachen, Ausdrucksformen und auch Lebensauffassungen zu einer hybriden, komplementären Identität. Dies erwächst aus seiner eigenen interkulturellen Familie und Umgebung, da er zwischen Deutschland, der Türkei und Griechenland aufgewachsen ist. In seiner künstlerischen Praxis hinterfragt und untersucht der Berliner Künstler verschiedene Aspekte und Sichtweisen auf das Eigene und das Fremde.
Dazwischensein ist ein Projekt in Kooperation mit der LMU, Ludwigs-Maximilians-Universtität München, Urner Institut Kulturen der Alpen‘ und der Stiftung Lucerna. Mit freundlicher Unterstützung der Curt Wills-Stiftung und der Förderung des Vereins Ausstellungshaus für christliche Kunst e.V., München. Das Projekt wurde ermöglicht durch das Förderprogramm BBK – Verbindungslinien aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst.
Abb.: Poster Dazwischensein 3, Viron Erol Vert, Gestaltung: Bernd Kuchenbeiser