DG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum DiskursGegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs Gegenwart

DG. 33 bis 55
Eine Ausstellung zur Vereinsgeschichte
31. Januar bis 27. März 2025

Stunde Null? Wie wir wurden, was wir sind
DG. 33 bis 55. Eine Ausstellung zur Vereinsgeschichte

Eröffnung Donnerstag, 30. Januar 2025, 18 bis 21 Uhr
Ausstellung von 31. Januar bis 27. März 2025

Die Ausstellung ‚DG. 33 bis 55‘ bietet einen umfassenden Einblick in eine prägende Phase des Vereins Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst und untersucht den Umgang mit der Kunstpolitik des nationalsozialistischen Staates sowie die Aktivitäten des Vereins während und unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Anhand von Originalartikeln und Schriftverkehr aus dieser Zeit werden die Herausforderungen und Reaktionen des Kunstvereins in einem politisch restriktiven Umfeld dokumentiert.

Der Kunstverein Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst e.V. wurde 1893 gegründet. Während des dritten Reiches garantierte die katholische Kirche und der Erzbischof von Freising die Unabhängigkeit des Vereins: er stand durch die katholische Kirche unter Konkordatsschutz. Das NS-Regime hatte keinen Zugriff auf den Verein und konnte diesen nicht der nationalsozialistischen Kunstpolitik unterstellen. Am 26. März 1946 unterzeichnete der Präsident der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst eine Erklärung, in der er versicherte, dass der Verein keine Anhänger*innen des Nationalsozialismus oder eine*n aktive*n Parteigenoss*innen in einflussreicher Stellung im Verein duldete.

Da das Bürogebäude am Wittelsbacherplatz 2, in dem sich auch die Räumlichkeiten der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst befanden, massiv im Zweiten Weltkrieg zerstört wurden, hatte der Kunstverein nach 1945 keine eigenen Ausstellungsräume mehr und organsierte daher Ausstellungen an verschiedenen anderen Orten in München sowie außerhalb. Die erste Ausstellung der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst unter dem Titel ‚zeitgenössische christliche Kunst‘ fand in der Neuen Sammlung München (Gartentrakt des Bayerischen Nationalmuseums) statt.

Die Archivschau ‚DG. 33 bis 55‘ ist besonders relevant, da die Vereinsgeschichte von 1933 bis 1955 bislang nur lückenhaft bekannt ist und die entsprechenden Unterlagen bisher nicht digitalisiert oder aufgearbeitet wurden. Die Präsentation regt zur Auseinandersetzung mit zentralen Fragen an: Wie ging die Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst mit den Bedingungen des Nationalsozialismus um? Welche Ausstellungen und Vereinsaktivitäten gab es zu dieser Zeit? Welche Entwicklungen prägten die Nachkriegszeit?

Der Kunstverein hat in schwierigen Zeiten, insbesondere während des Nationalsozialismus, die Ausstellungstätigkeit fortgeführt, um die kulturelle Identität und die Freiheit der Kunst zu bewahren. Diese Kontinuität zeigt, wie wichtig es ist, kulturelle Werte auch in Krisenzeiten zu schützen und zu fördern. Die DG hat stets den Dialog zwischen Kunst, Kirche und Gesellschaft gefördert. Dies zeigt sich in ihrer Zusammenarbeit mit verschiedenen Künstler*innen und Institutionen. In der heutigen Zeit ist dieser interdisziplinäre Austausch ebenso wichtig, um gesellschaftliche Herausforderungen gemeinsam anzugehen.

Die Ausstellung läuft im Rahmen von ‚Stunde Null? Wie wir wurden, was wir sind‘ des Kulturreferats der Landeshauptstadt München / Public History München.
www​.public​-history​-muenchen​.de

Die Ausstellung läuft parallel zum Doppelpass VII – Frenzy Höhne und Peter Kees.

Mit freundlicher Unterstützung des Kulturreferats der Landeshauptstadt München / Public History München und des Vereins Ausstellungshaus für christliche Kunst e.V. München.

Abb. 1 ‑3: Ausstellungsansichten DG. 33 bis 55, DG Kunstraum 2025, Fotos: Gerald von Foris
Abb. 4: Gestaltung: Anna Zeyn
Abb. 5: Stunde Null? Wie wir wurden, was wir sind, © Public History München
Abb. 6: Aus dem Archiv der DG

Ausstellung
Ressource, Research, Reset 
11. April bis 5. Juni 2025

Ressource, Research, Reset
Architektonische Transformation sakraler Räume

Ausstellung mit dem Lehrstuhl für Entwerfen und Gestalten der TUM

Eröffnung Donnerstag, 10. April 2025, 18 bis 21 Uhr
Ausstellung bis Donnerstag, 5. Juni 2025

Die Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst e. V. (DG) hat sich im Lauf ihrer Geschichte immer wieder mit Fragen des Kirchenbaus und der Ausgestaltung kirchlicher Räume beschäftigt. Im Jahr 2018 anlässlich der 125-Jahr-Feier unseres Vereins entwickelten wir die Wanderausstellung ‚Zusammenspiel – Kunst im sakralen Raum‘, sowie 2023 die Wanderausstellung ‚Kirche Raum Gegenwart‘ die dazu anregt, über Kirchenräume neu nachzudenken, da diese identitätsstiftend und oft ortsbildprägend sind.

Auch in modernen Gesellschaften sind Kirchen oft Orte der sozialen Zusammenkunft. Viele Kirchengemeinden engagieren sich sozial, etwa in der Obdachlosenhilfe oder der Flüchtlingshilfe. Kirchengebäude sind damit auch ein Symbol für soziale Verantwortung und ein Ort für gemeinschaftliches Engagement. In einer Zeit sinkender Mitgliederzahlen in den Gemeinden und dem damit verbundenen Rückgang des Bedarfs an kirchlichen Räumen ist es von zentraler Bedeutung, neue Konzepte für den jeweiligen Erhalt oder die Transformation dieser bedeutenden Bauwerke zu entwickeln.

,Ressource, Research, Reset – Architektonische Transformation sakraler Räume‘ schärft den Blick auf die Qualität von Kirchenräumen und präsentiert neue, innovative Nutzungen, um diese als Räume für die Gesellschaft und ihre Bedürfnisse zu erhalten. Das Projekt ist das Ergebnis einer Kooperation mit dem Lehrstuhl von Prof. Uta Graff für Entwerfen und Gestalten der Technischen Universität München (TUM). Das gleichnamige Masterprojekt startete im Sommersemester 2024 mit einer ersten Aufgabenstellung. Die Studierenden befassten sich mit der architektonischen Umformung der Kirche St. Johannes in Ingolstadt, des Architekten Theo Steinhauser aus dem Jahr 1964. Dabei galt es gleichermaßen den baulichen Bestand, wie den städteträumlichen Kontext zu studieren. Der Entwurf sollte neue Nutzungen, als auch bauliche und strukturelle Veränderungen berücksichtigen und diese in Form von Modellen, innenräumlichen Fotografien und Zeichnungen vermitteln.

Die Studierenden des Wintersemesters 2024/25 befassten sich mit der architektonischen Transformation und baulichen Ergänzung des Kirchenzentrums St. Mauritius in München Moosach, des Architekten Herbert Groethuysen aus dem Jahr 1967. Die Nutzung des seit August 2024 unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes war dieses Mal vorgegeben: es sollte eine Wohnnutzung entwickelt werden. Dabei galt es gleichermaßen den baulichen Bestand wie den städteträumlichen Kontext zu betrachten, über mögliche Formen des Wohnens in einer Gemeinschaft und deren räumlichen Bedarf nachzudenken.

Die drei Begriffe ‚Ressource‘, ‚Research‘ und ‚Reset‘ bilden das Fundament des Projektes: ‚Ressource‘ ist das architektonische Potenzial und die kulturelle Substanz der Kirchenräume; ‚Research‘ die Notwendigkeit, historische und strukturelle Aspekte der Bauwerke zu erforschen und ‚Reset‘ verweist auf die Chance auf einen Neuanfang und eine konstruktive Sichtweise auf diese bedeutenden Räume.

Die Ergebnisse der Projekte werden im DG Kunstraum präsentiert und ermöglichen einen Einblick in innovative Vorschläge für eine relevante und komplexe Fragestellung. Die Ausstellung knüpft an die Re* Vortragsreihe zum Thema Nachhaltigkeit im Bausektor an und wird von der Erzdiözese München und Freising sowie von der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Bayern unterstützt.

Programm
Eröffnung
Donnerstag, 10. April 2025, 18 bis 21 Uhr
19 Uhr
Begrüßung und Einführung
Prof. Uta Graff, TUM
Benita Meißner, Kuratorin

Gespräche
(1) Reset
Donnerstag, 15. Mai 2025, 19 Uhr
Prof. Per Pedersen, Architekt, Professur für Entwerfen und Bauen im Bestand an der BTU Cottbus
18.15 bis 18.45 Uhr
Führung durch die Ausstellung mit Benita Meißner und Prof. Uta Graff

(2) Ressource
Dienstag, 20. Mai 2025, 19 Uhr
Dr. Karin Berkemann, Kunsthistorikerin, Theologin und Initiatorin des Kirchenmanifests
18.15 bis 18.45 Uhr
Führung durch die Ausstellung mit Benita Meißner und Prof. Uta Graff

(3) Research
Dienstag, 27. Mai 2025, 19 Uhr
Prof. Dr. Albert Kirchengast, Architekt, Professur für Architekturtheorie mit Schwerpunkt Bauen im Bestand an der BTU Cottbus
18.15 bis 18.45 Uhr
Führung durch die Ausstellung mit Benita Meißner und Prof. Uta Graff

Finissage mit Performance
Donnerstag, 5. Juni 2025, 19 Uhr
Die Performance von Jin Lee (Tanz) und Alexander Gerner (Saxophon) spielt mit Bewegung und Klang im Raum und interpretiert den Ausstellungstitel ‚Ressource, Research, Reset‘.


Begleitprogramm
♲ Re* 6
Vortragsreihe zum Thema Nachhaltigkeit im Bausektor
Mittwoch, 30. April 2025, 19 Uhr
mit Gerhard Matzig, Journalist und Autor
und Prof. Amandus Samsøe Sattler, Architekt

Externer Vortrag im Rahmen der Reihe BDA Gespräch:
Architektur als Werkzeug der Erinnerung
Das kirchliche Bauerbe des 20. Jahrhunderts: Denkmalstatus oder Schrottwert?

Donnerstag, 22. Mai 2025, 19 Uhr
Manuela Klauser, Kunsthistorikerin & Wiss. Mitarbeiterin DFG-FOR Sakralraumtransformation
BDA Bayern Geschäftsstelle, Türkenstraße 34, 80333 München

Ein Projekt in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Entwerfen und Gestalten der TUM.

Mit freundlicher Unterstützung des Vereins Ausstellungshaus für christliche Kunst e.V., München. 

Abb. 1–7: Ausstellungsansichten ‚Ressource, Research, Reset‘, DG Kunstraum 2025, Fotos: Gerald von Foris
Abb. 8–9: Ausstellungsansichten ‚Ressource, Research, Reset‘, DG Kunstraum 2025, Fotos: Lukas Walcher
Abb. 10: Gestaltung: Bernd Kuchenbeiser

Schöne Ferien
Sommerpause
18. bis 29. August 2025


Liebe Freund*innen und Kunstinteressierte,

wir verabschieden uns im August in die Sommerpause und freuen uns, Sie und Euch im September in der DG Mitgliederausstellung ‚Zunder und Zartheit‘ wieder zu begrüßen.

SAVE THE DATE

Di, 16.9.2025, 19 Uhr
Künstlergespräch und Katalogpräsentation ‚Dazwischensein‘

Do, 18.9.2025, 19 Uhr
Finissage mit Musik
Udo Schindler (Blasinstrumente) mit Ardhi Engl (selbstgebaute Instrumente)

Wir wünschen Ihnen und Euch eine erholsame Sommerzeit und freuen uns auf ein Wiedersehen im Herbst!

Das DG Kunstraum Team

Ausstellung
together forever – macht euch die Erde untertan?
10. Oktober bis 18. Dezember 2025

Eröffnung Donnerstag, 9. Oktober 2025, 18 bis 21 Uhr
Ausstellung 10. Oktober bis 18. Dezember 2025

Künstler*innen
Olaf Otto Becker
Herman de Vries 
Markus Heinsdorff 
Caro Jost
Jonas Maria Ried
Panty Paradise (Veronica Burnuthian und Aelita Le Quément)
Carola Vogt und Peter Boerboom
Maxine Weiss 
Stefanie Zoche 

Nichts von dieser Welt ist für uns gleichgültig. Die Beziehung des Menschen zur Natur ist eine zentrale Ursache für den tiefgreifenden Wandel der Erde. Der Kunstverein präsentiert in der Ausstellung ‚Together Forever – macht euch die Erde untertan?‘ Werke aus den Bereichen der Fotografie, Malerei und Installation, die diese komplexen Entwicklungen reflektieren und neue Denkanstöße ermöglichen.

Die Bibelstelle „macht euch die Erde untertan“ Genesis 1,28 wurde vom amerikanischen Wissenschaftshistoriker Lynn White 1967 als Wurzel, der ökologischen Krise, benannt. Was bedeutet verantwortliches Handeln und ist der Mensch nicht ohnehin Teil der Natur? Wir sind von der Natur abhängig, um unser Wohlbefinden, unsere Lebensgrundlagen und unsere kulturelle Identität zu erhalten. Tierwerden, Pflanzewerden, Indigenwerden bilden Formen einer ästhetischen Praxis, die Selbsterfahrung im Zusammenwirken mit den vielen anderen ergründen. Die Kunst macht schon lange grenzüberschreitende Tier-Pflanze-Mensch-Wesen möglich und agiert in symbiotischen Zusammenhängen von Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Technologie. Kunst bietet Raum für neue Perspektiven, doch als Spiegel der Gegenwart ist sie zugleich der Ort, an dem Kritik an gesellschaftlichen Irrwegen aufscheint. Die Ausstellung gibt verschiedenen künstlerischen Positionen Raum.

Programm
Eröffnung und Performance
Donnerstag, 9. Oktober 2025, 18 bis 21 Uhr
19 Uhr
Begrüßung und Einführung
Lioba Leibl, Vorstand
Benita Meißner, Kuratorin
Panty Paradise, Performance

Donnerstag, 16. Oktober 2025, 19 Uhr
Kuratorinnenführung durch die Ausstellung

Samstag, 18. Oktober 2025, 18 Uhr
Lange Nacht der Münchner Museen

Dienstag, 21. Oktober, 19 Uhr
‚Macht euch die Erde untertan. Die Kunst des Miteinanders von Mensch und Natur‘
Prof. Dr. Dr. Klaas Huizing spricht in der Evangelischen Stadtakademie München
Herzog-Wilhelm-Straße 24, 80331 München

Dienstag, 11. November 2025, 19 Uhr
Kunst und Wissenschaft im Dialog
Dr. Sofie Valk, Leiterin der Lise Meitner Forschungsgruppe, Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften

Montag, 17. November 2025, 19 Uhr
Kunst und Wissenschaft im Dialog
Prof. Dr. Andreas Burkert, Astrophysiker. Inhaber des Lehrstuhls für theoretische und numerische Astrophysik an der LMU

Mittwoch, 19. November 2025, 14 bis 17 Uhr
‚together forever. Zusammen-Spiel‘
Alter: ab 8 Jahren
in Kooperation mit Filomele
Anmeldung erforderlich

Donnerstag, 20. November 2025, 19 Uhr
Together Forever?
im Gespräch mit den Künstler*innen

Donnerstag, 18. Dezember 2025, 19 Uhr
Finissage mit Performance
Panty Paradise

Abb.: Ausstellungsansicht ‚together forever‘, DG Kunstraum 2025, Foto: Gerald von Foris

Dazwischensein 9
Finissage mit Künstleringespräch
Donnerstag, 12. Dezember 2024, 19 Uhr

Zum Ende unseres Jahresprogramms und der Ausstellung Dazwischensein 9 – Cana Bilir-Meier laden wir Sie herzlich zu einem Abend in gemütlicher, weihnachtlicher Atmosphäre ein. 

Finissage mit Künstleringespräch
Donnerstag, 12. Dezember 2024, 19 Uhr

Im Gespräch mit Cana Bilir-Meier geht es um das Hinterfragen von Normalität und festgefahrenen Strukturen. Cana Bilir-Meiers Arbeit verbindet persönliche und kollektive Erinnerungen, indem sie familiäres Archivmaterial nutzt und neue Perspektiven auf Gemeinschaften und Beziehungen eröffnet. Sie zeigt, wie Geschichten und kulturelles Erbe durch Rituale, Tanz, Musik und Körperbewegungen weitergetragen werden können. Dabei spielt auch die Migrationsgeschichte ihrer Familie und das türkische Theaterstück Düşler Ülkesi eine zentrale Rolle. Im Dialog wird zudem der Umgang mit Verletzungen der Vergangenheit, Versöhnung und staatliche Gewalt thematisiert.

Im Anschluss lassen wir den Abend bei Gebäck und Getränken ausklingen. Kommen Sie vorbei und feiern Sie mit uns den Abschluss eines bewegenden Jahres!

Abb.: Ausstellungsansicht Dazwischensein 9 – Cana Bilir-Meier, DG Kunstraum 2024, Foto: Gerald von Foris

Eröffnung mit Performance
Dazwischensein 9
Cana Bilir-Meier
Donnerstag, 14. November 2024, 18 bis 21 Uhr

Wir laden Sie und Euch herzlich ein zur Eröffnung von

Dazwischensein 9
Cana Bilir-Meier
(Möglichkeitsraum)

Cana Bilir-Meier
Talya Feldman
Yulia Lokshina
Initiative in Remembrance of Yaya Jabbi
(Filmprogramm)

am Donnerstag, 14. November 2024, 18 bis 21 Uhr
19 bis 20 Uhr
Begrüßung und Einführung in die Ausstellung, Benita Meißner
Performatives Programm:
Cana Bilir-Meier (Einführung)
İlayda Akbaba (Spoken Word)
Serdar Yolcu (Tanz)
Sezgin İnceel (Gitarre, Gesang) & Sasha Agranov (Cello)
Nihan Devecioğlu (Gesang) & Sasha Agranov (Cello)

Ausstellung bis 12. Dezember 2024

Wie können wir unsere eigenen Geschichten erzählen, erinnern und weiterschreiben durch Gedichte, Körperbewegungen, Rituale, Tanz und Musik? Lässt sich Erinnerung im Körper speichern und wie können wir diese an die nächsten Generationen weitergeben? Anhand des Theaterstücks Düşler Ülkesi aus dem Jahr 1982 von Erman Okay das Alltagserfahrungen, Hoffnungen und Wünsche von migrantisierten Menschen in Deutschland betrachtet, möchten wir in dieser Performance Themen aus dem Stück aufgreifen, in Dialog dazu treten und weiter darüber nachdenken. 

Auf Einladung der Künstlerin werden zur Eröffnung Münchner Akteuer*innen Sasha Agranov, İlayda Akbaba, Nihan Devecioğlu, Sezgin İnceel und Serdar Yolcu in unterschiedlichen Performances mittels Tanz, Musik, Sound und Bewegung ihre Perspektiven auf das Erinnern, Resilienz und das Nicht-Vergessen-Lassens mit dem Publikum teilen.

Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie hier.

Abb. 1–10: Eröffnung, 14.11.2024, DG Kunstraum, Fotos: Özlem Avcı, Daniela Lange
Abb. 11: Poster Dazwischensein 9 – Cana Bilir-Meier, Gestaltung: Bernd Kuchenbeiser

Eröffnung
Dazwischensein 8 
Judith Egger
Donnerstag 10. Oktober 2024, 18 bis 21 Uhr

Wir laden Sie und Euch herzlich ein zur Eröffnung von

Dazwischensein 8
Judith Egger
(Möglichkeitsraum)

Mareike Bernien & Alex Gerbaulet
Minhye Chu
kuratiert von Fabian Hesse & Mitra Wakil
(Filmprogramm)

am Donnerstag, 10. Oktober 2024, 18 bis 21 Uhr
19.30 Uhr
Begrüßung Lioba Leibl, Geschäftsführender Vorstand
Einführung Benita Meißner, Kuratorin DG Kunstraum
Danksagung Judith Egger

Ausstellung bis 7. November 2024

Umhöhlt und von Dunkelheit umschlossen, Erdgeruch in der Nase, entzünde ich ein Feuer. Meine Wurzelhände wachsen tief, während der Geist weite Räume und Zeiten durchwandert bis zum Ursprung. Es drängt mich raus und ich lerne Tag und Nacht kennen, den Regen und die Energie der Sonne. Mir wachsen Blätter, Blüten und Früchte bis alles vermorscht und ich zurückkehre ins Dunkel, bereit für den nächsten Zyklus.“ Judith Egger

Abb 1–4: Eröffnung Dazwischensein 8 – Judith Egger, Fotos: Daniela Lange
Abb. 5: Poster Dazwischensein 8 – Judith Egger, Gestaltung: Bernd Kuchenbeiser

Dazwischensein 8 
Künstleringespräch
Donnerstag, 17. Oktober 2024, 19 Uhr

Wir laden Sie und Euch herzlich ein zum Künstleringespräch!

Judith Egger im Gespräch mit Roland Wenninger
Donnerstag, 17. Oktober 2024, 19 Uhr

Die Künstlerin Judith Egger und der Kurator Roland Wenninger kennen sich seit dem 2015 ins Leben gerufenen Münchner Kunstpreis ‚zwei:eins‘. Diesen hatte Judith Egger mit ihrem interdisziplinären Projektvorschlag ‚Ursprung/Origins – eine Versuchsannäherung über die Selbstorganisation der Materie und Entstehung des ersten Lebens auf der Erde‘ gemeinsam mit ihrem Projektpartner, dem Biophysiker Dieter Braun, verliehen bekommen. Roland Wenninger hatte Judith Egger für den Preis vorgeschlagen und sie durch das gesamte Projekt bis hin zur Ausstellung begleitet. Seitdem verbindet die beiden eine Freundschaft, in der auch Gespräche über Kunst eine große Rolle spielen. Im Künstleringespräch nehmen die beiden den lebendigen Gesprächsfaden auf und diskutieren die ausgestellte Installation und Judith Eggers künstlerischen Weg.

Judith Egger (*1973 in Gräfelfing) lebt und arbeitet in München. Egger absolvierte eine Ausbildung zur Holzschnitzerin in Oberammergau und studierte Kommunikationsdesign an der FH Augsburg sowie am Royal College of Art in London. Unkontrolliertes organisches Wachstum, parasitäre Organismen und radikale Transformationsprozesse gehören zu ihren Forschungsgebieten – seit 2004 recherchiert sie unter anderem als Direktorin des parasitären Instituts für Hybristik und empirische Schwellkörperforschung die alles antreibende Lebenskraft, die Schwellkraft, die jedem Organismus innewohnt und die der Mensch in letzter Konsequenz nicht kontrollieren kann.

Gesprächspartner: Roland Wenninger (*1967) arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Kurator am Museum Villa Stuck. In seiner Arbeit stellt er sich die Frage: „Was kann die Kraft der Kunst bewirken – welche Veränderungsprozesse kann Kunst anstoßen?“ Dabei setzt er sich für Künstler*innen ein, die die Grenzen zum Politischen und Sozialen überschreiten. Am Museum Villa Stuck hat er u.a. die Ausstellungen Thomas Hirschhorn ‚Never Give Up The Spot‘ und ‚Bis ans Ende der Welt und über den Rand – mit Adolf Wölfli‘ kuratiert. Aktuell ist in der VS – dem Interimsquartier des Museums Villa Stuck – die von ihm kuratierte Ausstellung ‚Tania Bruguera – The Condition of No‘, zu sehen.

Abb 1–4: Künstleringespräch, 17. Oktober 2024, DG Kunstraum
Abb. 5: Muttermund, Ausstellungsansicht Dazwischensein 8 – Judith Egger, DG Kunstraum 2024, Foto: Gerald von Foris

Dazwischensein 8 
Finissage mit Musik
Donnerstag, 7. November 2024, 19 Uhr

Dazwischensein 8
Judith Egger
(Möglichkeitsraum)

Mareike Bernien & Alex Gerbaulet
Minhye Chu
kuratiert von Fabian Hesse & Mitra Wakil
(Filmprogramm)

Wir laden Sie und Euch herzlich ein zur 

Finissage mit Musik
Magdalena Geiger und Lukas Schrüfer im Duo mit Hackbrett und Klarinette
Donnerstag, 7. November 2024, 19 Uhr

Magdalena Geiger und Lukas Schrüfer aus aus der Klasse Prof. Birgit Stolzenburg de Biasio und der Klasse Lars Zolling an der Hochschule für Musik und Theater München präsentieren neue Musik und neu aufbereitete traditionellere Stücke im Duo mit Hackbrett und Klarinette.

Programm circa 30 Minuten

Abb.: Vulkan, Ausstellungsansicht Dazwischensein 8 – Judith Egger, DG Kunstraum 2024, Foto: Gerald von Foris

Wir sind immer und überall …dazwischen‘
DG Kunstraum bei der
 7. KloHäuschen Biennale
13. Juli bis 3. August 2024

DG Kunstraum X 7. KloHäuschen Biennale 2024

Eröffnung
Samstag, 13. Juli 2024, 20 Uhr
Beim KloHäuschen, Thalkirchner Str. 81, München

Künstler*innen:
Michael von Brentano
Judith Egger
Katharina Gaenssler
Susanne Hanus
Lioba Leibl
Werner Mally
Sabine Straub

Kuratorin:
Benita Meißner

Dazwischensein wollen wir als Möglichkeit begreifen, mehr zu sehen und verschiedene Sichtweisen gleichzeitig in sich zu erfassen. Die Künstler*innen im Vorstand des Kunstvereins haben einen Moment des Dazwischenseins auf den Kacheln festgehalten.

Von Brentano präsentiert eine in Epoxydharz festgehaltene Komposition angefressener Lorbeerblätter. Es ist ein Spiel zwischen Körper und Nichtkörper, Zufall und Spuren des Lebens. Judith Egger spielt mit Unkontrolliertem organischen Wachstum: Auf ihrer Kachel trohnt eine Collage aus organisch-anmutenden Elementen. Aus zwei fingerförmigen Ausstülpungen ergießen sich Flüssigkeiten. Katharina Gaenssler zeigt eine authentische Momentaufnahme. Die Arbeitsebenen des Computers entsprechen den vielen unterschiedlichen Projekten und Aufgaben eines Tages. Susanne Hanus verknüpft das in die Kachel geritzte Bild einer Figur mit ihren typischen Verstrickungen aus roten und grünen Wollfäden. Die Figur befindet sich in einem Spiel aus haltenden Verbindungen und einem Balanceakt. Lioba Leibl schafft einen komplexen zerklüfteten Raum, der sich aus aktuellen Themen der Zeit aufbaut und sich der Idee des Mengerschwamms, einer Figur der fraktalen Geometrie, annähert. Werner Mally hält mittels tschechisch-deutschen Tagebuchnotizen seine künstlerischen Aktivitäten in einem 10-tägigen Zeitraum fest. Sabine Straub rückt der Kachel zu Leibe und verändert ihre Oberfläche, verlängert die 2D Fläche in die Tiefe durch Rillen und füllt diese mit Gips wieder auf.

www​.das​-klohaeuschen​.de
www​.kh​-biennale​.world 

Zu den Künstler*innen
Michael von Brentano (*1960 in Augsburg) lebt und arbeitet in Seeshaupt. Nach seiner Ausbildung zum Schreiner absolvierte er 1984 bis 1990 das Studium der Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste München bei Prof. Hans Ladner. Zwischen 1997 und 2018 war von Brentano Fachlehrer für Bildhauerei an Schulen für Holz und Gestaltung in Garmisch–Partenkirchen. Seine Arbeiten bewegen sich zwischen Installation, Skulptur und Interventionen im öffentlichen Raum. Immer wieder geht es in seinen Arbeiten auch um die Rezeption von Natur. Von Brentano fügt Polaritäten des Lebens zusammen: Das Innen des Organs, des Sinns, des Glücks, als künstlich gestaltetes Gebilde mit dem Außen der Welt, der Natur, dem Gewachsenen. Er konserviert Vergangenes und stellt es in neuem Zusammenhang in die Gegenwart.
https://​www​.michaelvonbrentano​.com

Judith Egger (*1973) lebt und arbeitet in München. Egger absolvierte eine Ausbildung zur Holzschnitzerin in Oberammergau und studierte Kommunikationsdesign an der FH Augsburg sowie am Royal College of Art in London. Unkontrolliertes organisches Wachstum, parasitäre Organismen und radikale Transformationsprozesse gehören zu ihren Forschungsgebieten – seit 2004 recherchiert sie unter anderem als Direktorin des parasitären Instituts für Hybristik und empirische Schwellkörperforschung die alles antreibende Lebenskraft, die Schwellkraft, die jedem Organismus innewohnt und die der Mensch in letzter Konsequenz nicht kontrollieren kann.
https://​www​.judithegger​.de

Katharina Gaenssler (*1974 in München) lebt und arbeitet in München. Nach einer Ausbildung zur Silberschmiedin studierte sie an der Akademie der Bildenden Künste in München. Ihre Arbeiten werden international gezeigt. Gaenssler erhielt den Bayerischen Kunstförderpreis für Bildende Kunst, das USA-Reisestipendium des Bayerischen Staatsministeriums und ein Arbeitsstipendium der Stiftung Kunstfonds, Bonn. Von 2013 bis 2015 lehrte sie im Rahmen einer Gastprofessur an der HFBK Hamburg.
http://​www​.katharinagaenssler​.de

Susanne Hanus (*1975 Berlin) lebt und arbeitet in Penzberg. Von 1996 bis 2002 studierte sie Malerei, Grafik und Bildhauerei an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, der Hochschule der Künste Berlin und der Glasgow School of Art in Schottland. Nach dem Diplom war sie von 2002 bis 2004 Meisterschülerin von Prof. Martin Honert an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. 2008 erhielt sie den Leonhard und Ida Wolf Gedächtnispreis München und 2009 die Debütant*innenförderung des BBK München. Hanus arbeitet konzeptuell, aber auch mit den Medien Holzschnitt, Zeichnung und Installation.
https://​www​.susannehanus​.de

Lioba Leibl (*1960 Straubing) lebt und arbeitet in Hebertshausen, München. Von
1981 bis 1987 studierte sie Bildhauerei bei Prof. Hubertus von Pilgrim und Prof. Sir Eduardo Paolozzi an der Akademie der Bildenden Künste München sowie Ethnologie von 1984 bis 1989 an der Ludwig-Maximilians-Universität München. 1989 erhielt sie ihr Diplom an der Akademie der bildenden Künste München.
http://​www​.liobaleibl​.de

Werner Mally (*1955 in Karlovy Vary, CZ) lebt und arbeitet in München. Von 1975 bis 1980 studierte er visuellen Kommunikation an der FHS München. Von 1980 bis 1984 studierte er Bildhauerei an den Akademie der bildenden Künste München sowie von 1984 bis 1985 an den Akademie der bildenden Künste Wien. 1987 erhielt er sein Diplom an der Akademie der bildenden Künste München.
http://​www​.wernermally​.de

Sabine Straub (*1963 in Köln) lebt und arbeitet in München. Von 1984 bis 1988 studierte sie an der Hochschule für Angewandte Kunst in Wien.1987 studierte sie an der School of Art, Architecture and Design (vormals St. John Cass) in London. Von 1988 bis 1991 studierte sie an der Hochschule für Gestaltung in Pforzheim. Mit einem Auge die spontane Skizze, mit dem anderen den räumlichen Kontext im Blick, so entwickelt sie meist großformatigen Skulpturen. Die Transformation von der Idee zum gültigen Werk ist fließend. Das Wachsen der Objekte erscheint wie eine Metamorphose über viele, manchmal völlig überraschende Stadien. Der architektonische Kontext entscheidet immer wieder neu über Material, Dimension und Form.
http://​sabinestraub​.com

Abb 1–2: Ausstellungsansichten KloHäuschen Biennale 2024, Fotos: Stefan Hagen
Abb 3: Ansicht Kacheln vom Vorstand der DG, Foto: Daniela Lange