DG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs Gegenwart

Auf der Suche …‘
Programm im
DG Kunstraum

Thematische Führung durch die Ausstellung
Di, 24.5.2022, 19 Uhr
Di, 31.5.2022, 19 Uhr
Di, 12.7.2022, 19 Uhr

Katalogpräsentation mit musikalischem Programm
Lesung: Franziska Ball, Schauspielerin
Musik: Janine Schrader, Monika Olszak
Di, 21.6.2022, ab 19 Uhr

Diskussionsabend mit Künstler*innen
Screening „The Library of Jane Goodall“ von und mit Federico Delfrati
Do, 30.6.2022, 19 Uhr

Auf der Suche …‘, findet an folgenden Orten statt:
DG Kunstraum (12. Mai bis 22. Juli 2022)
St. Markus München (11. Mai bis 22. Juli 2022)
Nazarethkirche München (12. Mai bis 22. Juli 2022)
St. Paul (15. Mai bis 3. Oktober 2022)
Erlöserkirche München (15. Mai bis 24. Juli 2022)
Heilig Geist München (18. Mai bis 2. Juni 2022)
Akademiegalerie (7. Juni bis 17. Juni 2022)

Öffnungszeiten
Dienstag bis Freitag, 12 bis 18 Uhr
Die Ausstellung ist am Fr, 17. Juni 2022 geschlossen.

Künstler*innen im DG Kunstraum
Cheng-Hsin Chiang
Annabel Daou
Federico Delfrati
Zenita Komad
Schirin Kretschmann
Bea Meyer
Paula Niño
Julian Röder
Khashayar Zandyavari
Hang Zhou

Auf der Suche …‘ – Was sucht der Mensch? Diese Frage erscheint uns heute aktueller denn je: Trotz großer technischer und medizinischer Errungenschaften bestimmt Verunsicherung das Leben der Menschen weltweit. Die anhaltende Klimakrise, der Krieg mitten in Europa und die Corona-Pandemie haben das Gefühl von „Normalität“ zerrissen. Es sind Ereignisse, die die Öffentlichkeit polarisieren, grundlegende, demokratische Werte erschüttern und den sozialen Zusammenhalt auf gravierende Weise in Frage stellen. Die Sehnsucht nach Liebe, Geborgenheit, Frieden, Gesundheit und einer konstruktiven Zukunft erscheint kaum erfüllbar.

Ein Ausstellungsprojekt der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst, der Kunstpastoral der Erzdiözese München und Freising mit Sitz in St. Paul, der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden Erlöserkirche, St. Markus und Immanuel-Nazareth und der katholischen Pfarrgemeinde Heilig Geist in München, dem Lehrstuhl für Religionswissenschaft und Religionsgeschichte der Evangelisch-theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität sowie der Klasse von Schirin Kretschmann an der Akademie der Bildenden Künste München.

Auf der Suche …‘ Ausstellung im DG Kunstraum bis 22.7.2022

Ein Ausstellungsprojekt im Dialog von Kunst, Kirche und Wissenschaft 

Annabel Daou, What do you forgive yourself for? 2022.
Ausstellungsansicht ‚Auf der Suche …‘ , DG Kunstraum


Eröffnung Do, 12. Mai 2022, 18 bis 21 Uhr

19:30 Uhr
Begrüßung: Dr. Walter Zahner, 1. Vorsitzender der DG
Einführung: Prof. Schirin Kretschmann und Benita Meißner, Kuratorin
Ausstellung 12. Mai bis 22. Juli 2022
(am Fr, 17. Juni 2022 geschlossen)

Künstler*innen im DG Kunstraum
Cheng-Hsin Chiang
Annabel Daou
Federico Delfrati
Zenita Komad
Schirin Kretschmann
Bea Meyer
Paula Niño
Julian Röder
Khashayar Zandyavari
Hang Zhou

Auf der Suche …‘ – Was sucht der Mensch? Diese Frage erscheint uns heute aktueller denn je: Trotz großer technischer und medizinischer Errungenschaften bestimmt Verunsicherung das Leben der Menschen weltweit. Die anhaltende Klimakrise, der Krieg mitten in Europa und die Corona-Pandemie haben das Gefühl von „Normalität“ zerrissen. Es sind Ereignisse, die die Öffentlichkeit polarisieren, grundlegende, demokratische Werte erschüttern und den sozialen Zusammenhalt auf gravierende Weise in Frage stellen. Die Sehnsucht nach Liebe, Geborgenheit, Frieden, Gesundheit und einer konstruktiven Zukunft erscheint kaum erfüllbar.

Ein Ausstellungsprojekt der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst, der Kunstpastoral der Erzdiözese München und Freising mit Sitz in St. Paul, der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden Erlöserkirche, St. Markus und Immanuel-Nazareth und der katholischen Pfarrgemeinde Heilig Geist in München, dem Lehrstuhl für Religionswissenschaft und Religionsgeschichte der Evangelisch-theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität sowie der Klasse von Schirin Kretschmann an der Akademie der Bildenden Künste München.

Fotos
Gerald von Foris (1 – 10)

Annabel Daou
What do you forgive yourself for?
Aufruf für ein
Ausstellungsprojekt 2022

Auf der Suche …
Was sucht der Mensch, was braucht er, was macht uns aus?

Diese Fragestellungen sind in der Corona-Pandemie in neuer Weise virulent geworden: In Zeiten des Lockdowns wird gefragt, was „systemrelevant“ ist und somit zur Sicherstellung der öffentlichen Ordnung und der Versorgungssicherheit der Bevölkerung dient. Zugleich hat sich in der Pandemie gezeigt, dass Menschen, gerade in neuen, herausfordernden Lebenssituationen, das Bedürfnis nach einem größeren Zusammenhang und höheren Sinn haben, aber auch, dass manche dieses Bedürfnis in Verschwörungstheorien befriedigt sehen.

Das Ausstellungsprojekt ‚Auf der Suche …‘, welches in München im Sommer 2022 an mehreren, u.a. öffentlichen Orten stattfinden soll, will die Suchbewegungen des Menschen anhand von künstlerischen Werken sichtbar machen. Künstlerische Arbeiten spiegeln existenzielle Fragen des Menschen wider und schaffen Bilder, die die Facetten und Widersprüche unserer Welt aufdecken und erkennen lassen. Ganz bewusst sind auch junge Menschen dazu eingeladen, sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen. So sind Studierende der Akademie der Bildende Künste München sowie Studierende der Theologie und der Religionswissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität (Prof. Dr. Daria Pezzoli-Olgiati) in dieses Ausstellungsprojekt eingebunden.

Im Rahmen der Ausstellung konzipiert die libanesische Künstlerin Annabel Daou eine neue Arbeit, basierend auf den Antworten, die Menschen auf die Frage geben: „What do you forgive yourself for?“

Die Antworten der Teilnehmer sind anonym und werden von der Künstlerin selbst eingesprochen. Jede/-r kann Teil der künstlerischen Arbeit werden, indem er seine Antwort (nur englische Antworten können berücksichtigt werden!) an folgende Email Adresse schickt: WhatDoYouForgiveYourselfFor@gmail.com

Die Künstlerin und wir vom DG Kunstraum bedanken uns bei allen Teilnehmenden!

Das Kollektiv der Veranstalter besteht aus der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst, dem Fachbereich Kunstpastoral der Erzdiözese München und Freising mit Sitz in St. Paul, den ev. Kirchengemeinden St. Markus und Erlöserkirche in München sowie der LMU mit dem Lehrstuhl für Religionswissenschaft, in Kooperation mit Prof. Schirin Kretschmann, Akademie der Bildenden Künste München.

Interview
Christoph und Sebastian Mügge auf BR2 Kulturwelt

Die Künstler erzählen über ihre Arbeit und die Ausstellung ‚Depot oder Deponie‘ – Doppelpass V bei uns im DG Kunstraum. Das Interview auf Bayern 2 Kulturwelt vom 14.11.2021 führte Joana Ortmann.

Zusammenspiel.
Kunst im sakralen Raum‘
Wanderausstellung
November 2018 bis Januar 2021

Die Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst (DG) initiierte in Kooperation mit dem Verein Ausstellungshaus für christliche Kunst (VAH) eine Wanderausstellung, die in München vom 23.11.2018 bis 9.2.2019 zu sehen war. Die Ausstellung gibt einen Überblick über die vielfältigen jüngsten Auftragswerke aus evangelischen und katholischen Gemeinden deutschlandweit.

Die Überblicksausstellung widmet sich den Werken, die nach dem Jahr 2000 im katholischen und evangelischen Raum entstanden sind. Es wird veranschaulicht, dass der Kirche als Bewahrerin und Förderin des kulturellen und künstlerischen Erbes auch heute eine wichtige Rolle zukommt. Als Auftraggeberin regt sie nach wie vor kulturelle Leistungen im öffentlichen Raum an und eröffnet den in unserer Gesellschaft notwendigen Diskurs zwischen Religion und Glaube.

Die Ausstellung zeigt anhand konkreter Realisierungen, wie vielfältig und für den Auftraggeber gewinnbringend der Einsatz von Künstlerinnen und Künstlern im Bereich der Kirche ist. Es werden die Bereiche Neubau, Umbau, raumprägende Gestaltungen/liturgische Geräte, neue Altäre sowie Fenster präsentiert.

Stationen:

DG Kunstraum
Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst
Finkenstraße 4, 80333 München
23.11.2018 bis 9.2.2019

Foyer des Bischöflichen Ordinariats Rottenburg
Eugen-Bolz-Platz 1, 72108 Rottenburg a. N.
1.3. bis 29.3.2019

Pfarrkirche St. Maria
Katholische Kirchengemeinde St Maria
Paulinenstraße 18, 70178 Stuttgart
1.4. bis 30.4.2019

Museum Kirche in Franken
im Fränkischen Freilandmuseum des Bezirk Mittelfranken
Eisweiherweg 1
91438 Bad Windsheim
6.7. bis 11.8.2019

Kulturkirche Liebfrauen Duisburg
Stiftung Brennender Dornbusch
König-Heinrich-Platz 3, 47051 Duisburg
2.9. bis 13.10.2019

Maternushaus
Kardinal-Frings-Str. 1–3, 50668 Köln
Eine Kooperation zwischen Dr. Monika Schmelzer (Katholisches Bildungswerk Köln) und Erzdiözesanbaumeister Martin Struck
30.10. bis 21.11.2019

Katholisch-Soziale Akademie Franz Hitze Haus
Kardinal-von-Galen-Ring 50
, 48149 Münster
19.1. bis 15.3.2020

Friedenskirche-Kulturkirche Ludwigshafen
Leuschnerstr. 56, 67063 Ludwigshafen am Rhein
4.9. bis 4.10.2020

Jakobushaus
Reußstraße 4, 38640 Goslar
27.10.2020 bis 10.1.2021

Fotos
Gerald von Foris (1 – 4)

Notre Dame‘ – Künstlerinnen der DG
9. März bis 29. April 2022

Werke von
Susanne Hanus
Angelika Hoegerl
Brigitte Schwacke
Ruth Kohler
Susanne Wagner

Die Ausstellung ‚Notre Dame‘ rückt Werke von fünf Künstlerinnen aus unterschiedlichen Regionen Oberbayerns, alle Mitglieder unseres Vereins, in ein neues Licht. Gezeigt werden Arbeiten der letzten Jahre, die aber verschiedene Erfahrungshorizonte spiegeln, da es sich um Künstlerinnen sehr unterschiedlichen Alters handelt. Die Präsentation wird von Lioba Leibl und Sabine Straub, Mitglieder des Geschäftsführenden Vorstands der DG, kuratiert. Sehr bewusst findet die Eröffnung am Weltfrauentag statt. 

Die Gestaltung der Geschlechterrollen in einer Gesellschaft beeinflusst, wie Künstlerinnen sich ausbilden und äußern können, wie ihre Kunst wahrgenommen wird und wie sie beruflich existieren. In Deutschland war eine Künstlerexistenz als weiblicher Lebensentwurf noch um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert kaum realisierbar. In unterschiedlichen Gesellschaften und Zeiten ist belegt, dass Frauen künstlerische Fähigkeiten ganz abgesprochen wurden oder ihre künstlerische Betätigung behindert oder verhindert wurde. Obwohl in vielen Gesellschaften heute Konsens ist, dass Frauen und Männer künstlerisch gleich fähig sind, stehen der künstlerischen Berufsausübung von Frauen oft einschränkende kulturelle Vorstellungen, familiäre Zwänge, gesellschaftliche Konventionen und ökonomische Interessen entgegen.

Fotos
Gerald von Foris (1 – 4)

Depot oder Deponie – Doppelpass V‘
Christoph und Sebastian Mügge
12. November 2021 bis 18. Februar 2022

Christoph und Sebastian Mügge präsentieren im DG Kunstraum eine ortsspezifische und prozessorientierte Rauminstallation, die christliche Totenrituale sowie Fragestellungen rund um das Sterben reflektiert. Der dauerhafte Verlust einer geliebten Person ist nicht nur an sich schmerzlich, sondern es gilt auch Abschied zu nehmen von Dingen, zu denen über Jahre hinweg eine enge emotionale Bindung aufgebaut worden ist. Der Tod der eigenen Großmutter und das Auflösen ihres Haushalts gaben für die Brüder Mügge den Anlass, sich auch künstlerisch mit dem Thema der Vergänglichkeit auseinanderzusetzen. Untersucht werden sowohl die sentimentale Wirkung von persönlichen Gegenständen im physischen Raum, als auch die schnelllebige Entwicklung unserer Speichermedien.

Das moderne digitale Erbe, die Erinnerungskultur 2.0, konfrontiert Angehörige mit neuartigen Fragen: Wie soll man sich zu Spuren, die in sozialen Netzwerken hinterlassen wurden, verhalten, wenn kein Zugang zu deren Passwörtern vorhanden ist? Wie sollen wir das digitale Lebenswerk in Form von Selfies, Blogs, Einträgen, Filmen, Musiksammlungen, Mitteilungen, E‑Mail-Korrespondenz und ähnlichem verwalten? Was möchten wir überhaupt hinterlassen? Und welche Rolle kann eine bewusste Entrümpelung spielen? Diesen Fragen gehen die beiden Künstler nach und nehmen uns mit auf eine Reise, die früher oder später jeden von uns betreffen wird.

Die Künstler haben sich in der Vorbereitung auf die Ausstellung intensiv mit der Bestattungskultur der Stadt München und der Geschichte unseres knapp 130 Jahre alten Kunstvereins auseinandergesetzt. So ist es ihnen auch gelungen, Leihgaben des Bestattungsinstituts ‚w e i s s über den tod hinaus‘ für die Präsentation im DG Kunstraum zu erhalten. Durch die Integration graphischer Arbeiten verstorbener Künstlermitglieder der DG ist die Installation eng mit dem Verein verbunden.

Während Christoph Mügge in Form von Keramik, 3D-Drucken, Holzskulpturen und Druckgrafik eher skulptural arbeitet, ist bei Sebastian Mügge das Medium Zeichnung besonders stark ausgeprägt, sowohl auf Papier, als auch großformatig, in Form von ausufernden Wandzeichnungen. Beide Künstler verbindet, dass sie große Materialsammlungen anlegen, anhand derer sie – in Kombination mit diversen anderen Medien – in Ausstellungen immersive Erlebnisse schaffen.

Hinweis
Der Kunstverein Baden zeigt vom 23. Oktober 2021 bis zum 23. Januar 2022 ebenfalls eine Ausstellung mit Arbeiten von Christoph und Sebastian Mügge. Titel: ‚BTHVNs Messie Service – Ode an die Grantigkeit‘

Weitere Informationen finden Sie unter:
http://​www​.kunstvereinbaden​.at/​d​e​/​m​e​n​u​2​6​5​/​a​u​s​s​t​e​l​l​u​n​g​e​n​1​93/

Fotos
Gerald von Foris (1 – 3)

τραῦμα. Der Körper vergisst nicht‘
Gruppenausstellung
10. September bis 22. Oktober 2021

Ausstellungsorte
DG Kunstraum & Kunstraum München
Kuratiert von Benita Meißner (DG), Denise Parizek (12–14 contemporary), Nina Holm (Kr.)

Künstler*innen
Guadalupe Aldrete (*in Mexiko, lebt und arbeitet in Wien)
Jutta Burkhardt (*1969, lebt und arbeitet in München)
Ben Goossens (*1982 München, lebt und arbeitet in München)
Hubert Hasler (*1975 in Bruck/Mur, Österreich, lebt und arbeitet in Wien)
Monika Huber (*1959 in Dingolfing, lebt und arbeitet in München)
Oh Seok Kwon (*1969 in Südkorea, lebt und arbeitet in München)
Minjae Lee (*1984 in Anyang, Südkorea, lebt und studiert seit 2015 in München)
Boris Maximowitz (*1985 in Weißenburg, lebt und arbeitet in München)
Jelena Micic (*1986 in Knjaževac, Serbien, lebt und arbeitet in Wien)
Fumie Ogura (* 1986 in Kobe, Japan, lebt und arbeitet in München)

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag, 12 bis 18 Uhr

Ich habe manchmal Träume, in denen ich mich in Räumen befinde, wo ich nicht mehr rauskomme oder nicht dahin komme, wo ich hin soll.
Ben Goossens

Schrecklich schön erscheinen einige der Arbeiten in der Gruppenausstellung ‚Trauma‘, die sich mit den Ursachen und Auswirkungen von Traumata beschäftigen. Die Anzahl traumatischer Erfahrungen, die nicht kontrollierbar scheinen und Ängste hervorrufen, nimmt zu, und parallel dazu auch die künstlerische Auseinandersetzung. Die Angst als Ur-Affekt, als instinktiver Schutzmechanismus, der unabhängig von sozialen, geografischen und kulturellen Gegebenheiten alle Menschen gleichermaßen betrifft, spielt immer wieder eine Rolle.

Die Bandbreite der Ursache für Traumata ist sehr weit und reicht von eklatant bis nahezu nicht wahrnehmbar für die Umwelt, mit gleichermaßen katastrophalen Auswirkungen für den einzelnen. Seit dem letzten Jahr kommt das Pandemische Trauma dazu, welches viel Vergrabenes und vergessen Geglaubtes intensiviert und an die Oberfläche kommen lässt. Die Erinnerungen lassen sich nicht auf Dauer verdrängen – sie wirken unbewusst weiter und führen in einigen Fällen sogar zu psychosomatischen Beschwerden. „The body keeps the score“ – der Körper vergisst nicht, beschreibt Bessel van der Kolk dieses Phänomen.

Wovor ich Angst habe oder warum, kann ich nicht genau erklären”, sagt Minjae Lee, doch die Besucher*innen gewinnen einen sehr persönlichen Einblick dieser Ängste, wenn sie den ‚Schweigeraum‘ des Künstlers mit der notwendigen Ruhe betreten und seine handschriftlichen Notizen entziffern.

Die Geschwindigkeit, mit der wir heute mit globalen Angstszenarien konfrontierte sind, verlangt nach neuen Strategien. Dazu liefert die Ausstellung passende Motive. Monika Huber setzt sich in ihrer Fensterarbeit mit den jüngst brutal niedergeschlagenen Protesten in Belarus auseinander. Die Arbeiten von Jutta Burkhardt, Ben Goossens, Jelena Micic und Fumie Ogura locken den Betrachter über eine faszinierende Ästhetik an, um diesen dann zum Kern der Arbeit, der tieferliegenden Motivation, vordringen zu lassen: Psychische Reaktionen auf existentielle Bedrohungen und traumatische Erfahrungen werden nahezu greifbar.

Seit Anbeginn der Menschheitsgeschichte bedeutet Migration ein zentrales Element gesellschaftlichen Wandels und ist geprägt von Verlusterfahrungen, die reale Orte, Menschen, Berufe und Lebensentwürfe miteinschließt. Die notwendige Trauerarbeit um Verlorenes bleibt fluchtbedingt oftmals im Hintergrund. Oh Seok Kwon kreiert dafür ein Bild: Die Skulptur ‚Move‘ bildet seinen ersten festen Aufenthaltsort in Deutschland in Miniaturform nach. Von einer globalen Migration ist auch die Pflanzenwelt betroffen: Hubert Hasler thematisiert in der Serie ‚overrun‘ die Veränderung gewachsener Lebensräume, durch den Import von Neophyten.

Die sogenannten „man-made“-Trauma werden in der Traumatologie als besonders schwerwiegend eingestuft. Dazu tauschen sich in einer Videoarbeit Guadalupe Aldrete und ihre Cousine Carolina aus, die Soziologin und Spezialistin für extreme Gewalt ist. Daneben kommentiert das Selbstportrait des Künstlers Boris Maximowitz die dunkle Seite eines jeden in uns.

Traumata jeglicher Art in Worte zu fassen ist sehr schwierig, die Künstler*innen der Ausstellung offerieren in sensiblen Bildern eine Annäherung.

Sonderöffnungszeit
Samstag, 11. September 2021, 11 bis 18 Uhr

Musikalische Interventionen in der Ausstellung:
Samstag, 11. September 2021, 15 Uhr und 15:30 Uhr, jeweils 15 Minuten

OPEN Art
Freitag, 24. September 2021, 18 bis 21 Uhr
Samstag, 25. September 2021, 11 bis 18 Uhr
Sonntag, 26. September 2021, 11 bis 18 Uhr

Lange Nacht der Münchner Museen
Samstag, 16. Oktober 2021, 18 bis 1 Uhr

Fotos
Gerald von Foris (1 – 6)

Sei bereit‘
Heike Kati Barath
9. März bis 9. April 2021

Heike Kati Barath gehört mit ihrer nonchalanten Malerei, die eine immense Zeitgenossenschaft zum Ausdruck bringt, zu den wichtigsten figurativen Malerinnen ihrer Generation. Für die Ausstellung im DG Kunstraum entsteht im Zentrum eine neue Gruppe der ‚Bikini-Mädchen‘, die sich dem Besucher erst einmal sehr wehrhaft in den Weg stellen. Diese malerische Rauminstallation wird von weiteren großformatigen Gemälden begleitet und erstmals von einer Klanginstallation (Komposition: Kilian Schwoon) ergänzt. Zum ersten Mal zeigt die Künstlerin auch einen eigenen Animationsfilm (o.T., 2020; 2:05 min).

Die Malerei Baraths ist reich an Zitaten aus den literarischen und filmischen Genres der Mythologien und Science-Fiction, der Märchen und des Horrors. Die Malerei zeigt das Äußere und widmet sich doch ganz der psychischen Verfassung und damit der Identität. Kindliche Unschuld kennzeichnet die Persönlichkeiten, die Barath schafft. Eine der großen Leistungen der Künstlerin ist es, mit rein malerischen Mitteln Illusion und Realität zu verknüpfen: die Figuren nach außen treten zu lassen und uns in das Bild zu ziehen.

Begleitend zur Ausstellung gibt es einen Katalog sowie eine neue Edition der Künstlerin.

Fotos
Gerald von Foris (1 – 4)

Paradise Lost
#gender shift‘
Gruppenausstellung
11. Mai bis 18. Juli 2021

Vom 11. Mai bis zum 18. Juli 2021 zeigen wir die Gruppenausstellung ‚Paradise Lost #gender shift‘.
Der Schwerpunkt im DG Kunstraum liegt ausschließlich auf dem Medium der Fotografie, da sie ein unmittelbares Abbild ermöglicht. In einer lockeren Salonhängung wird in der Zusammenschau unterschiedlicher Bilder ein Portrait unserer Zeit entwickelt.

 Künstler*innen im DG Kunstraum
Jutta Burkhardt
Cihan Cakmak
Rineke Dijkstra
VALIE EXPORT
Alicia Framis
Katharina Gaenssler
Harry Hachmeister
Julia Krahn
Benyamin Reich
Aura Rosenberg
Thomas Ruff
Tejal Shah
Pola Sieverding
Jana Sterbak
Sophia Süßmilch

Performance am 16. Juli 2021, 18 Uhr
Doro Seror

Die Werke verhandeln aktuelle Fragen: Wem gehört mein Körper heute? Wie definiere ich mich als Mensch? Wo sind die Grenzen von Eindeutigkeit und Ambivalenz in der Verortung des Selbst? Die Ausstellung teilt die Werke in übergeordnete, allen Menschen bekannte Empfindungen ein, darunter Berührung – Vertrauen – Verletzung – Ekstase und das Bedürfnis der Suche nach sich selbst.

Die Ausstellung ist eine Kooperation mit der Galerie der Künstler und der PLATFORM. In der Galerie der Künstler werden Videoarbeiten zum Thema gezeigt und es finden Performances statt.
In der PLATFORM werden Begleitveranstaltungen angeboten, darunter ein Symposium, das die Frage beleuchtet: „Was können die Künste zum Gender-Diskurs beitragen?“

ACHTUNG: Für einige Arbeiten gibt es eine Altersbeschränkung.

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Zur Ausstellung wird ein breites Rahmenprogramm mit Führungen, Künstlergesprächen und Performances angeboten. Katalog mit Textbeiträgen von Dr. Michael Brinkschröder, Désirée Düdder-Lechner, Pfarrer Rainer Hepler, Benita Meißner, Celina Prüfer, Dr. Ulrich Schäfert, Prof. Dr. Peter Trawny und Dr. Walter Zahner.

Fotos
Gerald von Foris (1 – 4)