DG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum DiskursGegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs GegenwartDG Kunstraum Diskurs Gegenwart

together forever
Kunst und Wissenschaft im Dialog
mit Astrophysiker
Prof. Dr. Andreas Burkert
Montag, 17. November 2025, 19 Uhr

Ausstellungsansicht ‚together forever-macht euch die Erde untertan?‘ Foto: Gerald von Foris

Zweites Gespräch der Reihe ‚Kunst und Wissenschaft im Dialog‘ mit dem Astrophysiker Prof. Dr. Andreas Burkert

Im Rahmen der Ausstellung ‚together forever – macht euch die Erde untertan?‘ lädt der DG Kunstraum herzlich zu einem Vortrag des Astrophysikers Prof. Dr. Andreas Burkert vom Lehrstuhl für theoretische und numerische Astrophysik an der LMU München ein. Umgeben von verschiedenen künstlerischen Positionen zum Thema Mensch und Natur wird er Einblicke in seine Forschung zur Entstehung und Entwicklung von Galaxien geben.

Ein Blick ins Universum, der zeigt, dass wir und die Erde aus Sternenstaub bestehen, mitten zwischen den künstlerischen Positionen der Ausstellung

Eintritt frei – keine Anmeldung erforderlich

Abb.: Ausstellungsansicht ‚together forever‘, DG Kunstraum 2025, Foto: Gerald von Foris

together forever
Kunst und Wissenschaft im Dialog
mit Neurowissenschaftlerin
Dr. Sofie Valk
Dienstag, 11. November 2025, 19 Uhr

Herman de Vries Holy Days, 2007-2008 Performance & Fotografie 8 x 21 x 29,7 cm (gerahmt 23,3, x 32,3 cm) Edition 6 Fotos: Susanne Jacob de Vries

Im Rahmen der Ausstellung ‚together forever – macht euch die Erde untertan?‘  lädt der DG Kunstraum herzlich zu einem Vortrag der Kognitiven Neurowissenschaftlerin Dr. Sofie Valk vom Max-Planck-Institut ein. Umgeben von verschiedenen künstlerischen Positionen zum Thema Mensch und Natur wird sie einen Einblick in ihre Forschung geben.

Sie gibt Einblicke, wie unsere Verbindung zur Natur unser Wohlbefinden beeinflusst – ein spannender Perspektivwechsel, der mitten zwischen den künstlerischen Arbeiten der Ausstellung erlebbar wird.

Eintritt frei – keine Anmeldung erforderlich

Abb.: Ausstellungsansicht ‚together forever‘, DG Kunstraum 2025, Foto: Gerald von Foris 

‚Macht euch die Erde untertan.
Die Kunst des Miteinanders von Mensch und Natur‘
Dienstag, 21. Oktober 2025, 19 Uhr

Zur Verhältnisbestimmung von Mensch und Natur wird oft das bekannte „Macht euch die Erde untertan!“ aus dem biblischen Schöpfungsbericht zitiert. Klaas Huizing legt einen anderen Schwerpunkt, indem er die häufig übersehene, weisheitliche Schöpfungserzählung aus dem Buch der Sprüche ins Zentrum rückt. Diese Erzählung ruht auf Eros und kreativem Spiel, motiviert zu einem anderen Umgang mit der Natur und einem anderen Verständnis vom Menschen als Teil derselben. Das neue, enge Verhältnis wird leiblich erfahrbar durch Wahrnehmungsschulen wie Nature-Writing oder neue Naturmalerei.

PROF. DR. KLAAS HUIZING
Prof. Dr. Dr. Klaas Huizing hat den Lehrstuhl für systematische Theologie und Ethik in Würzburg inne und ist Mitglied im PEN. Zuletzt von ihm erschienen: „Lebenslehre. Eine Theologie für das 21. Jahrhundert“ (Gütersloh 2024) und „Verzaubert leben. Eine Roadmap zum Heiligen“ (Gütersloh 2024).

Evangelische Stadtakademie
Herzog-Wilhelm-Str. 24
80331 München

KOSTEN
9,00 €

ANMELDEN

https://​www​.stadtakademie​-muenchen​.de/​v​e​r​a​n​s​t​a​l​t​u​n​g​/​m​a​c​h​t​-​e​u​c​h​-​d​i​e​-​e​r​d​e​-​u​n​t​e​r​t​an/

together forever
Führung durch die Ausstellung
Donnerstag, 16. Oktober 2025, 19 Uhr

Ausstellungsansicht ‚together forever-macht euch die Erde untertan?‘ Foto: Gerald von Foris

Die Kuratorin Benita Meißner lädt Sie ein, die Ausstellung ‚together forever – Macht euch die Erde untertan?‘ zu entdecken. Im Zentrum der Schau steht das Verhältnis von Mensch und Natur: Sie zeigt, wie tiefgreifend menschliches Handeln die Erde verändert. Künstler*innen aus Fotografie, Malerei, Installation und Performance reflektieren ökologische Krisen, die Abhängigkeit von natürlichen Ressourcen und neue Formen des Zusammenlebens von Mensch, Tier und Pflanze.

Bei diesem Rundgang haben Sie die Gelegenheit, Ihre eigene Verbindung zur Welt zu hinterfragen und die Auswirkungen Ihres Handelns zu reflektieren. Ein inspirierender Spaziergang durch Kunst und Natur!

Abb.: Ausstellungsansicht ‚together forever‘, DG Kunstraum 2025, Foto: Gerald von Foris

Zunder und Zartheit
Lyrik-Abend
mit Pauline Fusban
Donnerstag, 17. Juli 2025, 19 Uhr

Ein Sommerabend im Zeichen der Poesie: Am Donnerstag, 17. Juli 2025, 19 Uhr laden wir herzlich ein zu Zunder und Zartheit – einem besonderen Lyrik-Abend mit der Schauspielerin Pauline Fusban. Im Vorfeld der Veranstaltung findet um 18:30 Uhr ein Führung durch die Ausstellung statt.

Die Künstler*innen der aktuellen Mitgliederausstellung sind eingeladen, Texte auszuwählen, die für Zunder und Zartheit sprechen. Pauline Fusban wird diese Texte, Gedichte und poetische Fragmente, mit ihrer eindringlichen Stimme verlesen. Entstanden ist eine Auswahl, die persönliche wie gesellschaftliche Spannungen berührt: Es geht um das Aufeinandertreffen von Nähe und Distanz, Verletzlichkeit und Wut, um das Ringen mit Gefühlen, Rollen und Beziehungen.

Pauline Fusban (*1990), ausgebildet am Max Reinhardt Seminar in Wien, war langjähriges Ensemblemitglied des Residenztheaters und ist seit 2024 am Münchner Volkstheater zu sehen. 

Zunder und Zartheit ist ein Abend, der die Poesie nicht als Flucht, sondern als Form der Auseinandersetzung versteht, mit sich selbst, mit der Welt, mit dem, was uns verbindet und trennt.

Eintritt frei. Keine Anmeldung notwendig.

Ausgewählte Gedichte

Nico Bleutge (1972)
verdecktes gelände

Robert Lax (1915–2000)
kalymnos – 28.februar 1973

Fernando Pessoa (1888–1935)
Der Hüter der Herden, IX
(Originaltitel Portugiesisch: „O Guardador de Rebanhos, IX“)

ausgewählt von Camill von Egloffstein
Hermann Hesse (1877–1962)
Stufen

ausgewählt von Manfred Mayerle
Eugenio Montale (1896–1981)
Eines Morgens vielleicht
(Originaltitel Italienisch: „Forse un mattino“)

ausgewählt von Günter Nosch
Yahya Hassan (1995–2020)
FEBRUARUNVORHERSEHBARKEIT
(Originaltitel Dänisch: „Februaruforudsigelighed“)

ausgewählt von Peter Paul Rast
Juan Ramón Jiménez (1881–1958)
Mit Jenem Kuss
(Originaltitel Spanisch: „Con aquel beso“)

ausgewählt von Bruno Wank
Albert Ostermaier (1967)
Sommernachtstraum

Christian Uetz (1963)
Das Sternbild versingt

Jannis Ritsos (1909–1990)
Frieden
(Originaltitel Griechisch: Εἰρήνη)

Emil Breisach (1923–2015)
Am Abend vor dem Spiegel…

Abb.: Ausstellungsansicht (Detail Werke Günter Nosch) ‚Zunder und Zartheit‘, DG Kunstraum 2025, Foto: Gerald von Foris

Meet The Artist
Open Art Gallery Weekend
Samstag, 5. Juli & Sonntag, 6. Juli 2025


Im Rahmen der Ausstellung ‚Zunder und Zartheit‘ laden wir Sie herzlich zu einem besonderen Wochenende in den DG Kunstraum ein. An zwei Tagen haben Sie die Gelegenheit, die beteiligten Künstler persönlich kennenzulernen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

Die Künstler stellen Einblicke in ihre Arbeiten, ihre Gedankenwelten und Arbeitsprozesse vor – zart, mit Zunder, manchmal leise, manchmal klar in der Haltung. Nutzen Sie die Möglichkeit, sich durch persönliche Begegnungen inspirieren zu lassen und Ihre eigenen Fragen zu stellen.

Öffnungszeiten zum Open Art Gallery Weekend
Freitag, 4. Juli 2025, 12 bis 18 Uhr
Samstag, 5. Juli 2025, 11 bis 18 Uhr
Sonntag, 6. Juli 2025, 11 bis 18 Uhr

Programm Meet the Artist:
Freitag, 4. Juli 2025
15 bis 17 Uhr Manfred Mayerle

Samstag, 5. Juli 2025
12 bis 13 Uhr Friedrich Koller
15 bis 16 Uhr Bruno Wank & Peter Paul Rast

Sonntag, 6. Juli 2025
13 bis 14 Uhr Günter Nosch
15 bis 16 Uhr Peter Paul Rast
16 bis 17 Uhr Camill von Egloffstein

Ob Sie bereits mit den Künstlern vertraut sind oder die Ausstellung ganz neu entdecken – dieses Wochenende bietet Raum für Austausch, Neugier und überraschende Perspektiven.

Der Eintritt ist frei. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Abb.: Friedrich Koller

Ausstellungen 2025

2025 verspricht ein Jahr voller inspirierender Begegnungen mit zeitgenössischer Kunst im DG Kunstraum. Die Ausstellungen greifen Themen der persönlichen und gesellschaftlichen Transformation auf, untersuchen das Zusammenspiel von Kunst, Architektur und Religion und stellen die Frage nach der Verantwortung des Menschen für seine Umwelt. Ein vielseitiges Begleitprogramm mit Führungen, Künstler*innengesprächen, Performances, Vorträgen sowie und Kinderworkshops bietet für jede und jeden etwas.

Das Jahr beginnt mit ‚Dazwischensein +’ (9.1.–16.1.2025), einer Präsentation der zeichnerischen Tagebücher von Manfred Mayerle. Mayerle, langjähriges Mitglied des DG Kunstraums, hat für das Jahresprogramm 2024 täglich eine Zeichnung angefertigt. Diese Momentaufnahmen dokumentieren Zeitgeschehen und persönliche Reflexionen gleichermaßen.

Ende Januar folgt mit ‚Himmelsstürmer’ (30.1.–27.3.2025) die siebte Ausgabe der Reihe ‚Doppelpass’. Die Künstler*innen Frenzy Höhne und Peter Kees reflektieren darin mit Humor und Gesellschaftskritik den Drang nach Wachstum und Fortschritt. Während Höhne in ihrer Installation ‚Bessermenschen-Babbel’ mit Porzellanfiguren und Werbeslogans das Ideal der Selbstoptimierung hinterfragt, zeigt Kees mit seiner monumentalen Flugzeugskulptur die Ambivalenz zwischen Aufbruch und Absturz. Parallel dazu widmet sich die Ausstellung ‚DG 33 bis 55’ auf der Empore der Geschichte des Vereins und seiner Rolle im Kunstgeschehen.

Im Frühjahr eröffnet die Ausstellung ‚Ressource, Research, Reset’ (10.4.–5.6.2025), eine Kooperation mit dem Lehrstuhl für Entwerfen und Gestalten der TU München. Im Mittelpunkt steht die architektonische Transformation sakraler Räume: Welche Strategien gibt es, Kirchenräume neu zu nutzen, und wie verändert sich ihre Wahrnehmung durch künstlerische Eingriffe?

Die Sommer-Ausstellung ‚Zunder und Zartheit’ (26.6.–18.9.2025) vereint unterschiedliche künstlerische Positionen von unseren männlichen Mitgliedern und verspricht einen spannenden Querschnitt zeitgenössischer Kunst. Während der Sommerpause vom 18. bis 29. August bleibt die Ausstellung geschlossen.

Den Abschluss des Jahres bildet die große Kooperation und Gruppenausstellung ‚Together Forever – Macht euch die Erde untertan?’ (9.10.–19.12.2025). Sie setzt sich mit dem menschlichen Einfluss auf die Umwelt auseinander und stellt die Frage, welche Verantwortung Kunst in Zeiten ökologischer und gesellschaftlicher Krisen übernehmen kann.

Mit diesem Programm laden wir 2025 erneut dazu ein, über Kunst neue Perspektiven auf Gegenwart und Zukunft zu gewinnen – und dabei ins Gespräch zu kommen, zu staunen und sich inspirieren zu lassen. 

Mit einer Mitgliedschaft in der DG können Sie das Programm aktiv unterstützen und profitieren von zahlreichen Vorteilen, darunter:

Eine exklusive Jahresgabe
Einladungen zu allen Veranstaltungen
Freier Eintritt in zahlreiche Kunstinstitutionen deutschlandweit (ADKV-Verbund)

Wir freuen uns auf ein spannendes Jahr und laden Sie ein, Teil dieses vielseitigen Programms zu sein. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Abb. 1: Ausstellungsansicht Dazwischensein + Manfred Mayerle, DG Kunstraum 2025, Foto: Gerald von Foris
Abb. 2: Plakat Dazwischensein +, Gestaltung: Bernd Kuchenbeiser
Abb. 3: Frenzy Höhne, Bessermenschen, 2024 © VG-Bild Kunst Bonn 2025 / Frenzy Höhne, Gestaltung: Bernd Kuchenbeiser
Abb. 4: Peter Kees, Liberté © VG Bild-Kunst Bonn 2025, Gestaltung: Bernd Kuchenbeiser
Abb. 5: Ausstellungsansicht Doppelpass VII – Himmelsstürmer, DG Kunstraum 2025, Foto: Gerald von Foris
Abb. 6: Katrin Schneyer, Pauline Ludwig, TUM
Abb. 8: Günter Nosch, Skizzenbuch 1992, Kreide, Tusche auf Papier, 16 x 22 cm
Abb. 9: Bruno Wank ‚Bienenwabenblume‘, Flos favi, Botanischer Druck, 2024
Abb. 10: Olaf Otto Becker, Point 660 2, Greenland 08/2008 
Abb. 11: Herman De Vries, Holy Days 2008, Detail

Schöne Ferien
Sommerpause
18. bis 29. August 2025


Liebe Freund*innen und Kunstinteressierte,

wir verabschieden uns im August in die Sommerpause und freuen uns, Sie und Euch im September in der DG Mitgliederausstellung ‚Zunder und Zartheit‘ wieder zu begrüßen.

SAVE THE DATE

Di, 16.9.2025, 19 Uhr
Künstlergespräch und Katalogpräsentation ‚Dazwischensein‘

Do, 18.9.2025, 19 Uhr
Finissage mit Musik
Udo Schindler (Blasinstrumente) mit Ardhi Engl (selbstgebaute Instrumente)

Wir wünschen Ihnen und Euch eine erholsame Sommerzeit und freuen uns auf ein Wiedersehen im Herbst!

Das DG Kunstraum Team

‚Wir sind immer und überall …dazwischen‘
DG Kunstraum bei der
 7. KloHäuschen Biennale
13. Juli bis 3. August 2024

DG Kunstraum X 7. KloHäuschen Biennale 2024

Eröffnung
Samstag, 13. Juli 2024, 20 Uhr
Beim KloHäuschen, Thalkirchner Str. 81, München

Künstler*innen:
Michael von Brentano
Judith Egger
Katharina Gaenssler
Susanne Hanus
Lioba Leibl
Werner Mally
Sabine Straub

Kuratorin:
Benita Meißner

Dazwischensein wollen wir als Möglichkeit begreifen, mehr zu sehen und verschiedene Sichtweisen gleichzeitig in sich zu erfassen. Die Künstler*innen im Vorstand des Kunstvereins haben einen Moment des Dazwischenseins auf den Kacheln festgehalten.

Von Brentano präsentiert eine in Epoxydharz festgehaltene Komposition angefressener Lorbeerblätter. Es ist ein Spiel zwischen Körper und Nichtkörper, Zufall und Spuren des Lebens. Judith Egger spielt mit Unkontrolliertem organischen Wachstum: Auf ihrer Kachel trohnt eine Collage aus organisch-anmutenden Elementen. Aus zwei fingerförmigen Ausstülpungen ergießen sich Flüssigkeiten. Katharina Gaenssler zeigt eine authentische Momentaufnahme. Die Arbeitsebenen des Computers entsprechen den vielen unterschiedlichen Projekten und Aufgaben eines Tages. Susanne Hanus verknüpft das in die Kachel geritzte Bild einer Figur mit ihren typischen Verstrickungen aus roten und grünen Wollfäden. Die Figur befindet sich in einem Spiel aus haltenden Verbindungen und einem Balanceakt. Lioba Leibl schafft einen komplexen zerklüfteten Raum, der sich aus aktuellen Themen der Zeit aufbaut und sich der Idee des Mengerschwamms, einer Figur der fraktalen Geometrie, annähert. Werner Mally hält mittels tschechisch-deutschen Tagebuchnotizen seine künstlerischen Aktivitäten in einem 10-tägigen Zeitraum fest. Sabine Straub rückt der Kachel zu Leibe und verändert ihre Oberfläche, verlängert die 2D Fläche in die Tiefe durch Rillen und füllt diese mit Gips wieder auf.

www​.das​-klohaeuschen​.de
www​.kh​-biennale​.world 

Zu den Künstler*innen
Michael von Brentano (*1960 in Augsburg) lebt und arbeitet in Seeshaupt. Nach seiner Ausbildung zum Schreiner absolvierte er 1984 bis 1990 das Studium der Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste München bei Prof. Hans Ladner. Zwischen 1997 und 2018 war von Brentano Fachlehrer für Bildhauerei an Schulen für Holz und Gestaltung in Garmisch–Partenkirchen. Seine Arbeiten bewegen sich zwischen Installation, Skulptur und Interventionen im öffentlichen Raum. Immer wieder geht es in seinen Arbeiten auch um die Rezeption von Natur. Von Brentano fügt Polaritäten des Lebens zusammen: Das Innen des Organs, des Sinns, des Glücks, als künstlich gestaltetes Gebilde mit dem Außen der Welt, der Natur, dem Gewachsenen. Er konserviert Vergangenes und stellt es in neuem Zusammenhang in die Gegenwart.
https://​www​.michaelvonbrentano​.com

Judith Egger (*1973) lebt und arbeitet in München. Egger absolvierte eine Ausbildung zur Holzschnitzerin in Oberammergau und studierte Kommunikationsdesign an der FH Augsburg sowie am Royal College of Art in London. Unkontrolliertes organisches Wachstum, parasitäre Organismen und radikale Transformationsprozesse gehören zu ihren Forschungsgebieten – seit 2004 recherchiert sie unter anderem als Direktorin des parasitären Instituts für Hybristik und empirische Schwellkörperforschung die alles antreibende Lebenskraft, die Schwellkraft, die jedem Organismus innewohnt und die der Mensch in letzter Konsequenz nicht kontrollieren kann.
https://​www​.judithegger​.de

Katharina Gaenssler (*1974 in München) lebt und arbeitet in München. Nach einer Ausbildung zur Silberschmiedin studierte sie an der Akademie der Bildenden Künste in München. Ihre Arbeiten werden international gezeigt. Gaenssler erhielt den Bayerischen Kunstförderpreis für Bildende Kunst, das USA-Reisestipendium des Bayerischen Staatsministeriums und ein Arbeitsstipendium der Stiftung Kunstfonds, Bonn. Von 2013 bis 2015 lehrte sie im Rahmen einer Gastprofessur an der HFBK Hamburg.
http://​www​.katharinagaenssler​.de

Susanne Hanus (*1975 Berlin) lebt und arbeitet in Penzberg. Von 1996 bis 2002 studierte sie Malerei, Grafik und Bildhauerei an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, der Hochschule der Künste Berlin und der Glasgow School of Art in Schottland. Nach dem Diplom war sie von 2002 bis 2004 Meisterschülerin von Prof. Martin Honert an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. 2008 erhielt sie den Leonhard und Ida Wolf Gedächtnispreis München und 2009 die Debütant*innenförderung des BBK München. Hanus arbeitet konzeptuell, aber auch mit den Medien Holzschnitt, Zeichnung und Installation.
https://​www​.susannehanus​.de

Lioba Leibl (*1960 Straubing) lebt und arbeitet in Hebertshausen, München. Von
1981 bis 1987 studierte sie Bildhauerei bei Prof. Hubertus von Pilgrim und Prof. Sir Eduardo Paolozzi an der Akademie der Bildenden Künste München sowie Ethnologie von 1984 bis 1989 an der Ludwig-Maximilians-Universität München. 1989 erhielt sie ihr Diplom an der Akademie der bildenden Künste München.
http://​www​.liobaleibl​.de

Werner Mally (*1955 in Karlovy Vary, CZ) lebt und arbeitet in München. Von 1975 bis 1980 studierte er visuellen Kommunikation an der FHS München. Von 1980 bis 1984 studierte er Bildhauerei an den Akademie der bildenden Künste München sowie von 1984 bis 1985 an den Akademie der bildenden Künste Wien. 1987 erhielt er sein Diplom an der Akademie der bildenden Künste München.
http://​www​.wernermally​.de

Sabine Straub (*1963 in Köln) lebt und arbeitet in München. Von 1984 bis 1988 studierte sie an der Hochschule für Angewandte Kunst in Wien.1987 studierte sie an der School of Art, Architecture and Design (vormals St. John Cass) in London. Von 1988 bis 1991 studierte sie an der Hochschule für Gestaltung in Pforzheim. Mit einem Auge die spontane Skizze, mit dem anderen den räumlichen Kontext im Blick, so entwickelt sie meist großformatigen Skulpturen. Die Transformation von der Idee zum gültigen Werk ist fließend. Das Wachsen der Objekte erscheint wie eine Metamorphose über viele, manchmal völlig überraschende Stadien. Der architektonische Kontext entscheidet immer wieder neu über Material, Dimension und Form.
http://​sabinestraub​.com

Abb 1–2: Ausstellungsansichten KloHäuschen Biennale 2024, Fotos: Stefan Hagen
Abb 3: Ansicht Kacheln vom Vorstand der DG, Foto: Daniela Lange

Ausstellung
Dazwischensein 9
Cana Bilir-Meier
15. November bis 12. Dezember 2024

Dazwischensein 9
Cana Bilir-Meier
(Möglichkeitsraum)

Cana Bilir-Meier
Talya Feldman
Yulia Lokshina
Initiative in Remembrance of Yaya Jabbi
(Filmprogramm)

Ausstellung von 15. November bis 12. Dezember 2024

Programm
Eröffnung mit Performanceprogramm
Donnerstag, 14. November 2024, 18 bis 21 Uhr
19 bis 20 Uhr
Begrüßung und Einführung in die Ausstellung, Benita Meißner
Performatives Programm:
Cana Bilir-Meier (Einführung)
İlayda Akbaba (Spoken Word)
Serdar Yolcu (Tanz)
Sezgin İnceel (Gitarre, Gesang) & Sasha Agranov (Cello)
Nihan Devecioğlu (Gesang) & Sasha Agranov (Cello)

Tanzworkshop mit Serdar Yolcu
Mittwoch, 20. November 2024, 16 bis 17.30 Uhr
Cana Bilir-Meier im Gespräch mit Serdar Yolcu, 18 Uhr

Künstleringespräch
Cana Bilir-Meier im Gespräch mit Simon Biallowons
Dienstag, 26. November 2024, 19 Uhr

Abendöffnung
Donnerstag, 12. Dezember 2024, bis 20 Uhr

Im Jahr 2024 setzt ‚Dazwischensein’ den gedanklichen Überbau für neun kurze, künstlerische Einzelpräsentationen, die das Thema in seinen verschiedenen Aspekten untersuchen. Dazwischensein kann ein Gedanke, Zustand oder auch ein Gefühl sein. Wir wollen Dazwischensein als Möglichkeit begreifen, mehr zu sehen und verschiedene Sichtweisen gleichzeitig in sich zu erfassen.

Cana Bilir-Meier stellt das vermeintlich Normale in Frage und schafft mit ihrer Arbeit einen frischen Blick auf festgefahrene Gewohnheiten. So ist ihre erste künstlerische Handlung im DG Kunstraum den Möglichkeitsraum und den Diskursraum zu tauschen. Mittels eines Stempels kreiert sie eine großformatige Wandarbeit, die auf dem Symbol der Gemeinschaftsstruktur alevitischer Familien basiert, aber weit darüber hinaus erfahrbar macht, wie wir als Individuen über Familien, Freund*innen mit so vielen Menschen in Beziehung sind. In ihrer Bespielung des Möglichkeitsraumes erinnert sie das türkische Theaterstück ‚Düşler Ülkesi‘ (Land der Träume), welches am Theater der Jugend in München 1982 uraufgeführt wurde. Im Stück werden Alltagserfahrungen, Hoffnungen und Wünsche von migrantisierten Menschen in Deutschland betrachtet. Die Mutter der Künstlerin, Zühal Bilir-Meier, gründete in den 1980er Jahren gemeinsam mit Erman Okay, dem Autor des Theaterstückes, das Türkische Theater München. Die Aufführungen von ‚Düşler Ülkesi‘ fanden großen Anklang und das Stück wurde weit über die Grenzen Münchens gezeigt und besprochen.

Die Arbeit Cana Bilir-Meiers mit Bild- und Archivmaterialien aus familiärem Bestand ist ein Erinnern-Wollen, das zugleich den Weg, die Arbeit an der Erinnerung und den Umgang mit ihr offenlegt. Wie können wir unsere eigenen Geschichten erzählen und weiterschreiben durch Gedichte, Körperbewegungen, Rituale, Tanz und Musik? Lässt sich Erinnerung im Körper speichern und wie können wir diese an die nächsten Generationen weitergeben? Wie auch im Biennale Beitrag ‚Monument eines unbekannten Menschen‘ von Ersan Mondtag geht es um die Offenlegung der Wunden in der Vergangenheit ihrer Familien und die Frage, wie sich Versöhnung erreichen lässt. Auch Bilir-Meier involviert andere Menschen, mit ähnlichen Familiengeschichten, um die Installation zu aktivieren. Im Filmprogramm wird auf Anregung der Künstlerin ‚The Life of Yaya Jabbi’ gezeigt, ein Film der in Form von animierten Zeichnungen das Leben eines jungen Schwarzen Mannes erzählt, der durch Polizeigewalt in Hamburg umgekommen ist.

Auf Einladung der Künstlerin werden zur Eröffnung Münchner Akteuer*innen Sasha Agranov, İlayda Akbaba, Nihan Devecioğlu, Sezgin İnceel und Serdar Yolcu in unterschiedlichen Performances mittels Spoken Word, Tanz, Musik und Sound ihre Perspektiven auf das Erinnern, Resilienz und das Nicht-Vergessen-Lassens mit dem Publikum teilen.

Cana Bilir-Meier (*1986 in München) lebt und arbeitet in München und Wien. Sie studierte Kunst und Digitale Medien sowie Film und Kunstpädagogik an der Akademie der bildenden Künste in Wien und an der Sabancı-Universität in Istanbul. Sie arbeitet als Filmemacherin und Künstlerin sowie in Kunst- und Kulturvermittlungsprojekten. Ihre filmischen, performativen und textbasierten Arbeiten bewegen sich an den Schnittstellen zwischen Archivarbeit, Textproduktion, historischer Forschung, zeitgenössischer Medienreflexivität und Archäologie. Sie ist Mitbegründerin der Initiative zum Gedenken an Semra Ertan und Co-Herausgeberin des Gedichtbandes „Mein Name ist Ausländer – Benim Adım Yabancı“. 2021 war sie Vertretungsprofessorin für Kunstpädagogik an der Akademie der Bildenden Künste München.

Gesprächspartner: Simon Biallowons (*1984) ist studierter Philosoph, Journalist und Buchautor. Als Reporter war er weltweit tätig, seine Bücher beschäftigen sich in erster Linie mit philosophischen und religiös-spirituellen Themen. Er arbeitete als Korrespondent in Rom, lebte im Nahen Osten und berichtete als Reporter für verschiedene Medien aus vielen Ländern. Biallowons ist Verfasser mehrerer Bestseller und derzeit Geschäftsführer und Cheflektor des Herder Verlages.

Talya Feldman (*1990, Denver, Colorado) ist eine zeitbasierte Medienkünstlerin aus Denver, Colorado. Sie erwarb einen BFA an der School of the Art Institute of Chicago und ist derzeit Doktorandin an der Hochschule für bildende Künste Hamburg. Sie hat in Chicago, New York, Hamburg, Halle (Saale), Frankfurt und Berlin ausgestellt. Feldman wurde 2021 mit dem DAGESH-Kunstpreis für ihre Klanginstallation ‚The Violence We Have Witnessed Carries a Weight on Our Hearts‘ im Jüdischen Museum in Berlin ausgezeichnet und hat für ihre Projekte gegen rechten Terror in Zusammenarbeit mit aktivistischen und forschungsbasierten Netzwerken weltweite Anerkennung erhalten.

Yulia Lokshina (*1986 in Moskau, Russland) studierte Dokumentarfilmregie an der Hochschule für Fernsehen und Film München. Ihre Film- und Videoarbeiten beschäftigen sich mit der Interferenz sozialer Umgebungen und ihrer Protagonist*innen. Ihr Abschlussfilm – gleichsam künstlerisches wie politisches Projekt – ‚Regeln am Band, bei hoher Geschwindigkeit‘ befasst sich mit Leiharbeit und Arbeitsmigration aus dem europäischen Osten in Deutschland, Fragen der gesellschaftlichen Teilhabe und des Klassenbewusstseins und wurde mit dem Max Ophüls Preis für den besten Dokumentarfilm 2020 ausgezeichnet. Ihre Arbeit fragt kritisch: Wie sprechen wir über Dinge, die uns angehen? Wer trägt für was Verantwortung? Was wird zu einem Thema? Sie arbeitet im Grenzbereich von Film und Wissenschaft am Forum Internationale Wissenschaft Bonn, sowie in offenen Formationen mit befreundeten Künstler*innen.

Initiative in Remembrance of Yaya Jabbi: Die Initiative in Gedenken an Yaya Jabbi setzt sich für eine lückenlose Aufklärung der Umstände seines Todes ein und fordert aktives Erinnern, öffentliche Wahrnehmung und Anerkennung des Todes von Yaya Jabbi ein und setzt sich zusammen aus Freund*innen und Familie von Yaya Jabbi und Aktivist*innen aus verschiedenen antirassistischen und antifaschistischen Zusammenhängen.

Dazwischensein ist ein Projekt in Kooperation mit der Ludwig-Maximilians-Universität München, dem Urner Institut Kulturen der Alpen und der Stiftung Lucerna. Mit freundlicher Unterstützung der Curt Wills-Stiftung und der Förderung des Vereins Ausstellungshaus für christliche Kunst e.V., München. Das Projekt wurde ermöglicht durch das Förderprogramm BBK – Verbindungslinien aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst. Die Ausstellungsarchitektur wird in Kooperation mit der treibgut Materialinitiative erstellt.

Abb 1 bis 8.: Ausstellungsansichten Dazwischensein 9 – Cana Bilir-Meier, DG Kunstraum 2024, Fotos: Gerald von Foris
Abb. 9: Poster Dazwischensein 9 – Cana Bilir-Meier, Gestaltung: Bernd Kuchenbeiser