Vortrag im Rahmen der Reihe BDA Gespräch Architektur als Werkzeug der Erinnerung
Das kirchliche Bauerbe des 20. Jahrhunderts: Denkmalstatus oder Schrottwert? von Manuela Klauser, Kunsthistorikerin und Wissenschaftliche Mitarbeiterin DFG-FOR Sakralraumtransformation Moderation: Robert Rechenauer
Donnerstag, 22. Mai 2025, 19 Uhr BDA Bayern Geschäftsstelle, Türkenstraße 34, 80333 München Eintritt frei
Ausgangsposition der Betrachtungen ist das moderne sakrale Bauwerk in den sich verändernden Konstellationen unserer gegenwärtigen Gesellschaft. Die Kirchen der Moderne repräsentieren wie kaum eine andere Baugattung den Wandel des Architekturbegriffs im 20. Jahrhunderts hinsichtlich Bauwesen, Konstruktion und Raumbegriff. Sie demonstrieren darüber hinaus den Wandel der Institution Kirche zu einer demokratischen und gemeindeorientierten Religionsgemeinschaft. Ihr Bestand ist heute jedoch aus beiden Gründen hochgradig gefährdet, denn trotz Denkmalstatus erscheint es ungemein aufwändig und kostspielig, sie unter Berücksichtigung neuester Gebäudestandards zeitgemäß zu ertüchtigen. Zugleich werden sie für ihre ursprüngliche Bestimmung als Gottesdienstorte kaum noch in Anspruch genommen. Dennoch bergen die oftmals in städtisch peripherer Lage zu findenden Kirchen ein großes Potenzial als sozial wertvolle Orte. Unter welchen Bedingungen können diese Räume sich heute öffnen, bewähren und bewahrt werden?
Wir laden Sie herzlich ein zur Finissage des Doppelpass VII
am Donnerstag, 27. März 2025, 19 Uhr
Der Posaunist Christofer Varner wird uns mit einer beeindruckenden Darbietung verzaubern. Er präsentiert: ,Im Verzerrspiegelraum. Ricercar für Tenorposaune in acht Szenen‘ (2008) von Wolfgang Florey
Der ‚Verzerrspiegelraum‘ ist ein ca. 22-minütiges Werk, das die klanglichen und technischen Möglichkeiten der Tenorposaune erforscht. Das Stück ist in acht Szenen gegliedert, die von lyrischen Passagen bis hin zu virtuosen, rhythmisch komplexen Abschnitten reichen. Dabei verbindet es traditionelle Elemente des Ricercar-Stils mit moderner Klangsprache und stellt hohe Anforderungen an Technik und Ausdruck des Interpreten.
Preludio | Laokoon Larghetto, quasi da lontano | Traum vom Andersleben Scherzo, Allegro assai | Possen Presto con violenza | Training Tempo giusto | Aktion Adagio, ma non troppo tratto | Abgrund Andante sostenuto ma energico | Im toten Trakt Grave, tempo di marcia | Exotische Lösungen
Wolfgang Florey, 1945 in Salzburg geboren, ist ein renommierter österreichischer Komponist. Mit etwa 80 Bühnenmusiken und über 40 Hörspielproduktionen hat er die deutschsprachige Musiklandschaft maßgeblich geprägt. Seine Werke zeichnen sich durch tiefgründige musikästhetische Überlegungen aus, die von seinen Erfahrungen als Instrumentalist inspiriert sind.
Lassen Sie sich von den faszinierenden Klängen der Tenorposaune in acht einzigartigen Szenen in den Bann ziehen. Christofer Varner wird Floreys komplexes Werk zum Leben erwecken und uns auf eine klangliche Reise durch den ‚Verzerrspiegelraum‘ führen.
Wir laden Sie und Euch herzlich ein zum Künstler*innengespräch mit Frenzy Höhne und Peter Kees
am Donnerstag, 20. Februar 2025, 19 Uhr
Im Künstlergespräch reflektieren Frenzy Höhne und Peter Kees die Dynamiken von Fortschritt, Konsum und Freiheit in unserer Gesellschaft. Sie diskutieren, wie Kunst die verborgenen Mechanismen der Selbstoptimierung sichtbar machen kann. Ausgehend von ihren Werken – Höhnes Porzellanfiguren mit Werbeslogans und Kees‘ flügelloses Flugzeug – entschlüsseln sie gemeinsam die feinen Strukturen unserer Gegenwartskultur und laden das Publikum ein, neue Perspektiven auf scheinbar selbstverständliche Prozesse zu entwickeln.
42 Revolutions-Requiem-Zyklusin 42 Konzert-Performances an der Orgel von Peter Kees
am Sonntag, 23. Februar 2025, 19.30 Uhr in St. Paul, München
1958 stellte Werner Heisenberg die Weltformel vor – der Physiker war der Meinung, eine „Einheitliche Theorie der Elementarteilchen“ entwickelt zu haben. In den Jahren 1979 bis 1992 schrieb Douglas Adams die Romanreihe ‚Per Anhalter durch die Galaxis‘ (,The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy‘), in der die Zahl ‚42′ von einem Supercomputer nach einige Millionen Jahren Rechenzeit als Antwort auf die Frage „nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest“ gegeben wird.
Fragile Gesellschaftssysteme prägen die Gegenwart. Die Frage nach dem Sinn oder Unsinn des Lebens bleibt unbeantwortet.
Einen Kommentar dazu gibt der Konzeptkünstler Peter Kees in 42 improvisierten Orgelperformances an 42 Kirchenorgeln in 42 Kirchen. Die 42 Performances ergeben ein 42-sätziges Werk, den Revolutions-Requiem-Zyklus: Atmosphären, Rhythmik, Klangfarben spiegeln das aktuelle Zeitgeschehen. Die Performances sind keine Konzerte im klassischem Sinn, vielmehr die Gegenwart kommentierende Reflexionen – Kunst ist Metasprache jenseits aller Sprachbarrieren.
Im Rahmen des Programms ‚Stunde Null? Wie wir wurden, was wir sind‘ des Kulturreferats der Landeshauptstadt München, das von Januar bis Mai 2025 stattfindet, präsentieren wir die Archivschau ‚DG 33 bis 55 – Eine Ausstellung zur Vereinsgeschichte‘.
Wir freuen uns, Sie herzlich zur Eröffnung der Ausstellung am Donnerstag, 30. Januar 2025, von 18 bis 21 Uhr auf der Empore im DG Kunstraum einzuladen.
Vom 31. Januar bis 27. März 2025 beleuchtet die Schau ‚DG 33 bis 55′ die wechselvolle Geschichte unseres Vereins in den Jahren 1933 bis 1955. Im Zentrum stehen der Widerstand gegen die Kunstpolitik des NS-Staates sowie die Herausforderungen und Erfolge beim Wiederaufbau nach 1945. Gezeigt werden Originaldokumente und Schriftverkehr aus dem Archiv, die bisher unveröffentlichte Einblicke in diese entscheidende Phase unserer Vereinsgeschichte ermöglichen.
Die Ausstellung bietet neben spannenden historischen Einblicken auch Raum für Reflexion über Kunst, Unabhängigkeit und gesellschaftliche Verantwortung in schwierigen Zeiten.
Wir laden Sie herzlich ein zur Eröffnung des Doppelpass VII
am Donnerstag, 30. Januar 2025, 18 bis 21 Uhr 19 Uhr Begrüßung und Einführung Lioba Leibl, Geschäftsführender Vorstand Benita Meißner, Kuratorin
Die Ausstellung ‚Himmelsstürmer‘ zeigt Werke der beiden Konzeptkünstler*innen Frenzy Höhne und Peter Kees. Beide reflektieren in ihren Arbeiten das ‚Schneller, Höher, Weiter‘ unserer Konsumgesellschaft auf sehr ungewöhnliche wie auch feinsinnige Art.
Parallel dazu ist auf der Empore im Ausstellungsraum die Archivschau ‚DG 33 bis 55′ zu sehen. Diese Ausstellung beleuchtet spannende Einblicke in die Geschichte des Vereins.
Die Ausstellungen laufen vom 31. Januar bis 27. März 2025. Hier finden Sie weitere Informationen.
Eröffnung mit Neujahrsempfang Donnerstag, 9. Januar 2025, 18 bis 21 Uhr 19 Uhr Begrüßung Dr. Ulrich Schäfert Einführung in die Ausstellung Benita Meißner
Wir laden Sie herzlich ein zur Eröffnung unserer ersten Ausstellung im neuen Jahr!
Manfred Mayerle, langjähriges Mitglied unseres Vereins, hat über das Jahr 2024 hinweg täglich eine Zeichnung im DG-Jahresprogrammkalender Dazwischensein angefertigt. Diese einzigartigen Werke, die den kreativen Prozess und das Jahr begleiten, präsentieren wir in einer Auftaktausstellung für 2025.
Die Ausstellung ist bis Donnerstag, 16. Januar 2025 zu sehen.
Wir freuen uns, gemeinsam mit Ihnen diese besondere Serie von Arbeiten zu würdigen und das Jahr 2025 im DG Kunstraum einzuläuten.
Im Jahr 2024 setzte ‚Dazwischensein’ den gedanklichen Überbau für neun kurze, künstlerische Einzelpräsentationen, die dieses große Thema in seinen verschiedenen Aspekten untersuchten. Das Jahresprogramm wurde von einem aufwendig gestalteten Kalender angekündigt und begleitet. Der Münchner Künstler Manfred Mayerle, langjähriges Mitglied des Kunstvereins, ließ sich von diesem Druckprodukt dazu inspirieren ein neues Zeichenbuch zu initiieren und füllte dieses täglich mit einer Zeichnung. Die Vielfalt der Arbeiten wird durch ein Video ablesbar, welches durch den Kalender und die Zeichnungen des vergangenen Jahres führt.
Das tägliche, kontinuierliche Zeichnen im kleinen Format ist Ausgangspunkt und Grundlage für viele seiner Arbeiten. So verfasst der Künstler schon immer auch zeichnerische Tagebücher. Akribisch hält er sich dabei an die von ihm gewählten Vorgaben zu Uhrzeit, Format oder Medium. Im DG Kunstraum wird eine Auswahl dieser Bücher einsehbar sein. Diese Präsentation wird gerahmt von der Werkserie ‚Kaiser Suite‘ an der Manfred Mayerle ebenfalls seit vielen Jahren arbeitet.
Anfangs war der Ausgangspunkt der Zeichnungen das Gegenständliche, die Figur, der Torso. Über die Jahre hat sich die Linie zunehmend verselbständigt und ist seit Beginn der 1990er-Jahre neben der Farbe sein zentrales Thema. Oft sind die Serien mit den Orten an denen sie entstehen verbunden und über die Titel noch ablesbar, wie zum Beispiel ‚Im Ziebland‘, sein Münchner Wohnort, oder ‚Djerassy‘ die während eines Studienaufenthalts in der Djerassy Foundation in Kalifornien entstanden sind.
Manfred Mayerle (*1939 in München) lebt und arbeitet in München, in der Jachenau sowie auf Mallorca. Nach seiner Jugend in München studierte er an der Akademie der Bildenden Künste München, wo er als Meisterschüler, Assistent und von 1965 bis 1969 als Lehrbeauftragter tätig war. Studienaufenthalte führten ihn unter anderem nach Florenz, New York und Mexiko. Seit 1970 arbeitet Mayerle als freischaffender Bildender Künstler. Seine Werke befinden sich unter anderem in den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen und in der Städtischen Galerie im Lenbachhaus, München. Sein vielseitiges Œuvre umfasst Zeichnungen, Malerei und Arbeiten im Kontext von Architektur und bewegt sich im Spannungsfeld zwischen freier künstlerischer Tätigkeit und raumbezogenen Projekten. Mayerles zeichnerisches und malerisches Werk entwickelte sich von den figurativen und erzählerischen Inhalten der 1960er-Jahre hin zu Körpern und Torsi, die in den 1980er- und 1990er-Jahren zunehmend abstrakter wurden. Darauf folgten farbige, grafische Zeichnungen, Bildkörper und Architekturinterpretationen, bei denen die Auseinandersetzung mit Linie, Farbe und Strukturen im Mittelpunkt steht.
Programm Eröffnung mit Neujahrsempfang Donnerstag, 9. Januar 2025, 18 bis 21 Uhr 19 Uhr Begrüßung Dr. Ulrich Schäfert Einführung in die Ausstellung Benita Meißner
Abendöffnung Donnerstag, 16. Januar 2025, bis 20 Uhr
Am Mittwoch, den 20. November 2024, laden wir herzlich zu einem Tanz- und Performance-Workshop mit dem Choreographen, Tänzer und Politikwissenschaftler Serdar Yolcu ein. Der Workshop findet von 16 bis 17.30 Uhr statt. Nach einer kurzen Pause schließen wir mit einem Gespräch von der Künstlerin Cana Bilir-Meier mit Serdar Yolcu um 18 Uhr an.
Im Rahmen der aktuellen Ausstellung von Cana Bilir-Meier bietet Serdar Yolcu die Möglichkeit, in die facettenreiche Tanzgeschichte Anatoliens einzutauchen. Diese ist geprägt von lebendigen Tänzen, reichhaltigen musikalischen Traditionen und fesselnden Erzählungen.
Inhaltlich führt der Workshop in die traditionelle Tanz- und Musikkultur Anatoliens ein, wobei besondere Bewegungen, Rhythmen und Geschichten im Mittelpunkt stehen. Gemeinsam werden verschiedene Bewegungsabläufe und Klangwelten erprobt, begleitet von den spannenden Entstehungsgeschichten der Tänze, die oft von alltäglichen Erlebnissen, der Natur, Erntezyklen und der Bedeutung von Gemeinschaft inspiriert sind. Die Teilnehmer*innen haben die Möglichkeit, kulturell und sozial bedeutsame Tänze nicht nur zu erlernen, sondern auch zu erleben – ganz unabhängig von tänzerischen Vorkenntnissen.
Im Gespräch wird Serdar Yolcu Einblicke in seine langjährige Arbeit als Tänzer, Choreograph und politischer Bildungsarbeiter geben und über die Bedeutung von Tanz und Performance als Ausdrucksmittel sprechen. Der Austausch bietet zudem Raum für Reflexionen über die Rolle der Kunst im aktivistischen Kontext und darüber, wie kreative Ausdrucksformen gesellschaftliche Veränderungen anstoßen können. Wir freuen uns auf einen inspirierenden Nachmittag voller Bewegung, Austausch und gemeinsamer Erfahrungen.
Dieser Workshop ist kostenlos und richtet sich an alle Tanzinteressierten ab 6 Jahren. Anmeldung bis 18. November 2024 unter info@dg-kunstraum.de
Serdar Yolcu (*1971 in Kangal/Sivas) lebt seit 1979 in München. Er ist Tänzer, Choreograph, Politikwissenschaftler, Soziologe und Kulturarbeiter. Seit 1982 engagiert er sich in der Münchner Volkstanzgruppe ‚Elvan‘, die er seit 1998 leitet. Elvan wurde gegründet von Migrant*innen der ersten Generation aus der Türkei. Als Tänzer und Tanzlehrer, unterrichtet und tanzt er die traditionellen Tänze Anatoliens, welche die Geschichten über das Leben der Menschen, die Liebe zur Natur oder den Kampf um die Ernte erzählen. Als Sozialarbeiter spezialisiert er sich auf die interkulturelle Arbeit und Jungenarbeit. Seit 2012 leitet er AÇILIM Präventive Arbeit mit und für Familien eine Initiative von AKA Aktiv für Interkulturellen Austausch in München. AÇILIM setzt sich für die Verbesserung und Teilhabe der Lebensbedingungen einer Gesellschaft der Vielen und der Mitbürger*innen mit Migrationshintergrund ein und fordert deren Anerkennung. Die Förderung umfasst die sprachliche Entwicklung von Kindern, Unterstützung für Migrant*innenfamilien, Stärkung der Selbsthilfe und Partizipation von Migrant*innen.
Cana Bilir-Meier (*1986 in München) lebt und arbeitet in München und Wien. Sie studierte Kunst und Digitale Medien sowie Film und Kunstpädagogik an der Akademie der bildenden Künste in Wien und an der Sabancı-Universität in Istanbul. Sie arbeitet als Filmemacherin und Künstlerin sowie in Kunst- und Kulturvermittlungsprojekten. Ihre filmischen, performativen und textbasierten Arbeiten bewegen sich an den Schnittstellen zwischen Archivarbeit, Textproduktion, historischer Forschung, zeitgenössischer Medienreflexivität und Archäologie. Sie ist Mitbegründerin der Initiative zum Gedenken an Semra Ertan und Co-Herausgeberin des Gedichtbandes ‚Mein Name ist Ausländer – Benim Adım Yabancı‘. 2021 war sie Vertretungsprofessorin für Kunstpädagogik an der Akademie der Bildenden Künste München.
Die Ausstellung ‚DG. 33 bis 55‘ bietet einen umfassenden Einblick in eine prägende Phase des Vereins Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst und untersucht den Umgang mit der Kunstpolitik des nationalsozialistischen Staates sowie die Aktivitäten des Vereins während und unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Anhand von Originalartikeln und Schriftverkehr aus dieser Zeit werden die Herausforderungen und Reaktionen des Kunstvereins in einem politisch restriktiven Umfeld dokumentiert.
Der Kunstverein Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst e.V. wurde 1893 gegründet. Während des dritten Reiches garantierte die katholische Kirche und der Erzbischof von Freising die Unabhängigkeit des Vereins: er stand durch die katholische Kirche unter Konkordatsschutz. Das NS-Regime hatte keinen Zugriff auf den Verein und konnte diesen nicht der nationalsozialistischen Kunstpolitik unterstellen. Am 26. März 1946 unterzeichnete der Präsident der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst eine Erklärung, in der er versicherte, dass der Verein keine Anhänger*innen des Nationalsozialismus oder eine*n aktive*n Parteigenoss*innen in einflussreicher Stellung im Verein duldete.
Da das Bürogebäude am Wittelsbacherplatz 2, in dem sich auch die Räumlichkeiten der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst befanden, massiv im Zweiten Weltkrieg zerstört wurden, hatte der Kunstverein nach 1945 keine eigenen Ausstellungsräume mehr und organsierte daher Ausstellungen an verschiedenen anderen Orten in München sowie außerhalb. Die erste Ausstellung der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst unter dem Titel ‚zeitgenössische christliche Kunst‘ fand in der Neuen Sammlung München (Gartentrakt des Bayerischen Nationalmuseums) statt.
Die Archivschau ‚DG. 33 bis 55‘ ist besonders relevant, da die Vereinsgeschichte von 1933 bis 1955 bislang nur lückenhaft bekannt ist und die entsprechenden Unterlagen bisher nicht digitalisiert oder aufgearbeitet wurden. Die Präsentation regt zur Auseinandersetzung mit zentralen Fragen an: Wie ging die Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst mit den Bedingungen des Nationalsozialismus um? Welche Ausstellungen und Vereinsaktivitäten gab es zu dieser Zeit? Welche Entwicklungen prägten die Nachkriegszeit?
Der Kunstverein hat in schwierigen Zeiten, insbesondere während des Nationalsozialismus, die Ausstellungstätigkeit fortgeführt, um die kulturelle Identität und die Freiheit der Kunst zu bewahren. Diese Kontinuität zeigt, wie wichtig es ist, kulturelle Werte auch in Krisenzeiten zu schützen und zu fördern. Die DG hat stets den Dialog zwischen Kunst, Kirche und Gesellschaft gefördert. Dies zeigt sich in ihrer Zusammenarbeit mit verschiedenen Künstler*innen und Institutionen. In der heutigen Zeit ist dieser interdisziplinäre Austausch ebenso wichtig, um gesellschaftliche Herausforderungen gemeinsam anzugehen.
Die Ausstellung läuft im Rahmen von ‚Stunde Null? Wie wir wurden, was wir sind‘ des Kulturreferats der Landeshauptstadt München / Public History München. www.public-history-muenchen.de
Mit freundlicher Unterstützung des Kulturreferats der Landeshauptstadt München / Public History München und des Vereins Ausstellungshaus für christliche Kunst e.V. München.