DG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum DiskursGegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs Gegenwart

Plakate
Dazwischensein 1–9

Plakat
Dazwischensein 1–9

(1) Bettina Khano 19. Januar bis 15. Februar
(2) Simona Andrioletti 23. Februar bis 21. März
(3) Viron Erol Vert 29. März bis 25. April
(4) Andrea Wolfensberger 3. Mai bis 29. Mai
(5) Manuela Illera 7. Juni bis 4. Juli
(6) Katrin Bittl 12. Juli bis 8. August
(7) Sandra Boeschenstein 6. September bis 2. Oktober
(8) Judith Egger 11. Oktober bis 7. November
(9) Cana Bilir-Meier 15. November bis 12. Dezember

Limitierte Auflage (je 10 Stück pro Setzung)
DIN A0, ca. 80 x 120 cm
Je EUR 5,-
Erhältlich im DG Kunstraum

Abb: Plakate Dazwischensein 1–9, Gestaltung: Bernd Kuchenbeiser
Außenansicht DG Kunstraum 2024, Foto: Gerald von Foris

Vorschau
Ausstellung
Dazwischensein 4
Andrea Wolfensberger
3. Mai bis 29. Mai 2024

Dazwischensein 1–9
Möglichkeitsräume
2024

Dazwischensein 4
Andrea Wolfensberger
(Möglichkeitsraum)

Manaf Halbouni
Judith Neunhäuserer
(Filmprogramm)

Ausstellung von 3. Mai bis 29. Mai 2024
Eröffnung Donnerstag, 2. Mai 2024, 18 bis 21 Uhr

Im Jahr 2024 setzt ‚Dazwischensein’ den gedanklichen Überbau für neun kurze, künstlerische Einzelpräsentationen, die das Thema in seinen verschiedenen Aspekten untersuchen. Dazwischensein kann ein Gedanke, Zustand oder auch ein Gefühl sein. Wir wollen Dazwischensein als Möglichkeit begreifen, mehr zu sehen und verschiedene Sichtweisen gleichzeitig in sich zu erfassen.

Andrea Wolfensberger (*1961 in Zürich) lebt und arbeitet in Waldenburg und Zürich (CH) und ist Bildhauerin und Installationskünstlerin. Sie studierte an der École Supérieure d’Art Visuel in Genf. Im künstlerischen Diskurs zum Thema Natur bezieht Andrea Wolfensberger mit Skulptur, Video und Installationen eine sehr eigene, stringente Position, die naturwissenschaftliche Abstraktion und erzählerische Poesie vereint. Die Grundlage der meisten Arbeiten bilden klassische Naturstudien. Erkennen wird als Moment des Berührens verstanden, als situiertes, verkörpertes und partielles Wissen. Ist Erkennen als Moment des Berührens wechselseitig? Wie ist das Verhältnis des Einzelnen zum Ganzen? Die Stellung des Subjektes in Bezug zur Gruppe wird besonders in denjenigen Arbeiten thematisiert, die sich mit Schwarmintelligenz und selbstorganisierenden Systemen auseinandersetzen. Der Begriff der Emergenz ist zentral. Sie erhielt verschiedene Stipendien und Auszeichnungen sowie Residencies in Paris und Rom. Sie unterrichtet an der Hochschule der Künste Bern. Seit 1986 hatte sie zahlreiche Ausstellungen in der Schweiz, in Deutschland und Frankreich und realisierte Arbeiten im öffentlichen Raum und als Kunst am Bau.

Gesprächspartner: Prof. Dr. Boris Previšić (*1972) ist Professor für Kultur- und Literaturwissenschaften an der Universität Luzern sowie Direktor des Urner Instituts Kulturen der Alpen in Altdorf. Er publiziert und lehrt zum Verhältnis zwischen Literatur und Musik, zu Interkulturalität sowie zu Klimafragen. 2021 begründete Previšić das Online-Magazin Syntopia Alpina, das sich mit den Herausforderungen in den Alpen beschäftigt.

Manaf Halbouni (*1984 in Damaskus, Syrien) lebt und arbeitet überall, wie er sagt. Halbouni studierte Bildhauerei an der Universität Damaskus und der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Sein „Fluchtauto“ am Dresdner Theaterplatz, Schauplatz montäglicher Pegida-Versammlungen, hat den syrisch-deutschen Künstler Manaf Halbouni bekannt gemacht. Dabei beschäftigte er sich ironisch mit islamfeindlichen Äußerungen und der Angst vor Flüchtlingen. Seitdem ist er mit dem mit deutschen Devotionalien wie Gartenzwergen, Bierkasten und Fahrrad beladenen Vehikel international unterwegs. Nach der Teilnahme an der Biennale in Venedig wurden seine Werke im Victoria and Albert Museum und im Museum der bildenden Künste Leipzig präsentiert, wo er auch eines seiner Fluchtautos zeigte. Im Rahmen seiner Installation Monument ließ er in Dresden drei Busse vertikal aufstellen, die an den Krieg in Syrien erinnern und eine Botschaft des Friendens in die Welt tragen sollen. 2017 wurde die Installation auf Initiative von Shermin Langhoff, Intendantin des Maxim-Gorki-Theaters, auf dem Platz des 18. März in Berlin aufgebaut. Zuletzt waren seine Arbeiten in der Ausstellung ‚Wer wir sind‘ in der Bundeskunsthalle Bonn zu sehen.

Judith Neunhäuserer (*1990 in Bruneck, Italien) lebt in München und Mailand. In ihrer künstlerischen Praxis beschäftigt sie sich mit Abgrenzungsversuchen und ästhetischen und epistemischen Gemeinsamkeiten zwischen Wissenschaft und Religion. Dabei geht es beispielsweise um Mythen und Träume als Grundlage von Entdeckungen, die Ritualisierung von Forschungsprozessen sowie unterschiedliche Sprachen und Symbolsysteme zur Formulierung von Modellen der und für die Welt.
Judith Neunhäuserer studierte Bildhauerei sowie Religions- und Kulturwissenschaften in München und Istanbul. Expeditionen führten sie zur Neumayer-Station III in der Antarktis, per Segelschiff nach Spitzbergen und über den Atlantik an Bord der CMA CGM Puget, zum spanischen Untergrundlabor LSC Canfranc und zu Archiven in Cambridge und London. Kürzlich ist sie aus Südkorea zurückgekehrt. Neben Ausstellungen präsentiert sie ihre Forschung in Vorträgen, Gesprächen und Publikationen wie der Zeitschrift Albedo 2018 und der Enzyklopädie Tekeli-li 2021.

Programm
Eröffnung
Donnerstag, 2. Mai März 2024, 18 bis 21 Uhr
Einführung 19.30 Uhr

Andrea Wolfensberger im Gespräch mit Prof. Dr. Boris Previšić
Mittwoch, 15. Mai 2024, 19 Uhr

Finissage mit Musik von Pre Art
Mittwoch, 29. Mai 2024, 19 Uhr

Abb.: Andrea Wolfensberger, Verzweigung in Pilzhyphen und Pilzgewebe, 2021

Vorschau
Ausstellung
Dazwischensein 3 
Viron Erol Vert
28. März bis 25. April 2024

Dazwischensein 1–9
Möglichkeitsräume
2024

Dazwischensein 3
Viron Erol Vert
(Möglichkeitsraum)

Sonya Schönberger
(Filmprogramm)

Ausstellung von 28. März bis 25. April 2024
Eröffnung Donnerstag, 27. März 2024, 18 bis 21 Uhr

Im Jahr 2024 setzt ‚Dazwischensein’ den gedanklichen Überbau für neun kurze, künstlerische Einzelpräsentationen, die das Thema in seinen verschiedenen Aspekten untersuchen. Dazwischensein kann ein Gedanke, Zustand oder auch ein Gefühl sein. Wir wollen Dazwischensein als Möglichkeit begreifen, mehr zu sehen und verschiedene Sichtweisen gleichzeitig in sich zu erfassen.

Viron Erol Vert (*1975 in Varel) lebt und arbeitet zwischen Berlin und dem mediterranen Raum. Vert studierte Modedesign an der ESMOD sowie der HTW Berlin, Bildende Kunst an der Royal Academy of Fine Arts in Antwerpen und Textil- und Flächendesign an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. In seiner künstlerischen Praxis hinterfragt er Identität und Affinität zu verschiedenen Aspekten und Sichtweisen des Eigenen und des Fremden. Seine persönliche Multikulturalität spielt in seinem Forschen eine Schlüsselrolle, ebenso wie die enge Verbindung zu verschiedenen Club-Kontexten Berlins. In seinem künstlerischen Schaffen zeigt Vert abstrakte und theoretische Grenzen auf und versucht diese zu überwinden. Verts Arbeiten verweben verschiedene Kulturen, Materialien, Sprachen, Ausdrucksformen, Sichtweisen und auch Lebensauffassungen zu einer hybriden, komplementären Identität. So entstehen akustische, soziale und körperliche-imaginäre, wie bildliche und skulpturale Räume, die vom Zustand und der Atmosphäre des Dazwischen-Seins geprägt sind. Zu seinen zahlreichen internationalen Einzel- und Gruppenausstellungen gehören u.a. ‚Born in The Purple´, Kunstraum Kreuzberg, Berlin (2017) ‚The Conundrum of Imagination´ Leopold Museum, Wien (2017), ‚DE-HEIMATIZE IT!´, 4. Berliner Herbstsalon, Maxim Gorki Theater, Berlin (2019). Aktuell ist er Stipendiat der Akademie Schloss Solitude, Stuttgart.

Gesprächspartner: Christian Uhle ist Philosoph und lebt in Berlin. Er studierte Philosophie, Physik und Volkswirtschaftslehre. Als Wissenschaftler hat er zum Sinn des Lebens sowie gesellschaftlichen Transformationen geforscht und seine Perspektiven in zahlreichen Vorträgen und Gastbeiträgen öffentlich gemacht. Er war philosophischer Berater der Arte-Serie ‚Streetphilosophy‘ sowie Host mehrerer Veranstaltungsreihen.

Sonya Schönberger (*1975) lebt und arbeitet in Berlin. Schönberger studierte Ethnologie und Philosophie an Freie Universität Berlin, Europäischen Ethnologie an der Humboldt Universität Berlin sowie Experimentelle Mediengestaltung an der UdK Berlin. Heute bewegt sie sich als Künstlerin zwischen den Medien Fotografie, Installation, Theater, Sound, Publikation und Film. In ihrer Praxis setzt sie sich mit biografischen Brüchen vor dem Hintergrund politischer oder sozialer Umwälzungen auseinandersetzt. Quelle ihrer Arbeiten sind die Menschen, die in biografischen Gesprächen über sich berichten. So sind einige Archive entstanden, aber auch bereits existierende, zum Teil gefundene Archive fließen in ihre Arbeit ein. Eine Arbeit ist ihr Interview-Projekt ‚Berliner Zimmer‘ für das Stadtmuseum Berlin (seit 2018). Sie erzählen an von ihnen selbst gewählten Orten von ihrer Biografie und dem, was sie aktuell bewegt. Die Klammer ist die Stadt, in der sie leben. So entsteht eine Sammlung der Gegenwart, in der sich Stadtgeschichte über persönliche Erzählungen entfaltet. Ihre Arbeiten wurden international ausgestellt, u.a. in den USA, im Iran, in Pakistan, Israel und Kanada.

Filmprogramm
Sonya Schönberger
Berliner Zimmer – Auszüge
Film

Programm
Eröffnung
Donnerstag, 27. März 2024, 18 bis 21 Uhr
Einführung 19.30 Uhr

Viron Erol Vert im Gespräch mit Christian Uhle
Mittwoch, 10. April 2024, 19 Uhr

Finissage mit Musik von ‚Leonie singt‘ (Duo-Version)
Donnerstag, 25. April 2024, 19 Uhr

Abb 1 Poster Dazwischensein 3 Viron Erol Vert, Gestaltung: Bernd Kuchenbeiser
Abb 2 Installationsansicht Viron Erol Vert, The Hermit at ΕΜΣΤ, National Museum of Contemporary Art, Athen, Foto: Paris Tavitian

Plakat 
Dazwischensein 3
Viron Erol Vert

limitierte Auflage (10 Stück)
DIN A0, ca. 80 x 120 cm 
EUR 5,-
erhältlich im DG Kunstraum

Elektronische Kammermusik 1
Pole und Sunroof
Freitag, 22. März 2024, 21 Uhr

Elektronische Kammermusik
Pole
Sunroof aka Daniel Miller und Gareth Jones
Kurator: Thorsten Nolting

Freitag, 22. März 2024, 21 Uhr
VVK Preis 16 EUR, DG Mitglieder Preis 12 EUR, Abendkasse 18 EUR
Tickets hier erhältlich.

Im Jahr 2024 setzt ‚Dazwischensein’ den gedanklichen Überbau für neun kurze, künstlerische Einzelpräsentationen, die das Thema in seinen verschiedenen Aspekten untersuchen. Dazwischensein kann ein Gedanke, Zustand oder auch ein Gefühl sein. Wir wollen Dazwischensein als Möglichkeit begreifen, mehr zu sehen und verschiedene Sichtweisen gleichzeitig zu erfassen.

Seit dem Umzug in die neuen Räumlichkeiten 2016 laden wir regelmäßig zu Begegnungen mit kleinen Musik-Ensembles ein. Im Jahr 2024 intensivieren wir diesen Aspekt und laden zu jeder der neuen Finissagen zu einem kleinen Konzert ein. Ein besonderes Highlight in diesem Jahr ist das zusätzliche Konzert am Freitag, den 22. März 2024, ab 21 Uhr. Das Programm ‚Elektronische Kammermusik‘ wird von Thorsten Nolting kuratiert, dem es gelang Pole aka Stefan Betke gemeinsam mit Sunroof aka Daniel Miller und Gareth Jones für einen Auftritt in München zu gewinnen.

Stefan Betke (*1967 in Düsseldorf) blickt auf eine über 25-jährige Karriere als Musiker, Produzent, Remixer und Mastering-Ingenieur in der abstrakten elektronischen Clubmusik zurück. Insbesondere die acht Alben, die er in dieser Zeit unter dem Pseudonym Pole veröffentlichte, haben die Koordinaten der Electronica nachhaltig verschoben. Beginnend mit seinem dunkelblauen Debütalbum ‚1‘ aus dem Jahr 1998 legte Pole den Grundstein aus Bass, Dub und einem defekten Pole-Filter als Ausgangspunkt für die Erforschung und Umsetzung neuer Klangarchitekturen. Bis zur Jahrtausendwende wuchs aus diesen Expeditionen eine Album-Trilogie mit den Titeln ‚1‘, ‚2‘ und ‚3‘, die in den Farben Blau, Rot und Gelb erschien. Nach dem Album ‚Fading‘ (2020) erschien 2022 Betkes Nachfolger ‚Tempus‘. Ein Album, das sich mit der Verbindung zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft beschäftigt. Pole präsentierte dies zunehmend durch Live-Auftritte, bei denen die Elemente der Improvisation und die unstetige Entwicklung der eigenen Musik eine ebenso konstante wie zentrale Rolle spielten. Mit der Präzision eines Bauingenieurs und der sicheren Intuition eines Menschen, der Geräusche hören kann, wo vorher Stille war, geht Pole zu den Betonkellern, Open-Air-Bühnen und Nachtclubs auf seinem Weg und sprengt sie von innen heraus auf. 

Daniel Miller und Gareth Jones musizieren schon seit Ende der Siebzigerjahre mit Synthesizern und – später – Samplern. Daniel Miller (*1951 in London) ist britischer Musikproduzent, er begründete 1978 mit ‚The Normal‘ das erste Elektro-Punk-Projekt und im selben Jahr mit Mute Records das Label, das bis heute prägend für den elektronischen Pop ist; berühmt wurde es durch die Veröffentlichung aller Alben von Depeche Mode bis 2010. Gareth Jones (*1954 in Nordengland) ist britischer Musikproduzent, der mit Bands wie Depeche Mode, Einstürzende Neubauten, Wire, Nena oder Erasure arbeitete. Nachdem er in London tätig gewesen war, wechselte er nach Berlin, wo er in den Hansa-Tonstudios arbeitete. Jones gilt als Pionier der digitalen Samplingtechnik. Er war Co-Produzent von drei wichtigen Depeche-Mode-Alben, ‚Construction Time Again‘, ‚Some Great Reward‘ und ‚Black Celebration‘, die den bedeutenden musikalischen Wandel der Band zeigten.

Mute-Gründer Daniel Miller lernte Gareth Jones kennen, als er ihn Ende 1982 fragte, ob er mit ihm am Depeche-Mode-Album ‚Construction Time Again’ arbeiten wolle. Das Ergebnis der erfolgreichen Zusammenarbeit ist den meisten bestens bekannt. Während der Aufnahmen waren Miller und Jones oft im Studio, wenn die Band ihre Arbeit beendet hatte, um an eigenen Sessions zu arbeiten – eine Praxis, die sie über Jahre fortsetzten. Mitte der Neunziger Jahre entstand daraus Sunroof als Remix-Projekt. Nach vier Jahrzehnten Freundschaft und Zusammenarbeit veröffentlichten sie 2021 ihr gemeinsames Debütalbum ‚Electronic Music Improvisations Volume 1’ und 2023 das zweite Album ‚Electronic Music Improvisations Volume 2‘. Beide Platten enthalten jeweils acht improvisierte, modulare Stücke mit atmosphärischen Strukturen und Klängen. Sunroof überarbeiteten Songs von Can, MGMT, To Rococo Rot, Kreidler und Goldfrapp.

Weitere Informationen zur Veranstaltung und zum Ticketverkauf (VVK Preis 16 EUR, DG Mitglieder Preis 12 EUR, Abendkasse 18 EUR) erhalten Sie ab sofort über Rausgegangen​.de. Die Plätze sind limitiert.

EN
Electronic Chamber Music
Pole
Sunroof aka Daniel Miller und Gareth Jones
Curator: Thorsten Nolting

Friday 22nd March 2024, 9 pm
Advance price 16 EUR, DG members price 12 EUR, box office 18 EUR
Tickets available here.

In 2024, the concept of ‚Dazwischensein’ (‚being in between‘) serves as the overarching framework for nine concise and individual artistic presentations that examine it from different angles. Being in between can be a thought, state or even a feeling. We want to understand being in between as an opportunity to see more and to grasp different perspectives at the same time.

Since moving to the new premises in 2016, we have regularly hosted gatherings where guests can enjoy the company of small music ensembles. In 2024 we will intensify this aspect and invite to a small concert at each of the nine finissages. A special highlight this year will be the additional concert on Friday, 22nd March 2024, 9 pm. The ‚Electronic Chamber Music‘ program is curated by Thorsten Nolting, who managed to get Pole aka Stefan Betke together with Sunroof aka Daniel Miller and Gareth Jones to perform in Munich.

Stefan Betke (*1967 in Düsseldorf), has established a noteworthy career spanning more than 25 years as a musician, producer, remixer, and mastering engineer in the realm of abstract electronic club music. Under the pseudonym Pole, he has released eight albums that have significantly influenced and transformed the electronica genre. His debut album, ‚1‘, released in 1998, introduced a distinct combination of bass, dub, and a faulty Pole filter, thus laying the foundation for innovative sound structures. As the new millennium approached, these explorations evolved into a trilogy consisting of ‚1′, ‚2′, and ‚3‘, each album designated by a specific color: blue, red, and yellow, respectively. After the album ‚Fading‘ (2020), Betke’s follow-up ‚Tempus‘ was released in 2022. An album that deals with the connection between past, present and future. Pole increasingly showcased his work through live performances, where the elements of improvisation and the ever-evolving nature of his music took center stage. With the precision of a civil engineer and the intuitive ability to perceive noise in silence, Pole fearlessly infiltrates concrete basements, open-air stages, and nightclubs, transforming and making them explode from within. Daniel Miller and Gareth Jones have been creating music, initially through the use of synthesizers and in due course incorporating samplers since the late 1970s.

Daniel Miller (*1951 in London) is a prominent British music producer. In 1978, he inaugurated the pioneering electro-punk project ‚The Normal‘ and established Mute Records, a label that still holds significant influence in the electronic pop genre. Mute Records gained recognition through its release of all of Depeche Mode’s albums until 2010. Gareth Jones (*1954 in Northern England) is a well-known British music producer who has collaborated with notable bands like Depeche Mode, Einstürzende Neubauten, Wire, Nena, and Erasure. After a period working in London, Jones relocated to Berlin and became involved with the renowned Hansa recording studios. Jones is regarded as a pioneer in the field of digital sampling technology. He co-produced three pivotal Depeche Mode albums, ‚Construction Time Again’, ‚Some Great Reward’ and ‚Black Celebration‘ which showcased the band’s significant musical transformation.

Mute Records founder Daniel Miller crossed paths with Gareth Jones towards the end of 1982, when he asked him to join forces on the production of Depeche Mode’s album ‚Construction Time Again‘. The outcome of this fruitful collaboration is widely recognized by most people. Throughout the recording process, Miller and Jones would frequently remain in the studio even after the band had finished their work, devoting their time to their own creative sessions – a practice that endured for many years. In the mid-1990s, a remix project called Sunroof appeared. Fast forward four decades of friendship and collaboration, they unveiled their debut album ‚Electronic Music Improvisations Volume 1‘ in 2021 and a second album ‚Electronic Music Improvisations Volume 2‘ in 2023. Both collections include eight remarkable modular pieces with improvised structures and atmospheric sounds. As ‘Sunroof’ they rearranged songs by Can, MGMT, To Rococo Rot, Kreidler, and Goldfrapp.

Further information about the event and ticket sales (advance price 16 EUR, DG members price 12 EUR, box office 18 EUR) is now available via Rausgegangen​.de. Places are limited.

Gestaltung/Design: Bernd Kuchenbeiser

Dazwischensein
Schüler*innen Workshops
mit Filomele

2024 widmet sich der DG Kunstraum den gedanklichen und künstlerischen Aspekten des Dazwischenseins.

Nach einer kurzen Ausstellungsführung wollen wir im Kreativworkshop das Dazwischen aufgreifen und untersuchen. Das Ich und das Andere, das Hier und Anderswo, die digitale und analoge Welt… das Dazwischen ist weder das Eine noch das Andere und lädt ein, darüber nachzudenken, welche Beziehung zwischen den Gegensätzen besteht. 

Diese Themen greifen wir auf und gestalten unsere eigenen Mini-Zines – gefaltete Heftchen, die mit winzigen Zeichnungen, Botschaften oder Collagen befüllt zu kleinen Mixed-Media Kunstwerken werden. Die Kinder und Jugendlichen erhalten die Möglichkeit, den Raum und Anleitung, über ihr eigenes ‚Dazwischensein‘ in ihrem Leben nachzudenken und es künstlerisch zu verarbeiten. Die Mini-Zines werden bei Einverständnis der einzelnen Teilnehmer*innen auch ausgestellt in einer sich fortschreibenden Installation im DG Kunstraum: es entsteht ein Austausch, der den DG Ausstellungs- mit dem Kreativraum verbindet.

Das Angebot richtet sich jeweils an zwei verschiedene Zielgruppen, jedoch mit dem gleichen gedanklichen Überbau.

Zielgruppe 1: Offener Workshop
Kinder, Einzelpersonen
Max. Teilnehmer*innen: 10 (1 Workshopleitung)
Alter: 8 bis 15 Jahre
Anmeldung: über den DG Kunstraum info@dg-kunstraum.de
Dauer: 2 Stunden inkl. kurzer Pause
Termine: Sa. 6.4.2024, 14 bis 16 Uhr, Di. 30.7.2024, 10 bis 12 Uhr, Mi. 20.11.2024, 9 bis 13 Uhr (Buß- und Bettag, 4 Stunden)

Zielgruppe 2: Geschlossener Workshop
Schulklassen, Gruppen, Organisationen
Max. Teilnehmer*innen 20 (2 Workshopleitungen)
Alter: 10 bis 18 Jahre
Anmeldung: Auf Anfrage über den DG Kunstraum info@dg-kunstraum.de oder Filomele post@filomele.de
Dauer: 2 Stunden inkl. kurzer Pause

Hinweise
Die Workshops sind kostenlos. Die Veranstaltungen richten sich an Kinder und Jugendliche, Schüler*innen. Im DG Kunstraum gibt es Wasser und Tee, Materialien oder spezielle Kleidung werden nicht benötigt bzw. vom DG Kunstraum gestellt.

Barrierefreiheit
Die Räumlichkeiten sind mit dem Rollstuhl über den rückwärtigen Eingang ebenerdig zu erreichen. Bitte klingeln Sie am Vordereingang, so können wir Ihnen den Eingang über den Innenhof öffnen. Dieser liegt bei Siemens und ist über den Durchgang direkt rechts neben dem DG Kunstraum zugänglich. Der vordere Haupteingang führt über zwei Stufen nach unten in den Ausstellungsraum. Unsere Angebote richten sich generell auch an Interessierte mit Behinderung. Bitte wenden Sie sich im Vorfeld an uns, um individuelle Fragen zu klären.

In Kooperation mit Filomele und Musenkuss
Unterstützt durch die Curt Wills Stiftung


Abb.: Schüler*innenworkshop zum Dazwischensein mit Filomele / Klaus Erika Dietl und Steffi Müller, Dazwischensein 1 Bettina Khano, DG Kunstraum 2023, Fotos: Dr. Alexandra Cerny, Benita Meißner

DG Imagebroschüre
2024

Ab sofort ist die neue DG Imagebroschüre 2024 kostenlos im DG Kunstraum erhältlich oder bestellbar (plus Porto bei Versand) unter info@dg-kunstraum.de

Abb 1 DG Imagebroschüren, Foto Gerald von Foris
Abb 2–3 Gestaltung: Bernd Kuchenbeiser

Dazwischensein
Diskursraum
Bücher, Gespräche und Filmprogramm 2024

Auf welche Weise kann ein Ausstellungsraum auf die Entwicklungen einer Gesellschaft reagieren? Wie entsteht ein einladendes Umfeld, sodass Menschen ins Gespräch kommen, neue Ideen und Perspektiven entwickelt werden können oder man einfach nur ein wenig die Seele baumeln lassen kann? Die Kunst hat das Potential uns ins Ungewisse zu leiten und Fragen aufzuwerfen. Mit ‚Dazwischensein‘ möchten wir diesen Fragen nachgehen und einen Vermittlungsraum schaffen, der Ausstellungsraum bleibt, aber auch zum Verweilen einlädt.

Die vorhangähnliche, im Verlauf variierende Intervention ‚Hemdchen´ von Bettina Khano teilt die Räumlichkeiten in einen Diskursraum und den Möglichkeitsraum mit Werken von neun Künstler*innen.

Der Diskursraum lädt mit seinen eigens dafür konzipierten Sitzmöbeln ein, sich mit dem kuratierten Filmprogramm und dem wechselnden Buchangebot auseinanderzusetzen. In diesem Raum laden wir auch zu Künstler*innengesprächen mit jeweils einem*r Geisteswissenschaftler*in ein. 

Hierbei wird ‚Dazwischensein‘ aus verschiedenen Warten besprochen, darunter Intersektionalität , Denken & Fühlen sowie (Un-)Kontrollierbares vor allem im Hinblick auf die Beziehung Mensch und Natur.

Gesprächspartner*innen
Simon Biallowons, Dr. Claudia Büttner, Dr. Michael Hirsch, Thorsten Nolting, Prof. Dr. Daria Pezzoli-Olgiati, Prof. Dr. Boris Previšić, Carlos Maria Romero aka Atabey, Dr. Ulrich Schäfert, Christian Uhle.

Filmprogramm
Thomas Bratzke, Lion Bischof, Franziska Cusminus, Empfangshalle, Philipp Gufler, Manaf Halbouni, Manuela Illera, Karen Irmer, Sven Johne, Yulia Lokshina, Judith Neunhäuserer, Nnenna Onuoha, Sonya Schönberger u.a..

Abb.: Ausstellungsansicht Dazwischensein Diskursraum, DG Kunstraum 2024, Fotos: Gerald von Foris

Eröffnung
Dazwischensein 2
Simona Andrioletti
Donnerstag, 22. Februar 2024, 18 bis 21 Uhr

Im Rahmen des Jahresprogramms ‚Dazwischensein – Möglichkeitsräume‘ laden wir Sie und Euch herzlich ein zur zweiten Ausstellung

Dazwischensein 2
Simona Andrioletti
(Möglichkeitsraum)

Empfangshalle
Nnenna Onuoha
(Filmprogramm)

Ausstellung von 23. Februar bis 21. März 2024
Eröffnung Donnerstag, 22. Februar 2024, 18 bis 21 Uhr

Abb.: Simona Andrioletti, ‚Text me when you get home <3′

Dazwischensein 1
Finissage mit Musik
Donnerstag, 15. Februar 2024, 19 Uhr

Zum Abschluss der ersten Setzung im Jahresprogramm Dazwischensein laden wir Sie und Euch herzlich ein zur Finissage mit Musik von Melis Çom

am Donnerstag, 15. Februar 2024, 19 Uhr

Melis Çom lebt seit 2019 in München und bewegt sich als freischaffende Harfenistin im Bereich von Klassik über Neue Musik bis Jazz. Davor lebte und studierte sie 10 Jahre in Istanbul und ein Jahr in Paris. Als Orchesterharfenistin spielte sie u. a. mit den Münchner Symphonikern, dem Jewish Chamber Orchestra Munich sowie dem Presidental Symphony Orchestra of Turkey. In ihrer Konzertreihe Harp O’clock befasst sie sich mit der Verbindung von Harfe mit Elektronik, Improvisation und unterschiedlichsten Besetzungen im Duo oder Trio.

Ausstellung
Dazwischensein 2 
Simona Andrioletti
23. Februar bis 21. März 2024

Im Rahmen des Jahresprogramms ‚Dazwischensein – Möglichkeitsräume‘ laden wir Sie und Euch herzlich ein zur zweiten Ausstellung

Dazwischensein 2
Simona Andrioletti
(Möglichkeitsraum)

Empfangshalle
Nnenna Onuoha
(Filmprogramm)

Ausstellung von 23. Februar bis 21. März 2024
Eröffnung Donnerstag, 22. Februar 2024, 18 bis 21 Uhr

Im Jahr 2024 setzt das Thema ‚Dazwischensein’ den gedanklichen Überbau für neun kurze, künstlerische Einzelpräsentationen, die es in seinen verschiedenen Aspekten untersuchen. Dazwischensein kann ein Gedanke, Zustand oder auch ein Gefühl sein. Wir wollen Dazwischensein als Möglichkeit begreifen, mehr zu sehen und verschiedene Sichtweisen gleichzeitig in sich zu erfassen.

Für Dazwischensein 2 knüpft Simona Andrioletti im Möglichkeitsraum mit an das Projekt ‚If It Feels Wrong It Is Wrong‘ an, welches sie 2020 als Sensibilisierungskampagne zum Thema geschlechtsspezifische Gewalt ins Leben gerufen hat. Die neue Präsentation ‚Text me when you get home <3′ besteht aus zwölf unterschiedlichen Wolldecken mit Motiven in die sich die Besucher*innen wickeln können, um auf den eigens dafür entworfenen Sitzgelegenheiten zu verweilen. Die gestrickten Motive auf den Decken stehen deutlich im Kontrast zum Gefühl von Wärme und Geborgenheit der Merinowolle. Andrioletti spannt einen großen Bogen von der griechischen Mythologie bis in die Gegenwart und greift bekannte sexuellen Übergriffe der Geschichte, wie Apollo und Daphne, auf. Das aktuellste Beispiel zeigt Italiener*innen in Bologna, die unter dem Aufruf ‚Non una di meno‘ sich den argentinischen Demonstrationen anschließen, die seit 2015 gegen Femizide in ihrem Land auf den Straßen stattfinden.

Die Decken sind im Stil von Fanzines gestaltet, die Mitte der 1950er-Jahre in den USA entstanden sind. Diese Amateur*innenmagazine richteten sich an Fans eines bestimmten Interessengebiets wie Underground-Musik, unabhängige Literatur oder Subkulturen. Sie boten die Möglichkeit, eine Botschaft über ein kostengünstiges Medium, das in Massenproduktion hergestellt werden konnte, einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Am Rand der Decken befinden sich Metallösen, die miteinander verbunden und von mehreren Personen gleichzeitig verwendet werden können. Trotz der starken Botschaften bieten die Decken einen vorübergehenden sicheren Raum für den Geist und werden zu einer symbolischen Barriere zwischen uns und der Außenwelt.

Andrioletti greift in ihrer künstlerischen Arbeit komplexe soziale Dynamiken und Phänomene auf. Sie setzt Sprache und Kunst als Dokumentations- und Kommunikationsmittel ein, um in aktuelle Debatten einzutauchen und ein breites Publikum für diese Themen zu sensibilisieren. Sie versucht auf mehreren Ebenen mit der Gesellschaft in Austausch zu treten, so organisierte sie u.a. Workshops, um sich mit der Situation von Jugendlichen mit benachteiligtem sozialem Hintergrund auseinanderzusetzen. Ihr Augenmerk liegt dabei auf den Subkulturen des Internets und den Sozialen Medien. Durch die ständige mediale Begleitung, sei es in den Nachrichten oder in den Sozialen Medien, gibt es viele „Gelegenheiten“, wie Susan Sontag sagt, „mit dem Schmerz anderer konfrontiert zu werden“. Wen der Schmerz vieler überall und immer präsent ist, lässt er die Bedeutung der einzelnen Ereignisse kleiner werden. Welche Wirkung hat er auf uns? Handelt es sich tatsächlich um etwas Fremdes, das uns nichts angeht? Können wir uns in den Schmerz anderer hineinversetzen oder sind wir inzwischen sogar süchtig danach?

Zur Eröffnung und der Finissage findet eine Performance mit zwei FLINTA statt, die die künstlerische Installation aktivieren. Dabei wird das Bewegungsrepertoire sowohl die Interaktion mit den Decken selbst als auch die choreografische Darstellung von Bewegungen und Griffen zur Selbstverteidigung und Abwehr von Gewalt umfassen. Begleitet werden die Auftritte von einem Live-Konzert mit der Sängerin und Aktivistin Gündalein.

Das Projekt wurde ermöglicht durch das Förderprogramm BBK – Verbindungslinien aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst.

Dazwischensein ist ein Projekt in Kooperation mit der LMU, Ludwigs-Maximilians-Universtität München, Urner Institut Kulturen der Alpen‘ und der Stiftung Lucerna. Mit freundlicher Unterstützung der Curt Wills-Stiftung und der Förderung des Vereins Ausstellungshaus für christliche Kunst e.V., München.

Simona Andrioletti (*1990 in Bergamo) lebt und arbeitet in München und Mailand. Sie studierte an der Akademie der Bildenden Künste in München bei Olaf Nicolai und Gregor Schneider und der Accademia di Belle Arti di Brera Milan bei Gianni Caravaggio. Andriolettis Arbeiten wurden international in Museen und Kunstinstitutionen ausgestellt, darunter Villa Stuck, Lothringer13, Kunstverein, Federkiel Stiftung, Nir Altman Galerie in München, MACRO Museum und Mattatoio in Rom, ViaFarini in Mailand, E.ART.H in Verona, Museo del Novecento in Florenz sowie Galerie Réféctoire des Nonnes und Palais Bondy in Lyon.

Gesprächspartnerin: Dr. Claudia Büttner (*1965) ist promovierte Kunsthistorikerin und Kuratorin. Der Schwerpunkt ihrer Vorträge, Publikationen, Beraterinnentätigkeit und Forschung sind alle Formen von Kunst im öffentlichen Raum sowie im Kontext der Architektur. Büttner lehrte Kunstgeschichte an TU Berlin, TU München und an der Kunstuniversität Linz und forscht für das Bundesbauministerium unter anderem zur Kunst am Bau.

Empfangshalle ist das 2000 in München gegründete Künstlerduo Corbinian Böhm (*1966 in München) und Michael Gruber (*1965 in Mallersdorf). Das Duo macht seit 1998 Kunst mitten in der Gesellschaft und mit gesellschaftlichen Strukturen. Die konzeptuellen Arbeiten manifestieren sich in temporären Aktionen, Videoarbeiten, Fotografien oder Skulpturen. Dabei wird das Publikum als aktiver Betrachter mit in die Arbeiten eingebunden. Zahlreiche dieser Projekte wurden für den öffentlichen oder halb-öffentlichen Raum konzipiert, von Schulen über Kirchen bis hin zu einem Gefängnis oder zum Carport der Münchner Abfallwirtschaft und sich über den gesamten Stadtraum erstreckend: 2003 verwirklichte das Duo die Arbeit ‚Woher Kollege Wohin Kollege‘ mit den Müllmännern des Abfallwirtschaftsbetriebs München. Beide leben in München und haben einen Lehrauftrag an der Akademie der Künste und der TU München. Sie engagieren sich seit langer Zeit aktiv beim Bundesverband Bildender Künste BBK.

Nnenna Onuoha (*1993 in Lagos, Nigeria) lebt und arbeitet in Berlin. Die ghanaisch-nigerianische Künstlerin, Autorin und Forscherin ist binationale Doktorandin in Medienanthropologie an der Harvard University sowie in Global History an der Universität Potsdam. Ihre Arbeit erforscht monumentales Schweigen rund um die Geschichte und das Nachleben des Kolonialismus in Westafrika, Europa und den Vereinigten Staaten. Zentral ist die Frage: Wie erinnern wir uns, welche Vergangenheiten möchten wir zeigen und warum? Ihre Praxis konzentriert sich auf afrodiasporische Stimmen und dreht sich um Prozesse des kollektiven Erinnerns; das Zusammenfügen der Vergangenheit Stück für Stück. Ihre Arbeiten wurden unter anderem in der Galerie im Turm, der Galerie im Körnerpark, dem Kunstverein Hamburg, dem KW Institute for Contemporary Art, dem Museum of Modern Art Shanghai und der Johannesburg Art Gallery gezeigt. Zuletzt erhielt sie den Preis der Amadeu Antonio Stiftung 2023.

Filmprogramm
Empfangshalle
3 Sekunden, 1999
Film, 2:41 Minuten

Nnenna Onuoha
The A‑Team, 2021
Film, 17 Minuten

Nnenna Onuoha
Rosenfelde, 2021
Film, 5 Minuten

Programm
Eröffnung mit Performance
Donnerstag, 22. Februar 2024, 18 bis 21 Uhr
Einführung 19 Uhr
Lioba Leibl, Mitglied des Geschäftsführenden Vorstands
Benita Meißner, Kuratorin
Performance 19.30 Uhr
Simona Andrioletti und Nicola Kötterl (Konzept, Choreografie), Wiebke Dobers und Eléonore Barbara Bovet (Performance), Gündalein (Gesang), Nicolas Maximilian (Musik), Felix Neumann (Grafikdesign)

Simona Andrioletti im Gespräch mit Dr. Claudia Büttner
Donnerstag, 7. März 2024, 19 Uhr

Finissage mit Performance
Donnerstag, 21. März 2024, 19 Uhr

Abb 1 Gestaltung: Bernd Kuchenbeiser
Abb 2 Simona Andrioletti, If It Feels Wrong It Is Wrong (Anti-Spiking Lid), 2023

Plakat 
Dazwischensein 2
Simona Andrioletti

limitierte Auflage (10 Stück)
DIN A0, ca. 80 x 120 cm 
EUR 5,-
erhältlich im DG Kunstraum