
Wir laden Sie und Euch herzlich ein zum letzten Ausstellungstag von Dazwischensein 7
Abendöffnung
Mittwoch, 2. Oktober 2024, bis 20 Uhr

Wir laden Sie und Euch herzlich ein zum letzten Ausstellungstag von Dazwischensein 7
Abendöffnung
Mittwoch, 2. Oktober 2024, bis 20 Uhr




Mit diesem Wochenende starten die Münchner Galerien gemeinsam mit zahlreichen Partner-Institutionen und Museen in den Münchner Kunstherbst. Das seit 1989 im Münchner Kulturleben fest verankerte Kunstwochenende lockt mit Sonderöffnungszeiten, geführten Rundgängen und einem breiten Vermittlungsangebot viele Besucher in die Kunstmetropole und ihre Galerien – und wir sind auch wieder mit dabei!
Im Rahmen der Open Art 2024 gibt es im DG Kunstraum die Ausstellung ‚Dazwischensein 7 – Sandra Boeschenstein‘ zu entdecken. Wie jedes Jahr blicken wir gespannt auf einen tollen Start in den Kunstherbst und freuen uns auf Ihren und Euren Besuch!
Sonderöffnungszeiten zur Open Art
Freitag, 6. September 2024, 12 bis 21 Uhr
Samstag, 7. September 2024, 11 bis 18 Uhr
Sonntag, 8. September 2024, 11 bis 18 Uhr
Am Sonntag um 11 Uhr können Sie beim Rundgang ‚Vom Hofgarten ins Kunstareal‘ unter anderem auch den DG Kunstraum bei einer Führung durch die Ausstellungsräume und Galerien erleben. Treffpunkt ist bei der Galerie Filser & Gräf, Galeriestr. 6.
Rundgang 4
Guide: Gertrud Fassnacht
Galerien:
Galerie Filser & Gräf
Galerie Florian Sundheimer
DG Kunstraum
Galerie Renate Bender
Galerie an der Pinakothek der Moderne – Barbara Ruetz
Galerie ORIANE
Hier finden Sie den Open Art Katalog.
Alle weiteren Informationen gibt es hier.





Wir laden Sie und Euch herzlich ein zum Künstleringespräch!
Sandra Boeschenstein im Gespräch mit Prof. Dr. Daria Pezzoli-Olgiati
Mittwoch, 11. September 2024, 19 Uhr
Jede der vielen feinen Linien in den Bildern von Sandra Boeschenstein ist ein Ereignis, im Kopf und im Raum. In der Serie der sogenannten ‚Institute‘ die Sandra Boeschenstein seit 2023 entwickelt, trifft zeichnerischer Raum auf eine flüchtige Berührung eines Körpers mit Papier. Sandra Boeschenstein und die Religionswissenschaftlerin Prof. Dr. Daria Pezzoli-Olgiati entführen uns in ihrem Gespräch in die Schweizer Bergwelt und wir sind eingeladen uns gedanklich in den neu gegründeten Instituten der Künstlerin einzufinden.
Sandra Boeschenstein (*1967 in Zürich) lebt und arbeitet in Zürich. Boeschenstein studierte zunächst Philosophie und Kunstgeschichte an der Universität Zürich und wechselte nach zwei Jahren ins Kunststudium an die Hochschule der Künste Bern. Sie verbrachte viele Stipendienaufenthalte in u.a. Stuttgart, Berlin, Paris, Bukarest oder São Paulo. Ihr Werk umfasst Zeichnungen auf Papier sowie raumgreifende Zeichnungen in situ. Sie begreift das Zeichnen als ihr primäres Erkenntniswerkzeug und begeht damit die Grenzbereiche zwischen Fassbarem und Unfassbarem, zwischen Bild und Sprache, zwischen epistemischen und poetischen Qualitäten. Im Zentrum ihrer Aufmerksamkeit stehen die vielfältigen Übergänge zwischen Wahrnehmen und Denken. Boeschenstein arbeitet mit den Aufbau- und den Zerfallsenergien von Bedeutungen und macht den – wie sie es nennt – „Wackelkontakt zwischen Sprache und Materie“ erfahrbar. „Wann ist etwas und wie bekommt es Bedeutung? Wie berühren sich Situation, Bild und Sprache? Wie sieht eine Erkenntnis aus, die zwischen Material, Bild und Sprache winkt und nicht weiter extrahierbar ist?“ sind zentrale Fragen die ihr Schaffen prägen. Boeschensteins Werke wurden international ausgestellt, u.a. 2009 Aargauer Kunsthaus, 2009 Kunsthalle Düsseldorf, 2015 Arter Istanbul, 2016 Hamburger Kunsthalle, 2022 CEUMA São Paulo und Museum zu Allerheiligen Schaffhausen.
Gesprächspartnerin: Prof. Dr. Daria Pezzoli-Olgiati (*1966) lehrt und forscht in Religionswissenschaft und Religionsgeschichte, seit 2016 an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Sie interessiert sich für das Verhältnis von Religion und Medien, insbesondere dem Film und der Kunst. Ihre Veröffentlichungen und Forschungsschwerpunkte behandeln unterschiedliche Aspekte von Religion als ein Phänomen, dass die heutige Kultur stark prägt.
Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie hier.

Wir laden Sie und Euch herzlich ein zur Eröffnung von
Dazwischensein 7
Sandra Boeschenstein
(Möglichkeitsraum)
Lion Bischof
(Filmprogramm)
am Donnerstag, 5. September 2024, 18 bis 21 Uhr
**19 Uhr**
Begrüßung und Einführung
19.15 Uhr
Buchvorstellung ‚Grenzgänge – Religion und die Alpen’
Prof. Dr. Daria Pezzoli-Olgiati und Prof. Dr. Anna-Katharina Höpflinger im Gespräch
Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie hier.
Hier geht es zu den Informationen zur Buchpräsentation ‚Grenzgänge‘
‚Grenzgänge – Religion und die Alpen’
Anna-Katharina Höpflinger, Daria Pezzoli-Olgiati, Boris Previšić, Marco Volken (Hg.)
Mit Fotografien von Marco Volken
200 Seiten, 17 × 24 cm
Paperback mit Klappenbroschur und über 50 Farbfotografien
ISBN 978–3‑290–18666‑1
34 Euro
Ab 5.9. im DG Kunstraum erhältlich
Als Teil eines größeren Verbundprojektes nähert sich ‚Dazwischensein 7‘ künstlerisch an das inter- und transdisziplinäre Forschungsprojekt ‚Grenzgänge‘ an, mit Fachleuten aus der Religionswissenschaft, der Kultur- und Literaturwissenschaft, der Theologie, Philosophie, Ethnologie und Geschichte, die ausgewählte Facetten des Verhältnisses von Religion und den Alpen untersuchen. Das Thema wird im intensiven Austausch mit Musik, Kunst und Fotografie erforscht. Im Rahmen von Dazwischensein 7 wird die Publikation ‚Grenzgänge – Religion und die Alpen‘ präsentiert.
Zur Ausstellung
Sandra Boeschenstein erstellt für den DG Kunstraum eine ortsspezifische Raumzeichnung, die Objekte und Zeichnungen auf Papier umfasst. Sie lotet damit die Grenzbereiche zwischen Fassbarem und Unfassbarem, zwischen Bild und Sprache, zwischen epistemischen und poetischen Qualitäten aus. Im Zentrum ihrer Aufmerksamkeit stehen die vielfältigen Übergänge zwischen Wahrnehmen und Denken.
Ausstellung von 6. September bis 2. Oktober 2024

Dazwischensein ist eine Kooperation mit dem Projekt ‚Grenzgänge. Religion und die Alpen‘ der Ludwig-Maximilians-Universität München, dem Urner Institut Kulturen der Alpen und der Stiftung Lucerna.
‚Grenzgänge‘ ist ein inter- und transdisziplinäres Forschungsprojekt, mit Fachleuten aus der Religionswissenschaft, der Kultur- und Literaturwissenschaft, der Theologie, Philosophie, Ethnologie und Geschichte, die ausgewählte Facetten des Verhältnisses von Religion und den Alpen untersuchen.
Im Kontext des Verbundes wird ein Buch realisiert, mit dem eine breite Öffentlichkeit auf eine Entdeckungsreise in die kulturelle Welt der Alpen mitgenommen wird. Jeder Beitrag ist an einem konkreten Ort in den Alpen angesiedelt, so dass auch eine ‚Begehung‘ möglich ist: Das Buch lädt ein, an ausgewählten Orten in Bayern, in verschiedenen Kantonen der Schweiz, in Italien und in Österreich zu weilen und die unterschiedlichen und gemeinsamen Aspekte von religiösen Praktiken, Gemeinschaften und Traditionen zu betrachten.
Das Buch ‚Grenzgänge. Religion und die Alpen‘ wird am 5. September 2024 von 18 bis 21 Uhr im DG Kunstraum in München präsentiert. Sie sind herzlich eingeladen!
‚Grenzgänge – Religion und die Alpen’
Anna-Katharina Höpflinger, Daria Pezzoli-Olgiati, Boris Previšić, Marco Volken (Hg.)
Mit Fotografien von Marco Volken
200 Seiten, 17 × 24 cm
Paperback mit Klappenbroschur und über 50 Farbfotografien
ISBN 978–3‑290–18666‑1
34 Euro
Ab 5.9. im DG Kunstraum erhältlich
Gefahr und Nutzen, Furcht und Verehrung liegen im Kultur- und Lebensraum Alpen nahe beieinander. Kapellen und Kreuze an schwierigen Passagen stehen dafür ebenso wie die Rituale beim Tunnelbau, die Anrufung einer lawinenabwehrenden Göttin in einem Hausspruch oder die Erfahrungen von Transzendenz, die Alpinist*innen auf einem schwer zugänglichen Gipfel machen. Die Alpen werden durch Tourismus und Technik erfahrbar und kontrollierbar gemacht – und bleiben doch unkontrollierbar. Die Autor*innen beleuchten in ihren Tiefenbohrungen diese Vielschichtigkeit, immer mit Blick auf die natürliche Barriere der Berge, die damit verbundenen religiösen Phänomene wie auch den Wandel des alpinen Lebensraums. Visuelle Akzente setzen die Bilder des Fotografen Marco Volken, musikalische – dank beigefügter QR-Codes – die Kompositionen von Darija Andovska und Matthias Arter, gespielt von den pre-art soloists. Ein facettenreiches Prisma der Religions- und Kulturgeschichte der Alpen.
Flyer zur Buchtour
Weitere Informationen zum Projekt ‚Grenzgänge‘ finden Sie hier.
Grenzgänge ist ein Verbundprojekt mit:
Internationales Musikfestival Alpentöne, Altdorf, CH
DG Kunstraum, München, D
Institut Kulturen der Alpen, Altdorf, CH
Marco Volken, Bergfotografie, Zürich, CH
Internationale Forschungsgruppe Medien und Religion
pre-art, CH
Lehrstuhl für Religionswissenschaft und Religionsgeschichte Ludwig-Maximilians-Universität München, D



Wir laden Sie und Euch herzlich ein zum
Künstleringespräch
Katrin Bittl im Gespräch mit Dr. Ulrich Schäfert
Dienstag, 16. Juli 2024, 19 Uhr
Im Gespräch geht es um das Dazwischensein zwischen den Welten – (wie) kann eine wirkliche wechselseitige Einfühlung in die Lebensrealität von Menschen mit und ohne Behinderung gelingen und wie kann Kunst hier Neues eröffnen?
Katrin Bittl (* 1994 in München) lebt und arbeitet in Dachau. Sie studierte bis 2023 an der Akademie der Bildenden Künste in München. In ihren Arbeiten beschäftigt sie sich mit gesellschaftlichen Idealbildern und Normvorstellungen. Sie untersucht ihren eigenen Körper, als Frau mit Behinderung mittels Video, Performance und Animation. Es entstehen intime Räume, durch private Gegenstände und Möbelstücke, die sie in Installationen einbezieht und ihre biographische Arbeit unterstreichen. Sie verortet ihren eigenen Körper in der Pflanzenwelt und wirft Fragen über den Fürsorgebegriff, Care-Arbeit und die Familie auf. In Zeichnung und Malerei erforscht sie Körpernormierungen, die manipuliert und dekonstruiert werden, indem sie diese skaliert, übermalt oder in neue Kontexte stellt. Außerdem ist sie als freie Autorin tätig und schreibt zu den Themen Intersektionalität von Frauen mit Behinderung, Kunst und Inklusion. Zuletzt waren ihre Arbeiten in der Galerie des Bezirks Oberbayern (,We Are Plants‘) und im Stadtmuseum München (,[K]ein Puppenheim‘) ausgestellt.
Gesprächspartner: Dr. Ulrich Schäfert (*1973) ist Theologe, Kunsthistoriker und gelernter Kirchenmaler und staunt über die Weite und Tiefe, die in der Begegnung dieser Felder liegt. Schäfert ist Leiter des Fachbereichs Kunstpastoral der Erzdiözese München und Freising mit Sitz in St. Paul und 1. Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst e.V.

Wir laden Sie und Euch herzlich ein zur Eröffnung von
Dazwischensein 6
Katrin Bittl
(Möglichkeitsraum)
Thomas Bratzke
Franziska Cusminus
(Filmprogramm)
Ausstellung von 12. Juli bis 8. August 2024
Eröffnung
Donnerstag, 11. Juli 2024, 18 bis 21 Uhr
Begrüßung und Einführung 19.30 Uhr
Sabine Straub, Geschäftsführender Vorstand
Benita Meißner, Kuratorin
Katrin Bittl beschäftigt sich in ihrer künstlerischen Arbeit mit gesellschaftlichen Stereotypen. Sie selbst ist eine behinderte Frau. Ihr wäre es am liebsten zu sagen, dass alle Menschen funktional divers sind. Während ihres Studiums an der Akademie der Bildenden Künste sind viele Selbstporträts entstanden in unterschiedlichen Medien: Miniaturgemälde oder auch per Video dokumentierte Performances. Für die Ausstellung im DG Kunstraum wählt sie einen neuen Weg. Sie hat mit Hilfe einer KI Bilder generiert, die aus einem persönlichen Foto aus ihrem Archiv ein Van Gogh Gemälde generieren. Dabei war die KI nicht in der Lage ihren Körper im Rollstuhl als menschlichen zu erkennen, sondern hat aus ihr eine Pflanze erstellt, meist eine Sonnenblume. Damit schließt die KI ungeplant an ihre Arbeitsserie ‚Mein Leben als Pflanze‘ an. Katrin Bittl entwickelt die Schlussfolgerungen der KI für eine neue eigene Arbeit weiter, die sie digital zeichnet. Sie kreiert ein neues Pflanzenwesen, aber mit der Struktur der menschlichen Haut.



DG Kunstraum X 7. KloHäuschen Biennale 2024
Eröffnung
Samstag, 13. Juli 2024, 20 Uhr
Beim KloHäuschen, Thalkirchner Str. 81, München
Künstler*innen:
Michael von Brentano
Judith Egger
Katharina Gaenssler
Susanne Hanus
Lioba Leibl
Werner Mally
Sabine Straub
Kuratorin:
Benita Meißner
Dazwischensein wollen wir als Möglichkeit begreifen, mehr zu sehen und verschiedene Sichtweisen gleichzeitig in sich zu erfassen. Die Künstler*innen im Vorstand des Kunstvereins haben einen Moment des Dazwischenseins auf den Kacheln festgehalten.
Von Brentano präsentiert eine in Epoxydharz festgehaltene Komposition angefressener Lorbeerblätter. Es ist ein Spiel zwischen Körper und Nichtkörper, Zufall und Spuren des Lebens. Judith Egger spielt mit Unkontrolliertem organischen Wachstum: Auf ihrer Kachel trohnt eine Collage aus organisch-anmutenden Elementen. Aus zwei fingerförmigen Ausstülpungen ergießen sich Flüssigkeiten. Katharina Gaenssler zeigt eine authentische Momentaufnahme. Die Arbeitsebenen des Computers entsprechen den vielen unterschiedlichen Projekten und Aufgaben eines Tages. Susanne Hanus verknüpft das in die Kachel geritzte Bild einer Figur mit ihren typischen Verstrickungen aus roten und grünen Wollfäden. Die Figur befindet sich in einem Spiel aus haltenden Verbindungen und einem Balanceakt. Lioba Leibl schafft einen komplexen zerklüfteten Raum, der sich aus aktuellen Themen der Zeit aufbaut und sich der Idee des Mengerschwamms, einer Figur der fraktalen Geometrie, annähert. Werner Mally hält mittels tschechisch-deutschen Tagebuchnotizen seine künstlerischen Aktivitäten in einem 10-tägigen Zeitraum fest. Sabine Straub rückt der Kachel zu Leibe und verändert ihre Oberfläche, verlängert die 2D Fläche in die Tiefe durch Rillen und füllt diese mit Gips wieder auf.
Zu den Künstler*innen
Michael von Brentano (*1960 in Augsburg) lebt und arbeitet in Seeshaupt. Nach seiner Ausbildung zum Schreiner absolvierte er 1984 bis 1990 das Studium der Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste München bei Prof. Hans Ladner. Zwischen 1997 und 2018 war von Brentano Fachlehrer für Bildhauerei an Schulen für Holz und Gestaltung in Garmisch–Partenkirchen. Seine Arbeiten bewegen sich zwischen Installation, Skulptur und Interventionen im öffentlichen Raum. Immer wieder geht es in seinen Arbeiten auch um die Rezeption von Natur. Von Brentano fügt Polaritäten des Lebens zusammen: Das Innen des Organs, des Sinns, des Glücks, als künstlich gestaltetes Gebilde mit dem Außen der Welt, der Natur, dem Gewachsenen. Er konserviert Vergangenes und stellt es in neuem Zusammenhang in die Gegenwart.
https://www.michaelvonbrentano.com
Judith Egger (*1973) lebt und arbeitet in München. Egger absolvierte eine Ausbildung zur Holzschnitzerin in Oberammergau und studierte Kommunikationsdesign an der FH Augsburg sowie am Royal College of Art in London. Unkontrolliertes organisches Wachstum, parasitäre Organismen und radikale Transformationsprozesse gehören zu ihren Forschungsgebieten – seit 2004 recherchiert sie unter anderem als Direktorin des parasitären Instituts für Hybristik und empirische Schwellkörperforschung die alles antreibende Lebenskraft, die Schwellkraft, die jedem Organismus innewohnt und die der Mensch in letzter Konsequenz nicht kontrollieren kann.
https://www.judithegger.de
Katharina Gaenssler (*1974 in München) lebt und arbeitet in München. Nach einer Ausbildung zur Silberschmiedin studierte sie an der Akademie der Bildenden Künste in München. Ihre Arbeiten werden international gezeigt. Gaenssler erhielt den Bayerischen Kunstförderpreis für Bildende Kunst, das USA-Reisestipendium des Bayerischen Staatsministeriums und ein Arbeitsstipendium der Stiftung Kunstfonds, Bonn. Von 2013 bis 2015 lehrte sie im Rahmen einer Gastprofessur an der HFBK Hamburg.
http://www.katharinagaenssler.de
Susanne Hanus (*1975 Berlin) lebt und arbeitet in Penzberg. Von 1996 bis 2002 studierte sie Malerei, Grafik und Bildhauerei an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, der Hochschule der Künste Berlin und der Glasgow School of Art in Schottland. Nach dem Diplom war sie von 2002 bis 2004 Meisterschülerin von Prof. Martin Honert an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. 2008 erhielt sie den Leonhard und Ida Wolf Gedächtnispreis München und 2009 die Debütant*innenförderung des BBK München. Hanus arbeitet konzeptuell, aber auch mit den Medien Holzschnitt, Zeichnung und Installation.
https://www.susannehanus.de
Lioba Leibl (*1960 Straubing) lebt und arbeitet in Hebertshausen, München. Von
1981 bis 1987 studierte sie Bildhauerei bei Prof. Hubertus von Pilgrim und Prof. Sir Eduardo Paolozzi an der Akademie der Bildenden Künste München sowie Ethnologie von 1984 bis 1989 an der Ludwig-Maximilians-Universität München. 1989 erhielt sie ihr Diplom an der Akademie der bildenden Künste München.
http://www.liobaleibl.de
Werner Mally (*1955 in Karlovy Vary, CZ) lebt und arbeitet in München. Von 1975 bis 1980 studierte er visuellen Kommunikation an der FHS München. Von 1980 bis 1984 studierte er Bildhauerei an den Akademie der bildenden Künste München sowie von 1984 bis 1985 an den Akademie der bildenden Künste Wien. 1987 erhielt er sein Diplom an der Akademie der bildenden Künste München.
http://www.wernermally.de
Sabine Straub (*1963 in Köln) lebt und arbeitet in München. Von 1984 bis 1988 studierte sie an der Hochschule für Angewandte Kunst in Wien.1987 studierte sie an der School of Art, Architecture and Design (vormals St. John Cass) in London. Von 1988 bis 1991 studierte sie an der Hochschule für Gestaltung in Pforzheim. Mit einem Auge die spontane Skizze, mit dem anderen den räumlichen Kontext im Blick, so entwickelt sie meist großformatigen Skulpturen. Die Transformation von der Idee zum gültigen Werk ist fließend. Das Wachsen der Objekte erscheint wie eine Metamorphose über viele, manchmal völlig überraschende Stadien. Der architektonische Kontext entscheidet immer wieder neu über Material, Dimension und Form.
http://sabinestraub.com











Dazwischensein 7
Sandra Boeschenstein
(Möglichkeitsraum)
Lion Bischof
(Filmprogramm)
Ausstellung von 6. September bis 2. Oktober 2024
Eröffnung Donnerstag, 5. September 2024, 18 bis 21 Uhr
Im Jahr 2024 setzt ‚Dazwischensein’ den gedanklichen Überbau für neun kurze, künstlerische Einzelpräsentationen, die das Thema in seinen verschiedenen Aspekten untersuchen. Dazwischensein kann ein Gedanke, Zustand oder auch ein Gefühl sein. Wir wollen Dazwischensein als Möglichkeit begreifen, mehr zu sehen und verschiedene Sichtweisen gleichzeitig in sich zu erfassen.
Sandra Boeschenstein kombiniert für ‚Dazwischensein 7‘ Zeichnungen auf Papier und Zeichnungen in situ: Linien auf Wand und Boden begegnen Papierarbeiten und realen Objekten. Jede der feinen Linien in ihren Zeichnungen ist ein Ereignis, im Kopf und im Raum. Die vielgestaltigen Phänomene und deren Wahrnehmung kreieren ein mehrschichtiges Seherlebnis, wobei der Akt des Betrachtens selbst im Zentrum steht. Was präsentiert sich den Augen und wie entsteht daraus Bedeutung?
Ein besonderes Augenmerk gilt dabei den Übergängen von Wahrnehmen und Denken, den Fenstern unserer Erwartung. Sie begibt sich in ihrem Werk auf die Suche nach Grenzbereichen zwischen Fassbarem und Unfassbarem, zwischen Bild und Sprache, zwischen epistemischen und poetischen Qualitäten. So gibt es beispielsweise reale Löcher in gegenständlichen Wandzeichnungen, welche in paradoxer Weise den Blick auf die Zeichnung mit einem Durchblick durch die Wand verbinden, oder es gibt Wörter, welche im Vorübergehen ihre Bedeutung verändern. Es ist ein lustvolles, spielerisches Angebot, das uns an die Grenzen unserer Wahrnehmung führt.
Gezeigt werden u.a. Zeichnungen aus dem Zyklus ‚Institute‘ die Sandra Boeschenstein seit 2023 entwickelt. Es sind Institute, die es noch nicht gibt, aber geben könnte oder sollte und die nun mittels Zeichnung in minimaler Weise real werden. Diese hybriden Zeichnungen aus Körperabdruck und Linien laden zudem die Schrift zur Namensgebung ein: so gibt es beispielsweise ein ‚Institut für Minimalanimismus ‘, genauso wie ein ‚Institut zur Gürtellinie‘.
Hier trifft linear entworfene Architektur auf die Spur einer Berührung des menschlichen Körpers mit dem Papier. Diese körperliche Präsenz in den gezeichneten Instituten, steht für die faszinierende Qualität der natürlichen Intelligenz, welche Dank dem Zusammenspiel von Wahrnehmen und Denken zu ihrer Differenziertheit und Verantwortungsfähigkeit finden kann.
Durch den Druck des Körpergewichts und das Spiel mit dem Muskeltonus ist jedes Haar und jede Pore der eingefärbten Haut auf dem Papier sichtbar, jeder Abdruck ist dabei einzigartig. Als Orientierungspunkte sind der Nabel und die Behaarung des Venushügels sowie Teil der Vulva zu erkennen. Wie bereits in der Serie ‚Rückläufige Kausalitäten‘ (2021–2023) spielt sie mit den Ausschnitten, die sie den Betrachtenden offeriert. Der Fingerabdruck ist für Sandra Boeschenstein der „Ur-Stempel“, der auch schon in der prähistorischen Kunst auffindbar ist. In ihren Arbeiten gibt es seit langem solche Fingerabdrücke und auch Stempel mit zeichnerischen Elementen. Bei den Arbeiten, die 2015 in der Ausstellung ‚Die Gabe‘ ausgestellt waren, wurden Fingerabdrücke zu kleinen Protagonisten, die das Bild bewohnten.
Als Teil eines größeren Verbundprojektes nähert sich ‚Dazwischensein 7‘ künstlerisch an das inter- und transdisziplinäre Forschungsprojekt ‚Grenzgänge‘ an, mit Fachleuten aus der Religionswissenschaft, der Kultur- und Literaturwissenschaft, der Theologie, Philosophie, Ethnologie und Geschichte, die ausgewählte Facetten des Verhältnisses von Religion und den Alpen untersuchen. Das Thema wird im intensiven Austausch mit Musik, Kunst und Fotografie erforscht. Im Rahmen von ‚Dazwischensein 7′ wird die Publikation ‚Grenzgänge – Religion und die Alpen‘ präsentiert.
Sandra Boeschenstein (*1967 in Zürich) lebt und arbeitet in Zürich. Boeschenstein studierte zunächst Philosophie und Kunstgeschichte an der Universität Zürich und wechselte nach zwei Jahren ins Kunststudium an die Hochschule der Künste Bern. Sie verbrachte viele Stipendienaufenthalte in u.a. Stuttgart, Berlin, Paris, Bukarest oder São Paulo. Ihr Werk umfasst Zeichnungen auf Papier sowie raumgreifende Zeichnungen in situ. Sie begreift das Zeichnen als ihr primäres Erkenntniswerkzeug und begeht damit die Grenzbereiche zwischen Fassbarem und Unfassbarem, zwischen Bild und Sprache, zwischen epistemischen und poetischen Qualitäten. Im Zentrum ihrer Aufmerksamkeit stehen die vielfältigen Übergänge zwischen Wahrnehmen und Denken. Boeschenstein arbeitet mit den Aufbau- und den Zerfallsenergien von Bedeutungen und macht den – wie sie es nennt – „Wackelkontakt zwischen Sprache und Materie“ erfahrbar. „Wann ist etwas und wie bekommt es Bedeutung? Wie berühren sich Situation, Bild und Sprache? Wie sieht eine Erkenntnis aus, die zwischen Material, Bild und Sprache winkt und nicht weiter extrahierbar ist?“ sind zentrale Fragen die ihr Schaffen prägen. Boeschensteins Werke wurden international ausgestellt, u.a. 2009 Aargauer Kunsthaus, 2009 Kunsthalle Düsseldorf, 2015 Arter Istanbul, 2016 Hamburger Kunsthalle, 2022 CEUMA São Paulo und Museum zu Allerheiligen Schaffhausen.
Gesprächspartnerin: Prof. Dr. Daria Pezzoli-Olgiati (*1966) lehrt und forscht in Religionswissenschaft und Religionsgeschichte, seit 2016 an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Sie interessiert sich für das Verhältnis von Religion und Medien, insbesondere dem Film und der Kunst. Ihre Veröffentlichungen und Forschungsschwerpunkte behandeln unterschiedliche Aspekte von Religion als ein Phänomen, dass die heutige Kultur stark prägt.
Lion Bischof (*1988 in München) studierte Dokumentarfilm an der Hochschule für Fernsehen und Film in München und erhielt ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes. Im Regie-Kollektiv Motelfilm entstanden die Filme ‚Station: Pathologie‘, ‚Hinterwelten‘, und ‚Tara‘, der auf der Berlinale 2016 gezeigt wurde. Im Jahr 2018 wurde sein Dokumentarfilm ‚Germania‘ (Regie & Produktion) auf dem Max Ophüls Festival gezeigt und prämiert. Er lief 2019 in den Kinos. Zudem ist er als Kameramann und Videokünstler tätig und arbeitete unter anderem mit Falk Richter und Jan-Christoph Gockel an den Münchner Kammerspielen, der Schaubühne Berlin und dem Schauspiel Frankfurt sowie dem Nationaltheater in Straßburg an Theaterproduktionen.
Filmprogramm
Lion Bischof
Passing, 2023
42 Minuten
Videoinstallation mit sieben Kurzfilmen zu Musikstücken auf drei Bildschirmen
Musikstücke: Refrain (4 Minuten), Gletscher (5 Minuten), Weatherbells (5 Minuten), Gipelfkreuz (6 Minuten), Il Curius Pader (5 Minuten), Descent (7 Minuten), Tunnel (10 Minuten)
Lion Bischof hat zu musikalischen Kompositionen ‚Akustischen Grenzgänge‘ von Matthias Arter und Darija Andovska dokumentarische Kurzfilme gedreht, die zusammengenommen unter dem Titel ‚Passing‘ erscheinen und im DG Kunstraum zu sehen sein werden. Im August 2023 wurden die ‚Akustischen Grenzgänge‘ im Rahmen des Festivals ‚Alpentöne‘ in Altdorf (CH) uraufgeführt. Lion Bischof hat dazu acht dokumentarische Kurzfilme gedreht (von denen sieben zu sehen sind), die unter dem Titel ‚Passing‘ zu sehen sein werden. Acht Kurzgeschichten und Erzählungen aus dem inter- und transdisziplinären Forschungsprojekt ‚Grenzgänge‘ inspirierten Darija Andovska und Matthias Arter zu neuen Kompositionen. Die Alpen bilden als geomorphologische Formation den gemeinsamen Ausgangspunkt, um mit den Mitteln der Musik und des Films über das Unvorhergesehene und Bedrohliche der Berge, aber auch über die geografischen Besonderheiten und den menschlichen Einfluss nachzudenken.
Programm
Eröffnung
Donnerstag, 5. September 2024, 18 bis 21 Uhr
19 Uhr Einführung und Buchvorstellung ‚Grenzgänge – Religion und die Alpen‘
Open Art Gallery Weekend
Freitag, 6. September 2024, 12 bis 21 Uhr
Samstag, 7. September 2024, 11 bis 18 Uhr
Sonntag, 8. September 2024, 11 bis 18 Uhr
Sandra Boeschenstein im Gespräch mit Prof. Dr. Daria Pezzoli-Olgiati
Mittwoch, 11. September 2024, 19 Uhr
Letzter Ausstellungstag
Abendöffnung
Mittwoch, 2. Oktober 2024, bis 20 Uhr
Dazwischensein ist ein Projekt in Kooperation mit der Ludwig-Maximilians-Universität München, dem Urner Institut Kulturen der Alpen und der Stiftung Lucerna. Mit freundlicher Unterstützung der Curt Wills-Stiftung und der Förderung des Vereins Ausstellungshaus für christliche Kunst e.V., München. Das Projekt wurde ermöglicht durch das Förderprogramm BBK – Verbindungslinien aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst. Die Ausstellungsarchitektur wird in Kooperation mit der treibgut Materialinitiative erstellt.





Wir laden Sie und Euch herzlich ein zum
Performativen Künstleringespräch mit Atabey Mamasita
Mittwoch, 26. Juni 2024, 19 Uhr
Die Performance findet auf Englisch statt.
In dem Projekt ‚Piedras Lunares‘ (Mondsteine), das die Künstlerin für Dazwischensein 5 umsetzt, arbeitet Manuela Illera sehr bewusst mit anderen Künstler*innen, Designer*innen und Mitgliedern von Communities zusammen. Mit Atabey Mamasita eröffnet Manuela Illera performativ einen Kraftraum, um sich mit der Geschichte der Christianisierung und den Strategien des Widerstands und der Reparatur, die darauf folgten, auseinanderzusetzen.
In diesem ‚Power Space‘ werfen sie einen sorgfältigen Blick auf koloniale Wunden und mögliche Ergebnisse für Heilung und Dialog. Die Künstlerin nutzt die christliche Ausrichtung des DG Kunstraums als konzeptionelles Element, das die Setzung zur ortsspezifischen, dekolonialen Praktik macht.
Manuela Illera (*1988 in Bogotá, Kolumbien) lebt und arbeitet in München. Sie studierte Malerei in Buenos Aires und Bildende Kunst an der Universidad Javeriana in Bogotá. Bis 2023 studierte sie Akademie der Bildenden Künste in München bei Prof. Julian Rosefeldt. Illeras Werke sind eng verwoben mit ihrer feministischen Praxis, die durch die migrantische Perspektive geprägt ist. Ihre interdisziplinäre Arbeit beschäftigt sich mit zeitbasierten Medien und der Verbindungen aus Klang- und Darstellenden Künsten. Dabei verarbeitet sie Themen wie Dekolonialität, Queerness, Körper und subversive Identitäten. Illera ist Mitbegründerin der Band ‚Cosmica Bandida‘, Co-Direktorin des dekolonialen Musikfestivals ‚La Retornona‘ in Bogotá und produziert den feministischen Podcast ‚Extravagant Mortals‘.
Gesprächspartner*in: Atabey Mamasita (bürgerl. Carlos Maria Romero *1979) ist Künstler*in und Kurator*in mit Fokus auf Praktiken des kulturellen Erbes, die für historisch marginalisierte Communitys und sozialen Zusammenhalt relevant sind. Unter anderem war Atabey Mamasita Co-Kurator*in am Museu de Arte do Rio in Rio de Janeiro und Kurator*in des Contemporary Dance University Festivals in Bogotá. Aktuell ist Atabey Mamasita Kurator*in für Performative Praktiken im Haus der Kulturen der Welt in Berlin.
‚Piedras Lunares‘ (Mondsteine) ist ein Projekt konzipiert für Dazwischensein 5 von und mit Manuela Illera (Konzept), Nicolle Torres (Research), Guadalupe Arribas (Design), David Blitz (Klanginstallation), Merlin Stadler (Animation), Atabey Mamasita (Performatives Künstleringespräch), Benita Meißner (Kuratorin)
Dazwischensein ist ein Projekt in Kooperation mit der Ludwig-Maximilians-Universität München, dem Urner Institut Kulturen der Alpen und der Stiftung Lucerna. Mit freundlicher Unterstützung der Curt Wills-Stiftung und der Förderung des Vereins Ausstellungshaus für christliche Kunst e.V., München. Das Projekt wurde ermöglicht durch das Förderprogramm BBK – Verbindungslinien aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst.
